Das "übliche" Problem - zu wenig Milch - ACHTUNG: LANG

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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MamaSonja
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Re: Das "übliche" Problem - zu wenig Milch - ACHTUNG: LANG

Beitrag von MamaSonja »

Ich wollte mich gestern schon die ganze Zeit nochmal melden, hab es aber nicht geschafft. Das wollte ich noch sagen:
Eva-M. hat geschrieben: Meine Hebi meinte auch, dass jeder Tropfen für Arvid wichtig ist, insbesondere wegen seiner Milcheiweißallergie. .
Da hat sie sicher recht, es zählt alles! Niklas hat besonders zum Schluß (nur noch 1 Stillmahlzeit am Tag) auch nur Tropfen bekommen, aber seit dem endgültigen Abstillen kommt eine Erkältung nach der anderen. Ist bestimmt kein Zufall!
Eva-M. hat geschrieben:
Morgen will sie mir mir Akkupunktur machen und bringt mir noch Globulis mit. Sie erzählte, dass eine Mama, die direkt nach der Geburt mit Tabletten abgestillt hat, auch mit Hilfe dieser Globulis, noch voll stillen konnte - sie hatte 4 Wochen nach der Geburt mit Stillen angefangen. Von daher hab ich noch etwas Hoffnung...
Und, merkst du schon was von den Globuli? Was sind denn das für welche? Interessiert mich doch sehr! Deine Hebamme klingt ja toll, so stillfreundlich und gut informiert wie die ist!!!
Eva-M. hat geschrieben:
Beim Arzt war ich noch nicht, wollte dort aber nochmal anrufen. Kosten mich diese Tests etwas???
Ich wurde leider von allen Ärzten bis auf einen immer sehr schräg angesehen, wenn ich etwas von Prolaktinwert bestimmen gesagt habe, hoffe, dass es dir besser geht. Mein HA hat behauptet, dass er mehr bezahlt als ein FA, der FA meinte um die 30 Euro rum, die er an mich weitergeben würde, wenn die Kasse Stress macht. Ich habe aber nie eine Rechnung bekommen, ging also wohl gut.[/quote]
Eva-M. hat geschrieben: Ich habe übrigens noch was festgestellt: Beim Pumpen kommen wie gesagt, nur ein oder zwei MSR, das wars dann... Ich habe jetzt mal die freie Brust beim Stillen gepumpt - da kam zwar nicht dauerhaft Milch, aber doch 4 - 5 MSR... Hab gestern Nacht ungefähr 30 ml beim Stillen abgempumpt - ein Rekord... Sonst kommt halt nur 10 - 20 ml...
Das Pumpen beim Stillen wollte ich dir auch noch raten. Es ist nur nicht gerade so bequem, so dass sich das vielleicht auch wieder etwas negativ aufs Pumpen auswirkt. Ich hatte beim Pumpen auch meistens nur 2-3 MSR in 20 min (alle in den ersten 10-12 min, danach nichts mehr).
Das Baby weiß eben, wie es am besten geht. Auch deshalb ist nur Pumpen und dann per Flasche geben eben nicht so gut wie füttern per BES.
Eva-M. hat geschrieben: ... BES ... Ich klemme immer wieder den freien Schlauch ab und mach es Arvid schwerer, kommt auch darauf an, wie er drauf ist. Leider gibt es an der "guten" Seite (wo mehr Milch kommt) meistens Probleme - die Seite mag er nicht, er mag die andere Seite lieber...
Das Abklemmen ist gut, dann bekommt er auch mehr MuMi (wenn er es mitmacht), weil er stärker und länger saugen muß! Liegt das Vorziehen einer Seite wiklich an der Brust? Oder mag er nur die Lage nicht? Hast du mal probiert, ihn auf dem Stillkissen nach der schlechten Brust einfach so liegen zu lassen und in der Position an die gute brust weiterzuschieben? [/quote]
Eva-M. hat geschrieben: Kann man den ausschließlich mit dem BES zufüttern? Hat das schon jemand gemacht?
Ich glaube, Becka hat das gemacht, die hat aber auch 5 oder 6 Stück davon. Ich habe selbst etwa halb bis zwei Drittel Flasche gegeben, weil ich auch sehr früh wieder arbeiten mußte (3,5 Monate nach Geburt). Das Spülen ist schon nervig, aber ich erwäge es im Fall der Fälle für die zweite Stillzeit, nehme es mir aber nur locker vor, weil ich extrem stressanfällig bin und mir schnell Vorwürfe mache, wenn ich menen eigenen Ansprüchen (und leider vor allem auch denen meines Mannes) nicht gerecht werde.
Eva-M. hat geschrieben: Ich versuch mir keinen Stress zu machen. Ich denke, wenn ich mich stresse bringt das weder mehr MIlch noch ein schönes / entspanntes Familienleben. Ich tu was ich kann, sammel jeden Tropfen und genieße die Nähe beim Stillen mit dem BES (gilt das dann eigentlich als Stillen???). Obwohl es mir natürlich lieber wäre, wenn ich mehr Milch hätte.
Genau so ist es! Ich wünsche dir alles gute und gaaaanz viel Milch! Du tust, was du kannst, und das ist sehr annerkennenswert!
Meine Hebamme hat übrigens das BES-Stillen als Stillen gewertet. Und auch bei der AFS gab es keine Probleme, obwohl man für die Ausbildung gestillt haben muß/sollte. Natürlich ist reine MuMi rein inhaltlich gerade bei Allergie besser, aber beim BES-Stillen bekommt das Kind ja die gleiche Nähe.
Sonja (06/76) mit Kobold (06.07.2007) und BES-gestilltem Täubchen (08.10.2009)
Eva-M.
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Re: Das "übliche" Problem - zu wenig Milch - ACHTUNG: LANG

Beitrag von Eva-M. »

Die Globulis heißen Medusa (oder so), aber ich hab sie leider noch nicht. Die Lieferung dauerte etwas und nun ist meine Hebi im Urlaub. Die Vertretungs-Hebi bringt sie Montag aber mit.

Alledings wird es wohl nicht mehr viel bringen: ich war gestern bei meinem FA weil ich die unzureichende Milchbildung abklären wollte. Er sah meine Brust, schüttelte schon den Kopf, tastete sie ab und sagte dann, dass ich zuwenig Brustdrüsengewebe habe. (Die rechte Brust ist übrigens viel größer als die linke Brust)
Ich habe sowas schon vermutet aber gehofft, dass es nicht so ist. Seine Frau (die dort auch arbeitet) sprach gleich vom Abstillen. Ich selber musste mich stark zusammenreißen, dass ich nicht sofort anfange zu heulen. (die Tränen kamen dann vor der Praxis)

Ich war ziemlich verzweifelt und wusste nicht wie weiter. Als ich zu Hause war, war dann auch schon "Fütterungszeit". Hab dann das BES genommen und während des Stillens die andere Seite abgepumpt. Dabei habe ich zwar geweint aber beschlossen, so lange weiterzumachen wie es geht. Heißt: solange ich nicht unter enormen Stress gerate, noch MIlch kommt (bezieht sich aufs Pumpen) und es für uns beide angenehm und schön ist.

Wie lange bekommt man denn die Pumpe ausgeliehen/verschrieben? Ich mag mir ehrlich gesagt nicht wegen 10 - 20 ml Milch pro Pumpen eine teure Pumpe kaufen... Der Kinderarzt meinte gestern bei der U3, dass man die Pumpe nur 12 Wochen verschrieben bekommt, wenn nicht mindestens 2/3 der Menge aus Mumi besteht...

Zu der Brust: er mag die Seite wo weniger Milch kommt lieber - wohl weil die Brustwarze einfacher zu fassen ist. An der anderen Brust hab ich halt die zwei Positionen ausprobiert - Wiegenhaltung und Fußballerhaltung (heißt das so, wenn der Körper unter dem Arm liegt!?) Diese Position hab ich eigentlich immer, weil so das BES viel einfacher zu bedienen ist...

Ich bin zwar sehr traurig, weil meine Träume und Hoffnungen nun dahin sind, aber ich habe mein Bestes gegeben, wirklich alles versucht, und werde so lange kämpfen und weitermachen bis es halt nicht mehr geht. Die Aussage: "Jede Frau kann stillen" stimmt also leider nicht. Ich bin jedoch froh, dass ich in den Krankenhäusern und von meiner Super-Hebamme in meinem Stillwunsch so toll unterstützt worden bin. Sonst wäre ich nicht da wo ich jetzt bin (150 ml am Tag - immerhin eine volle Mahlzeit).
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Nellie
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Re: Das "übliche" Problem - zu wenig Milch - ACHTUNG: LANG

Beitrag von Nellie »

Hallo,

es tut mir leid, dass der Termin so schlecht lief. Ich habe zwar keine Ahnung, ob man durch abtasten überhaupt diese Diagnose stellen kann. Das hätte dann doch Hebammen auch machen können?
Wie lange bekommt man denn die Pumpe ausgeliehen/verschrieben? Ich mag mir ehrlich gesagt nicht wegen 10 - 20 ml Milch pro Pumpen eine teure Pumpe kaufen... Der Kinderarzt meinte gestern bei der U3, dass man die Pumpe nur 12 Wochen verschrieben bekommt, wenn nicht mindestens 2/3 der Menge aus Mumi besteht...
Der KiA ist doch nicht 24 h da und berechnet den Anteil an Muttermilch an der Gesamtnahrung, oder? 8) Ich habe die Pumpe ca. 8 Monate oder so verschrieben bekommen und habe die restlichen 5 Monate dann mit der kleinen elektrischen von medela gepumpt.

Mach weiter, so lange wie Ihr Euch damit wohlfühlt. Alles andere finde ich auch übertrieben. Leider sind manche Dinge im Leben eben "was nicht geht, geht eben nicht". Auch wenn es weh tut, aber wenn man sich ewig damit aufhält, wird es eh nicht besser. Und ich habe da eine Menge Beispiele bei uns, wann ich so denken muss, um nicht zugrunde zu gehen.

LG
Nellie
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Nimue1212
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Re: Das "übliche" Problem - zu wenig Milch - ACHTUNG: LANG

Beitrag von Nimue1212 »

Hier mal Beckas Stillgeschichte.
Liebe Grüße
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Gluehsternchen
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Re: Das "übliche" Problem - zu wenig Milch - ACHTUNG: LANG

Beitrag von Gluehsternchen »

Hast du mal einen Kontakt mit einer Stillberaterin gemacht?
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Re: Das "übliche" Problem - zu wenig Milch - ACHTUNG: LANG

Beitrag von jusl »

Hallo Eva-M.

nimm Dir die Zeit zum Betrauern der vergeblich erhofften problemlosen Stillzeit, die Du brauchst. Sei sicher, viele hier können Dich da sehr gut vestehen. Aber: bleib bei diesen Gefühlen nicht stehen, sondern blick nach vorn. Mach Dir bewusst, dass Deine nun (endlich!) erfolgte Hypomastie-Diagnose auch eine große Entlastung für Dich darstellen kann - Du muss nämlich nun keine Energie mehr für Ursachenforschung, Selbstzweifel und Arztgerenne aufbringen.

Konzentriere Dich darauf, wie Du Deine Stillzeit MIT dieser Diagnose angenehm und erfüllend gestalten kannst (selbstverständlich musst Du deswegen NICHT abstillen! - einem Lungenkranken, der Atemhilfe braucht, wird schließlich auch nicht geraten, das Atmen ab jetzt lieber ganz sein zu lassen :wink: ).
Hol Dir dafür z.B. hier ;-) die Anregungen, Infos und Tipps, die Dir dabei nützen.

Und nun: genieß Dein Baby! :D

LG und alles Gute,
Julia
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BEcKa
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Re: Das "übliche" Problem - zu wenig Milch - ACHTUNG: LANG

Beitrag von BEcKa »

Hat der ARzt auch einen Ultraschall bvon der Brust gemacht? Von außen das beurteilen zu wollen ist....öhem....ehrlich gesagt Blödsinn....


Hast Du schon probiert:

Bockshornkleekapseln
Domperidon
Stillöl

Könnte alles helfen. Ich habe bei Nathan mehr milch (ca 750ml) gehabt als bei Kaya (ca 500ml) musste aber trotzdem alle Mahlzeiten mit BES (bekommt man bei ebay auch um die 10€) stillen, damit er richtig saugt. WIr haben 6 BES (und stillen immer noch), damit kommt man meiner Ansicht nach gut aus.

Wir können uns gerne telefonisch mal kurzschalten wenn Du fragen hast!

Das Deine Brust gespannt hat und das Vormilch das wa wofür Du sogar Stilleinlagen brauchtest ist meiner ANishct nach ein gutes Zeichen! Welche Pumpe nutzt Du wielange pumpst Du? In welchem Rhythmus und wie oft...??
Liebe Grüße
Becka
BildBild
und ein Bild- Dich trag ich bei mir, bis der Vorhang fällt...



Nolle in causa est, non posse praetenditur
jusl
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Re: Das "übliche" Problem - zu wenig Milch - ACHTUNG: LANG

Beitrag von jusl »

Naja, ich hatte selbst schon Gelegenheit, eine Brust befühlen zu dürfen, in der kaum Drüsengewebe angelegt war. Da war der Tastbefund wirklich absolut eindeutig. (Dennoch wäre eine zusätzliche Diagnose mittels Ultraschall sicherlich sinnvoll! Ich meine, wozu hat er das Gerät da stehen??)

LG;
Julia
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MamaSonja
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Re: Das "übliche" Problem - zu wenig Milch - ACHTUNG: LANG

Beitrag von MamaSonja »

Kurze Anmerkung zum Pumpenrezept (habe wenig Zeit, das tut mir leid!):
Ich habe 3 Monate (die berühmten 12 Wochen) von meiner FÄ das Rezept bekommen, sie hat immer "entzündete BW" draufgeschrieben. Das hatte ich am Anfang wirklich, danach hat sie den Text fürs nächste Rezept einfach übernommen.
Dann hatte ich die Pumpe 3 Wochen auf eigene Kosten. Beim Kinderarzt habe ich dann noch einmal für gut 2 Monate ein Rezept bekommen wegen Gedeihstörung (es schmeckt halt nichts so gut wie MuMi, und da die nicht reichte, wollte Sohnemann eben gar nichts). Ich hab dann noch ein zweites Pumpset bekommen, da das Rezept auf meinen Sohn ausgestellt war. Das hat sehr entlastet, weil ich so für die Arbeit zwei Pumpsets hatte und nicht unterwegs spülen mußte.
Das Rezept darf wohl aus ein und demselben Grund nicht länger als 12 Wochen ausgestellt werden.

Bei uns kann man die Medela Symphony in so ziemlich jeder Apotheke leihen, die Mietpreise unterscheiden sich enorm: z.T. 1 Euro/Tag, z.T 2 Euro/Tag. Die eine Apotheke hat mir 50 Euro für vorher festgelegte 2 Monate angeboten. Nachfragen lohnt sich!!! Dieses Modell zu kaufen, lohnt meiner Meinung nach wirklich nicht, das Ausleihen schon!

Ansonsten schließe ich mich jusl an: Genieß dein Baby, habt eine schöne Zeit und mach dir keine Vorwürfe!
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Re: Das "übliche" Problem - zu wenig Milch - ACHTUNG: LANG

Beitrag von Viconia »

Ich kann leider zur Problematik nicht viel beitragen, aber ich wollte Dir ganz herzlich zum kleinen Arvid (toller Name!) gratulieren, und Dir sagen, dass ich Dein Durchhaltevermoegen und Entschlossenheit wirklich bewundere! Nur ganz, ganz wenige halten das so durch wie Du.

Ich drueck Dir die Daumen, das alles klappt. :D
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