Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?
- Meeresbrise
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Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?
Ich bin 11 Stunden pro Tag mit den Kids alleine, als Unterstützung habe ich 1x pro Woche meine Schwiegermutter, da arbeite ich aber auch.
Mein Vater hat früher um 15 Uhr zu arbeiten aufgehört, 15.30 war er immer spätestens zuhause und hat uns Kinder unmittelbar übernommen. Er hatte keine Abendtermine oder Dienstreisen. Auch am Wochenende waren wir häufig zu Zweit im Kino oder schwimmen. Meine Geschwister waren da schon fast erwachsen und meine Mutter hatte zuhause Zeit für sich.
Meine Schwiegermutter hatte Oma im Haus, auch wenn sie sagt, dass sie keine wirkliche Unterstützung von ihr hatte, alleine morgens mal kurz das Baby am Schoß halten und sei es nur 2 Minuten, das wäre oft schon Entlastung. Ihr Mann fing 5.30 zu arbeiten an und war um 14 Uhr zuhause. Die Kinder sind 8 Jahre auseinander. Wenn ich recht drüber nachdenke, sind die Voraussetzungen doch irgendwie anders... Ohne die Leistung von jemanden schmälern zu wollen.
Mein Vater hat früher um 15 Uhr zu arbeiten aufgehört, 15.30 war er immer spätestens zuhause und hat uns Kinder unmittelbar übernommen. Er hatte keine Abendtermine oder Dienstreisen. Auch am Wochenende waren wir häufig zu Zweit im Kino oder schwimmen. Meine Geschwister waren da schon fast erwachsen und meine Mutter hatte zuhause Zeit für sich.
Meine Schwiegermutter hatte Oma im Haus, auch wenn sie sagt, dass sie keine wirkliche Unterstützung von ihr hatte, alleine morgens mal kurz das Baby am Schoß halten und sei es nur 2 Minuten, das wäre oft schon Entlastung. Ihr Mann fing 5.30 zu arbeiten an und war um 14 Uhr zuhause. Die Kinder sind 8 Jahre auseinander. Wenn ich recht drüber nachdenke, sind die Voraussetzungen doch irgendwie anders... Ohne die Leistung von jemanden schmälern zu wollen.
I tried to hold on but it hurts too much
I tried to forgive but it′s not enough
To make it all okay
You can't play on broken strings
You can′t feel anything
That your heart don't want to feel
I can't tell you something that ain't real
Oh, the truth hurts and lies worse
How can I give anymore
When I love you a little less than before?
Meeresbrise ist so glücklich mit Sonnenstrahl (02/21) und Meeresprinzessin (06/24) an der Hand
Gute Reise ihr kleinen Sternchen *** - 02/23 u. 07/23
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- ShinyCheetah
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Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?
Ich finde das Thema sehr spannend und habe auch schon oft darüber nachgedacht und meine Mutter und Schwiegermutter darauf angesprochen. Vielleicht komme ich heute Abend zum Schreiben. In meinem Umfeld war es wohl auch eine Mischung aus vielem, das schon genannt wurde.
Teilweise ist es aber auch Charakter. Mich hat das mit den Kindern psychisch komplett fertig gemacht. So schlimm ist es bei den anderen gleichaltrigen Frauen in meinem Umfeld nicht. Es gibt auch viele, die sich sogar ein drittes Kind problemlos zutrauen. Da kann ich nur staunen.
Teilweise ist es aber auch Charakter. Mich hat das mit den Kindern psychisch komplett fertig gemacht. So schlimm ist es bei den anderen gleichaltrigen Frauen in meinem Umfeld nicht. Es gibt auch viele, die sich sogar ein drittes Kind problemlos zutrauen. Da kann ich nur staunen.
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)
The trick to happiness wasn't in freezing every momentary pleasure and clinging to each one, but in ensuring one's life would produce many future moments to anticipate. Shallan Davar/Brandon Sanderson
und Tochter V (Ende Juni 21)
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- jessy80
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Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?
Meine Schwiegermutter hat gerade am Wochenende lachend erzählt, wie ihr mittlerer sein Zimmer auseinander genommen hat, weil sie ihn dort eingesperrt hatten...
Also reflektion gleich null und interessanterweise kann sich mein mann an solche Situationen nie Erinnerung znd es kommen öfter solche Geschichten...
Also reflektion gleich null und interessanterweise kann sich mein mann an solche Situationen nie Erinnerung znd es kommen öfter solche Geschichten...
Räuberbande (04/02; 03/15; 07/16) *(02/14)
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Mau
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Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?
Bezüglich Resilienz…
Meine Mutter war und ist definitiv leistungsfähiger als ich. Ihre Mutter eher nicht. Ich habe glaube viel von ihr geerbt… meine Oma väterlicherseits hat wahnsinnig viel geschafft, aber kaum gefühlt.
Ich kriege lieber weniger hin, aber fühle mich dabei auch und kann eine innige Beziehung zu meinem Kind haben.
Und ja, manche Eltern kriegen 3 Kinder mit 2 Jahren Abstand, arbeiten, haben Hobbys und kümmern sich in jeder Hinsicht super um ihre Kinder und sind nicht ausgelaugt. Aber eher nicht so viele, denke ich mal… unterschiedliche Ressourcen halt.
Meine Mutter war und ist definitiv leistungsfähiger als ich. Ihre Mutter eher nicht. Ich habe glaube viel von ihr geerbt… meine Oma väterlicherseits hat wahnsinnig viel geschafft, aber kaum gefühlt.
Ich kriege lieber weniger hin, aber fühle mich dabei auch und kann eine innige Beziehung zu meinem Kind haben.
Und ja, manche Eltern kriegen 3 Kinder mit 2 Jahren Abstand, arbeiten, haben Hobbys und kümmern sich in jeder Hinsicht super um ihre Kinder und sind nicht ausgelaugt. Aber eher nicht so viele, denke ich mal… unterschiedliche Ressourcen halt.
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Elena
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Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?
Kinderturnen, musikalische Früherziehung, Babyschwimmen gab es bei meinen Eltern schon. Bei meinen Schwiegis war es etwas weniger, weil sie in einer anderen Bubble wohnten, aber sowas wie Turnen gab es schon. Bei den Großeltern sicher nicht.jessy80 hat geschrieben: 26.02.2025, 14:11 Hallo, also erstens denke ich, dass die Erinnerung da sehr verklärt ist und zweitens havne die Eltern fpeher doch auch kciht wirklich was mit den Kindern gemacht oder?
Da liefen die Kinder nebenher, haben sich sich gegenseitig mit erzogen.
Aber gespielt, Krabbelgruppe....wsr damals ja nicht. Die kinder wurden laut meiner Erinnerung versorgt.
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Seifenblasenfrau
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Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?
Meine Oma hat erzählt, wie sie (im Ausland) immer, wenn ihre Kinder 4 Monate alt wurden, wieder aufs Feld musste zum Arbeiten und da wurden die Kinder dann in Stoffwiegen am Feldrand abgestellt und alle ein zwei Stunden mal schnell gestillt. Wenn die mobiler wurden, wurden die auf Kuhmilch umgestellt und bei Uroma gelassen, die war alt und gebrechlich und mit den Kindern zuhause. Damit die Kinder auf die Uroma gehört haben, hatte diese reichlich den Stock eingesetzt, um Gehorsam in die Bande zu kriegen und das war wohl auch ganz erfolgreich.
Stell ich mir alles nicht so unstressig vor
da haben wir es mit unseren million Privilegien sehr viel besser, wir haben die Kinder, aber auch die Möglichkeiten.
Eine feministische Psychiaterin, die schon ziemlich alt ist, hatte in einem Podcast oder Artikel erzählt, dass sie im Westen ungewöhnlich schon früh arbeiten gegangen ist nach der Geburt, das Kind war alleine zuhause im Gitterbett mit einer vorbereiteten Flasche. Das schmerzte sie rückblickend sehr, war aber damals nicht ungewöhnlich.
Stell ich mir alles nicht so unstressig vor
Eine feministische Psychiaterin, die schon ziemlich alt ist, hatte in einem Podcast oder Artikel erzählt, dass sie im Westen ungewöhnlich schon früh arbeiten gegangen ist nach der Geburt, das Kind war alleine zuhause im Gitterbett mit einer vorbereiteten Flasche. Das schmerzte sie rückblickend sehr, war aber damals nicht ungewöhnlich.
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Elena
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Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?
Ja! Ich denke auch, dass das eine Rolle spielt. Da einen gesunden Mittelweg zu finden, wäre vermutlich das Beste für alle...clairdelune hat geschrieben: 26.02.2025, 14:14 Die hatten noch kein Internet, wo sie sich über bedürfnisorientierte Kindererziehung, die optimale Ernährung, pädagogisch wertvolle Förderung schlau machen konnten. Kinder liefen eher so nebenbei und mussten halt mal warten, schreien, alleine spielen.
Ich habe das nie wirklich so empfunden, ab mir perlt jeglicher Wettbewerb in der Beziehung ab, glaube ich.Kein social media, wo einer Mutter suggeriert wird was sie alles können und tun müsste. Wo immer weiter Anforderungen gestellt werden. Wo ein Wettbewerb herrscht.
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Mau
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Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?
Ich war als kleines Kind auch bei so Kursen, meine Eltern haben viel Wert auf gesunde Ernährung gelegt, lange keine Medien und haben mich bewusst anders erzogen als sie selbst also ohne Strafen und haben sich auch generell viel mit mir beschäftigt, sich Mühe gegeben, dass ich als Einzelkind genug Kinder zum Spielen hatte… Gab es auch schon in den 90ern. Die hatten aber halt auch Zeit und Energie. Ich habe aber auch schon früh alleine gespielt, während einer weg war und der andere Homeoffice gemacht hat.
Jedenfalls gab es da je nach bubble schon (überzogene) Ansprüche und Vergleiche. Insgesamt aber bestimmt weniger als heute.
Ich sehe vieles tatsächlich lockerer als meine Eltern damals und vieles, was bei bedürfnisorientiert „Pflicht“ ist, fühlt sich für mich intuitiv richtig an. Und wenn es sich falsch angefühlt hätte mit meinem Baby kuschelnd zu schlafen, hätte ich es nicht gemacht… Ich kriege eine Menge nicht hin, aber auf meine eigenen Bedürfnisse achten kann ich. Habe ich bestimmt auch meinen Eltern zu verdanken, für die vieles weniger intuitiv war.
Jedenfalls gab es da je nach bubble schon (überzogene) Ansprüche und Vergleiche. Insgesamt aber bestimmt weniger als heute.
Ich sehe vieles tatsächlich lockerer als meine Eltern damals und vieles, was bei bedürfnisorientiert „Pflicht“ ist, fühlt sich für mich intuitiv richtig an. Und wenn es sich falsch angefühlt hätte mit meinem Baby kuschelnd zu schlafen, hätte ich es nicht gemacht… Ich kriege eine Menge nicht hin, aber auf meine eigenen Bedürfnisse achten kann ich. Habe ich bestimmt auch meinen Eltern zu verdanken, für die vieles weniger intuitiv war.
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Elena
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Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?
Ich habe noch eine weitere These
:
Ich glaube, dass es sehr anstrengt, wenn man viel über die Belastung nachdenkt. Überlegt, wie man sich Pausen verschaffen kann, wann es einfacher wird, was man optimieren kann. Wenn man vielleicht auch mit anderen vergleicht, wo es scheinbar besser läuft. Wenn man die eigene Beanspruchung einfach hinnimmt, steckt man sie vielleicht leichter weg.
Ist jetzt nicht ganz dasselbe, aber ich habe das in den letzten 2 Jahren gemerkt, seitdem ich auf einmal für ein Pferd verantwortlich bin, was so nicht geplant war. Dieses Pferd frisst viel Zeit, ich verbringe also täglich mindestens 2 Stunden damit, obwohl ich mich vorher eigentlich gut ausgelastet gefühlt habe.
Anfangs hat mich das wahnsinnig gestresst. Dann habe ich mich aber dran gewöhnt, dass ich an wirklich jedem Wochenende morgens um 8 im Stall stehe, bei jedem Wetter, und dass ich quasi nie mehr mittags oder nachmittags ein Päuschen im Sessel mache. Seit ich das akzeptiert habe, bin ich viel weniger gestresst.
Keine Ahnung, ob das bei manchen Müttern auch eine Rolle spielt. Aber allgemein Dinge hinzunehmen (Kind will nachts alle 2 Stunden stillen, schläft nur auf mir drauf, wir brauchen 1 Stunde für den Rückweg von der Kita , weil so viel zu sehen ist...), entstresst zumindest mich persönlich sehr.
Ich glaube, dass es sehr anstrengt, wenn man viel über die Belastung nachdenkt. Überlegt, wie man sich Pausen verschaffen kann, wann es einfacher wird, was man optimieren kann. Wenn man vielleicht auch mit anderen vergleicht, wo es scheinbar besser läuft. Wenn man die eigene Beanspruchung einfach hinnimmt, steckt man sie vielleicht leichter weg.
Ist jetzt nicht ganz dasselbe, aber ich habe das in den letzten 2 Jahren gemerkt, seitdem ich auf einmal für ein Pferd verantwortlich bin, was so nicht geplant war. Dieses Pferd frisst viel Zeit, ich verbringe also täglich mindestens 2 Stunden damit, obwohl ich mich vorher eigentlich gut ausgelastet gefühlt habe.
Keine Ahnung, ob das bei manchen Müttern auch eine Rolle spielt. Aber allgemein Dinge hinzunehmen (Kind will nachts alle 2 Stunden stillen, schläft nur auf mir drauf, wir brauchen 1 Stunde für den Rückweg von der Kita , weil so viel zu sehen ist...), entstresst zumindest mich persönlich sehr.
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Seiltänzerin
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- Registriert: 13.10.2019, 20:56
Re: Wie haben unsere Mütter/Großmütter das geschafft?
Gestern mit Schwiegers darüber gesprochen, wie sie zum funktionieren gebracht wurden: schmerzhafte "Konsequenzen" (mit dem Besen hinterhergerannt) und emotionale Erpressung "Ich sag es dem Papa und du weißt ja - sein Herz..."
Meine Mutter hat bei mir sehr erfolgreich mit Beschämung und dem subtilen Androhen körperlicher Konsequenzen gearbeitet.
Außerdem:
Viele Babies kamen geferbert aus dem Krankenhaus.
Der Haushalt war zwar mehr Aufwand, aber es war auch gesellschaftlich mehr okay, verschwitzt zu sein.
Oma/Opa/Tante etc in der Nähe war mehr die Regel als die Ausnahme.
Meine Mutter hat bei mir sehr erfolgreich mit Beschämung und dem subtilen Androhen körperlicher Konsequenzen gearbeitet.
Außerdem:
Viele Babies kamen geferbert aus dem Krankenhaus.
Der Haushalt war zwar mehr Aufwand, aber es war auch gesellschaftlich mehr okay, verschwitzt zu sein.
Oma/Opa/Tante etc in der Nähe war mehr die Regel als die Ausnahme.
mit den drei Wirbelwinden (2015,2019,2021)