Taschengeld wandert in Videospiele

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Nachtblau
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Re: Taschengeld wandert in Videospiele

Beitrag von Nachtblau »

Ergänzung: Bei uns sind es zwei verschiedene Spiele.
Sprotterich (09/12), Krabbe (03/15)
Roter Drache
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Re: Taschengeld wandert in Videospiele

Beitrag von Roter Drache »

Ich bin dagegen (Suchtfaktor) und mein Mann dafür (die Entwickler müssen ja auch was verdienen)
Kompromiss ist hier:
Die Kinder wurden von uns aufgeklärt, warum ich es nicht möchte und Papa das anders sieht. Sie dürfen aber ab und an zu besonderen Gelegenheiten mal Geld ausgeben und an kostenlosen Events teilnehmen bei denen sie sich gegenseitig helfen ihre Ziele zu erreichen, um dann irgendwas kostenlos zu bekommen. Dann spielen sie auch länger. Manchmal bekommen sie auch Guthaben geschenkt vom Onkel, da haben wir kein Verbot ausgesprochen daher ist es dann für mich ok wenn da einmal im Jahr ein Guthaben zum Geburtstag von Midi kommt, das dann auch geschwisterlich geteilt wird.
Hier hat es sich tatsächlich so eingespielt, nach Guthaben hat schon lange keiner mehr gefragt, die Spiele werden aber trotzdem noch gespielt. Bei den meisten Freunden wird es anders gehandhabt und die Kinder dürfen so viel ausgeben wie sie möchten.

Achso, Geld ausgeben in/für Spielen läuft nur über Papa, alleine geht das nicht. Mein Mann hatte sich mal vergessen abzumelden, da ist so schnell geklickt, dass die Kids gar nicht merken, dass da echtes Geld fließt. Das war auch ein guter Lerneffekt wie schnell da Geld verschwinden kann ohne Überblick.
Serafin
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Re: Taschengeld wandert in Videospiele

Beitrag von Serafin »

Ich würde dem Kind das mit dem Suchtfaktor erklären. Und dann lieber ein ordentliches Spiel kaufen, wo eben nichts mehr dazu kommt.
kleiner Maulwurf 12/15
kleiner Schildkröterich 05/19
Roter Drache
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Re: Taschengeld wandert in Videospiele

Beitrag von Roter Drache »

Bei dem Spiel meiner Kinder geht es oft um spezielle Outfits, höhere Levels usw, die man meist aber nach längerem Spielen eh bekommt. Sind das solche Erweiterungen bei euch oder tatsächlich neue Levels oder so, die es so nicht gibt?
Das macht ja schon einen Unterschied in der Diskussion.
Ich vermute mal, dass in fast jedem Spiel solche Käufe mittlerweile möglich sind, ganz wird man um die Entscheidung und Diskussion nicht rumkommen.
Ich finde 10 Jahre auch ein schwieriges Alter für Videospiele, da die meisten anderen Eltern es nicht so mit der FSK haben und die Auswahl dann etwas begrenzt ist von coolen Spielen wenn man sich selbst dran hält.
nido56
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Re: Taschengeld wandert in Videospiele

Beitrag von nido56 »

Der Pirat hat auch eine Weile so ein Spiel gespielt und viel Taschengeld reingesteckt. Ich habe es ihm nicht verboten. Ich sorge dafür, dass er nur soviel Taschengeld bekommt, dass ich es verschmerzen kann, wenn er das für Quatsch ausgibt. Bei großen Geschenken (die Großeltern sind da oft etwas unverhältnismäßig) haben wir die Absprache, dass das nicht einfach so auf den Kopf gehauen sondern für größere Sachen gespart wird.

Über den Suchtfaktor reden wir. Er kann das inzwischen ganz gut selbst analysieren, ob er Sachen nur einfach haben will um des Habens Willen oder ob er tatsächlich Freude daran hat. Bei dem Spiel damals hat er irgendwann selbst gesagt, dass er schöner ist, wenn man sich die Outfits selbst erspielt als wenn man sie direkt kauft.

Hätte ich gemerkt, dass er deutliches Suchtverhalten zeigt, dann hätte ich mit ihm darüber gesprochen und Abmachungen getroffen, ob und, wenn ja, wie viel Geld er dafür ausgeben darf, und es im Zweifelsfall auch verboten.

Inzwischen spielt er übrigens praktisch nur noch Spiele, die man einmal teuer kauft und dann besitzt. Da geht es jetzt eher darum, ob man jedes Jahr die neue Ausgabe braucht oder nicht.
nido mit dem Piraten (01/2012)
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Jamelek
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Re: Taschengeld wandert in Videospiele

Beitrag von Jamelek »

Genau um Brawlstars geht es hier auch momentan.
Gibt es irgendwelche Kinderromane in der Richtung? Also klar werde ich mit meinem Sohn über das Thema Sucht reden, aber irgendwie denke ich, das ist noch ziemlich abstrakt für ihn. Ich habe einige Sachbücher zu dem Thema gefunden, der Großteil richtet sich allerdings an die Eltern. Ich suche etwas, wo mein Sohn sich richtig hineinversetzen kann, mit einer betroffenden Person identifizieren sozusagen. Das hat bisher immer am Besten funktioniert.

Alleine kaufen kann mein Sohn auch nicht, also ich muss das schon freischalten. Gestern haben wir uns dann auf ein etwas günstigeres Extra geeinigt, was vom Taschengeld bezahlbar war und festgelegt, dass das für diesen Monat dann reicht. Mal schauen, wie es läuft. Aber generell muss hier halt eine richtig abgegrenzte Lösung her und die Aufklärung.
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Amber
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Re: Taschengeld wandert in Videospiele

Beitrag von Amber »

Jamelek hat geschrieben: 11.12.2023, 12:55
Alleine kaufen kann mein Sohn auch nicht, also ich muss das schon freischalten. Gestern haben wir uns dann auf ein etwas günstigeres Extra geeinigt, was vom Taschengeld bezahlbar war und festgelegt, dass das für diesen Monat dann reicht. Mal schauen, wie es läuft. Aber generell muss hier halt eine richtig abgegrenzte Lösung her und die Aufklärung.
Man kann komplett anonym in jedem Laden Google Play Gutscheine kaufen. Gerade mit Suchtfaktor würde ich mich auf das "geht nur mit Eltern" nicht verlassen.
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Amber mit dem Elftklässler (Mai 2009) und der Neuntklässlerin (Januar 2011)
Vincia
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Re: Taschengeld wandert in Videospiele

Beitrag von Vincia »

Ich kann zwar selbst nicht wirklich weiterhelfen aber ich möchte einen Link von Klicksafe da lassen. Da gibt es u.a. die Rubrik Digitale Spiele - Sucht und Abhängigkeit mit Infos und Tipps. Vielleicht hilft da was :)
https://www.klicksafe.de/digitale-spiel ... aengigkeit
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joko
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Re: Taschengeld wandert in Videospiele

Beitrag von joko »

Jamelek hat geschrieben: 11.12.2023, 12:55 Alleine kaufen kann mein Sohn auch nicht, also ich muss das schon freischalten.
Das dachte ich auch. Mein Sohn hat dann mein Passwort für Google Play zurück gesetzt und über PP eingekauft. Das war da irgendwie verlinkt, war mir nicht aufgefallen.
Soweit dazu.

Wir zocken hier alle gern, und teilweise auch mal mehr 😬 aber dieses Spiel ist so aufgebaut, dass man ohne Geld irgendwann nicht mehr so schnell voran kommt. Und diese tägliche Belohnung 🙄
Das hat wirklich Suchtpotenzial, und ich hab das schon von so vielen Eltern gehört, dass ihre Kinder da total drauf fixiert sind.
"Fasst frischen Mut; so lang ist keine Nacht, dass endlich nicht der helle Morgen lacht." (Macbeth/Shakespeare)
Sibi
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Re: Taschengeld wandert in Videospiele

Beitrag von Sibi »

Jamelek hat geschrieben: 10.12.2023, 19:52 Wie handhabt ihr das?
...
Und ursprünglich war mein Grundgedanke ja, Taschengeld darf er ausgeben wofür er mag.
Eigentlich darf hier Taschengeld auch frei verwendet werden. Aber Videospiele sind verboten. Unter anderem, weil ich weiß, wie viele Stunden ich davor versackt bin - und zwar schon vor 30 Jahren und ohne große Suchttendenz. :oops: Hat mir nicht nachhaltig geschadet, aber auch so gar nichts gebracht. Es war einfach sehr viel Zeitverschwendung ohne Sinn und Verstand. Ich bin sehr froh, dass meine Große ihre Zeit sehr viel produktiver verwendet und beim Sohn (jetzt 6) hätte ich tatsächlich wegen dem Suchtfaktor etwas Angst. Daher gilt auch für die Kleinen: Keine Computer-/Handy-/Playstation/etc-Spiele. Wie ich das durchsetze, wenn der Sohn mal ein Handy hat - keine Ahnung. Dann frage ich Euch. :D
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