Zu viel Milch bei Beikosteinführung
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Re: Zu viel Milch bei Beikosteinführung
Ich glaub, das wurde hier noch nicht verlinkt, daher lass ich mal einen Hinweis auf die "Grundinfo Beikost" da: viewtopic.php?f=176&t=208349
Valeska mit Adventkind 2019 und Spätsommerkind 2022
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- Nane85
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Re: Zu viel Milch bei Beikosteinführung
Guten Abend,
schön, dass die Versuche mit dem Blockstillen schon Erfolg zeigen! Das ist nicht immer so, dass sich das sofort auswirkt.
Ich würde empfehlen, dass du das Blockstillen erst mal für 1-2 Tage machst. Hast du heute, als du damit begonnen hast, beide Brüste leer gepumpt bzw dein Baby beide Seiten leer trinken lassen? Wenn nicht, würde ich vorschlagen, dass du das morgen machst. Und dann jeweils für einen Zeitraum von z.B. drei Stunden nur eine Brust geben. Die andere Seite währenddessen gut kühlen, das drosselt die Milchbildung sehr effektiv!
Dann schauen wir, was sich verändert.
Zum Stillen und Beikost empfehle ich dir die Grundinfos Beikost.
Stillmahlzeiten zu ersetzen, ist eine Abstillmethode. Du kannst das natürlich so machen, läufst damit aber Gefahr, eben doch vorzeitig abzustillen. Letztlich ist es wie ShinyCheetah schreibt, du kannst Stillen und Beikost voneinander unabhängig sehen.
Hast du noch Fragen?
schön, dass die Versuche mit dem Blockstillen schon Erfolg zeigen! Das ist nicht immer so, dass sich das sofort auswirkt.
Ich würde empfehlen, dass du das Blockstillen erst mal für 1-2 Tage machst. Hast du heute, als du damit begonnen hast, beide Brüste leer gepumpt bzw dein Baby beide Seiten leer trinken lassen? Wenn nicht, würde ich vorschlagen, dass du das morgen machst. Und dann jeweils für einen Zeitraum von z.B. drei Stunden nur eine Brust geben. Die andere Seite währenddessen gut kühlen, das drosselt die Milchbildung sehr effektiv!
Dann schauen wir, was sich verändert.
Zum Stillen und Beikost empfehle ich dir die Grundinfos Beikost.
Stillmahlzeiten zu ersetzen, ist eine Abstillmethode. Du kannst das natürlich so machen, läufst damit aber Gefahr, eben doch vorzeitig abzustillen. Letztlich ist es wie ShinyCheetah schreibt, du kannst Stillen und Beikost voneinander unabhängig sehen.
Hast du noch Fragen?
Nane85 mit den Mädels (02/13 & 06/15 & 06/19)
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Re: Zu viel Milch bei Beikosteinführung
Aus meiner ErfahrungLeesti hat geschrieben: 10.02.2021, 20:29 Trinkt sie sich nicht satt, wenn sie vorher die Brust bekommt?
Schon am Anfang der Beikost hat er sehr deutliche Vorlieben gezeigt, auch wenn er da noch insgesamt wenig gegessen hat.
mit den drei Wirbelwinden (2015,2019,2021)
- Nane85
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Re: Zu viel Milch bei Beikosteinführung
Wie geht's euch?
Nane85 mit den Mädels (02/13 & 06/15 & 06/19)
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Leesti
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Re: Zu viel Milch bei Beikosteinführung
Hallo Ihr,
danke für eure lieben Antworten. Ich hab's vorher nicht geschafft zu antworten. Sorry.
Also: irgendwie habt ihr mich etwas verunsichert - ich will ja nicht abstillen (erst so mit einem Jahr). Ich hab jetzt gestern wieder eher normal gestillt und E. hat heute dann irgendwie den Brei verweigert.
Ehrlich gesagt hat sie schon seit sie den Getreide-Obst-Brei isst, immer weniger Gemüsebrei gegessen und gestern und heute hat sie den mittags komplett abgelehnt. D.h. ich hab noch mal gestillt. Und heute hat sie auch nachmittags nur wenig Brei gegessen und dann noch mal gestillt, weil sie so geweint hat. Sie bekommt gerade auch ihren ersten Zahn. Ich glaube, es liegt auch etwas daran.
Ich bin jedenfalls jetzt total durcheinander. Also der Rhythmus ist (mal wieder) total ausgehebelt.
Also ich bin so durcheinander, weil ich mir das alles irgendwie anders vorgestellt habe. Bei meiner Großen war es alles noch anders. Da hieß es, etwa jeden Monat wird eine Stillmahlzeit durch Brei ersetzt und dann hat man so mit einem Jahr dann abgestillt. So hatte ich das eigentlich jetzt vor. Bei meiner Großen hatte das ja damals nicht geklappt, weil meine Milch so viel war.
Jetzt scheint sich alles geändert zu haben, oder? (das ist jetzt fast 13 Jahre her) Also wenn ich das richtig verstehe, macht man das heute so, dass man einfach weiterstillt, aber dann der Bedarf nach und nach weniger wird, weil das Baby immer mehr Brei oder vom Tisch mit isst. Alles ganz langsam und ohne rigiden Zeitplan. Ihr stillt also ganz normal weiter und überlasst es dem Baby, zu bestimmen, wann es abstillt. Richtig?
Und was mache ich, wenn ich dann mit einem Jahr abstillen möchte und es sich nicht von alleine ergibt? Ich konnte mir irgendwie nie vorstellen, länger als 1 Jahr zu stillen.
Ich hab jetzt irgendwie 2 Probleme: einmal die obige Unsicherheit: wie mache ich es jetzt mit dem Stillen, der Beikost und dem Abstillen? Und: was mache ich, wenn meine Kleine keinen (Gemüse-)Brei mehr mag, weil ihr vielleicht der Getreidebrei besser schmeckt? (Fleisch und Fisch haben wir bisher noch nicht versucht, aber das wäre ja jetzt eventuell auch mal dran, oder?).
Vielleicht muss ich einfach mehr lesen über diese neue Art des langsamen Abstillens (das ist dann Baby Led Weaning, oder?) und dann entscheiden, wie ich es machen will.
Und wegen dem Gemüse? Was würdet ihr da empfehlen? (Ich dachte jetzt, ich mische vielleicht mal Gemüse mit etwas Obst und dann immer weniger Obst). Oder ist das nicht so gut?
Ach ja: und was mache ich, wenn sie plötzlich keinen Brei mehr will? Wenn ich dann (wieder) mehr stille, wird ja auch die Produktion wieder angeregt.
Danke euch ganz herzlich und viele liebe Grüße
Leesti
danke für eure lieben Antworten. Ich hab's vorher nicht geschafft zu antworten. Sorry.
Also: irgendwie habt ihr mich etwas verunsichert - ich will ja nicht abstillen (erst so mit einem Jahr). Ich hab jetzt gestern wieder eher normal gestillt und E. hat heute dann irgendwie den Brei verweigert.
Ich bin jedenfalls jetzt total durcheinander. Also der Rhythmus ist (mal wieder) total ausgehebelt.
Also ich bin so durcheinander, weil ich mir das alles irgendwie anders vorgestellt habe. Bei meiner Großen war es alles noch anders. Da hieß es, etwa jeden Monat wird eine Stillmahlzeit durch Brei ersetzt und dann hat man so mit einem Jahr dann abgestillt. So hatte ich das eigentlich jetzt vor. Bei meiner Großen hatte das ja damals nicht geklappt, weil meine Milch so viel war.
Jetzt scheint sich alles geändert zu haben, oder? (das ist jetzt fast 13 Jahre her) Also wenn ich das richtig verstehe, macht man das heute so, dass man einfach weiterstillt, aber dann der Bedarf nach und nach weniger wird, weil das Baby immer mehr Brei oder vom Tisch mit isst. Alles ganz langsam und ohne rigiden Zeitplan. Ihr stillt also ganz normal weiter und überlasst es dem Baby, zu bestimmen, wann es abstillt. Richtig?
Und was mache ich, wenn ich dann mit einem Jahr abstillen möchte und es sich nicht von alleine ergibt? Ich konnte mir irgendwie nie vorstellen, länger als 1 Jahr zu stillen.
Ich hab jetzt irgendwie 2 Probleme: einmal die obige Unsicherheit: wie mache ich es jetzt mit dem Stillen, der Beikost und dem Abstillen? Und: was mache ich, wenn meine Kleine keinen (Gemüse-)Brei mehr mag, weil ihr vielleicht der Getreidebrei besser schmeckt? (Fleisch und Fisch haben wir bisher noch nicht versucht, aber das wäre ja jetzt eventuell auch mal dran, oder?).
Vielleicht muss ich einfach mehr lesen über diese neue Art des langsamen Abstillens (das ist dann Baby Led Weaning, oder?) und dann entscheiden, wie ich es machen will.
Und wegen dem Gemüse? Was würdet ihr da empfehlen? (Ich dachte jetzt, ich mische vielleicht mal Gemüse mit etwas Obst und dann immer weniger Obst). Oder ist das nicht so gut?
Ach ja: und was mache ich, wenn sie plötzlich keinen Brei mehr will? Wenn ich dann (wieder) mehr stille, wird ja auch die Produktion wieder angeregt.
Danke euch ganz herzlich und viele liebe Grüße
Leesti
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Serafin
- Miss SuTiversum
- Beiträge: 22586
- Registriert: 08.07.2014, 17:03
Re: Zu viel Milch bei Beikosteinführung
Wenn Sie Getreide Obst Brei lieber mag, dann gib ihr den. Wenn Sie keinen Brei mag, dann gib ihr geeignetes von Familienessen. Meine Kinder haben einfach was bekommen, was gut war, wenn wir halt auch gegessen haben. Und du musst dir jetzt nicht vorstellen, so und so lange zu stillen. Zum einen wächst man rein (Kleinkindstillen ist ganz anders als Babystillen) und zum anderen würde ich dann erst etwas ändern, wenn es sich stört. Warum jetzt Gedanken machen, was in ein paar Monaten ist? Da ist dein Kind fast doppelt so alt wie jetzt. Da sind Ei für Entwicklungsschritte passiert dann.
kleiner Maulwurf 12/15
kleiner Schildkröterich 05/19
kleiner Schildkröterich 05/19
- ShinyCheetah
- Prof. Dr. SuT
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- Registriert: 14.12.2018, 10:40
Re: Zu viel Milch bei Beikosteinführung
Also ganz ehrlich, ich persönlich glaube, wenn dein Ziel ist mit 12 Monaten abgestillt zu haben, ist der Breifahrplan eine gute Methode. Und der wird auch heute, wie vor 13 Jahren, noch zu genau dem Zweck angewendet. Die meisten hier im Forum denken halt eher an die WHO-Empfehlung "Stillen bis 2 Jahre und darüber hinaus, solange es Mutter und Kind gefällt".
Meine Erfahrung mit dem Stillen war, dass es sich mit 12 Monaten kein bisschen komischer angefühlt hat als am Anfang. Reduziert hat es sich automatisch, weil ich wieder gearbeitet habe. Mit 18 Monaten habe ich dann aktiv angefangen abzustillen, weil es angefangen hat, mich in bestimmten Situationen zu stören (z. B. nachts und wenn Besuch da war). Zu dem Zeitpunkt war Stillen für F aber schon längst keine "echte Nahrungsquelle" mehr. Wirklich abgestillt ist F, seit er ca. 26 Monate alt ist.
Meine Erfahrung mit dem Stillen war, dass es sich mit 12 Monaten kein bisschen komischer angefühlt hat als am Anfang. Reduziert hat es sich automatisch, weil ich wieder gearbeitet habe. Mit 18 Monaten habe ich dann aktiv angefangen abzustillen, weil es angefangen hat, mich in bestimmten Situationen zu stören (z. B. nachts und wenn Besuch da war). Zu dem Zeitpunkt war Stillen für F aber schon längst keine "echte Nahrungsquelle" mehr. Wirklich abgestillt ist F, seit er ca. 26 Monate alt ist.
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)
The trick to happiness wasn't in freezing every momentary pleasure and clinging to each one, but in ensuring one's life would produce many future moments to anticipate. Shallan Davar/Brandon Sanderson
und Tochter V (Ende Juni 21)
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- ShinyCheetah
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Re: Zu viel Milch bei Beikosteinführung
Dann wäre eben doch Stillen nach dem Essen und Breimenge und Häufigkeit sukzessive erhöhen der "richtige Weg".
mit Sohn F (Ende September 18)
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Seiltänzerin
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Re: Zu viel Milch bei Beikosteinführung
Zu dem Getreide-Obst-Brei habe ich mir beim Großen einen riesen Kopf gemacht, dass ich ihm bloß nicht zu oft davon gebe bevor er sich an das Gemüse gewöhnt hat. Das Obst wollte er nämlich und das Gemüse nicht so. Und ganz ehrlich, wenn ich den Brei probiert habe, konnte ich das auch verstehen. Aber man soll das Kind nicht an das Süße gewöhnen. Im Nachhinein sieht man das anders... Was wäre ich in den letzten beiden Jahren dankbar gewesen, wenn ich täglich (oder wenigstens wöchentlich) Obst ins Kind bekommen hätte.
Den Kleinen habe ich mittags das "Hauptgericht" und abends den Obst-Getreide-Brei essen lassen (von dem er deutlich mehr genommen hat am Anfang). Jedesmal wenn mir der Gedanke kam "er soll doch besser Gemüse als Obst" habe ich den großen Bruder angeschaut
Ein auf und ab der Milchmenge kannst du immer haben, wenn du nicht streng nach Plan gehst. Zähne, krank, Entwicklungsschritte. Wir hatten um den ersten Geburtstag vom Großen auch den ersten Infekt der Sorte isst nicht, trinkt nicht, stillt nur. Da war ich dann schon froh. Doppelt froh war ich, als eine Freundin kurz später mit ihrem gleichaltrigen Kind ähnliches hatte: isst nicht, trinkt nicht, ist lange abgestillt, muss ins Krankenhaus. Nach dem Infekt hat sich das auch wieder zügig eingependelt mit der Produktion. Das ist von der Natur so vorgesehen, dass es für ein paar Tage mehr oder weniger sein kann.
Zähne bekommen hat bei meinen übrigens die Lust auf festes Essen ziemlich gesteigert.
Den Kleinen habe ich mittags das "Hauptgericht" und abends den Obst-Getreide-Brei essen lassen (von dem er deutlich mehr genommen hat am Anfang). Jedesmal wenn mir der Gedanke kam "er soll doch besser Gemüse als Obst" habe ich den großen Bruder angeschaut
Ein auf und ab der Milchmenge kannst du immer haben, wenn du nicht streng nach Plan gehst. Zähne, krank, Entwicklungsschritte. Wir hatten um den ersten Geburtstag vom Großen auch den ersten Infekt der Sorte isst nicht, trinkt nicht, stillt nur. Da war ich dann schon froh. Doppelt froh war ich, als eine Freundin kurz später mit ihrem gleichaltrigen Kind ähnliches hatte: isst nicht, trinkt nicht, ist lange abgestillt, muss ins Krankenhaus. Nach dem Infekt hat sich das auch wieder zügig eingependelt mit der Produktion. Das ist von der Natur so vorgesehen, dass es für ein paar Tage mehr oder weniger sein kann.
Zähne bekommen hat bei meinen übrigens die Lust auf festes Essen ziemlich gesteigert.
mit den drei Wirbelwinden (2015,2019,2021)
- ShinyCheetah
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Re: Zu viel Milch bei Beikosteinführung
Oh ja. Uns hat mit 13 Monaten auch kurzzeitige Rückkehr zum Vollstillen bei Magen Darm vor dem Krankenhaus bewährt. Gerade in der ersten Zeit der Fremdbetreuung (hier Kita ab 10 Monaten) kommen solche Infekte ja häufig vor...
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