Ihr mache mir glaube ich zu viele Gedanken....

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Ellie
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Re: Ihr mache mir glaube ich zu viele Gedanken....

Beitrag von Ellie »

Liebe Cijay, ich wünsche dir, dass diesmal das Stillen gut klappt! Meinst du, dein Mann wäre vor der Geburt bereit zu einem gemeinsamen Termin mit einer Stillberaterin, um ihn auch auf SEINE Aufgabe beim Stillen/im Wochenbett vorzubereiten?
LG Ellie

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pqr
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Re: Ihr mache mir glaube ich zu viele Gedanken....

Beitrag von pqr »

Hallo CiJay

Schade, dass Du da nicht mehr unterstützt wurdest.
Ich würde auch vorkochen und für das Wochenbett eine Reinigungskraft engagieren, die auch aufräumt, sofern das finanziell bei Euch drin ist. Ansonsten essen bestellen oder belegte Brötchen beim Spaziergang kaufen.
Viele Grüße
pqr

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CiJay
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Re: Ihr mache mir glaube ich zu viele Gedanken....

Beitrag von CiJay »

Ich war damals auch schockiert. Dabei bin ich nicht Mal Anspruchsvoll. Ein geschmiertes Brot, etwas geschnittenes Obst oder Salat oder TK Gemüse kochen/Dampfgaren hätte gereicht. Bei Obst und Salat hätte es ja sogar gereicht sich morgens 10 Min hinzustellen, alles klein zu machen und ich wäre fast den ganzen Tag versorgt gewesen. Ich habe leider den Nachteil ich muss Obst Mundgerecht essen. Wenn ich an Apfel und Co abbeiße löst der Saft bei mir außerhalb des Mundraums allergische Reaktionen aus. Ganz komisch, versteht auch kein Arzt dieses Phänomen. Ansonsten würde ich mir ja einfach so einen Apfel neben das Bett legen und immer Mal rein beißen und bräuchte da nichts machen...

Familie ist hier leider nur eine da, die kümmert sich aber schon um ein anders Kind mit.

Ich hatte aber schon überlegt mir Obst vor zu schneiden und dann einzufrieren. Dann nur noch Joghurt drauf und gut ist. Dann habe ich zumindest da immer etwas im Hintergrund. Und Bananen Pancakes gehen super. Die kann man dann auch Mal schnell zum auftauen in die Mikrowelle stecken.

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arula
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Re: Ihr mache mir glaube ich zu viele Gedanken....

Beitrag von arula »

Sorry für Tipfehler... Handy

Hallo CiJay,
ich kann Deine Gedanken sehr gut nachvollziehen. Mir ging es ähnlich vor der Geburt meiner zweiten Tochter.
Die Stillbeziehung mit meiner ersten Tochter dauerte 5 Wochen. Und diese waren gekennzeichnet von Unsicherheit, Tränen, Kampf und Druck. Wir haben es gemeinsam nicht hinbekommen. Es war alles andere als schön oder entspannt. Sie nahm die Brust nicht wirklich. Ich war unsicher, weil sie wenig zunahm und konnte weder ihr noch mir vertrauen. Am Ende habe ich abgepumpt und ihr die Flasche gegeben. Das Pumpen war mir so verhaßt. Ich kam zu nix mehr, füttern, pumpen, spülen... Nach weiteren 2 Monaten gab ich auf und sie bekam Pre.

Dann war ich wieder schwanger. Und ich wollte dieses Mal wieder stillen. Allerdings nicht um jeden Preis. Dieses Mal habe ich mich vorbereitet, viel zum Thema Stillstart gelesen (hier im Forum und auch ein Buch, weiß nicht ob ich es nennen darf) mit meiner Hebamme im Vorfeld gesprochen. Habe auch mit ihr gesprochen, was beim ersten Mal schief lief, was meine Ängste und Sorgen waren.
Ich war auch wieder in einem stillfreundlichem KH. Nur diesmal hat mich die Geburt und die Stunden danach micht so überrumpelt, weil ich ungefähr wußte was auf mich zukommt, Hormonchaos, Schmerzen,...
Dann war meine zweite Tochter da (unkomplizierte Geburt). Ich habe sie einfach in den Arm genommen, mir auf den Bauch gelegt und war überglücklich. Habe sie gehalten und siehe da mit tapsigen Bewegungen wollte sie zur Brust. Genial! Kolostrum hatte ich diesmal im KH austreichen können und mit einer Spritze aufgefangen. Das wußte ich damals beispielsweise nicht, ebenfalls Brustkompession war mir fremd.
Und diesmal trank die Kleine. Sie kam mit der wieder vielen Milch klar und ich wurde nicht nervös als es wieder nur so rausspritze.
Jetzt stille ich seit 4 1/2 Monaten problemlos und ausschließlich. Sie weigert sich strikt aus was anderem als meiner Brust zu trinken.

Mir hat im Vorfeld wirklich geholfen mich ohne Druck mit dem Thema Stillen zu befassen. Ich will es probieren. Und wenn nicht, weiß ich wo ich Flaschen und co herbekomme. Außer meiner Handpumpe, viel Quark und Kohl hatte ich nix daheim.
Lass es auf Dich zukommen. Vergiss nicht Du hast jetzt mehr Erfahrung, gehst mit Situationen anders um und Du wirst auch ein anderes Baby haben Den Spruch habe ich im Vorfeld so gehaßt. Stimmt aber :-) Jedes Kind hat seine eigene Art. Freu dich drauf dies kennenzuleren und vertraue euch beiden dann.
Rede auch mit Deinem Partner offen was Du Dir vorstellst und benötigst als Unterstützung.

Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute.
arula
arula mit Motte (06/2014) und Schnuffeline (12/2016)
AnnaH85
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Re: Ihr mache mir glaube ich zu viele Gedanken....

Beitrag von AnnaH85 »

Wenn mein Mann sich im Wochenbett nicht so um mich gekümmert hätte wäre ich definitiv verhungert. Also ich denke du musst an der Optimierung deines Mannes arbeiten, um das beste aus ihm rauszuholen. Wenn "irgendwas" als Essensauftrag nicht funktioniert, dann konkreter: TK pizza. Oder: schneide Obst. Gefolgt von: bringe Obst zu mir. ggfs auch: stecke mir Obst in Mund.

Nein ganz ehrlich, ein bisschen schockiert bin ich schon darüber was du über ihn schreibst...aber viele Männer brauchen alles ganz genau erklärt, sonst sind sie verloren. Er war wahrscheinlich selbst überfordert mit der Situation, es ist ja schon schwierig ein ganz normal verlaufendes Wochenbett nachzuvollziehen, geschweige denn eines mit Stillproblemen. Aber "mach ich nicht nochmal mit", also nein...als wäre er der Leidende gewesen.

Ich wünsche dir viel Kraft für das zweite Kind und würde deinem Mann im Vorfeld mal ne Lektüre zum lesen geben, vielleicht versteht er dann mehr um was es geht und was seine Aufgabe bei der ganzen Sache ist.

Zum Thema Stillen kann ich dir gar nichts raten, nur dass ich das total verstehe, dass du nervös bist nachdem es beim ersten Kind so schwierig war. Das Abpumpen hat mich auch total gestresst damals, als es bei uns nicht gut klappen wollte. Schon allein dass du dich so verrückt deswegen machst zeigt ja, dass du nur das beste willst und sehr bemüht bist. Versuche das ganze positiv zu sehen. Immerhin weißt du schon, was für Probleme sein können und kannst dem aktiv entgegenwirken. Eine elektrische Pumpe hast du ja schon besorgt, und Milch kannst du selbst offenbar auch produzieren.

Vielleicht kannst du schon im Vorfeld eine Stillberaterin vor Ort kontaktieren, die dich dann im KH besucht, oder gleich danach. Kopf hoch und mach dich nicht so verrückt! Erst mal abwarten und Tee trinken :)
Mama A mit Papa A und Baby A 04042016
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