Fragen zu Dauertragebaby

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Herbstmenschin
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Re: Fragen zu Dauertragebaby

Beitrag von Herbstmenschin »

Ich habe mich oft mit meiner Tochter in der Wickelkreuztrage hingelegt. Am Anfang mit Knoten am Rücken leicht seitlich, wenn ich mir sicher war, dass sie tief genug schläft habe den Knoten gelöst. Ich lag dann einfach auf dem Rücken im Bett. Wenn ich das nächste mal aufgewacht bin konnte ich sie Nachts oft erfolgreich raus nehmen.
Ansonsten habe ich Schaukelstuhl gerne zum kurzen pausemachen für zwischendurch genutzt. Sie wurde weiter geschaukelt und ich konnte gut mal die Füße hochlegen und etwas dösen ;-)
Den Schaukelstuhl hatte ich schon mit einer Auflage für Terrassen-Möbel ausgestattet, sodass es weicher war und mich der Knoten am Rücken nicht gestört hat.
:22: August 2015
verena2222
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Re: Fragen zu Dauertragebaby

Beitrag von verena2222 »

Hallo ihr Lieben, jetzt melde ich mich auch in diesem Thread noch mal. Zum Glück war es nachts nicht mehr nötig, ihn ins Tuch zu nehmen. Es war mir aber eine große Erleichterung, eure Tipps für den Notfall in petto zu haben!

Eine Frage hab ich an die Vielträger unter euch: Mein Sohn schläft im Moment tagsüber ausschließlich in der Trage (3x ca. 1,5h). Abends nimmt mein Mann ihn für ca. 3h ins Tuch, oft lässt er sich dann schlafend ablegen oder er wird gestillt und schläft im Bett weiter. Langsam funktioniert das leider nicht mehr so gut. Insbesondere abends wird er nach 30 min wach und weint dann wohl längere Zeit, bis er wieder einschläft. Ich darf tagsüber auch nicht stehen bleiben, geschweige denn mich hinsetzen, dann wird er unruhig. Kurzum, ich habe das Gefühl, es wäre langsam an der Zeit, ihn an das Schlafen und besonders Einschlafen außerhalb der Trage zu gewöhnen. Habt ihr hier Tipps für mich, wie hat es bei euch geklappt? Wie alt waren eure Babys?

Bin dankbar für eure Erfahrungen! LG, die gerade ein schlafendes Bündel tragende Verena

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karibe
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Re: Fragen zu Dauertragebaby

Beitrag von karibe »

Wir haben hier auch so ein Baby. Es gab Tage, da war er nur zum wickeln nicht im Tuch/Mei Tai. Tagsüber ging schlafen sehr lange bei uns nur im Tuch bei Bewegung. Einerseits gutes Fitnessprogramm, andererseits schon sehr anstrengend. Bei uns wurde erst aus dem abendlichen Einschlaftragen Einschlafstillen im Liegen. Man muss sich da sehr gut abstützen und eine bequeme Position finden und auch genügend zu lesen und zu trinken haben, am Anfang hat es bei uns 2 Stunden gedauert mit einmaligem Brustwechsel bis der Kleine die Brust losließ.
Dann kam die Zeit, in der ich nicht mehr tragen konnte. Ich hatte einfach keine Lust mehr täglich 4 Stunden spazieren zu gehen, ich wollte auch mal sitzen. Da hat mir jemand einen Pezziball empfohlen. Für den langen Mittagsschlaf war das meistens nicht, aber auch jetzt noch ist der Pezziball bei uns am Esstisch im Wohnzimmer und hilft, wenn der kleine Mann mal wieder nur im Tuch schlafen kann. Einfach entweder auf dem Ball wippen bis zum einschlafen, oder erst laufen und dann vorsichtig hinsetzen, wippen und das Leben genießen.
Bei manchen hilft wohl auch ein Schaukelstuhl, wir haben keinen.
Ansonsten wird es nach und nach weniger Schlaf im Tuch bei uns. Er mag es mittlerweile im Familienbett zu schlafen und ich darf auch mal weg. Ich genieße die Pausen aber auch.
Ich habe dann einfach irgendwann keinen Bock auf Spaziergang gehabt, ich hatte da Bauchweh, oder so. Hab ihm dann gesagt, dass es heute nicht geht und wir es so versuchen. Eine halbe Stunde gestillt und er war eingeschlafen. Und hat dann 2 Stunden am Stück mit Brust im Mund geschlafen. Am Anfang hat es nicht immer hingehauen, ich musste oft spazieren gehen, aber jetzt klappt es fast immer.
Mittlerweile klappt es auch ganz ganz ganz ganz selten ihn durch streicheln und singen mit Schnuller zum schlafen zu bringen, er mag aber den Schnuller nicht wirklich.
Ach.. Und seit 3 Wochen klappt es auch wieder besser im Kinderwagen, da schafft er kurze Nickerchen und ich darf mich sogar auf die Parkbank setzen. Wieder mal aber kam die Änderung nur, weil ich nicht mehr konnte. Ich hab mich erkältet und hatte keine Kraft zum tragen. Hab es ihm erklärt und es klappt.

Es ist zu ändern, man muss es nur einfach ganz dringend wollen. Irgendwie merken die Babies, wenn man nicht mehr kann. [emoji6] Und ansonsten empfehle ich einen Pezziball [emoji28]


von Unterwegs mit J. seit 11/15
mit J. seit 11/15 :)
MamaMia13
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Re: Fragen zu Dauertragebaby

Beitrag von MamaMia13 »

Hallo!

Wir hatten auch so ein absolutes Dauertragebaby, das die ständige Bewegung zum Schlafen brauchte... Und ja, spazieren gehen ist schön, aber nach vielen, vielen Wochen in denen man täglich 3 mal je eine gute Stunde unterwegs ist, reicht es.

Bei uns hat es sich ganz schleichend geändert. Irgendwann hab ich mich auf die Couch gesetzt und es ging gaaaaaanz kurze Zeit. Wenn er unruhig wurde hab ich wieder ein paar Runden um den Esstisch gedreht und mich dann wieder gesezt. So ging es eine ganze Weile. Irgendwann "durfte" ich dann sitzten. Klar wurde er manchmal zwischendurch unruhig (so nach 30 Minuten), aber nach ein paar Schritten ging es dann wieder.
Wir mussten also weder auf den Pezziball ausweichen, noch hab ich ihn tagsüber wieder mehr gestillt. Das wären wohl meine nächsten Möglichkeiten gewesen. :wink:

Als nächsten Schritt habe ich ihn dann zum Einschlafen auf mich gelegt. Beine sogar in TT-Stellung. :lol: Das hat dann auch irgendwann (mit entsprechend müdem Baby) geklappt.

Inzwischen (14 Monate) schläft er übrigens immer noch sehr gerne im Tuch (allerdings auf meinem Rücken), er lässt sich aber inzwischen ablegen. Was er allerdings immer noch braucht ist Körperkontakt beim Einschlafen - hinlegen und Händchen halten reicht nicht, er muss schon AUF mir liegen dürfen... Aber naja, immerhin muss ich nicht mehr ständig gehen. :D

Als ich damals meine Runden gedreht habe, habe ich mir manchmal echt Sorgen gemacht und die Mamas beneidet, die "freie Zeit" haben, aber naja, mein Kleiner liegt nebenan im Bett und schläft - er wurde wieder mal in den Schlaf getragen. :wink:

Versuch es einfach immer wieder mal mit m Hinsetzten - vielleicht klappt es auch bei dir so wie bei uns. Es geht vorbei...
verena2222
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Re: Fragen zu Dauertragebaby

Beitrag von verena2222 »

Danke für eure Antworten! Und irgendwie beruhigend, dass wir nicht alleine sind. Gestern Abend haben wir einfach mal probiert, ihn ohne Tragen im Tuch hinzulegen. Er weint abends momentan so viel, dass er um 20 Uhr komplett erschöpft ist. Ich hatte gehofft, dass er dann auch auf dem Arm einschläft, aber Pustekuchen. Er hat weiter geweint, war völlig über den Punkt und wir haben ihn dann doch ins Tuch genommen. Heute Morgen hab ich es noch mal versucht, es läuft ein bisschen besser, weil er nicht so "elektrisiert" und hektisch ist, wie er es abends leider immer ist. Er hat einmal 20 min geschlafen, ich konnte ihn sogar ablegen, und jetzt schläft er seit 45 min im Bett. Olé!!! ;-) Aber ich habe heute Vormittag auch nichts anderes gemacht als stillen, tragen und zig mal vergebens versuchen, ihn abzulegen. Aber das ewige Dauertragen im Tuch ist einfach keine Option mehr. Anders als bei euch ist er nämlich inzwischen auch oft im Tuch unzufrieden und das ist echt zermürbend, wenn das Kind im Tuch schlimmstenfalls weint, aber man weiß, dass er sich ohne Tuch auch nicht beruhigen wird...

LG Verena
MamaMia13
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Re: Fragen zu Dauertragebaby

Beitrag von MamaMia13 »

Hallo nochmal!
Hab gerade erst nachgerechnet: Dein Baby ist ja im Moment ca. 3 Monate alt. In dem Alter war unser Kleiner sich extrem "schwierig". Ich weiß auch nicht, was es besser machen könnte, aber ich drück euch ganz fest die Daumen, dass es bald besser wird...
Bei uns war das TT die Lösung, aber wenn auch das im Moment nicht hilft... :(
sTanja
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Re: Fragen zu Dauertragebaby

Beitrag von sTanja »

Manchmal gerät einfach der ganze Schlaf-Wach-Zyklus aus den Fugen, besonders wenn die Kinder übermüdet sind. Vielleicht steckt Euer Baby auch mitten im Schub?
Mir persönlich hat sehr geholfen, im Liegen in den Schlaf zu stillen, und an schwierigen Abenden einfach neben meinen Kindern im Familienbett liegen zu bleiben, mit Buch oder Handy, die Seele baumeln zu lassen und genug Geborgenheit zum Weiterschlafen zu spenden.
Ich wünsche Euch viel Kraft, und das es weiter aufwärts geht!
Liebe Grüße
sTanja mit Nomadenkind (03/11) und Osterhasen (03/14) im Familienbett und zwei Sternchen im Herzen
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Re: Fragen zu Dauertragebaby

Beitrag von verena2222 »

Danke für euren Zuspruch, das tut gut. Gerade versucht mein Mann ihn zum Schlafen zu bringen. Vorhin hat er gleich 2,5 Stunden am Stück geschlafen im Bett. Hätte ich das mal vorher gewusst ;-) Jetzt ist er wieder todmüde, schläft auch auf dem Arm ein, aber spätestens kurz nach dem Ablegen sind die Augen wieder offen. Für den ersten Tag, an dem wir Schlafen außerhalb vom Tuch üben, bin ich aber ganz zufrieden. Immerhin hat er überhaupt geschlafen.

Einschlafstillen hab ich auch schon probiert, da ist es wie beim Tragen auf dem Arm. Er schläft zwar ein, aber kurze Zeit später gehen die Augen wieder auf...

LG Verena

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februarkind16
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Re: Fragen zu Dauertragebaby

Beitrag von februarkind16 »

Wie alt ist denn dein Kind? Ich hatte zwar kein Dauertragebaby, aber wir hatten anfangs auch Einschlafprobleme. Wir haben dann ab der 13. Woche eine feste Bettgehzeit eingeführt (damals war es 19 Uhr). Tagsüber haben wir ihn weiterhin nach Bedarf hingelegt, aber abends gab es wirklich nur 19 Uhr plus minus 10 min. Das hat gut geholfen, nach ca. 2 Wochen war es abends schon wesentlich besser. Als er dann viel später bei nur noch einem Tagesschläfchen angekommen war, haben wir auch dafür eine feste Zeit (12 Uhr) eingeführt. Seitdem klappt beides prima. Aber solange die kleinen noch so oft zwischendurch schlafen, ist das mit festen Zeiten schwierig, man muss ja auch mal was Erledigen und dann schläft das Kind am Ende vorher schon unterwegs ein etc.

Was mir noch dazu einfällt: wenn es für euch ok ist, macht es doch so weiter. Aber wenn es euch anfängt zu stören/nerven, dann würde ich probieren, das Kind schrittweise ans Einschlafen außerhalb des Tragetuches zu gewöhnen. Vielleicht zuerst für ein Schläfchen, die anderen bleiben wie gehabt. Ich würde das Kind dann wie schon einer hier geschrieben hatte auf oder neben mich ins Bett legen - oder aber sogar ins eigene Bett und mich daneben setzen und es streicheln, damit es nicht alleine ist. Wenn die ersten Schritte gut klappen, kann man das auf die anderen Schläfchen ausweiten.

Wie auch immer ihr es macht: viel Erfolg und starke Nerven!
Mama mit großem Sohn (02/15) und kleinem Sohn (07/19) und kleinem Sternchen (09/18)
verena2222
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Re: Fragen zu Dauertragebaby

Beitrag von verena2222 »

Gestern Abend war ich sooo deprimiert. Nachmittags hat es nicht geklappt, dass er auf dem Arm einschläft und man ihn ablegen kann. Bin dann mit Tuch los und er hat ganz unruhig geschlafen, sich teilweise echt gegen das Tuch gewehrt und Meckergeräusche gemacht. Das ist so frustrierend, wenn man keine andere Wahl hat, als zu tragen, aber das Kind dann auch nicht zufrieden ist :-( Irgendwie muss er ja schlafen.

Er ist übrigens jetzt 9 Wochen alt. Ich glaube auch nicht, dass es die totale Nähe ist, warum er bisher nur im Tuch schlafen konnte. Nachts schläft er wunderbar auf einr Matratze neben unserem Bett. Zum Stillen hole ich ihn dann irgendwann zu uns, aber da schläft er eher unruhiger, weil ihn meine Bewegungen stören. Ich glaube, es ist das Geschaukel, die Begrenzung und vielleicht die Wärme, die ihn im Tuch schlafen lassen. Im Bett schläft er auch gepuckt besser.

Jetzt bin ich gerade total baff, denn er ist nach nur 10 min auf meinem Arm eingeschlafen und ich konnte ihn ins Bett legen. Unglaublich :-) Ich freue mich lieber nicht zu früh, aber ein bisschen Hoffnung habe ich schon, dass man ihm das Dauertragen abgewöhnen kann.

Danke nochmal für euren Zuspruch! :-)

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