Beikosteinführung und ihre Folgen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Flügelchen
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Re: Beikosteinführung und ihre Folgen

Beitrag von Flügelchen »

Ich bin´s mal wieder mit einer kurzen Zwischenfrage:

Meine Maus ist nun sechs Monate alt (Beginn 7. Lebensmonat). Ich habe ja Anfang des 5. Lebensmonates recht schnell zwei Mahlzeiten Beikost eingeführt und habe das erstmal bis jetzt so belassen. Sie hatte mal eine kurze Phase, wo sie den Mittagsbrei verweigert hat, aber ich glaube, das lag an den Pastinaken, da hat sie so würgen müssen. Jetzt gibts gerade Süßkartoffel mit Zucchini und das ist der Hit. Abends gibt es einen Hirse-Milch-Brei.

WENN ich nun demnächst mal die Nachmittagsmahlzeit angehe, würde ich ja von vormittags bis abends (da stille ich zum Einschlafen, ist aber eher ein Nuckeln, weil sie ja vom Brei satt ist), nicht stillen. Weiß mein Körper dann, dass er am Morgen und Vormittag aber bitte noch ausreichend Milch für volle Mahlzeiten bereitstellen muss?
Ich habe nämlich nach wie vor das Gefühl, dass sie nicht viel abbekommt. Sie ist sehr schnell fertig mit Trinken (5 Minuten für BEIDE Seiten) und braucht aber beispielsweise zwischen Mittagsbrei (gegen halb eins) und Abendbrei (um sechs) oft zwei Stillmahlzeiten.
Außerdem ist es so, dass wenn ich sie mittags mal stille, weil ich die Große erst noch vom Kindergarten abholen möchte, bevor es Mittagessen gibt (und mir das mit dem Brei dann vorher noch zu lange dauern würde), sie dann scheinbar davon GAR nicht satt wird, also es nur ein Appettitanreger zu sein scheint, bis dann endlich Brei auf dem Tisch steht.

Irgendwann werde ich ja nur noch morgens stillen...oder nur noch nachts....WEIß der Körper das dann auch?

Vielen Dank für die Antworten!!! :)
jusl
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Re: Beikosteinführung und ihre Folgen

Beitrag von jusl »

Meine Maus ist nun sechs Monate alt (Beginn 7. Lebensmonat).[...]Jetzt gibts gerade Süßkartoffel mit Zucchini und das ist der Hit. Abends gibt es einen Hirse-Milch-Brei.

WENN ich nun demnächst mal die Nachmittagsmahlzeit angehe, würde ich ja von vormittags bis abends (da stille ich zum Einschlafen, ist aber eher ein Nuckeln, weil sie ja vom Brei satt ist), nicht stillen. Weiß mein Körper dann, dass er am Morgen und Vormittag aber bitte noch ausreichend Milch für volle Mahlzeiten bereitstellen muss?
Ja, grundsätzlich weiß er das. Allerdings Achtung: Du betreibst da gerade eine sehr gut funktionierende Abstillmethode! Denn wenn Dein Baby plötzlich aus Versehen durchschlafen sollte und fürs Frühstücksstillen kindergartentechnisch oder wie auch immer mal keine Zeit mehr sein sollte, hast Du ABGESTILLT. Wär doof, wenn das schon im Juli passieren würde, nehme ich an (denn in Deinem Posting vom 23.04. schriebst Du, dass Du eigentlich NICHT vorzeitig abstillen wolltest. Deshalb die Warnung an dieser Stelle ;-)).

Wenn Du vorzeitiges Abstillen vermeiden möchtest, dann versuch mal, die Beikost wirklich als BEIKOST zu sehen, und nicht als Anstattkost, die das Stillen ersetzt. Also: Erst stillen, dann Beikost.

LG
Julia
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saiidi
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Re: Beikosteinführung und ihre Folgen

Beitrag von saiidi »

Oder einfach zwischendurch das stillen anbieten. :wink: Bei uns war stillen immer ganz unabhängig davon wann das Essen auf dem Tisch stand. So ganz nach belieben und zu jeder Zeit. :D
Inzwischen eher sobald ich auf der Couch sitze :roll:
Liebe Grüße
Saiidi

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Re: Beikosteinführung und ihre Folgen

Beitrag von Animay »

Das mit der Unruhe, bis endlich Brei auf dem Tisch steht, haben wir hier auch. Man kann sogar die Uhr danach stellen, pünktlich 20 Minuten vor dem Mittags- und Abendbrei wird sie unruhig und bleibt es auch nach dem Stillen. Ich werte das aber weniger als Zeichen, dass meine Milch nicht ausreicht und denke viel eher, dass meiner Tochter das Brei essen eben auch Spaß macht weil es etwas Neues ist und es viel zu entdecken gibt. Stillen ist für sie bestimmt immernoch toll, aber das hatte sie monatelang ständig und bekommt es auch jetzt weiterhin nach Belieben. Aber Brei gibt es nur zwei Mal am Tag, es schmeckt anders und vorn allem läuft es anders ab - mit einem Löffel, in anderer Konsistenz als Brei...

Ich habe hier im Forum gelernt, nicht vorschnell zu denken, dass es ein Problem mit meiner Milch gibt. Und für mich klingt es bei Deiner Tochter ähnlich. Jetzt kann sie vielleicht den Brei nicht erwarten, später ist es dann der Gang zum Spielplatz oder so ;) Von daher würde ich auch konsequent vor dem Brei nochmal stillen und es auch zwischendrin immer mal anbieten. Sie darf ja ruhig ablehnen ;)

lg
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Re: Beikosteinführung und ihre Folgen

Beitrag von Flügelchen »

@jusl: Neineinein, frühstücksgestillt wird selbstverständlich IMMER!!! Dafür sind meine Kinder beide viel zu sehr Frühaufsteher (keine schläft länger als bis sechs), als das dafür keine Zeit wäre. Und auch danach, am Vormittag gibt es gegen halb Zehn / Zehn immer eine Stillmahlzeit.
Es fällt mir besonders am Nachmittag auf, dass sie kürzere Abstände einlegt. Und da eben irgendwann die Nachmittagsmahlzeit Brei sein wird, dachte ich nun, dass der Körper dann vielleicht NOCH mehr runterfährt und dann eben auch am Morgen/Vormittag bzw. in der Nacht zu wenig da ist.
Aber ich werde nun einfach vor jeder Breimahlzeit stillen.

Doofe Frage, aber wie wird denn dann die Mahlzeit eines Tages ersetzt? Ich möchte nämlich - bei aller Freude darüber, dass es so gut geklappt hat nach unseren Startschwierigkeiten ( :bravo ) - nicht länger als ein Jahr stillen.
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saiidi
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Re: Beikosteinführung und ihre Folgen

Beitrag von saiidi »

Hm, keine Ahnung :mrgreen: Den Großen hab ich erst mit eineinhalb tagsüber abgestillt wegen Vollzeitarbeit. Hab halt nicht gestillt am Tag ....
Liebe Grüße
Saiidi

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Re: Beikosteinführung und ihre Folgen

Beitrag von Kröte »

Aber wer sagt denn, dass du einen nachmittagsbrei einführen MUSST? Du kannst doch auch stattdessen mit ein bisschen fingerfood plus stillen anfangen. Brei wird ja eh irgendwann ersetzt werden... bei uns gab's nie nen nachmittagsbrei, hab den Sinn nicht drin gesehen ;-)
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