Soja/Phytoöstrogene: interessanter und umfassender Artikel

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)

Moderator: britje

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Chris-Cross
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Re: Soja/Phytoöstrogene: interessanter und umfassender Artik

Beitrag von Chris-Cross »

Danke für den Link.
Ich kämpfe mich dann mal durch den Artikel,
denn als schwangere Pflanzenfresserin fühle ich mich durchaus angesprochen.
Ob ich das hinterher wohl bereue? Lieber unwissend und glücklich als wissend und unglücklich,
ich esse gerne Soja-Joghurt, trinke am Tag ca. 1/2L Sojamilch und esse ab und zu auch gern Tofu...
Liebe Grüße von Christine mit Winterkind ( 01/08 )Bild und Winterkleinkind ( 02/14 ) Bild

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eve
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Re: AW: Soja/Phytoöstrogene: interessanter und umfassender A

Beitrag von eve »

Ich würde mich voll über ne Zusammenfassung freuen. Vielleicht hat ja eine von euch Muße, ihre Erkenntnisse zu verschriftlichen.. Ich esse nämlich auch hin und wieder gern Sojajoghurt und Würstchen oä und stille und will schwanger werden..
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Captainsparrow

Re: Soja/Phytoöstrogene: interessanter und umfassender Artik

Beitrag von Captainsparrow »

So das Resümee das ich ziehen würde (hab ihn dann doch gelesen): ab und an ist ab Teeniealter echt OK. Richtig viel ist für Erwachsene wohl auch nicht unbedingt schädlich, es liegt an der genetischen Veranlagung ob man durch Phytoöstrogene überhaupt eine positive Wirkung erfahren kann bezüglich Osteoporose etc. Es gibt Studien die zeigen positive Wirkungen gegen Brustkrebs, andere zeigen eine Förderung von Brustkrebs. Zum Thema Muttermilch hab ich gar nix gelesen dort, obwohl stillende Mütter in der "Warnung" erwähnt werden.
Allerdings komplett verzichten oder sehr einschränken würde ich es auf jeden Fall in der Schwangerschaft und meinem Kind auf keinen Fall Milch auf Sojabasis geben, wenn es irgenwie vermeidbar ist. Ich kann mal versuchen Dir den Text dazu reinzukopieren
Captainsparrow

Re: Soja/Phytoöstrogene: interessanter und umfassender Artik

Beitrag von Captainsparrow »

Manipulation of estrogen during specific critical windows of development throughout gestation and early infancy leads to a myriad of adverse health outcomes including malformations in the ovary, uterus, mammary gland and prostate, early puberty, reduced fertility, disrupted brain organization, and reproductive tract cancers

Another study showed that infant boys born to vegetarian mothers had increased incidence of hypospadias (malformation of the male external genitalia) [186] suggesting that dietary components (perhaps phytoestrogens) cross the placenta and cause adverse effects on the developing fetus
].

Infants fed soy formula have circulating phytoestrogen concentrations of approximately 1000 ng/ml, 13,000–22,000 times higher than their own endogenous estrogen levels, 50–100 times higher than estradiol levels in pregnant women and 3000 times higher than estradiol levels at ovulation [249,14,295]. These blood levels are high enough to produce many of the physiological effects observed in research animals and human adults. In addition, they are at least a level of magnitude higher than those reported for other endocrine disruptors including BPA (Table 3) and the phthalates [50]. A recent prospective study in human infants observed that female infants on soy-based infant formulas exhibit estrogenized vaginal epithelium at times when their breast fed or cow based formula counterparts did not, suggesting estrogenic activity of the soy infant formula [28]. Determining if use of soy infant formulas can have long term reproductive health effects is a public health imperative
.
Unfortunately, many children, both male and female, born to women prescribed DES (ein Stoff der ähnlich wirkt wie Genistein aus Stoff in Soja) during pregnancy subsequently developed reproductive health problems as adults. Adverse effects were first detected in 1971, decades after DES use had become commonplace. Two physicians noted that an extremely rare form of vaginal clear cell carcinoma was appearing in DES daughters more frequently than in unexposed women, and at a much younger age [100,101]. It was subsequently established that DES exposure in utero can also result in vaginal dysplasia, vaginal and/or cervical adenosis, malformations of the uterus, cervix and vagina, increased risk of testicular cancer, lower sperm count, undescended testes, infertility, late spontaneous abortion, premature delivery, and other pregnancy complications [183,232,197]. In general, the severity of the health effects correspond with timing and level of exposure, an observation which was the first, clear demonstration of how important it is to consider “critical windows of exposure” when attempting to predict potential consequences of human exposure to endocrine disruptors, such as the phytoestrogens.

In rodents, neonatal exposure to genistein alters ovarian differentiation, reduces fertility and causes uterine cancer later in life. Most of these studies have been done with subcutaneous injections of the aglycone form of the compound, genistein. Mice treated by subcutaneous injection of genistein at a dose of 50 mg/kg/day have peak serum circulating levels of genistein of 3.4–6.2 µM [61]. These levels are similar to infants on soy-based infant formulas.
(Was ich wichtig finde ist, dass im Falle dieser Hormongeschichten bei trächtigen Tieren das Ergebnis scheinbar sehr gut auf den Mensch zu übertragen ist, da die Vorgänge fast identisch sind und sich Erfahrungen im Tierversuch mit denen am Menschen decken. Das ist ja nicht immer der Fall)

The National Toxicology Program recently completed its most recent safety assessment of soy infant formula (available at http://cerhr.niehs.nih.gov/chemicals/ge ... rt_508.pdf) and concluded there is “minimal concern for adverse developmental effects.”It is the same level of concern initially expressed for BPA






So is another reproductive health tragedy silently unfolding with the use of soy infant formula? Most of the reproductive outcomes following fetal exposure to DES were predicted by or replicated in animal models [183,168] emphasizing the importance of animal models for adumbrating potential adverse effects of endocrine disruptors in humans. Evidence for concern is emerging from a steady stream of laboratory animal data. The difficulty for public health agencies, parents and physicians is determining if the observed effects reliably predict what is likely to be happening in humans.
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Sakura
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Re: Soja/Phytoöstrogene: interessanter und umfassender Artik

Beitrag von Sakura »

Hm... In dem Exzerpt lese ich was von einem Medikament in der Schwangerschaft (!) und von Babys, denen Soja-Formula als Alleinnahrung gefüttert wurde. Ich lese nichts von einem gelegentlichen Tofu Burger oder dem morgendlichen Sojamilchkaffee. Werde mir den verlinkten Text mal durchlesen, bis dahin erst mal *Abo*


Mein iPhone leistet sich eine eigene Meinung zur Rechtschreibung...
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eve
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Re: AW: Soja/Phytoöstrogene: interessanter und umfassender A

Beitrag von eve »

Danke Chrissi! Das ist doch jetzt echt mal ein Anstoß, Alternativen zu suchen..

Wenn du noch weitere Infos rausziehst, sakura, magst du die dann auch hier posten?
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Captainsparrow

Re: Soja/Phytoöstrogene: interessanter und umfassender Artik

Beitrag von Captainsparrow »

Nein, es geht wirklich nicht um kleine Mengen, sondern um große Mengen.
Der Schuss Sojamilch im Kaffee ist wohl echt egal.
Das Medikament wirkte wie Phytoöstrogene und auch in Konzentrationen, die man mit einer sehr sojareichen Ernährung durchaus erreicht.
Das mit der Sojaformula finde ich aber wichtig,weil es mittlerweile viele Menschen gibt die denken das sei gesünder als normale Säuglingsnahrung, und Soja-Formula auch immer wieder als veganer Ersatz für kuhmilchbasierte Säuglingsnahrung dargestellt wird.
Das Problem ist in den USA zugegebenermaßen größer als bei uns, weil bei uns der Sojaanteil in der Nahrung nicht groß ist. Selbst wenn wir mal einen Schuss Sojamilch in den Kaffee machen oder ne Tofuwurst essen, dann haben wir immernoch einen niedrigen Spiegel . Man sollte sich aber dann in Klaren sein dass es eben genau die Wirkweise von Phytoöstrogenen ist, die uns vor BPA zurückschrecken lassen (BPS selbst ist nicht krebserregend oder so, aber es ist ein endogener Disruptor genau wie der Stoff in Soja).
In den USA werden allerdings fast alle Nahrungsmittel extrem mit Soja angereichert, und man geht davon aus dass sehr viele gesundheitliche Probleme von Jugendlichen dort auch damit zusammenhängen, dass sie in ihrer Kindheit mit so viel Östrogenen konfrontiert waren.
Interessant fand ich auch die Vergleiche der Ernährungsformen von Japan und hier, und wie viel Einfluss der Zeitpunkt hat zu dem die Kinder Soja bekommen. So scheint Soja in der Kindheit OK zu sein, wenn die Menschen danach auch lebenslang an einer sojareichen Ernährung festalten. Schädlich wird es vor Allem dann, wenn die Kinder Soja bekommen, und dann später auf eine sojaarme Ernährung umsteigen.
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Sakura
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Re: Soja/Phytoöstrogene: interessanter und umfassender Artik

Beitrag von Sakura »

chrissi hat geschrieben:So scheint Soja in der Kindheit OK zu sein, wenn die Menschen danach auch lebenslang an einer sojareichen Ernährung festalten. Schädlich wird es vor Allem dann, wenn die Kinder Soja bekommen, und dann später auf eine sojaarme Ernährung umsteigen.
Liest du das so aus dem Text raus? Das habe ich anders gelesen. Habe gerade keine Zeit, mal schauen ob es heute abend passt, dann poste ich mal länger.
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Lösche Benutzer 2872

Re: Soja/Phytoöstrogene: interessanter und umfassender Artik

Beitrag von Lösche Benutzer 2872 »

Ich lese mal interessiert eure Erkenntnisse und Zusammenfassungen mit. Mein Entlisch ist leider nicht gut genug um mich selber in den Artikel zu vertiefen. :oops:

für mich ist es unrelevant, da ich Soja nicht gut vertrage. Aber da meine Tochter Lactose anscheinend nicht gut verträgt und wir gerade schauen was wir ihr an Alternativen anbieten können ist es ja schon sehr wichtig. :?
Captainsparrow

Re: Soja/Phytoöstrogene: interessanter und umfassender Artik

Beitrag von Captainsparrow »

Ja hatte ich beim schnellen Überfliegen so rausgelesen. Aber wie gesagt bin ich nicht so detailliert drangegangen, weil ich eh ne Sojaallergie habe und das Thema mich nicht wirklich brennend interessiert. Vor Allem hoffe ich dass diese Erkenntnisse uns davor bewahren, dem amerikanischen Soja-Anreicherungswahn nachzufolgen. Hat ja schon bem Maissirup und bestimmten Farbstoffen und dem Trinkwasserfluorierungs"verbot" geklappt, ich hoffe auch diesmal.

Ich find es aber generell keine gute Idee, kleine Kinder hormonbeeinflussenden Substanzen auszusetzen, wenn sich vieles noch in der Entwicklung befindet. Also, fand ich auch vor diesem Artikel schon nicht. Egal ob Soja oder BPA.
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