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Re: Ich bin am Ende

Verfasst: 26.10.2013, 17:34
von Lösche Benutzer 15061
Liebe miedziana,

das klingt wirklich furchtbar hart und ich bewundere dich, dass du das alles 4 Monate gemeistert hast und ganz auf die Bedürfnisse deines Babys eingegangen bist und eingehst.
Du hast ja schon einige Tipps bekommen und beim Thema Kiss kenne ich mich leider gar nicht aus, aber ich glaube, es ist immer gut einen Spezialisten draufschauen zu lassen.

Insgesamt würde es vielleicht helfen, die "Problembereiche" aufzudröseln und möglichst pragmatisch anzugehen, z.B. Tragen/Tagschlaf, Nachtschlaf, Probleme beim Stillen, Unterstützung und Entlastung finden.

Bzgl. Tragen würde ich vielleicht auch im Trageforum posten, vielleicht haben die Trgaemods Ideen. Meine Tochter schläft tagsüber auch nur in Bewegung, aber immerhin im Tuch, was ja doch komfortabler ist. Sie möchte auch was sehen, deshalb übe ich gerade Tragen auf dem Rücken. Das klappt allerdings nur, wenn es sehr zügig geht, ich übe also schnelles binden.
Kann dein Mann vielleicht am Wochenende die ein oder andere Schicht tragen? Auch, wenn es unbequem ist, wäre die Priorität zur Zeit, dich zu entlasten, damit du Schlaf nachholen bzw. dich ausruhen kannst.
LottiBerlin hat geschrieben:Außerdem würde ich Dir empfehlen, es mal mit einer Federwiege zu probieren, das hilft ja bei vielen Wunder, bei uns damals auch.
Eine Federwiege kann man auch ausleihen (einfach googeln) und austesten, ob sie Entlastung bringen könnte.

Bzgl. Nachtschlaf: Nimmt dein Sohn auch den kleinen Finger vom Papa? Dann könntest du, zumindest am Wochenende, vielleicht mal in einem anderen Zimmer schlafen und er ruft dich nur zum Stillen. Wir haben gerade auch sehr anstrengende Nächte und ich ging auch auf dem Zahnfleisch, und die letzte nacht haben wir das mal so ausprobiert. Also Mann beruhigt und ruft mich alle 1-2 h zum Stillen. Zwar auch anstrengend, aber ich konnte zwischendurch besser ausruhen, da ich das Gewühle und Aufweinen nicht mitbekommen habe.

Bzgl. Stillen: Ich hab auch so eine Kratzmaus, die gerne Brustwarzen langzieht und beißt. Hand festhalten klappt selten. Manchmal hilft es ihr etwas in die Hand zu geben und ich habe einen Fransenschal in den sie ihre Hand "wursteln" kann. Außerdem muß ich tagsüber aufpassen, wann sie "fertig" ist, sonst zieht und beißt sie.
Vielleicht funktioniert Fingernägelschneiden ja vor dem Fernseher, falls der seine Aufmerksamkeit fesselt - da wäre ich ganz pragmatisch.
miedziana hat geschrieben:Einerseits denke ich mir: ich habe mich jetzt so lange gequält, geweint, gekämpft. Hab so viel mitmachen müssen, wenn ich jetzt aufgebe war es umsonst. Aber andererseits denke ich: wie viel soll ich noch kämpfen? Wie viel soll ich noch ertragen? Es wird doch scheinbar nie besser werden.
Hier möchte ich dir sagen: Es war nicht umsonst. Du hast trotz dieser Schwierigkeiten gestillt und stillst noch, da hätten sicher viele aufgegeben. Es gibt ja keine Ziellinie und wenn man die nicht erreicht, hat man versagt oder es (was immer 'es' auch ist) nicht geschafft. 4 Monate Vollstillen unter widrigen Umständen ist eine großartige Leistung!
Und ich denke auch, dass es zwischen Stillen und Abstillen Alternativen gibt.
noli1313 hat geschrieben:Ansonsten, Wie wäre es, wenn du es mit Zwiemilchernährung probierst? Nimmt dein Sohn die Flasche überhaupt? Wenn dir viel daran liegt, dass er Mumi bekommt, könntest du probieren abzupumpen, dass der Papa mal ne Fütterung übernehmen kann.
Das wäre doch eine Überlegung wert. Also z.B. dein Mann trägt abends und füttert zu und du hättest ein paar Stunden Schlaf. Die Flasche geben birgt ja die Gefahr einer Saugverwirrung, aber wenn die andere Alternative komplettes Abstillen ist, wäre das glaube ich zu vernachlässigen. Vielleicht kannst du so die Zeit, bis z.B. ein Kiss-Spezialist draufschauen kann, überbrücken. Oder du nimmst dir einen Zeitraum von z.B. 4 Wochen vor - wenn bis dahin die Situation durch verschiedene maßnahmen nicht besser ist, stillst du ab. Ich würde mich auch mit den Vor- und Nachteilen des Abstillens auseinandersetzten, denn der Tagschalf und das Nuckeln nachts wird vielleicht nicht besser, und es kommt noch Flasche machen, Sterilisieren etc. dazu. Ich weiß nicht, wie viel du alleine mit Kind bist und wie viel dein Mann übernehmen könnte.

Und ansonsten so viel Unterstützung suchen, wie möglich. Dich mit Essen versorgen lassen, Haushaltsdinge, Nackenmasssagen, Trost...

Ich hoffe, du findest einen für dich gangbaren Weg. Du bist aufjedenfall eine tolle Mutter! Ich schicke dir ganz viel Kraft!

Re: Ich bin am Ende

Verfasst: 26.10.2013, 19:17
von missbambi
(--> verfasst um 14:45, leider vergessen auf Absenden zu drücken. Ich hoffe, es gibt keine unnötigen Dopplungen :( )


Hallo miedziana,

mannomann, das hört sich alles wirklich sehr anstrengend und kräfteraubend an! Ich fühle sehr mit dir und sende dir zuallererst einmal viel Kraft und Energie für dich und dein Baby!

Ich finde auch, wie teils von meinen Vorrednerinnen angesprochen, dass es für Euch oberste Priorität haben sollte, eine Entlastung für dich zu finden. Hättet Ihr denn die Möglichkeit stundenweise eine Babysitterin zu beschäftigen, die bereit ist mit dem Kleinen im Sling spazieren zu gehen, so dass du 1. schlafen, 2. schlafen, 3. schlafen und 4. vielleicht auch mal duschen, die Nägel lackieren und mit deiner Freundin in Ruhe telefonieren kannst! Zusätzlich würde ich mir aber in jedem Fall auch noch professionelle Unterstützung holen:

• Hast du dich denn schon intensiver mit der KISS-Thematik auseinandergesetzt? Eine Freundin von mir hat zur gleichen Zeit wie ich ihr zweites Kind bekommen, das in den ersten Wochen, wenn auch in geringerem Ausmaße als es bei deinem Kleinen der Fall zu sein scheint, ähnliche Symptome zeigte. Der Besuch bei der Osteopathin brachte nur eine kurzweilige Besserung; wirklich entscheidend bei ihnen war dann die Behandlung bei einer Chiropraktikerin. Es gibt unterschiedliche Wege KISS zu behandeln und vielleicht übersieht ein Osteopath auch mal etwas, was ein anderer sieht? Vielleicht, wenn du dich nicht sowieso schon ausfürhlich damit beschäftigt hast, findest du diese Website interessant? Zur KISS-Therapie: http://kiss-therapie.de/kiss-therapie.php, zum Symptom generell: http://kiss-therapie.de/

• Du klingst zur Zeit sehr geschwächt. Ich glaube, es wäre auch eine Möglichkeit dich von deinem Hausarzt krankschreiben zu lassen. Frag mal bei deiner Krankenkasse nach, unter welchen Umständen sie die Kosten für eine Haushaltshilfe übernehmen würden. (Das gibt es tatsächlich!)

• Schau außerdem mal, ob es in Eurer Nähe das wellcome-Projekt gibt! Hier gibt’s ehrenamtliche Unterstützung für junge Familien: http://www.wellcome-online.de/

• Was mir bei deinen Schilderungen außerdem in den Kopf kam, war die Thematik der Postpartalen Depression, die ja leider auch durch Faktoren wie Stillprobleme oder z.B. durch ein sehr schmerzhaftes Entbindungserlebnis ausgelöst werden kann. Eine Freundin von mir, deren Tochter eine Woche nach meinem großen L geboren wurde, litt nach J's Geburt unter einer Depression, die allerdings erst einige Monate nach der Geburt festgestellt wurde. Meine Freundin litt hauptsächlich unter sehr großem Schlafentzug und hatte das Gefühl, sich gar nicht so richtig über das Baby freuen zu können, obwohl sie es gleichzeitig natürlich über alles liebte.
Ich möchte gar nicht implizieren, dass du davon betroffen bist, aber oft ist es ja auch ein schmaler Grad zwischen z.B. einem Erschöpfungssyndrom und einem ernsthaften Burnout. Die Internetseite http://www.schatten-und-licht.de/joomla ... elbsthilfe bietet hier eine erste Anlaufstelle und eine Menge Selbsthilfemaßnahmen. Vielleicht finden sich hier auch Anregungen, - auch wenn das gar nicht auf Euch zutrifft? (Ich hoffe, du empfindest diese Anregung nicht als übergriffig.)
Liebe miedziana, ich hoffe, dir geht’s ganz bald besser, du kannst neue Kraft tanken und Euer Leben mit eurem kleinen Wunder so richtig genießen!

Alles Liebe,
Svenja (mit meinem kleinen L, das heute Nacht gefühlt durchgetrunken hat)

Re: Ich bin am Ende

Verfasst: 26.10.2013, 19:45
von Lotusblume2012
Hi

Auch von mir bekommst du nur bewundernde Worte!

Nur kurz: ich schreibe einfach mal wies bei uns war/ist und was uns geholfen hat:
Bei uns war es ganz gleich - zumindest finde ich mich in deinen Beschreibungen wieder.
Kl Mann ist nach wie vor sehr Temperamentvoll, allerdings nicht mehr beim Stillen aber es war die Hölle.
Ich möchte es auch nicht beschönigen.
Wir stillten monatelang nur daheim im liegen, ich musste ihn richtig zwingen, ..
Am schlimmsten war es hier mit 3-4 Monaten, ab 5 wurde es sukzessive besser:
Allerdings nicht mit dem schlafen.
Kleiner Mann hat er spät mit Beikost begonnen und schläft nach wie vor nicht gut.

Was hat uns geholfen:
V.a. Federwiege!!!( bis ca 7,5 Monate ): dann musst du nicht immer tragen
Stillen im Dunkeln : kl Mann wollte meist auch nur trinken wenn er müde und hungrig war; es war auch immer schwierig das richtige Timing zu finden.
Erst seit wenigen Monaten finde ich das stillen schön und wie genießen das kuscheln
ABer es ist nach wie vor so dass es alles an mir hängt und ich abends/mittags nicht raus kann.
Ich finde es wirklich sehr bewundernswert dass du so lange durchgehaltene hast. Es ist wirklich sehr anstrengend, wenn man so ein Temperamentvolles Baby hat. Ich weiß es ist schwer, aber versuche auch, dich nicht mit anderen zu vergleichen.
Und wenn du abstillst ist es auch völlig okay, es war nicht umsonst! Du hast deinem baby schon so viel gegeben.
Ich glaube es wird besser werden, aber diese "Abhängigkeit" bleibt natürlich bestehen, und dadurch ist Mama häufiger gefragt wie Papa.

Alles Gute

Re: Ich bin am Ende

Verfasst: 26.10.2013, 20:13
von miedziana
LottiBerlin hat geschrieben:Liebe miedziana,

auch von mir ein fester Drücker. Was Du beschreibst, klingt echt brutal, mir fällt kein anderes Wort ein. Ich finde auch, wenn Du das mit Deinem Mann besprichst und er bereit ist, das Füttern teilweise zu übernehmen, dann ist Abstillen eine Option.
Ich finde es manchmal etwas schade hier im Forum, wenn Mamas so verzweifelt sind, lese ich sehr oft die Antwort, mit dem Abstillen wird das doch auch nicht besser, nach dem Motto halte durch...ich lese aus Deinem Post schon ziemlich eindeutig, dass Du einfach nicht mehr willst. Klar wäre es schön wenn es besser wird und Ihr eine schöne Stillbeziehung haben könnt. Ich will Dir aber zumindest sagen, dass ich Verständnis für Deinen Abstillwunsch habe.
Außerdem würde ich Dir empfehlen, es mal mit einer Federwiege zu probieren, das hilft ja bei vielen Wunder, bei uns damals auch. Und Stillen auf dem Pezziball.
ja... brutal trifft es ziemlich genau... Bin echt am Ende meiner Kräfte - körperlich wie psychisch. Vom Abstillen erhoffe ich mir insofern Besserung, weil mein Mann dann ab und zu mal ein Fläschchen geben könnte. Jetzt muss ich ihm nur noch die Flasche schmackhaft machen.
Abpumpen geht deshalb nicht, weil nichts rauskommt, wenn ich nur pumpe. Bei mir kommt nur Milch, wenn mein Kleiner an der anderen Brust gleichzeitig trinkt.

Ich würde echt gerne weiter machen. Vor allem würde ich dsa Stillen gerne genießen, so wie viele Frauen es beschreiben. Ich weiß nur nicht, wie lange ich diesen Kampf noch mitmachen kann.

Ich hatte gehofft, dass mir hier jemand sagt, das gehöre zum 19-Wochen-Schub dazu und dass es besser wird, wenn dieser vorbei ist. Aber wenn nicht, dann gebe ich auf.

Re: Ich bin am Ende

Verfasst: 26.10.2013, 20:19
von Lotusblume2012
Doch das hatte ich geschrieben, dass es mit 5 Monaten besser wurde!
Ich möchte dich aber nicht überreden.
Eine federwiege könnte euch auch helfen.
Ach ja in diesem alter war es hier auch fast unmöglich ihn zu tragen, kein TT etc

Re: Ich bin am Ende

Verfasst: 26.10.2013, 20:33
von Inkling
Ohje, das hört sich wirklich sehr hart an.

Zum Abpumpen, vielleicht kommt mehr, wenn du gleichzeitig pumpst und stillst? So klappt es bei mir ganz gut. Mein Kind hampelt auch so extrem, seit ich unsere Katze mit ihren Jungen gesehen hab, ahne ich, was das soll - die haben auch gehauen, Kopf zurück, etc. - scheint wohl zum Milch anregen gut zu sein (laut Tierarzt ;) ). Tut uns natürlich trotzdem noch weh, aber hat mir geholfen, dahinter keine persönliche Attacke zu sehen.

Re: Ich bin am Ende

Verfasst: 26.10.2013, 20:45
von Carraluma
Liebe Miedziana,

ich wünsche dir, dass es besser wird und/oder du einen Weg findest, deine Situation zu verbessern!
Du hast schon soviel mitgemacht.
Generell würde ich schon sagen, dass alles mit der Zeit einfacher wird, vielleicht wird es nach diesem Schub wirklich wieder besser?

Federwiege hat uns in diesem Alter auch sehr geholfen.
Ich habe schon mehrere Male mit der Kleinen bei meiner Freundin mit im Zimmer übernachtet und wir konnte die ganze Nacht quatschen, während die Kleine (Wieder-)Einschlafgestillt wurde, das waren schöne Nächte. Vielleicht würde es ja gehen, wenn du deine Freundin mal spät einlädst zu dir nach Hause und sie dann ins dunkle Schlafzimmer dazukommt und ihr reden könnt? Notfalls zumindest telefonieren? Grad das reden mit der Freundin tut doch besonders gut!

Re: Ich bin am Ende

Verfasst: 26.10.2013, 20:52
von Minja
Hallo!

Ich habe jetzt nur quergelesen und möche auf eine Schilderung eingehen.

Die häufigste Ursache für Unruhe an der Brust ist zu viel Milch bzw. Ein starker Milchspendereflex.
Das ist einigen Babys unangenehm wenn die Milch in den Mund spritzt. Das würde auch dazu passen, das du häufige Milchstaus hattest.
Mein Tip hierfür, bevor du zum Stillen anlegst die Brust massieren und den ersten Druck ablassen z.B. In eine Mullwindel o.a. , außerdem würde ich versuchen eher nur eine Brust anzubieten. Vielleicht pendelt sich die Milchmenge aber auch von alleine ein. Und ganz wichtig die kleinen Hungersignale erkennen. Vielleicht ist das aber bei einem Schreikind leichter gesagt als getan, ich möchte dir da nicht Unrecht tun.

Das du ohne dein Baby mal für ein paar Stunden oder länger weggehen kannst wird sicher noch ein wenig dauern, aber wenn sich erstmal alles eingespielt hat, oder das Beikost alter erreicht ist, dann wird es einfacher.

Ich hoffe ihr könnt das Stillen bald genießen, ohne Schmerzen ohne Stress!

LG Minja

Re: Ich bin am Ende

Verfasst: 26.10.2013, 20:59
von Minja
Jetzt habe ich ebend erst deinen letzten Post gelesen... Wenn es euch mit abstillen und Flasche besser geht, dann gehe diesen Weg.
Wenn du noch ein paar Versuche starten willst.
Stillen im Gehen, in ungewöhnlichen Situationen (im Garten / Terasse) oder der Badewanne können auch mal durch aus anders verlaufen! In eurer Situation ist das Stillen vermutlich mit extremen Stress verbunden.

Wie auch immer du dich entscheidest! Du wirst die für euch richtige Entscheidung treffen und bist und bleibst die Beste Mutter für dein Kind!

Re: Ich bin am Ende

Verfasst: 26.10.2013, 21:31
von Urzeitkrebs
Hallo miedziana,

freut mich, dass Du es hierher geschafft hast.

Ich hoffe, dass Dir die lieben Worte zumindest etwas Trost bringen können.
Aus Deinen Posts bei Urbia konnte ich immer lesen, dass Du Deinem Baby alle Bedürfnisse erfüllen möchtest. Deshalb finde ich es umso trauriger, dass es nicht richtig funktioniert und ich hoffe, dass Du noch viele Zuschriften bekommst, die Dir bei Deiner Entscheidung weiterhelfen können.

Ich kann in Deinem Fall wirklich verstehen, dass Stillen für Dich nicht entspannt ist und Du es nicht als schön empfindest. Ich kann auch vollkommen verstehen, dass Du nicht mehr magst. Ich hoffe allerdings, dass Du es vielleicht auch mit Hilfe der Leute hier schaffst, zumindest einen guten Abschluss zu schaffen oder vielleicht ohne Druck das Weiterstillen ja doch noch irgendwie geht. Ich habe hier des Öfteren schon die Stillberatungen verfolgt und ich habe die kompetente Beratung und einfühlsamen Worte immer wieder bewundert.

Was mir allerdings heute in Deinem Post aufgefallen ist, dass Dein Mann die abgepumpte Milch geben wollte, es aber auch nicht funktioniert hat. Hmm, damit ist es natürlich auch fraglich, ob Dein Kleiner dann im Moment überhaupt eine Flasche nehmen würde. Vielleicht liesse sich aber hier zumindest etwas machen. Wenn Dein Kleiner doch zumindest abgepumpte Milch aus der Flasche nehmen würde, könntest Du nachts vielleicht nicht ganz durch- aber zumindest etwas länger schlafen... Oder am Wochenende mal nachmittags schlafen oder ausspannen. Vielleicht wäre es ja vorerst auch eine Möglichkeit, Dich am Samstagnachmittag zu verabreden. Ist zwar nicht perfekt, wäre aber mal ein Anfang. Ansonsten kann ich natürlich auch verstehen, dass 8 kg doch eine Nummer sind zum Tragen. Aber liesse sich Dein Mann mal dazu überreden? Damit bekommt meiner den Kleinen super beruhigt und er schläft so auch bei ihm ein. Oft geht er am Wochenende lange so mit ihm spazieren und ich kann auch entspannen. Es gibt da ja wirklich gute Tragehilfen.

Darüber hinaus fällt mir auch noch was zu KISS ein. Wir waren sogar bei zwei verschiedenen Osteopathen, keine hat das gemerkt. Ich habe auch zig Male meinem KiA erklärt, dass mein Kind sehr einseitig ist. Er lag oft wie eine Banane, hat sich extrem überstreckt, hatte Blähungen, Bauchlage mocht er nicht, Kopf war sehr lange etwas wackelig... letzten Endes ging es jetzt soweit, dass er sich Mitte August das 1. auf den Bauch gedreht hat, aber ausschliesslich über eine Seite. Bis heute dreht er sich zu 99,9% nur über eine Seite und auch beim Robben merkt man, dass er eigentlich nur mit einer Seite schiebt.
Ich habe mir dann selbst einen Kinderorthopäden gesucht und er hatte wohl wirklich einen verschobenen Wirbel. Er hat diesem einen Impuls gegeben und uns jetzt Krankengymnastik verschrieben. Diese hat gleich bei den ersten 5 Minuten gemerkt, dass er sich sehr einseitig bewegt.

Ich hoffe, dass das jetzt nicht wie ein Post wirkt, der Dich weiter zum Stillen überreden will. Ich kann nämlich wirklich verstehen, dass es Dir im Moment reicht und Du Hilfe brauchst.

Liebe Grüße