Von entspannten und unentspannten Babies

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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FuFu
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Re: Von entspannten und unentspannten Babies

Beitrag von FuFu »

Also ich habe nen ziemlich entspanntes Baby und ich behaupte immer, dass das davon kommt, dass ich sie nicht schreien lasse, sie mehr als der "Mainstream" getragen wird und sie je nach ihren Bedürfnissen im Babybalkon oder bei mir schläft. 8) :wink: Das erpart Diskussionen über meinen Erziehungsstil. :mrgreen: Ich stille nach Bedarf und sie hat lange Schlafphasen, oft will sie nachts nur einmal gestillt werden. Nachts schreien kenne ich gar nicht. Schreiphasen, in denen sie sich nicht durchs hochnehmen sofort beruhigen lässt, nur von "Sondersituationen" z.B. nach dem Impfen. Sie ist am Anfang alleine eingeschlafen :shock: Das hat sich wieder gelegt, jetzt klappts aber zuverlässig mit Einschlafstillen.

Es gibt natürlich auch immer wieder Tage, an denen sie quengelig ist, viel beschäftigt werden will, oder mehr umhergetragen werden will. Aber das hat ja jeder mal. UND: Sie kann durchaus brüllen, nämlich dann, wenn sie trotz eindeutiger Zeichen nicht hochgenommen wird. Möchte mir nicht ausmalen, was passieren würde, wenn man das nicht macht... :evil:

Im Ernst: Ich glaube, es ist wahrscheinlich eine Mischung aus Baby-Charakter, Mutter-Entspanntheit und Bedürfnisse stillen. Ich kenne einige unentspannte "Mainstreambabys" (Da würde mehr tragen und mit ins Bett nehmen vielleicht ne Erleichterung bringen). Aber: Nicht jeder Liegling wird unliebevoll behandelt, da wäre ich vorsichtig mit Unterstellungen. :roll:

Vielleicht ist dein Baby ein anspruchsvolles Geschöpf, vielleicht könntest Du (noch) entspannter werden. Vielleicht, vielleicht, vielleicht... Wahrscheinlich aber bekommt dein Baby ganz genau das, was es braucht von Dir!!! Ich finde die Vorstellung schön, dass die Babys sich die passenden Eltern schon aussuchen! :D
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Klein-FuFu Dez. 2012
Fchen
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Re: Von entspannten und unentspannten Babies

Beitrag von Fchen »

Kloesschen hat geschrieben:Das liegt nicht an Dir sondern am Baby.

Nach vier Kindern kann ich dir sagen das bei gleichem Erziehungsstil und Gepflogenheiten wie du sie beschreibst vier völlig unterschiedliche Babys hier aufgewachsen sind!

Der Blick auf andere ist immer fies, ich weiß das. Aber deine Zeit wird kommen!!
Ich schliesse mich hier an.. meine Twins sind so unterschiedlich in allem, auch im Schlafverhalten!
Liebe Grüße,

Euer Fchen

ClauWi GK (02/13) und MK (08/13) und FoBi (09/14)
nido56
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Re: Von entspannten und unentspannten Babies

Beitrag von nido56 »

Ich war in einer ziemlich SuTigen Krabbelgruppe und pflege heute noch mit einigen der Muetter von dort eine enge Freundschaft. Alle Kinder viel getragen und mindestens 6 Monate mehr oder weniger voll gestillt. Eine Mama musste danach aus gesundheitlichen Gruenden abstillen, eine andere hat abgestillt, weil sie viel Aerger mit Brustenzuendungen hatte und keine Lust mehr. 5 werden auch jetzt im Alter von 26-20 Monaten noch gestillt. Von 7 Babies sind 3 extrem entspannt, 2 so mittel und 2 eher anstrengend. Meiner ist so mittel. Tagsueber eigentlich sehr unproblematisch, obwohl auch sehr aufgeweckt und quirlig, dafuer ein zieeeemlich maessiger Schlaefer.

Meine Schwaegerin ist so ziemlich die unSuTigste, die man sich vorstellen kann. Ihr Grosser war ein Kind, was man nicht hoerte und nicht sah, weil immer friedlich und mit sich selbst beschaeftigt. Der Kleine war ganz anders, viel fordernder. Beide Kinder waren schlechte Schlaefer.

Eine Stichprobe mit 9 Beispielen ist zwar statistisch nicht significant, aber ich habe doch das Gefuehl, dass es da keinen direkten Zusammenhang gibt.
nido mit dem Piraten (01/2012)
kiki18
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Re: Von entspannten und unentspannten Babies

Beitrag von kiki18 »

Uff, ihr beruhigt mich ein bisschen. Insbesondere die Posts, in denen es hieß, dass bei mehreren Kindern alle ganz unterschiedlich waren.
Elli567, was du schreibst, macht mir ein bisschen Angst. ;-) Letztenendes hat bei dir wohl die Statistik zugeschlagen. Und unsere eigenen Gene spielen halt auch eine Rolle (wobei meine Eltern immer wieder betonen, wie einfach meine Schwester und ich waren... natürlich wurde damals auch ein anderer „Erziehungsstil“ gepflegt, also ganz un-SuTig)
Ja, die Frage, ob wir was „falsch“ machen, beschäftigt einen dann schon. Meine Eltern meinten von Anfang an „Trag sie nicht so viel, nimm sie nicht gleich hoch, wenn sie weint, lass sie doch nachts mal schreien, etc“ Die fühlen sich jetzt natürlich bestätigt. Mein Kind ist leider keine besonders gute Werbung für den SuT-Stil. :-( (Und trotzdem ist es das beste Kind der Welt!) Naja, mein Mann und ich trösten uns dann immer damit, dass sie später bestimmt mal hochintelligent und sozial ganz unproblematisch wird. We will see...
PaleFire hat geschrieben:Würde ich tauschen wollen? Natürlich nicht, denn meine Maus ist einzigartig, aufgeweckt, neugierig und kriegt von mir alles das, was sie braucht, inkl. Dauerkörperkontakt und immer noch viiiieeel Stillen. Das - nur das - fühlt sich für mich richtig an und deshalb zweifle ich auch nur sehr selten, und dann nicht ernsthaft.
Natürlich würde ich mein Kind auch nienienienie gegen ein anderes tauschen wollen!
Vergleich dein Kind nicht mit anderen – diesen Rat hab ich schon öfter bekommen. Wenn man aber tagtäglich von unkomplizierten, entspannten Babies umgeben ist, fällt das schwer...
Es gab hier schon Tage, da habe ich meinen Mann angeschrien, dass er bloß nie auf die Idee kommen soll, er wolle noch ein zweites oder gar drittes Kind. Wenn dann doch mal ein Geschwisterchen kommt, vielleicht wird das dann gaaaanz entspannt. :mrgreen:
Milchkaffee-Baby (10/15) und Cappuccino-Kind (11/2012) immer dabei und Sternchen (01/2012) fest im Herzen
ummyunus

Re: Von entspannten und unentspannten Babies

Beitrag von ummyunus »

Die Frage hab ich mir auch schon oft gestellt! Ohh ja.. Aber: wäre mein Kind nicht so unruhig und temperamentvoll, wäre ich vermutlich gar nicht so "SuTig" geworden... Eigentlich ist er ein schlaues Kerlchen - er hat gleich als erstes Kind dafür gesorgt, dass Mama sich mit artgerechter Babypflege auseinandersetzt. ;)
Und - wie ihr auch beschreibt - er ist zwar ein überdurchschnittlich launisches, dafür aber auch unglaublich offenes, kommunikatives, aufgewecktes und kreatives Kind. Ich glaube, das ist vor allem Charaktersache.
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PaleFire
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Re: Von entspannten und unentspannten Babies

Beitrag von PaleFire »

ummyunus hat geschrieben:wäre mein Kind nicht so unruhig und temperamentvoll, wäre ich vermutlich gar nicht so "SuTig" geworden... Eigentlich ist er ein schlaues Kerlchen - er hat gleich als erstes Kind dafür gesorgt, dass Mama sich mit artgerechter Babypflege auseinandersetzt. ;)
...Du sagst es! Meine Schwester meinte mal, die genügsamen Babies kommen oft zu "kurz", eben weil sie leicht zufriedenzustellen sind...anpruchsvolle Exemplare wie unsere dagegen holen sich schon das, was sie brauchen! :wink:
mit großem 11/2012 und kleinem 02/2016 Mädchen
kiki18
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Re: Von entspannten und unentspannten Babies

Beitrag von kiki18 »

Stimmt, den zwei letzten Posts kann ich mich nur anschließen. Hab mich gestern auch mit meinem Mann drüber unterhalten, ob wir nun "schuld" am Verhalten unserer Süßen sind. Dann wurde uns aber bewusst, dass sie ja schon von Anfang an so war. Sie ließ sich 2-3 Monate lang kaum ablegen, hat teilweise dauergestillt, hat anfangs nur auf meinem Bauch geschlafen, etc. Genau dieses Verhalten hat mich erst hier ins SuT geführt und mich zu der Mutter gemacht, die ich jetzt bin (und ich bin froh, SuT-Mama zu sein)

Gestern hab ich noch was ganz schönes gehört. In einem ganz anderen Zusammenhang erzählte ein Mitarbeiter hier in der Kirchengemeinde von seinem (inzwischen erwachsenen) herzkranken Sohn. Die Familie hat schlimme Zeiten durchgemacht, er hat viel gehadert. Bis dann mal ein kleines Mädchen zu ihm sagte: "Na in welche Familie hätte Gott denn so ein Kind sonst schicken können, wenn nicht zu euch?" Diese Sichtweise finde ich total schön. Das Gott mir zutraut, mein "schwieriges" Kind mit Liebe großzuziehen, deswegen ist sie eben bei uns gelandet.
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Re: Von entspannten und unentspannten Babies

Beitrag von MomoHerbstauge »

Also mir fällt glatt die Kinnlade herunter, du beschreibst wirklich in allen Punkten zu 100 Prozent meine Situation!!! Genau das gleiche sehe ich in Krabbelgruppen, wobei ich mittlerweile eine Erklärung wegen dem einschlafen von anderen babies ohne tragen /pezziball oder stillen gefunden habe, die haben nämlich alle einen Schnuller im Mund. Ist ja das gleiche wie nuckeln an der Brust zum einschlafen.
Kleinmomo wird ebenso stündlich wach und muss ständig beschäftigt werden, außer wenn ich in trage und dabei laufe.

Ja was soll ich noch sagen, die meisten von euch kennen meine Situation. Der einzige Unterschied zu anderen babies ist, dass Kleinmomo fast nie weint, weil ich bzw mein Mann schon vorher auf ihn reagieren.

Die Idee mit den anderen resignierten Babies finde ich gut und hatte sie auch schon selbst. Ich habe mich mal über ein anderes babyl so gewundert als kleinmomo ca 3 Monate alt war, warum das andere Kind denn einfach ohne sich zu beschweren auf dem Bauch liegt, denn kleinmomo mag das gar nicht nach kurzer zeit, da meinte die Mutter "einen Tag lang hat er dabei die ganze zeit geweint, am nächsten weniger und nun gar nicht".
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Suleikha
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Re: Von entspannten und unentspannten Babies

Beitrag von Suleikha »

MomoHerbstauge hat geschrieben:Ich habe mich mal über ein anderes babyl so gewundert als kleinmomo ca 3 Monate alt war, warum das andere Kind denn einfach ohne sich zu beschweren auf dem Bauch liegt, denn kleinmomo mag das gar nicht nach kurzer zeit, da meinte die Mutter "einen Tag lang hat er dabei die ganze zeit geweint, am nächsten weniger und nun gar nicht".
Wie fies ist das denn :shock:

Meiner mochte übrigens auch nie für länger als zwei, drei Minuten auf dem Bauch liegen.
LG, Suleikha
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mit dem zerstreuten Professor (09/12), der Erbsenzählerin (02/15) und dem Frechdachs (10/19).
sternenweib
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Re: Von entspannten und unentspannten Babies

Beitrag von sternenweib »

Aber: wäre mein Kind nicht so unruhig und temperamentvoll, wäre ich vermutlich gar nicht so "SuTig" geworden
möchte ich auch mal fett unterschreiben. wie man sein kind behandelt sollte ja auch im idealfall vom kind abhängen. es gibt einfach kinder mit größerem toleranzbereich bezüglich der artgerechten aufzucht. die grundlegende eigenschaft des menschen ist ja seine anpassungsfähigkeit.
in unserer krabbelgruppe schlafen alle kinder beschissen, völlig egal, ob getragen, gestillt, familiengebettet oder nicht. mein sut-kind ist nur mit abstand das motorisch und sprachlich schnellste und selbstständigste. die hängt grundsätzlich ein viertel bis ein halbes jahr or den anderen (und das find ich in dem alter schon ganz schön krass) ich bild mir ja gerne ein, dass ich durch mein verhalten ihr gegenüber das potenzial ihrer tendenziellen unentspanntheit absolut ins positive gezogen habe, bzw. das natürlich ein kind, das andere ansprüche als gleichaltrige stellt, im verhältnis unentspannter wirkt.
die Große 03/2002 die Kleine 02/2012 getragene, gestillte, zuhause entbundene, bei mir schlafende Familientischesserin
“There's no way to be a perfect mother and a million ways to be a good one.”
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