Hallo Püppilotta,
Gewichtsperzentilen sind in ein kompliziertes Thema und damit schwer zu verstehen (durchaus auch für Fachleute!); Dein Posting zeigt dies beispielhaft. Ich versuche mal, bei der Klärung behilflich zu sein:
Aber woher weiss ich denn, in welchem Tempo sie von der 97. Perzentilkurve in Richtung normalgewichtiges Kleinkind rutschen darf?
1. Dein Kind ist bereits normalgewichtig.
2. Dem "Rutsch-Tempo" kommt im Normalfall KEINE BEDEUTUNG zu. Ein gesundes, normal ernährtes Kind darf die Perzentilen kreuzen, wie es mag. Gewichts- und Längendaten kommt kein Wert an sich zu! Es ist genau anders herum: FALLS ein Kind z.B. in relativ kurzer Zeit das ganze Gewicht-über-Alter-Feld nach unten kreuzt, dann sollte geschaut werden WIESO. In Frage kommen im wesentlichen drei Sachen: bestimmte Erkrankungen, Mangel-/Fehlernährung und Zufall. Wenn Dein Kind gesund ist (stellt der KiA fest) und nicht mangel-/fehlernährt (kriegen die meisten Mütter bestens alleine hin), dann bleibt der pure Zufall als einzige Ursache übrig.
Dass sie als Zweijährige nicht mehr auf der 97. sein sollte, ist schon klar.
Weder ist klar, dass sie dort an ihrem 2. Geburtstag nicht mehr ist, noch dass sie dort an ihrem 2. Geburtstag nicht sein sollte.
Es muss immer schwere und leichte Kinder geben. Würden sich alle irgendwann "Richtung Mitte" bewegen (was nicht der Fall ist), dann gäbe es einfach irgendwann neue, enger zusammenliegende Perzentilen, die selbstverständlich IMMERNOCH eine 3. und eine 97. (und auch alle anderen) Perzentilen enthalten, auf denen sich dann Leute fragen, ob das so in Ordnung ist oder nicht.
Wie bekomme ich mit, wenn sie zu wenig trinkt?
Indem Dein Kind Austrocknungserscheinungen zeigt. Laut Wikipedia:
*Leitsymptom: Eine frisch gezogene Hautfalte auf dem Handrücken bleibt „stehen“.
*Gewichtsverlust ohne andere Erklärung
*Krampfanfall
*Nierenschmerzen
*Oligurie, evtl. auch Anurie
*Obstipation
*Thrombose
*bei schwerer Exsikkose: zunehmende Schocksymptomatik, meistens Apathie bis Bewusstlosigkeit
Als Frühsymptome, deren Übergang fließend ist zu "nur" starkem Durst: Trockener Mund, Kopfweh, Konzentrationsstörungen.
Oder darf sie auch mal zu wenig trinken, weil sie genug Pölsterchen hat?
Die Frage verstehe ich nicht. Auch Schwerübergewichtige können verdursten. Da Flüssigkeit lebensnotwendig ist, darf niemand dauerhaft "zu wenig" trinken, genauso wenig wie zu wenig atmen.
Hast Du denn eines der aufgeführten Symptome beobachtet?? (Falls nein, bekommt Dein Baby gar nicht "zu wenig" Flüssigkeit)
LG
Julia