Käthe hat geschrieben: Den Ratschlag, sich dann abends gleich mit hinzulegen, finde ich sehr sinnvoll aber auch hart, irgendwie. Das sind eben die Stunden des Tages, die ich für mich und meinen Mann habe. Das fände ich glaub schwieriger, als mit dem Schlafmangel auszukommen.
Das ist ja auch nicht als Dauermaßnahme gedacht

. Aber für einige Wochen jeden oder jeden zweiten Abend mit dem Kind schlafen zu gehen kann wirklich schon Wunder bewirken im Erholungszustand der Mutter. Und wenn man wirklich, wie Du schreibst "am Rande des Wahnsinns" steht, sich tags nicht mehr richtig konzentrieren kann, evtl. beginnt, aggressiv zu reagieren etc., dann sind ein paar Stunden geopferter "Partnerzeit" für einen begrenzten Zeitraum ein guter Tausch für mehr Ausgeruhtheit. Gerade dann, wenn man keine anderen Entlastungsmöglichkeiten hat (Baby mal dem Papa oder der nebenan wohnenden Tante, Oma, besten Freundin für einen Nachmittag in die Hand zu drücken, an dem man wirklich nur zum Stillen geweckt wird und sich ansonsten wirklich mal paar Stunden ausruhen kann ...) ist "Schlafen wenn das Baby schläft" eben das Mittel der Wahl (zumal die meisten Babys zu Beginn der Nacht länger am Stück schlafen als gegen Morgen hin...).
hannah0402 hat geschrieben:Ich hab auch gelesen, dass es eher ungesund ist, wenn Babys zu tief schlafen und auch sechs Stunden am Stück. Diese Babys waeren wohl eher SIDS gefährdet. Ob's stimmt, keine Ahnung, mich stimmt es nur immer positiv in einer stillreichen Nacht
Es gibt durchaus gute Hinweise darauf, dass ein Teil des SIDS-Schutzes, den das Stillen ausmacht, darauf zurückzuführen ist, dass Stillkinder nachts häufiger aufwachen - und dies so sein soll und einen Schutzeffekt gegen SIDS hat. Ich zitiere mal beispielhaft die BZgA:
"Im ersten Lebensjahr sollte das Babybett im Elternschlafzimmer aufgestellt werden, denn die gleichmäßigen Atemgeräusche der Eltern haben einen positiven Einfluss auf die Atemregulation des Babys. Gleichzeitig erleichtert die Nähe des Babys Müttern das nächtliche Stillen. [...]
Experten haben zudem nachgewiesen, dass gestillte Kinder nachts leichter und häufiger aufwachen, so dass die Gefahr eines Atemstillstandes im Zusammenhang mit einer schwereren Erweckbarkeit bei ihnen seltener vorkommt als bei nicht gestillten Babys."
Quelle:
http://www.kindergesundheit-info.de/the ... -kindstod/
hannah0402 hat geschrieben:leider find ich im liegen stillen nicht immer soo toll. Mir tut meine Schulter vom vielen drauf liegen oft ganz schoen weh

und besser andocken tut sie auch im Arm.
Es kann sich ausgesprochen lohnen, nochmal in Ruhe tagsüber und einigermaßen wach und fit mit verschiedenen Positionen, Kissen etc. zu experimentieren, um eine bequemere Position für das Liegendstillen zu finden. Ein wirklich festes, den Kopf auf voller Schulterhöhe abstützendes Kissen für Mama, evtl. ein Kissen zwischen den Knien, eine Decke in den Rücken gestopft, ... Wenn dem Baby das Andocken im Liegen schwerer fällt, kann ihm evtl. eine Handtuchrolle im Rücken helfen, stabiler zu liegen und nicht Gefahr zu laufen, wegzurollen. Oder liegt evtl. die BW auf der falschen Höhe? Hier kann man durch unterschiedlich starkes nach vorn oder hinten kippen/neigen von Mama oder Baby variieren. Manchmal hilft ( bei eher größeren Brüsten) auch ein gefalteter Waschlappen unter der Brust, damit die BW höher liegt.
LG, blueberry