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Re: Fragen an Langzeitstillerinnen

Verfasst: 06.03.2013, 15:20
von Phönix
- Wie seid Ihr ans Langzeitstillen gekommen? War es von Anfang an geplant oder hat es sich selbst ergeben?

Wir sind da so reingewachsen. Geplant war wenigstens die 6 Monate voll zu bekommen. Mittlerweile stillen wir ein Jahr und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Tochterkind ist einfach ein Stilljunkie. Sie isst erst seit ein paar Wochen etwas mehr als ein paar Krümel, von ganzen Mahlzeiten sind wir aber noch meilenweit entfernt. Also stillen wir einfach weiter.

- gibt das Kind den Impuls (und wie? Kommt es und grabbelt am Pulli rum oder sagt es, dass es an die Brust will?) oder gebt ihr ihn im Sinne von 'Kind, komm her, Zeit fürs Abendessen!' ?

Beides irgendwie. Sie kommt an und isst ihren Daumen halb auf - eindeutiges Zeichen für Stillen. Wenns ganz arg schlimm ist, zieht sie mich aus und versucht, überall anzudocken. Andersrum biete ichs ihr an, wenn ich merke, dass sie seeeehr unruhig, aufgeregt, traurig etc. ist. Dann kommt sie innerhalb von ein paar Minuten runter und ihre Welt ist wieder in Ordnung.

- habt ihr ein Alterslimit oder werdet ihr einfach abwarten, bis das Kind nicht mehr will?

Ich hatte mir, bevor sie zur Welt kam, so als Limit ein Jahr gesetzt. Da sind wir nun bald und ich sage schon lange: Wir stillen weiter, solange wir beide das gut finden. Und ich hoffe einfach, dass es noch lange lange so bleiben wird, meist genießen wir das doch sehr.

- wie hat euer Umfeld darauf reagiert? Und wie seid ihr damit umgegangen? (Ich kann mir schon vorstellen, wie es hier abgehen wird, wenn ich länger als 6 Monate stillen werde. Was ich werde.

Es kamen zwischendrin immer wieder so Anfargen, ob ich ihr denn nicht bald mal was richtiges geben möchte. Und in der Milch wären doch jetzt gar keine Nährstoffe mehr drin etc. Hm, mein Kind sieht nicht aus, als würde ihr irgendwas fehlen, also kann MuMi ja nicht soooo schlecht sein. Meist hab ich irgendnen Spruch drauf geantwortet oder das ganze ignoriert. Wenn jemand interessiert nachgefragt hat, wie das denn funktioniert (va mit Zähnen usw.), hab ich da einfach mit Fakten drauf geantwortet.

Re: Fragen an Langzeitstillerinnen

Verfasst: 06.03.2013, 16:17
von tania
Sussa hat geschrieben:- Wie seid Ihr ans Langzeitstillen gekommen? War es von Anfang an geplant oder hat es sich selbst ergeben?

ich wurde nach zwei jahren gegen meinen willen abgestillt. diese abstillgeschichte hat mir meine mutter oft mit bedauern erzaehlt. ch wusste also, dass ich mein kind lange stillen werde, auf jeden fall laenger als zwei jahre.

- gibt das Kind den Impuls (und wie? Kommt es und grabbelt am Pulli rum oder sagt es, dass es an die Brust will?) oder gebt ihr ihn im Sinne von 'Kind, komm her, Zeit fürs Abendessen!' ?

ich biete schon lange nicht mehr an (mein stillkind ist jetzt vier). auch sonst habe ich selten angeboten. und abendessen war bei meinem kind schon vor dem ersten geburtstag etwas anderes - essen naemlich. und richtige mahlzeiten hatten wir nie, dafuer hat er immer zu oft gestillt. pulli rumgrabbeln mag ich nicht. hab ich ihm auch ein paarmal gesagt, aber oefter als zwei-dreimal hat er das nicht gemacht. er merkt schon, wenn mir etwas wirklich wichtig ist, ansonsten stoert mich kaum was. er sagt meist, dass er stillen will.

- habt ihr ein Alterslimit oder werdet ihr einfach abwarten, bis das Kind nicht mehr will?

ich find jetzt vier schon echt gross, vor allem weil ich ja auch noch ein baby dazu stille. ich vertraue darauf, dass er sich abstillt, bevor ich es irgendwie schraeg finde.

- wie hat euer Umfeld darauf reagiert? Und wie seid ihr damit umgegangen? (Ich kann mir schon vorstellen, wie es hier abgehen wird, wenn ich länger als 6 Monate stillen werde. Was ich werde.)

meine engste freundin hier stillt ihre siebenjaehrige tochter noch. meine schwaegerin, meine zahnaerztin, so gut wie alle freundinnen meines mannes (ich bin zu meinem mann gezogen und habe auch erst seit kurzem einen eigenen freundeskreis - meist lzslerinnen aus meiner stillgruppe ;-)) haben mindestens anderthalb jahre gestillt. ich habe ihn erst vor ein paar tagen auf einem schiff gestillt und eine woche davor auf einem konzert. alles ok. die schwiegereltern sagen manchmal was, stoert aber nicht. die einzige negative reaktion kam, da war er vier monate (!!!!) alt.

Re: Fragen an Langzeitstillerinnen

Verfasst: 06.03.2013, 22:24
von Lösche Benutzer 10310
Hallo.

Wir sind auch reingewachsen :) . In der Schwangerschaft habe ich gedacht, ich stille mind. 6 Monate voll und da kommt ja die Beikost. Ich fand zwar das Stillen von Kleinkindern nicht irgendwie ecklig oder so (wie einige das finden), habe mich aber damals einfach nicht damit auseinandergesezt, da ich gedacht habe, dass alles nach Plan laufen wird :wink:. Nun wollte mein Kleiner nach 6 Monaten auch nicht gefüttert werden, so haben wir ihn überwiegend selbst essen lassen, und ich habe weiterhin viel gestillt. Ich habe gedacht, bis er ca. 1 Jahr alt ist, dann schauen wir Mal wieder. Dann habe ich 2 Jahre als Limit angesetzt. Nun ist der Kleine schon fast 21 Monate alt und hängt immer noch sehr am Stillen. Ob das mit 2 klappt? Ich glaube eher nicht :wink: . Es gibt zwar stressige Nächte, da denke ich, ich mag nicht mehr. Tagsüber denke ich dann, es ist so schön, ich will eigentlich noch nicht damit aufhören. Ich wünsche mir schon, dass das Abstillen von ihm kommt, würde es jetzt passieren, wäre ich damit einverstanden und auch nicht traurig. Andersseits kann ich mir momentan nicht vorstellen einen z.B. vierjährigen zu stillen, zumindest nicht in der Öffentlichkeit. Ich plane momentan nichts mehr. Ich denke, bis einer von uns nicht mehr will. Mal sehen wie sich das entwickelt.

Die Brust biete ich eigentlich nur zum Einschlafen an, würde ich dies aber nicht tun, würde er danach verlangen :) . Also ist es eigentlich so, dass der Kleine danach fragt.

Blöde Sprüche habe ich noch nicht bekommen. Viele Mütter, die ich kenne, haben schon abgestillt, trotzdem sagt keine von denen etwas negatives. Meine Mutter meint nur, ich müsse schon langsam aufhören damit (sie hat nichts gegen Stillen, aber meine Stilldauer ist ihr eindeutig zu lang). Es wäre besser für alle, hat sie letztens meinem Mann gesagt (ich saß im gleichen Zimmer und habe gestillt). Ich habe nichts dazu gesagt (fand blöd, dass sie nicht mich direkt anspricht) und mein Mann hat sie auch nur freundlich angelächelt, so dass das Thema vom Tisch war. Und die Kinderärztin (die selbst keine Kinder hat) meinte, ein Kind braucht Freiräume und durch das Stillen würde ich es zu stark an mich binden :roll: .
Ich wohne seit einiger Zeit nicht mehr in der Stadt, und hier im Müttertreff stillt eine Bekannte ihr Kind schon über zwei Jahre. Sie macht das so selbstverständlich, und wenn man sie fragt, sagt sie einfach: "Ich mag das, ich finde das schön". Da macht keiner einen blöden Spruch bei so viel Selbstbewusstsein und Ausstrahlung. Ich habe hier außer ihr aber auch ein Paar andere kennengelernt, die länger gestillt haben bzw. immer noch stillen. Das bestärkt einen natürlich.

LG

Re: Fragen an Langzeitstillerinnen

Verfasst: 07.03.2013, 18:20
von Weekend
- Wie seid Ihr ans Langzeitstillen gekommen? War es von Anfang an geplant oder hat es sich selbst ergeben?
Tja, wir stillen nun seit fast 27 Monaten - "geplant" waren 6 Monate und dann Brei :mrgreen:
Im Eltern-Kind-Treff meiner Entbindungsklinik gab es kostenlose Stillberatung durch eine sehr nette und kompetente IBCLC und ich merkte bald, dass dieses "Das Kind ist ein Säugling und kein Flaschling" und "Es heißt Bei- und nicht Anstattkost" Mantra bei mir auf fruchtbaren Boden fiel ;)

- gibt das Kind den Impuls (und wie? Kommt es und grabbelt am Pulli rum oder sagt es, dass es an die Brust will?) oder gebt ihr ihn im Sinne von 'Kind, komm her, Zeit fürs Abendessen!' ?
Teils-teils. Meine Tochter meldet sich durchaus lautstark mit "BUUUSI" [gerne auch mal im vollen Bus :oops: ], aber wenn meine Brust sich voll anfühlt oder ich das Bauchgefühl habe sie braucht eine Runde "Busi-Schmusi" dann biete ich es ihr schon mal direkt an.

- habt ihr ein Alterslimit oder werdet ihr einfach abwarten, bis das Kind nicht mehr will?
Das ändert sich bei mir irgendwie laufend *g* Zuerst meinte ich "2 Jahre laut WHO" - das war auch immer ein schlagendes Argument bei nachfragenden Verwandten/Bekannten. Für etliche war alles über 6 Monate schon komisch ... Nun bin ich am Standpunkt, solange ich es für mich ok finde, darf sie. Aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass mit ca. 4 Jahren doch Schluss sein sollte. Aber frag mich halt nochmals, wenn wir dann dort sind!

- wie hat euer Umfeld darauf reagiert? Und wie seid ihr damit umgegangen? (Ich kann mir schon vorstellen, wie es hier abgehen wird, wenn ich länger als 6 Monate stillen werde. Was ich werde.)
Unterschiedlich, aber fast durchgängig skeptisch ;) GANZ wichtig bei uns ist und war die Unterstützung durch meinen Mann. Ich habe mit ihm viel über das Thema gesprochen, ihm Informationen dazu geliefert, ihn miteinbezogen. Sobald meine Eltern sich kritisch äußerten wegen Stillen & Tragen verwies ich sie einfach immer darauf, was für ein wunderbares Enkelkind sie doch haben (ihre eigenen Aussagen) und habe das durch Stillen & Tragen argumentiert. Von der Ecke kommt nun nichts mehr *g*
Meine Schwiegermutter ist höflich genug, nichts mehr zu sagen - dass es ihr nicht ganz recht ist weiß ich; aber es ist MEIN Kind und daher MEINE Entscheidung.

Weiters habe ich die Ausbildung zur AFS-Stillberaterin begonnen und mir Links, Informationen, Bücher & Co. besorgt. Denn wenn man fachlich fundiert argumentieren kann, dann kommt es auch anderes bei den Menschen an.
Auch versuche ich mich jeweils in mein kritisches Gegenüber hineinzudenken (also wenn sich ein Gespräch ergibt): Woher kommt die Ablehnung, die Unsicherheit ... was ist Auslöser? Unwissen, eigene schlechte Erfahrung, Erziehung, ... So kann ich diese Menschen dann dort abholen, wo sie stehen und auf die Auslöser eingehen.

Aber es hat sich dann auch so ergeben, dass ich durch Stilltreff und Ausbildung, viele Mütter getroffen habe die auch Langzeitstillerinnen sind. Dort fällt es dann gar nicht auf, wenn plötzlich die Maus am Busen hängt. Man sucht sich daher natürlich auch ein Umfeld, das stillfreundlich ist.

Re: Fragen an Langzeitstillerinnen

Verfasst: 07.03.2013, 23:52
von mariamaria
Hallo,

ich glaube ich hatte nie so einen wirklichen Plan was die Stilldauer angeht. Mal schauen wie es kommt und dann sehen wir weiter, war meine Devise und ist es noch immer. Nun stille ich beide Kinder, dass eine zwei Jahre, das andere zwei Monate und auch wenn es manchmal im Moment ein wenig anstrengend ist mit zwei kleinen Mäusen, genieße ich es beide zu stillen. Der Große war von jeher ein Muttermilchjunkie und selbst die gesamte Schwangerschaft über wollte er stillen. Zuletzt hat er mittags noch Muttermilch alleine genoßen, prompt setzten die Wehen beim Stillen ein (ich war über Termin).
Dumme Sprüche gab es genug und immer wieder z.T. seltsame Bedenken.Das beste Erlebnis war im Krankenhaus während der Schwangerschaft. Da wurde ich wie ein Zootier von den Hebammenschülerinnen beäugt, weil ich in der Schwangerschaft stille.
Auch in der Familie gibt es z.T. befremden, aber da komischerweise eher von der Generation, die in den siebziger/achtziger Jahren Kinder bekam, da wurde ja auch die Kunstnahrung heftig befürwortet, die Indoktrination wirkt wohl noch nach. Die älteren Mütter finden es meist sogar richtig gut lange zu stillen und freuen sich. Da gibt es auch keine Scheu beim Stillen zuzuschauen.
Häufig werden ja psychische Bedenken von Skeptikern angeführt, die Kinder würden unselbständig. Mein Großer ist ein bodenständiger kleiner Kerl, der sehr vertrauensvoll ist und mir keineswegs "am Schlapp" hängt. Im Gegenteil, habe ich festgestellt, dass er neuen Menschen und Orten neugierig und offen gegenübersteht und schon seit geraumer Zeit ohne Mama auf Erkundungstour geht.
Wie lange wir noch stillen? Ich habe ehrlich gesagt keinen Plan. Das wird sich schon irgendwie ergeben.

LG Maria

Re: Fragen an Langzeitstillerinnen

Verfasst: 08.03.2013, 00:44
von Berlinmuddi
(Abo)


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-- unterwegs oder stillend --

Re: Fragen an Langzeitstillerinnen

Verfasst: 08.03.2013, 07:42
von Weidenkätzchen
In jedem Thread, der sich mit LZS beschäftigt möchte ich immer applaudierend da stehen und sagen, danke, dass ihr mir Mut macht und so mutig seid. Mein Sohn ist noch laaaange nicht im LZS Alter, aber ich möchte sooooooo gerne noch länger und länger stillen... ich habe so hart gekämpft um stillen zu können, da mag ich nicht so früh aufhören. Alle schmunzeln nur darüber, aber ich hoffe, dass mein Sohn und ich noch lange stillen...

Re: Fragen an Langzeitstillerinnen

Verfasst: 08.03.2013, 11:09
von nido56
- Wie seid Ihr ans Langzeitstillen gekommen? War es von Anfang an geplant oder hat es sich selbst ergeben?
Hat sich ergeben. Ich hatte vorher nicht darueber nachgedacht, wie lange ich stillen wollte. Dann war der Anfang schwierig, und ich dachte "hoffentlich schaffe ich wenigstens 6 Monate". Irgendwann funktionierte es dann gut und wir haben einfach immer weiter gestillt. Jetzt stillen wir seit 13 Monaten und ein Ende ist nicht in Sicht.
- gibt das Kind den Impuls (und wie? Kommt es und grabbelt am Pulli rum oder sagt es, dass es an die Brust will?) oder gebt ihr ihn im Sinne von 'Kind, komm her, Zeit fürs Abendessen!' ?
Bei uns hat es sich so eingespielt, dass er morgens zum Aufstehen stillt. Unter der Woche dann wieder nachmittags nach der Krippe, abends vor dem Einschlafen und nachts immer, wenn er aufwacht kurz zum Wiedereinschlafen. Am Wochenende will er auch tagsueber haeufiger. Er klebt dann an mir und quengelt. Pulli zupfen moechte ich gerne verhindern, da ich mir vorstellen kann, dass mir das in manchen Situationen nicht so gefallen wuerde. Bisher macht er es auch nicht. Anbieten tu ich nur, wenn er sich z.B. weh getan hat oder sehr, sehr unruhig ist, oder bei Krankheit, wenn er sonst nicht essen und trinken mag.
- habt ihr ein Alterslimit oder werdet ihr einfach abwarten, bis das Kind nicht mehr will?
Ich hoffe, dass der Kleine irgendwann selbst ueber das Ende der Stillzeit entscheidet, kann mir aber auch vorstellen, dass es mir irgendwann zu viel wird. Ein festes Limit habe ich nicht. Ich denke, wir werden das aus der Situation heraus entscheiden.
- wie hat euer Umfeld darauf reagiert? Und wie seid ihr damit umgegangen? (Ich kann mir schon vorstellen, wie es hier abgehen wird, wenn ich länger als 6 Monate stillen werde. Was ich werde.)
Bisher halten sich alle sehr zurueck. Meine Schwiegermutter findet es zwar erstaunlich, dass das noch klappt (vor allem mit meinen mini A-Koerbchen), aber nicht negativ. Ich weiss, dass meine Mutter das Stillen von Kleinkindern, die laufen und sprechen koennen, sehr befremdlich und ein wenig "pervers" findet, da sie das frueher (lange vor der Geburt ihres Enkels) mal so geaeussert hat, aber sie ist anstaendig genug, sich rauszuhalten. Ich lasse mich allerdings auch nur von anderen verunsichern, wenn ich ohnehin selbst nicht ganz ueberzeugt bin. Solange ich also deutlich fuehle, dass das Stillen uns beiden gut tut, koennten die alle reden was sie wollten...

Re: Fragen an Langzeitstillerinnen

Verfasst: 08.03.2013, 14:19
von Ursi99
Sussa hat geschrieben:
- Wie seid Ihr ans Langzeitstillen gekommen? War es von Anfang an geplant oder hat es sich selbst ergeben?
- gibt das Kind den Impuls (und wie? Kommt es und grabbelt am Pulli rum oder sagt es, dass es an die Brust will?) oder gebt ihr ihn im Sinne von 'Kind, komm her, Zeit fürs Abendessen!' ?
- habt ihr ein Alterslimit oder werdet ihr einfach abwarten, bis das Kind nicht mehr will?
- wie hat euer Umfeld darauf reagiert? Und wie seid ihr damit umgegangen? (Ich kann mir schon vorstellen, wie es hier abgehen wird, wenn ich länger als 6 Monate stillen werde. Was ich werde.)

Ich habe so eine Freude am Stillen, ich will stillen, solange es geht. Das Argument, 'warum artfremde Milch, wenn auch Menschenmilch da ist' lässt mich nicht mehr los.
Also in Anbetracht der Tatsache, dass ich mich vor ca. 10 Jahren wahnsinnig über eine damals LZS-Bekannte aufgeregt habe (ihr Sohn war damals ca. 3 ) und das total daneben und eklig fand, ist es nun umso erstaunlicher, dass ich auch schon so lange stille! ;-)
Geplant war es also definitiv nicht - ich wollte a) halt stillen und b) wielange wusste ich nicht...dachte halt auch so 6 Monate...als dann um mich rum alle abstillten, es sich für mich aber überhaupt nicht stimmig angefühlt hat, habe ich halt weitergestillt. Bin da definitiv (wie hier wahrscheinlich 90%) so reingewachsen.

- Impuls: mein Großer stillt nur noch 1x am Tag. Impuls immer von ihm aus (ausser in seltenen Fällen biete ich mal an). Rumgegrabbel gab es bei mir nie, will und wollte ich nicht. Da hätte ich gestreikt. Als er kleiner war, hab ich es entweder gemerkt, als er laufen konnte, kam er immer mit einem Kissen an (zum stillen auf dem Sofa) und seit er sprechen kann sagt er es.

- Limit: ich hoffe, dass er sich im Laufe diesen Jahres selbst abstillt. Mal sehen. Momentan kann ich mir nicht vorstellen, ihn noch als Kiga Kind zu stillen.

- Umfeld: anfangs erstaunt bis komisch....richtig negativ allerdings nie. Hab halt so den Stempel als alternative Gluckenmutti (auch wenn ich def. nicht so aussehe). Ist mir aber MITTLERWEILE wurscht. Anfangs hatte ich da schon meine Probleme mit, aber da muss man einfach schauen, was einem wichtig ist.

Re: Fragen an Langzeitstillerinnen

Verfasst: 09.03.2013, 13:51
von LottesMama
Ich bin ja noch laaange keine LZS Mutter, habe aber vor eine zu werden. :D
Als ich schwanger war, stand für mich fest, dass ch stillen möchte - und zwar vier Monate, da ich wieder stundenweise arbeiten wollte, wenn die kleine ein halbes Jahr alt ist, dochte ich, dass ich bis dahin abgestillt habe. Also mit vier Monaten langsam mit dem abstillen beginnen. Dass das Baby dann ja trotzdem noch Milch braucht, habe ich in meine Überlegungen irgendwie nicht mit einbezogen. :lol:

Naja, nun ist sie 7 Monate und wir werden hoffentlich noch lange stillen. Sie isst auch gerne und viel, aber sie stillt auch noch gerne. Ich würde sagen stillen und festes essen sind so ca 50:50. Mal schauen wie es so weitergeht.

Liebe Grüße,
Rike