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Re: AW: Muttermilch spenden
Verfasst: 16.01.2013, 22:50
von greenie bird
Ich habe auch mal die Stillberatung unseres Gesundheitsamtes gefragt und die meinte, dass das mit dem spenden so schwierig ist, weil es kaum Sammelstellen gibt und es ohnehin keinen Service gibt. Wenn dann muss man die Milch auch selbst vorbei bringen. Und dass die Frühchenstationen das selbst annehmen würden- ich denke wenigstens das kann man telefonisch erfragen.
Gesendet von meinem U9200
Re: AW: Muttermilch spenden
Verfasst: 17.01.2013, 00:04
von honigtopf2010
Werden die Spenden denn überhaupt noch in dem Umfang gebraucht? Das wäre meine erste Frage. Es gibt zwar Blutersatzstoffe aber den Bedarf kann man ja dennoch nicht komplett ersetzen. Das ist bei Muttermilch nun einmal anders. Ein Baby lässt sich durchaus gesund mit Ersatznahrung großziehen. Bei Unverträglichkeiten gibt es gute Alternativen. Dass Frühchen bspw. an Darmerkrankungen sterben, liegt ja nicht an mangelnder Muttermilch.
OT: Frau darf auch stillend das Kaffeegetränk auch im hippen Berlin durchaus MIT Koffein genießen.
Re: Muttermilch spenden
Verfasst: 17.01.2013, 05:43
von püppilotta
Ich zitiere aus Schreibfaulheit mal hier:
http://www.eltern.de/baby/gesundheit-un ... e=portable
"Laut Weltgesundheitsorganisation ist Milch, direkt aus der Brust der eigenen Mutter, die beste Nahrung für Babys. Ähnlich gut ist abgepumpte Muttermilch, am drittbesten gespendete Milch einer anderen Frau. Auf Platz vier folgt industriell hergestellte Säuglingsmilch."
Und hier:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/brand ... 85226.html
"Die Vorteile von Muttermilch im Gegensatz zur künstlichen Ernährung oder der Gabe von Fertignahrung besteht Radke zufolge in der Herausbildung einer gesunden Darmflora. Frühchen von teils wenigen hundert Gramm können an „fürchterlichen Darm-Erkrankungen“ leiden, sagt der Mediziner Michael Radke: „Wir haben mit der Muttermilch vielen Kindern den frühen Todesfall erspart.“"
Re: Muttermilch spenden
Verfasst: 17.01.2013, 11:05
von Lucccy
stillkinder.de hat geschrieben:Eine Studie an mehreren britischen Neonatologie-Stationen zeigte, dass Stillen die einfachste, effektivste Methode ist, um bei Frühgeborenen eine nekrotisierende Enterokolitis (=NEC, gewebszerstörende Entzündung des Dünn- und Dickdarms) zu verhindern. Nach der 30. Schwangerschaftswoche geborene Babys, deren Ernährung auch nur geringe Mengen Muttermilch enthielt, erkrankten kaum an NEC. Bei Babys, die nur künstliche Milch erhielten, war diese Erkrankung 20mal häufiger anzutreffen. Die Autoren schätzten, dass ausschließliche Formelernährung für 500 zusätzliche Fälle von NEC pro Jahr verantwortlich sein kann und somit für den Tod von 100(20%) dieser Kinder [23].
Ich wüsste aber nicht, wenn man mich gefragt hätte, ob ich nach der Frühgeburt der Gabe von gespendeter Muttermilch zugestimmt oder auf Formula bestanden hätte. Ich denke, man hätte mir die Vorteile der gespendeten Milch gut erklären müssen.

Heute weiss ich über die Vorteile von gespendeter Milch Bescheid und würde spontan kontrollierte Spenderinnenmilch vorziehen. Wobei ich mit meinem heutigen Wissen auch ganz anders abpumpen würde, um schnellstmöglich nur mit meiner Milch ernähren zu können.
Ich hätte damals meinen Überschuss aber nicht spenden mögen. Das war lange Zeit meine Reserve z.B. für die Rückbildung ohne Baby.
Re: AW: Muttermilch spenden
Verfasst: 17.01.2013, 11:13
von Sakura
honigtopf2010 hat geschrieben:Ein Baby lässt sich durchaus gesund mit Ersatznahrung großziehen.
Ein Baby lässt sich mit vielem großziehen, aber ideal ist nur Muttermilch, alles andere hat gravierende Nachteile. Und bei Kliniken geht es vor allem um Frühchen, teilweise um 800-g-Extremfrühchen, und die sind nochmal mehr auf ideale Nahrung angewiesen....
Re: Muttermilch spenden
Verfasst: 18.01.2013, 16:31
von teledame
ich würde sofort spenden, könnte pro tag gut und gerne locker und lässig 500 ml abpumpen...aber wüsste auch nicht wer es haben wollte...ich rauche nicht, trinke nicht, kaffee nur koffeeinfrei...tja schade
Re: Muttermilch spenden
Verfasst: 28.04.2013, 00:06
von püppilotta
Ich hole den Thread mal hoch. In Berlin kann man an der Charite Muttermilch spenden. Das Blut der Spenderin wird einmalig untersucht, Pumpe und Flaschen werden gestellt, die (tiefgefrorene) Milch wird regelmässig von zu Hause abgeholt. Bei Interesse wenden an:
Dr. Andrea Loui
Tel. 450 566 122
oder
e-mail:
andrea.loui@charite.de
alternativ Milchküche:
Tel. 450 566 568
Re: Muttermilch spenden
Verfasst: 28.04.2013, 00:26
von posy
ach, nanu!
ich hatte im februar mal nachgehört und nüschte! da hatte ich wirklich sehr viel milch. jetzt sind wir ganz gut eingespielt. hm.
Re: Muttermilch spenden
Verfasst: 28.04.2013, 00:30
von püppilotta
Hattest du an der Charité gefragt??
Re: Muttermilch spenden
Verfasst: 28.04.2013, 16:19
von posy
ja, bei der elternschule, die sind ja in engem kontakt mit der frühchenstation.