Re: Zeitmanagement mit Stillproblemen und Zufüttern
Verfasst: 18.08.2012, 09:46
Ich bin keine Stillberaterin, habe aber eine sehr ähnliche Geschichte hinter mir. Vielleicht macht es dir ja Mut, wenn du liest das du nicht alleine bist?!
Unser Sohn kam im Februar zur Welt. Ich wollte unbedingt stillen und habe viel darüber gelesen. Irgendwie hörte ich überall nur wie toll, angenehm und entspannend das stillen doch wäre. Bei uns klappte es von Beginn an nicht richtig. Jos war sehr saugschwach, sein Lippenbändchen musste durch trennt werden und ich konnte nur mit Hütchen überhaupt stillen. Zu dem kam meine Milchbildung nur schleppend in Gang, obwohl Jos eigentlich gefühlt ununterbrochen geclustert hat. Nach dem KS kam ich mir also auch auf dem Gebiet des stillens wie eine Versagerin vor, weil ich pumpen musste, mit Hütchen stillen musste und ich irgendwann vor lauter Erschöpfung sogar zur Flasche gegriffen habe.
Außerdem hatte ich keine Unterstützung. In meinem Umfeld stillt kaum einer und meine Hebamme war auch etwas überfordert.
Bei uns wurde es erst dann besser als ich aufgehört habe mich unter Druck zu setzen. Ich habe aufgehört mich selber Fertig zu machen, weil der Haushalt liegen geblieben ist, ich mit Hütchen stille und beim pumpen eben nichts kommt. Ich habe einfach akzeptiert das es bei uns anders läuft und mir unseren Weg gesucht. Dazu gehörte auch das ich nicht mehr gepumpt habe, sondern am Abend Pre gefüttert habe um selber mal ein paar Stunden zu schlafen.
Dazu gehörte auch, das ich unseren Kinderarzt ignoriert habe, der mir zum abstillen geraten hat. Ich habe das viele clustern als Kuschelzeit begriffen und nicht mehr als Mittel zur Milchbildung. Ich bin nicht nervös geworden, weil das Baby nicht so schnell sein Geburtsgewicht zugenommen hat, wie es laut Lehrmeinung sollte.
Eine außenstehende Person brachte die Wende, in dem sie mir sagte, ich solle doch endlich anfangen die gemeinsame Zeit zu genießen. Ich müsse doch vor Stolz platzen das ich das mit dem stillen so durch ziehe, obwohl es so schwierig sei. Ich solle aufhören es mir selber so schwer zu machen in dem ich irgendeinem Ideal nach jagen würde. Mir wurde klar wie Recht sie hatte. Ich hatte mich und uns so dermaßen blockiert, weil alles anders gelaufen ist als ich es mir gewünscht hatte.
Also habe ich mich hingesetzt und einfach nur gestillt. Ich habe nicht mehr versucht die Hütchen los zu werden, ich hatte kein schlechtes Gewissen mehr wenn ich zugefüttert habe und keine Angst mehr, ich würde dadurch nicht mehr genug Milch haben. Ich habe akzeptiert, das ich mein möglichstes gebe und gehofft es würde reichen.
Irgendwann platze der Knoten und der Kleine brauchte keine Pre mehr und die Zeiten zwischen dem Clustern wurden länger. Ich hatte aber auch Glück das der Kleine ein ziemlicher Brummer wurde, so war das Gewichtsthema bald keines mehr.
Ich wünsche dir von Herzen, das ihr bald euren Takt findet. Es wurde ja schon viel geschrieben. Es sind nicht alle Babys gleich und nicht jede Stillbeziehung verläuft Lehrbuchmäßig.
Für euren persönlichen Weg zu kämpfen lohnt sich, aber sich unter Druck zu setzen kann auch viel zerstören, wenn man zu viel will. Klingt paradox, ich hoffe es kommt rüber, wie ich es meine.
Versuche dich zu entspannen.... Trotzdem bzw. gerade weil du es nicht so leicht hast. Fange an eure Stillzeit zu genießen. Stillen ist kuscheln, Nähe und nicht nur Nahrungsaufnahme. Mache dir das deutlich.
Wir haben z.B gar nicht angerührt, dazu hatte ich keine Kraft mehr. Ich habe trinkfertige Pre gekauft. Aufwärmen, Calma Sauger drauf, fertig.
Ich habe nicht mehr gepumpt, weil mich das Wahnsinnig gemacht hat. Es kam nichts und ich fand es schlimm mich nur noch als Milchmaschine zu fühlen. Statt dessen habe ich meinen Sohn lieber clustern lassen, dabei gelesen oder Fern gesehen.
Sei stolz auf Dich, du gibst nicht auf! Lasse dich nicht von außenstehenden verunsichern, die nicht mal erkennen das unterschiedliche Waagen unterschiedliche Messergebnisse bringen und die dir nicht sagen, das Babys Individuen sind und sich mit unter nicht in Durchschnittskurven pressen lassen. Viel Erfolg für euch und eure ganz individuelle Stillbeziehung!
Unser Sohn kam im Februar zur Welt. Ich wollte unbedingt stillen und habe viel darüber gelesen. Irgendwie hörte ich überall nur wie toll, angenehm und entspannend das stillen doch wäre. Bei uns klappte es von Beginn an nicht richtig. Jos war sehr saugschwach, sein Lippenbändchen musste durch trennt werden und ich konnte nur mit Hütchen überhaupt stillen. Zu dem kam meine Milchbildung nur schleppend in Gang, obwohl Jos eigentlich gefühlt ununterbrochen geclustert hat. Nach dem KS kam ich mir also auch auf dem Gebiet des stillens wie eine Versagerin vor, weil ich pumpen musste, mit Hütchen stillen musste und ich irgendwann vor lauter Erschöpfung sogar zur Flasche gegriffen habe.
Außerdem hatte ich keine Unterstützung. In meinem Umfeld stillt kaum einer und meine Hebamme war auch etwas überfordert.
Bei uns wurde es erst dann besser als ich aufgehört habe mich unter Druck zu setzen. Ich habe aufgehört mich selber Fertig zu machen, weil der Haushalt liegen geblieben ist, ich mit Hütchen stille und beim pumpen eben nichts kommt. Ich habe einfach akzeptiert das es bei uns anders läuft und mir unseren Weg gesucht. Dazu gehörte auch das ich nicht mehr gepumpt habe, sondern am Abend Pre gefüttert habe um selber mal ein paar Stunden zu schlafen.
Dazu gehörte auch, das ich unseren Kinderarzt ignoriert habe, der mir zum abstillen geraten hat. Ich habe das viele clustern als Kuschelzeit begriffen und nicht mehr als Mittel zur Milchbildung. Ich bin nicht nervös geworden, weil das Baby nicht so schnell sein Geburtsgewicht zugenommen hat, wie es laut Lehrmeinung sollte.
Eine außenstehende Person brachte die Wende, in dem sie mir sagte, ich solle doch endlich anfangen die gemeinsame Zeit zu genießen. Ich müsse doch vor Stolz platzen das ich das mit dem stillen so durch ziehe, obwohl es so schwierig sei. Ich solle aufhören es mir selber so schwer zu machen in dem ich irgendeinem Ideal nach jagen würde. Mir wurde klar wie Recht sie hatte. Ich hatte mich und uns so dermaßen blockiert, weil alles anders gelaufen ist als ich es mir gewünscht hatte.
Also habe ich mich hingesetzt und einfach nur gestillt. Ich habe nicht mehr versucht die Hütchen los zu werden, ich hatte kein schlechtes Gewissen mehr wenn ich zugefüttert habe und keine Angst mehr, ich würde dadurch nicht mehr genug Milch haben. Ich habe akzeptiert, das ich mein möglichstes gebe und gehofft es würde reichen.
Irgendwann platze der Knoten und der Kleine brauchte keine Pre mehr und die Zeiten zwischen dem Clustern wurden länger. Ich hatte aber auch Glück das der Kleine ein ziemlicher Brummer wurde, so war das Gewichtsthema bald keines mehr.
Ich wünsche dir von Herzen, das ihr bald euren Takt findet. Es wurde ja schon viel geschrieben. Es sind nicht alle Babys gleich und nicht jede Stillbeziehung verläuft Lehrbuchmäßig.
Für euren persönlichen Weg zu kämpfen lohnt sich, aber sich unter Druck zu setzen kann auch viel zerstören, wenn man zu viel will. Klingt paradox, ich hoffe es kommt rüber, wie ich es meine.
Versuche dich zu entspannen.... Trotzdem bzw. gerade weil du es nicht so leicht hast. Fange an eure Stillzeit zu genießen. Stillen ist kuscheln, Nähe und nicht nur Nahrungsaufnahme. Mache dir das deutlich.
Wir haben z.B gar nicht angerührt, dazu hatte ich keine Kraft mehr. Ich habe trinkfertige Pre gekauft. Aufwärmen, Calma Sauger drauf, fertig.
Ich habe nicht mehr gepumpt, weil mich das Wahnsinnig gemacht hat. Es kam nichts und ich fand es schlimm mich nur noch als Milchmaschine zu fühlen. Statt dessen habe ich meinen Sohn lieber clustern lassen, dabei gelesen oder Fern gesehen.
Sei stolz auf Dich, du gibst nicht auf! Lasse dich nicht von außenstehenden verunsichern, die nicht mal erkennen das unterschiedliche Waagen unterschiedliche Messergebnisse bringen und die dir nicht sagen, das Babys Individuen sind und sich mit unter nicht in Durchschnittskurven pressen lassen. Viel Erfolg für euch und eure ganz individuelle Stillbeziehung!