Muttermilchersatznahrung selber machen

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sutnahpele
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Re: Muttermilchersatznahrung selber machen

Beitrag von sutnahpele »

actionzwerg hat geschrieben:Aber verteufeln würd ichs nicht und ich finde auch nicht, dass man den Eltern, die sowas geben, Verantwortungslosigkeit vorwerfen muss!
Ich wollte doch die Eltern nicht verteufeln. Mir war der Gedanke Säuglingsnahrung selbst herzustellen total neu. Ich bin nicht davon ausgegangen, dass Eltern ihren Kindern damit schaden wollen. Den Schreiberling, der das verfasst hat, halte ich jedoch für verantwortungslos! Klar, man kann im Internet Anleitungen für alles Mögliche finden; derlei geht aber -überspitzt gesagt- in Richtung einer Anleitung zum Bombenbau: Bringt keinen Nutzen, aber möglicherweise viel Schaden.
Mohnblume hat geschrieben:Ich bin ja eigentlich auch immer gern für das "Natürlich", aber es wird da sooo oft übers Ziel hinausgeschossen - alle "Chemie" ist böse, alles Natürliche immer besser...
Ja, ich rühre mir selbst auch kein industriell hergestelltes Pülverchen an und mache gerne Vieles selbst. Dennoch ist mir dieser Gedanke fremd. Es geht ja nicht darum, irgendeine Pulvermilch nachzubilden, sondern Muttermilch. Da erscheint mir ausnahmsweise die "Chemie" als die bessere Wahl.
CarpeDiem hat geschrieben:Meine Oma konnte nicht stillen (Schlupfwarzen und wohl schlechte Betreuung/Versorgung) und mein Vater hat daher auch so nen Ding Marke Eigenbau bekommen. Man muss dazu sagen, die haben im tiefsten Hinterland in Polen als Deutsche gewohnt (dieses Gebiet was mal zu Deutschland und mal zu Polen gehörte). Er hatte dann irgendwann schwerste Mängel und musste mit Vitaminspritzen usw. behandelt werden. Oma sagt noch heute, sie hatten leider nichts besseres. Säuglingsnahrung gab es dort wohl nicht so wirklich bzw. ist die Frage ob sie sich leisten konnte.
Schrecklich :? Wenn ich sowas lese, bin ich dann schon froh, auf eine hochwertige Ersatznahrung zurückgreifen zu können.
hennnamae hat geschrieben:Euch ist bewusst, dass das von 1999 ist
Schlimm genug, dass es seit 13 Jahren dort steht :evil:
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Re: Muttermilchersatznahrung selber machen

Beitrag von CarpeDiem »

Meine Oma hatte zum Glück Verwandte in Deutschland die ihr dann solche Spritzen besorgt haben und geschickt. Sie haben ja in Polen gelebt und gerade als Deutsche war das wohl kein großes Vergnügen, erst als mein Vater 10 Jahre alt war, sind sie nach Deutschland ausgewandert.

Er hat keine bleibenden Schäden davon getragen. Aber da hat er wohl auch viel Glück gehabt. Oma kann es nicht verstehen, dass heute noch Leute versuchen sowas den Babys zu geben. Gerade die Industriebabymilch ist/wird immer besser. Klar ans Original wird es nie ran kommen, aber schon ein Riesenunterschied zu vor 10/20/30 Jahren und alle mal besser als etwas selbst gerührtes, wo keiner sagen kann, was ich genau drin.
am 14.02.2012 wurde Katharina H. I. mit 51cm und 3730g geliefert
am 11.12.2013 wurde Annika C. S. mit 52cm und 4270g geliefert
am 16.06.2015 wurde Friederike L. J. mit 52cm und 4105g geliefert


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Muttermilchersatznahrung selber machen

Beitrag von Mohnblume »

sutnahpele hat geschrieben:
Mohnblume hat geschrieben:Ich bin ja eigentlich auch immer gern für das "Natürlich", aber es wird da sooo oft übers Ziel hinausgeschossen - alle "Chemie" ist böse, alles Natürliche immer besser...
Ja, ich rühre mir selbst auch kein industriell hergestelltes Pülverchen an und mache gerne Vieles selbst. Dennoch ist mir dieser Gedanke fremd. Es geht ja nicht darum, irgendeine Pulvermilch nachzubilden, sondern Muttermilch. Da erscheint mir ausnahmsweise die "Chemie" als die bessere Wahl.
Dir ist aber hoffentlich schon klar, dass ich da genau deiner Meinung bin und den Satz mit der "Chemie" ironisch gemeint hab, gell? :-)


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sutnahpele
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Re: Muttermilchersatznahrung selber machen

Beitrag von sutnahpele »

Mohnblume hat geschrieben:Dir ist aber hoffentlich schon klar, dass ich da genau deiner Meinung bin und den Satz mit der "Chemie" ironisch gemeint hab, gell?
Aber klar, ich habe dich auch verstanden & bestätigt. Scheinbar habe ich mich unglücklich ausgedrückt.
:wink:
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animaus
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Re: Muttermilchersatznahrung selber machen

Beitrag von animaus »

Meine ehem. Vermieterin hat mir auch erzählt, dass ihr Sohn als "8-Monatsbaby" auf die Welt kam und das Stillen nicht klappte, und sie daher Wasser mit Mehl und wenig Zucker gemischt und ihm zu Trinken gegeben hat. Er dürfte Ende 40er/Anfang 50er geboren worden sein. Einfache Bauersleute und man hätte das damals so gemacht.
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Re: Muttermilchersatznahrung selber machen

Beitrag von Amelie »

Ich meine meine Tante hat ihre Babys auch so ein Plörre aus dem Kochtopf gegeben. Am Anfang hält gestillt aber nach Ei. Paar Wochen Haferschleim dazu. Das ist ca 20 Jahre her und das haben viele gemacht. Wem Hipp und alete zu teuer war.
LG Amelie
mit Finn (09/06),Hannes (05/08),
Lenn (12/10) und Lola (05/2014)
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