Ich würde mich erstmal von dem Gedanken verabschieden, dass die Pre das Zaubermittel zum Durchschlafen sein könnte. Klar, es gibt Fälle, da fällt das Flasche einführen und das länger schlafen zeitlich zusammen, aber das Schlafverhalten wird von viel mehr Faktoren beeinflusst und ist in erster Linie eine Entwicklungssache.
Die Kleinen brauchen nachts eine Rückversicherung, dass Mama und Papa noch da sind, das ist in ihren Augen überlebenswichtig, denn sie wissen ja nicht, dass sie sicher in einem beheizten Raum liegen und ihnen eigentlich garnichts passierenn kann. Dieses Bedürfnis ist ganz unabhängig von der Art der Ernährung.
Ob die Berichte der anderen Mütter in deinem Umfeld stimmen sei dahingestellt....ich habe es gestern von einer Mutter erzählt bekommen, dass sie ihrem Sohn abends eine Milch(!)Flasche ins Bett stellt, damit er sich nachts wenn er wach wird selbst bedienen kann und sie nicht wecken muss. Klappt gut. Der kleine ist 8 Monate alt. Andere Kinder bekommen Apfelschorle, Kakao oder sonstwas mit. Mama muss nicht mehr aufstehen, alle wirken zufrieden aber was das ganze emotional und gesundheitlich auf lange Sicht für das Kind bedeutet, darüber macht sich kaum jemand Gedanken.
ich kenne dieses ausgelaugt sein, denn meine Kleine hat schon früh angefangen tagsüber kaum noch zu schlafen. Mir fehlt diese Mittagspause. Oft fällt die mega kurz aus oder sie ist wach und gut gelaunt bis 17 Uhr und schläft dann erst ein (unterwegs im Tuch z.b.) dann weck ich sie aber bald wieder, damit sie abends vor 23 Uhr ins Bett zu bringen ist.

An manchen Tagen denk ich auch: SCHLAF doch endlich mal! Aber ich merke dann auch, dass sie meine Ungeduld verunsichert und sie dann erst recht nicht einschlafen kann.
Seit der Papa das Abendritual übernimmt (nach dem Abendessen Umziehen, waschen, Zähneputzen, in den Schlaf begleiten, er kocht auch meist) beginnt mein Feierabend früher und es macht mir weniger aus, wenn sie nochmal wach wird.
Uns hat es auch sehr geholfen, dass wir erst garnicht angefangen haben nachts aufzustehen. Wir haben sie nie rummgetragen oder so. Meist reicht das Stillen, sie wieder in den Schlaf zu bekommen. Manchmal, wenn sie richtig wach und aktiv wird, dann stell ich mich einfach schlafend, lasse es dunkel und warte geduldig. Meist beruhigt sie sich nach einiger Zeit. Der Papa zieht dann ins Wohnzimmer, wenn er am nächsten Tag arbeiten muss. Wir bleiben aber auf jeden Fall ruhig, sprechen und singen nicht, das Licht bleibt aus.