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Re: Ich weiß nicht mehr weiter - Keine Milch mehr?

Verfasst: 24.04.2012, 12:50
von erdbeerkati
jusl hat geschrieben:Liebe Kati,

Deine Sorgen werden aus den Zeilen wirklich deutlich. Bitte berücksichtige aber, dass wir Beraterinnen hier um SuT auch alle Familie und Job haben und hier ehrenamtlich arbeiten. Nicht mal einen Tag warten zu müssen, ist sicher nicht "vergeblich" ;-
Hallo,

ja "verbeblich" war wohl etwas übertrieben, das tut mir leid, doch ich war so aufgewühlt gewesen.

Ich habe gestern angefangen zuzufüttern mit HA Pre Nahrung. Im Grunde ist es so, dass ihm irgendetwas stört. Die Milchmenge müsste nach meinem Gefühl her eigentlich reichen. Denn wenn er abdokt und weint/brüllt kann ich noch voll viel rausspritzen. Ich habe auch wirklich darauf geachtet gut zu essen und zu trinken und ich meine auch, dass das sich noch mehr positiver auf die Milchmenge ausgewirkt hat.

Jedenfalls ist es so, dass er das einfach so hinnimmt weniger Milch aufzunehmen. Er hält trotzdem 2-3 Stunden durch und auch Nachts schläft er durch.

Nachdem er gestern wieder nach einer kurzen Stillmahlzeit sehr unzufrieden war gab ich ihn ein Fläschchen und er trank noch mal 120 ml. Abends nach der Mahlzeit nochmal 50ml.

Heute morgen wollte er nichts danach und vormittags beim Kinderarzt hatte ich nichts mit und er gab sich zufrieden obwohl er hätte noch was trinken wollen, aber wie gesagt irgendwas störte ihn wieder und er wollte nicht.

Eben trank er nach der Mahlzeit nochmal 90 ml.

Die Ärztin hat nichts gefunden was ihn stören könnte, jedenfalls aus ärztlicher Sicht. Er ist quitsch fidel, und seine Entwicklung ist zwar noch nciht so weit, wie sie hätte sein können aber er ist fit.

Vor vier Wochen wog er 6450 g und heute nur noch 6030 g, Seine Windeln waren auch seit letzter Woche nicht mehr voll wie gewohnt. Jetzt wo er zugefüttert wird natürlich schon.

In den ersten 3 Monaten nahm er regelmäßig zu und war ein propernes Kerlchen.
Sein Geburtsgewicht lag bei 2980 g (37+1 Ssw Einleitung). Am eigentlichen Entbindungstermin hatte er schon ordentlich aufgeholt mit 3700 g. Danach nahm er auch stetig zu und es gab keinerlei Probleme bis halt die vor 3-4 Wochen anfingen.


Hier noch die Fragen, die Antworten schreibe ich direkt drunter:


* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich).

Seit gestern. Menge s.o.

* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?

Üblicherweise möchte er seit seiner Geburt alle 3 Stunden an die Brust. Seit er etwa 4 Wochen ist schläft er nachts ca. 7 Stunden.

* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?

Stuhlgang im Schnitt alle zwei Tage (auch jetzt in der Problemzeit, manchmal auch alle 3 Tage)

* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Med. Besonderheiten? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?

Toller Start.Keinerlei Probleme. Hatte ja schon Stillerfahrungen durch meinen ersten Sohn. Er hat gleich direkt nach der Geburt noch im Kreissaal getrunken.

* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?

Er hat einen Schnuller seit er etwa 2 Monate ist (von MAM)


So, ich hoffe ich konnte alles beantworten.
Liebe Grüße
Kati

Re: Ich weiß nicht mehr weiter - Keine Milch mehr?

Verfasst: 24.04.2012, 13:02
von jusl
Hallo Kati,

vielen Dank für Deine Infos. Auf jeden Fall ist sehr erfreulich, dass keine med. Besonderheiten bei Deinem Baby vorliegen.
400 g Abnahme ist ziemlich viel - ist wirklich absolut ausgeschlossen, dass der Messwert von vor 4 Wochen falsch ist?? Könntest Du bitte einmal ALLE(!) Gewichtsdaten posten, die Du hast? Um das Gedeihen beurteilen zu können, auch hinsichtlich Ursachen und Lösungen, ist das wirklich notwendig, anders geht es nicht.

Danke Dir und liebe Grüße
Julia

Re: Ich weiß nicht mehr weiter - Keine Milch mehr?

Verfasst: 24.04.2012, 13:18
von erdbeerkati
jusl hat geschrieben:Hallo Kati,

vielen Dank für Deine Infos. Auf jeden Fall ist sehr erfreulich, dass keine med. Besonderheiten bei Deinem Baby vorliegen.
400 g Abnahme ist ziemlich viel - ist wirklich absolut ausgeschlossen, dass der Messwert von vor 4 Wochen falsch ist?? Könntest Du bitte einmal ALLE(!) Gewichtsdaten posten, die Du hast? Um das Gedeihen beurteilen zu können, auch hinsichtlich Ursachen und Lösungen, ist das wirklich notwendig, anders geht es nicht.

Danke Dir und liebe Grüße
Julia
02.12.11 = U1 = 2950 g
06.12.11 = U2 = 2810 g Entlassung

07.12.11 = knapp 3000 g Hebamme
09.12.11 = 3000 g Hebamme
12.12.11 = 3200 g Hebamme
15.12.11 = 3300 g Hebamme
18.12.11 = 3500 g Hebamme
22.12.11 = 3600 g Hebamme
30.12.11 = 4000 g Hebamme

06.01.12 = U3 = 4160 g
07.03.12 = U4 = 5620 g

Um den 30.03.12 = 6450 g

HEUTE = 6030 g :cry: :cry: :cry:

Re: Ich weiß nicht mehr weiter - Keine Milch mehr?

Verfasst: 24.04.2012, 13:21
von erdbeerkati
Oh mein Gott, ich habe gerade gelesen das letzte Gewicht vor heute war gar nicht um den 30.03. sondern am 19.03. und die Gewichte sind im Pc bei denen dokumentiert und ich hatte sie ja auch noch im Kopf.

Re: Ich weiß nicht mehr weiter - Keine Milch mehr?

Verfasst: 24.04.2012, 13:40
von Casi
Ui, diese Abnahme ist natürlich schon erheblich. Ist dem Arzt das bewusst? Bzw., was hat er dazu gesagt? Ohne irgendeine Ferndiagnose treffen zu wollen und ohne dass ich ein Arzt bin, war mein erster Gedanke auch ne Unverträglichkeit. Wie ist es denn mit der Pre nahrung? Weint er da auch irgendwann oder geht das ohne Probleme?

Re: Ich weiß nicht mehr weiter - Keine Milch mehr?

Verfasst: 24.04.2012, 13:52
von erdbeerkati
Also der Arzt meinte nicht viel dazu. Außer, dass die Milch wohl nicht mehr sättigt. Die Assistenzärztin meinte auch zufüttern, aber auch immer wieder anlegen. Sie meinte, er ist halt total fit. Ich hätte auch gern gehabt, dass sie ihn eventuell testen würden, doch sie hatte mich beruhigen wollen, weil er ja fit ist und er hatte sich auch echt von der besten Seite gezeigt ;) Anfang Mai ist seine nächste Impfung, da werde ich ihn natürlich wieder wiegen lassen.

Ich versteh das nicht. Erst hatte es so toll geklappt. Bei meinem ersten Sohn war es die gleiche Situation. Allerdings habe ich nicht lange probiert und hatte schnell die Flasche genommen. Ich hatte damals so Angst das er nicht genug bekommt. Und nachher hatte ich es zutiefst bereut, dass ich es nicht weiter probiert hatte. Das sollte diesmal anders werden. Jetzt "quälen" wir uns schon über 3 Wochen. Der große hat dann übrigens auch HA Pre bekommen.

Ich weiß selbst, wenn ich zufütter, dass er sich irgendwann höchstwahrscheinlich selbst abstillt. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich nicht drumrum kommen werde.
Die Flasche trinkt er eigentlich ganz gut. Vorhin wollte er sie nicht, da hat es der Papa probiert da ging es.

Irgendwie gehe ich ja auch von einer Unverträglichkeit aus. Ich habe selber sehr starke Neurodermitis zum Teil und deswegen wurde schon so früh eingeleitet. In der Stillzeit jetzt war ich einmal stationär in der Hautklinik und momentan bin ich auch teilweise in der Tagesklinik. Und Niklas hat unterm Stillen (was ich noch nie gehört hatte) nun eine Neurodermitis bekommen und es ist innerhalb kürzester Zeit ganz schön schlimm geworden :( Irgendwie hat das doch alles einen Zusammenhang habe ich das Gefühl.

Wenn es Anfang Mai nicht besser ist und der Arzt nichts macht, dann werde ich mir eine zweite Meinung holen, solange er fit ist.

Ach menno.. das geht mir echt sehr nahe. Ich stille so gerne und genieße auch alle Vorteile und ich habe auch überhaupt keine Lust auf Flasche :( Ich werde wieder endlos traurig sein :(

Re: Ich weiß nicht mehr weiter - Keine Milch mehr?

Verfasst: 24.04.2012, 14:47
von sternchen84
Stillst du in verschiedenen Positionen?

Ich hab hier beim ersten Kind auch um den vierten Monat das Problem mit Brust anschreien, andocken, Brust anschreien gehabt....jetzt beim zweiten hab ich dasselbe Problem auch wieder, das fing aber schon nach 3 Monaten diesesmal an. Beide Kinder haben eine Brust (komischerweise diesselbe) verweigert und nur noch an einer getrunken und das zum Teil nur im Liegen in einem halbwegs abgedunkelten Raum. Mittlerweile hab ich den kleinen soweit, wenn ich unterwegs bin und er wirklich Hunger/Durst hat, dann trinkt er auf meinem Arm.
Und was mir noch auffällt, hier wird gemeckert und gezappelt und ich muss ihn immer wieder an die Brust "drücken", bis der Milchspendereflex ausgelöst wird (was bei mir ziemlich lange dauert). Ich weiß es nicht, aber vielleicht hilft dir das irgendwie weiter.

Re: Ich weiß nicht mehr weiter - Keine Milch mehr?

Verfasst: 24.04.2012, 15:01
von jusl
Liebe Kati,

ich kann gut verstehen dass Du Dir Sorgen machst, aber lass uns noch mal ganz in Ruhe auf die Daten schauen. Du schriebst:
02.12.11 = U1 = 2950 g
06.12.11 = U2 = 2810 g Entlassung

07.12.11 = knapp 3000 g Hebamme
09.12.11 = 3000 g Hebamme
12.12.11 = 3200 g Hebamme
15.12.11 = 3300 g Hebamme
18.12.11 = 3500 g Hebamme
22.12.11 = 3600 g Hebamme
30.12.11 = 4000 g Hebamme

06.01.12 = U3 = 4160 g
07.03.12 = U4 = 5620 g

Um den 30.03.12 = 6450 g - korrigiert: 19.03.

HEUTE = 6030 g
Also der Reihe nach: Im ersten Lebensmonat hat Dein Baby rund 300 g pro Woche zugenommen. Das ist ein sehr sehr hoher Wert. Allein daraus lassen sich bereits zwei Dinge sicher schließen: 1. Mit Deiner Milchbildung ist alles in allerbester Ordnung. Und 2. Die Gewichtszunahme wird im Vergleich dazu in den folgenden Monaten STARK abflauen (sonst würde Dein Kind an seinem 1. Geburstag so viel wiegen wie andere Kinder bei ihrer Einschulung. ;-))

Von Anfang Januar bis Anfang März lag die Gewichtszunahme durchschnittlich bei rund 180 g pro Woche. Immernoch ein sehr hoher Wert! D.h. die beiden Schlussfolgerungen sind noch mal massiv untermauert: Mit Deiner Milchbildung ist alles bestes, und die Gewichtszunahme WIRD künftig deutlich sinken!

Und jetzt kommt's ;-) : In nur 12(!) weiteren Tagen soll Dein Baby 830 g zugenommen haben?!? Das wäre eine wöchentliche Zunahme von rund 500 g! No way! Das ist absolut ausgeschlossen (so deutlich werde ich hier im SuT nur sehr sehr selten... :lol: ). Wirklich ausgeschlossen. Der Wert vom 19.03. ist also aller Wahrscheinlichkeit und allen gesunden Menschenverstandes nach ein Messfehler.

Also weiter: HEUTE wurden 6030 g gemessen. Jetzt ignorieren wir mal den Falschwert vom 19.03. und schauen den Rest an: Seit Anfang März ergibt sich dann eine durchschnittliche wöchentliche Zunahme von rund 60 g. Dies ist ein relativ niedriger Wert, jedoch nicht weit entfernt vom Durchschnitt (Quelle) für ein Kind dieses Alters. Und dieser Wert ist ABSOLUT PLAUSIBEL unter Berücksichtigung der sehr hohen Zunahmen in den ersten Lebenswochen; denn schon damals war wie gesagt klar, dass die Gewichtszunahme höchstwahrscheinlich später DEUTLICH GERINGER ausfallen wird.

Fazit: Aus der Gewichtsentwicklung ist ganz eindeutig KEINE ZUFÜTTERINDIKATION ABLEITBAR. Sie liefert KEINERLEI HINWEISE für med. Probleme wie Unverträglichkeiten oder sonstiges.

Ich zitiere mal Deine Zeilen von zuvor:
Es ist übrigens nicht die Milch. Ich habe genug. Heute habe ich richtig viel. Heute morgen trank er super. Heute vormittag ging es und vorhin war es wieder ganz schlimm. Er schrie dann richtig. Irgendetwas stimmt nicht.

Ich hoffe es ist die Brustschimpfphase und die Entwicklung ist auf seine 3 Wochen zu frühe Geburt zurückzuführen und die Neurodermitis geht bald weg.. Ich steiger mich total rein und bin den Tränen nahe.
Ich hoffe es ist alles gut und ich irre mich und steiger mich wieder nur in irgendwas rein.
Ich stimme Dir deutlich zu: Mit Deiner Milchbildung ist alles in Ordnung. Dementsprechend ergibt auch das Zufüttern von künstlicher Milch KEINERLEI SINN.

Was immer die Ursache für die Stillschwierigkeiten sein mag (wir können sehr gerne versuchen, dies gemeinsam herauszukriegen), das unnötige Zufüttern von künstlicher Milch - insb. wenn Du allergieartige oder ähnliche Probleme vermutest - wird es sicher nicht besser machen. Unnötiges Zufüttern macht im besten Falle keinen Unterschied, und im Normalfall verursacht(!) unnötiges Zufüttern weitere Probleme (zum einen durch die zugeführte künstliche Milch selbst, zum anderen durch die Zufüttermethoden. Von den Versagensgefühlen währenddessen ganz zu schweigen). Auf jeden Fall geht durch unnötiges Zufüttern die Milchproduktion zurück, denn die Menge, die das Baby aus der Flasche trinkt, trinkt es eben nicht aus der Brust. Da beim Stillen bekanntlich die Nachfrage das Angebot bestimmt, wird die Milchproduktion über kurz oder lang um die zugefütterte Menge zurückgehen, so viel steht fest.

Mein Sofort-Vorschlag für die nächsten Tage: Was hältst Du davon, sein Gewicht und seine Ausscheidungen täglich zu wiegen und zu dokumentieren? Dafür bräuchtet Ihr eine gute Babywaage im Haus; die kann man in Apotheken mieten. Durch die Dokumentation hättest Du die Möglichkeit, schwarz auf weiß zu sehen, dass Dein Baby genug Milch bekommt und gut gedeiht, und Du könntest auf diese Weise schnell wieder das angemessene Vertrauen in Deine Milch zurückzugewinnen. Mit einer unnötigen Ungewissheit bis Anfang Mai lebt sich der Alltag ja auch nicht gerade lustig. Was meinst Du dazu?

Ich hoffe diese ersten Hinweise sind hilfreich für Dich,
Rückfragen immer gerne und
LG
Julia

Re: Ich weiß nicht mehr weiter - Keine Milch mehr?

Verfasst: 24.04.2012, 16:53
von mayra
Zum Stillen hat Julia ja alles geschrieben, ich wollte nur hinzufügen, das hier im Forum der Sohn von Lia während der vollstillzeit eine starke Neurodermitis entwickelt hat. Sie waren auch mehrere Wochen stationär deswegen. Schreib ihr doch mal, wenn das alles wieder im Lot ist. Sie kann dir sicher Tips geben. Liebe Grüße und vertrau auf dich und deine Milch!