Sakura - das seh ich ja erst jetzt!
(((((((Sakura)))))))
Hm, wenn ich mich recht erinnere, hast Du genau so ein "Steinzeitkind" wie ich, oder?
Hängt extrem an Mama und möchte bitte möglichst wenig abgesetzt oder gar abgegeben werden, stillt wie ein Weltmeister, schläft nachts quasi nur am Körper und stillt dabei in sehr kurzen Abständen?
Dann DARFST Du Dich müde und erschöpft fühlen (auch, wenn ich es Dir nicht wünsche!), denn Du LÄUFST gerade einen Marathon (und damit meine ich nicht das Stillen)! *drück*
Ich liebe mein eigenes Kind heiß und innig, aber zu behaupten, dass so ein betreuungsintensives, forderndes Kind einen nicht in gewisser Weise "aussaugt", das wäre gelogen. Und damit meine ich nicht das Stillen.
Was bzgl. unseren Vielstillkinder meines Erachtens wirklich wichtig ist, ist, bewusst SEHR gesund und SEHR häufig zu essen und SEHR viel zu trinken. Einfach mal vier, fünf Stunden nichts essen tagsüber, weil man grad unterwegs ist oder andere Dinge zu tun hat, das funktioniert zumindest bei mir gar nicht. Ich "gebe" momentan stilltechnisch enorm viel raus - das muss ich auch erstmal in meinen Körper reingeben, damit er gesund arbeiten kann. Und unter 4 Litern Flüssigkeit, davon mind 3 Litern Leitungswasser, geht bei mir momentan auch nichts, zu wenig Flüssigkeit recht sich bei mir enorm schnell mit Schlappheit und Kopfweh.
Das wäre für mich von Mutter zu Mutter von sehr fordernden Babys/Kleinkindern der erste Checkpunkt: wie sieht das bei Dir aus?
Und dann: wir haben einfach momentan kaum eine Pause - da darf man sich nichts vormachen. Schlaf bekomme ich grundsätzlich auch genug, aber das ist etwas anderes als mal vier Stunden entspannt auf dem Sofa zu liegen wenn man es gerade will(!) und ein Buch bei netter Musik zu lesen. Körper und Seele gehören zusammen, und auch wenn der Körper genügen Nahrung, Flüssigkeit und Schlaf bekommt, reagiert er immer noch mit Erschöpfung, wenn er zwischendurch nicht auch so einfach mal eine psychische Pause bekommt und quasi "einfach mal an die Wand starren" darf.
... auch bei (nur) einem Kind ist das leichter gesagt als getan - und wenn dann noch die üblichen Tücken des Alltags dazu kommen (Krankheit des Kindes, eigene Krankheit, irgendein eigentlich normaler Stressfaktor, dann doch mal zwei unruhigere Nächste, auch wenn die schon etwas zurückliegen...), dann fühlt man sich meines Erachtens pötzlich schnell mal wie ein wandelnder Zombie, ausgelaugt, ausgesaugt und blutleer, und man weiß gar nicht so recht, wo das jetzt plötzlich herkommt.
Könnte es das sein?
Ich finde mich in Deiner Beschreibung nämlich recht gut wieder, habe hier auch immer wieder solche Phasen und bin mehr krank als früher - merke aber, wie es mir besser geht, wenn ich a) die Ernährung wirklich gut im Auge behalte und b) durch meinen Freund derzeit nachmittags gut entlastet werde.
Sprich: erhalte ich Freiräume, bessert sich der "Zombie-Zustand" - obwohl hier weiterhin aus allen Rohren sehr, sehr viel gestillt wird
Das bietet jetzt natürlich noch keine Lösung, wie es Dir möglichst bald besser geht, aber vielleicht eine Perspektive, dass die "Stellschrauben" zum Lösen des Problems in der Tat nicht beim Stillen liegen.
Alle Liebe Dir!