vicci hat geschrieben:Ich als Mitglied liebe die LLLMohnblume hat geschrieben:hmm, das finde ich jetzt aber schon harten Tobak...puh, was soll ich da schreiben? ich finde unter einem jahr abstillen absolut unangemessen. wo bist du denn stillberaterin, wenn du deinen ersten sohn nur 14 monate gestillt hast? bei LLL zum beispiel dauert die ausbildung ne weile und bei einem solchen frühen abstillen (also damit meine ich jetzt 14 monate) müsste ich mir von meinen ausbilderinnen ganz schöne nachfragen gefallen lassen..
ich hab keine Ahnung von den verschiedenen Ausbildungen zur Stillberaterin. Aber ich dachte, beim Stillen geht es immer noch um die BEZIEHUNG zwischen Mutter und Kind. Und die muss halt mal gegenseitig sein, also auch von der Mutter aus gewünscht. Sooo viele Mütter stillen ihre Kinder gar nicht oder nur 3-4 Monate... da finde ich 11 Monate doch super! Was heißt denn in dem Zusammenhang "unangemessen"?
Damit keine Mißverständnisse entstehen, ich bin absolut dafür, das Stillen und auch das LANGE Stillen zu fördern... aber da so einen Leistungsdruck aufzubauen à la Je länger desto besser, halte ich nun doch für den falschen Weg. Das zeigt mir auch, dass die LLL, so ehrenwert ich ihre Ziele doch finde, für mich einfach einen Tick zu ideologisch ist.Ja, vielleicht bin ich radikal, dogmatisch und ideologisch, vielleicht lehrmeisterhaft oder aufopfernd, intolerant und militantisch aber ist das nicht jeder irgendwo, bei irgendeinem Thema? Und welches Thema wäre wichtiger, als die physische und psychische Gesundheit unserer Kinder?
Ja, es ist eine Beziehung, nur leider sitzt ein Partner dieser Beziehung am deutlich kürzeren Hebel! Von einer erwachsenen und gesunden Frau kann ich erwarten, daß sie sich einschränkt, geduld übt, nachgibt. Von einem 11 Monate alten BABY nicht.
Wir alle erleben Phasen, in denen wir einfach nicht mehr wollen und weiß Gott, bei meiner über 2-jährigen hatte ich dieses Gefühl mit drei durchbrechenden Backenzähnen und unerfülltem Kinderwunsch meinerseits mehr als ein Mal in letzter Zeit! Aber wenn ein Kind einfach nicht ohne die einzigartige Nähe des Stillens leben will, dann hat es als GLEICHWERTIGER Partner meiner Ansicht nach ein Recht auf zumindest einige wenige Stillzeiten. Man könnte tagsüber abstillen oder die Stillzeiten deutlich verkürzen. Aber über den Kopf eines Kindes hinweg abzustillen finde ich ungerecht. Das wäre kein Kompromiß sondern ein Zwang. Das Kind kann einige Stillmahlzeiten aufgeben und die Mutter einige schenken.
Ich denke, daß Frau sich gut beobachten sollte, wenn sie eine arge Abneigung gegen das Stillen hat. Was steckt dahinter? Oft muß ein ganz anderes Problem behoben werden um der Frau Besserung zu verschaffen. Denn wie wird sich eine Mutter wohl fühlen, die mit schlechtem Gewissen abstillt......? WIR können ihr die Absolution nicht geben. Und sollten das auch nicht. Das muß ihr Kind tun.
Ganz Liebe Grüße und an die Fragestellerin viel Kraft und Geduld, Verständnis und Liebe, egal wie sie sich entscheidet!
Also die Aussage kommt mir jetzt übelst heftig vor
So macht man ja den Müttern,die sowieso schon unglücklich mit der momentanen Situation ist noch ein schlechtes Gewissen
Ganz nach dem Motto:
Du hast dein Kind gefälligst so lange zu stillen,wie das Kind es will,Du hast dabei gar nix zu melden!
(so kommt es zumindest für mich als aussenstehende rüber)
Meiner Meinung nach muss es von beiden Seiten passen,sonst ist weder dem einen noch dem anderen geholfen.
Wenn es nicht mehr klappt oder läuft,dann ist das halt so.


