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Re: ende der vollstillzeit - wie seit ihr damit umgegangen
Verfasst: 06.09.2011, 13:41
von kruemelmonster
jusl hat geschrieben:Meine Hebamme (die absolut fürs Stillen ist) meinte, dass ich ab Beikoststart auf jeden Fall Wasser zusätzlich anbieten muss zur Mahlzeit.
Sonst was? ...explodiert's Kind?
Nee, im Ernst: gängige Erst-Beikost (also Obst, Gemüse, Babybrei) besteht ja fast nur aus Wasser. Viele Babys haben da noch gar keinen zusätzlichen Durst, und manche mögen nur bei Durst was trinken. Ab Beikoststart fröhlich Wasser ANBIETEN ist völlig OK, aber von "auf jeden Fall MUSS" kann keine Rede sein.
LG
Julia
Nicht, dass das Kind das trinken muss...aber eben, dass das Angebot dasein muss, weil manche Kinder es brauchen. Ob das Kind es dann nimmt, ist dem Kind überlassen.

Re: ende der vollstillzeit - wie seit ihr damit umgegangen
Verfasst: 06.09.2011, 14:06
von jusl
Nicht, dass das Kind das trinken muss...aber eben, dass das Angebot dasein muss, weil manche Kinder es brauchen.
Auch das stimmt nicht. Wie gesagt: der Flüssigkeitsbedarf hängt bei nach Bedarf gestillten Kindern ausschließlich von der Art und der Menge der Beikost ab.
Muttermilch besteht zu ca 87 % aus Wasser. Zig Obst- und Gemüsesorten haben den selben oder mit zum Teil über 90% einen NOCH HÖHEREN Wassergehalt (einfach mal googeln), entsprechend die gängigen Gläschen-Breie.
Eine gute Faustregel:
Werden 1-2 Portionen täglich Lebensmittel angeboten, die einen geringeren Wassergehalt als Muttermilch aufweisen, Reiswaffeln oder Brot z.B., kann die notwendige Flüssigkeit leicht übers Stillen zugeführt werden.
Erst wenn es täglich mehr als 2 (nennenwert große!..) Portionen wasserarmer Nahrungsmittel sind, wollen die meisten nach Bedarf gestillten Kinder zusätzlich trinken.
Zusammengefasst: Kinder, die Wassertrinken von Beikoststart an lustig finden, dürfen das selbstverständlich gerne tun. Aber ein zusätzliches Trinkangebot MUSS erst dann da sein, wenn die Kinder neben Muttermilch als Hauptnahrungsmittel nennenswerte Mengen fester, wasserarmer(!) Kost essen. Dies kann durchaus erst weit nach dem 1. Geburtstag der Fall sein.
LG
Julia
Re: ende der vollstillzeit - wie seit ihr damit umgegangen
Verfasst: 06.09.2011, 21:24
von spacerabbit
Wart´s mal ab, wie es bei Deinem Sohn dann wirklich so wird...Bei unserer Kleinen war ich zuerst auch wehmütig, als sie nach 6 Monaten das erste Mal Brei bekommen hat, aber jetzt, nach knapp vier Wochen, stille ich sie noch fast genau so viel. Das Essen ist ja wirklich erst mal probieren, rummantschen, bißchen lutschen und schmatzen, aber der richtige Hunger und Durst wird lange weiter übers Stillen gestillt...
Re: ende der vollstillzeit - wie seit ihr damit umgegangen
Verfasst: 06.09.2011, 21:29
von Roxy89
Danke für eure vielen antworten ihr habt mich schon geholfen
Vlg
Re: ende der vollstillzeit - wie seit ihr damit umgegangen
Verfasst: 06.09.2011, 21:31
von Pauline2010
bei uns ging es schneller als mir lieb war! Meinem kleinen hat einfach alles geschmeckt. Aber das morgendliche stillen haben wir noch beibehalten.

Re: ende der vollstillzeit - wie seit ihr damit umgegangen
Verfasst: 06.09.2011, 21:40
von Roxy89
Mh, meinem Kind liegt weniger am morgendlichen stillen als abends ( und nachts) * g
Naja mal sehn, so ist der lauf der Dinge, Letzter Trost : bald ein 2. Baby :-
Sagt mal, ärgert es euch auch insgeheim ein wenig über Kommentare wie " bald kriegt Du auch endlich mal was gescheits zu Essen...." u.ä.?
Re: ende der vollstillzeit - wie seit ihr damit umgegangen
Verfasst: 14.09.2011, 19:51
von Pauline2010
Roxy89 hat geschrieben:Mh, meinem Kind liegt weniger am morgendlichen stillen als abends ( und nachts) * g
Naja mal sehn, so ist der lauf der Dinge, Letzter Trost : bald ein 2. Baby :-
Sagt mal, ärgert es euch auch insgeheim ein wenig über Kommentare wie " bald kriegt Du auch endlich mal was gescheits zu Essen...." u.ä.?
naja ich finde man gewohnt sich daran
aber es nervt!
Re: ende der vollstillzeit - wie seit ihr damit umgegangen
Verfasst: 14.09.2011, 20:58
von Mondenkind
luna24 hat geschrieben:Wie mein Sohn in dem Alter war, habe ich mir ähnliche Gedanken gemacht - und dann? Er hat erstmal jegliche Nahrung verweigert und dann auch nur gaaaanz langsam angefangen Minimengen zu essen, was kaum einen Einfluss hatte auf das Stillen. Mit der Zeit hat er zwar angefangen, mehr zu essen, aber wirklich weniger gestillt hat er trotzdem lange Zeit nicht.
Hier genauso. Und meine Große stillt immer noch- mit 3,5 Jahren. Diesmal sehe ich das Ganze weniger wehmütig, da ich weiß, wir werden wohl noch lange stillen. Heute ist bei uns formal die Vollstillzeit vorbei, denn sie hat das erste Mal Fingerfood bekommen. Und ich fands lustig und erleichternd, weil ich sie so gut damit beschäftigen konnte beim Essen. Jetzt bin ich gespannt auf diesen neuen Weg, den wir mit ihr gehen werden. Das wird schön!