Was meine Ärztin meint...

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Roana
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Re: Was meine Ärztin meint...

Beitrag von Roana »

Also bei Homöopathie sind deine genauen Symptome wichtig um zu sagen was da am besten hilft. Bei uns hilft bei Erkältung in der Regel chamomilla. Ich kann zwiebeltee noch empfehlen und vor allem wen du Fieber hast, schwitz die Sache aus und nimm nichts gegen das Fieber. Voraussetzt es wird nich lebensbedrohlich
hoch. Wenn es nix bakterielles ist, ist wohl ausruhen das beste was man tun kann.

Gute Besserung!
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danica
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Re: Was meine Ärztin meint...

Beitrag von danica »

Ich hatte in der Schwangerschaft eine fiese bakterielle Mittelohrentzündung (die erste in meinem Leben), die habe ich mit frisch ausgepresstem Ingwersaft binnen 2 Tagen geheilt. Den habe ich mir mit Q-Tips in den Gehörgang geschmiert. Denn er wirkt antibakteriell und antiviral und auch noch fungizid.

Sonst hilft bei Erkältungen bei meinem Kleinen Sambucus nigra ganz gut, aber wichtig wäre, das homöopathische Arzneimittel zu repertorisieren, sprich genau nach den Symptomen zu gucken, damit es passt.

Angocin hilft generell gegen Infekte, ist aber pflanzlich und nicht homöopathisch (enthält soweit ich weiß hauptsächlich Meerrettich und Kapuzinerkresse), wirkt aber gegen Bakterien, Pilze und Viren, ohne die Darmflora (und damit das Immunsystem) zu schädigen.

Oder Du könntest so ein homöopathisches Komplexmittel wie Contramutan versuchen. Das hilft wohl auch ganz gut gegen einen grippalen Infekt/Erkältung, wurde mir persönlich auch schon von meiner Ärztin empfohlen, enthält aber Alkohol.

Gute und rasche Genesung!
GLG
Danica

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"Genau so wie man beim Weben das Ende der prächtigen Fäden, mit denen gewebt wurde, erreicht,
so ist das Leben der Menschen." - Buddha
Lösche Benutzer 1828

Re: Was meine Ärztin meint...

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

ich stille jetzt (mit einer kurzen Unterbrechung in der dritten Schwangerschaft) seit über 10 Jahren - und ich war nicht mehr oder weniger krank als sonst....ich fühle mich öfter müde, aber das liegt wohl eher an drei wilden Kindern als am Stillen 8)
melioo7
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Re: Was meine Ärztin meint...

Beitrag von melioo7 »

Ich stille seit 31 Monaten und war auch erst einmal krank -.-
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sommersprosserl
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Re: Was meine Ärztin meint...

Beitrag von sommersprosserl »

Hallo!
Eine Freundin von mir war auch ständig krank, immer wieder Mittelohrentzündungen, Bronchitis usw.
Ihr Hausarzt legte ihr auch nahe mit dem Stillen aufzuhören, denn nur das Stillen kann an ihren dauernden Erkrankungen schuld sein (ihr Kind war damal 10 Monate alt). Also wurde abgestillt.
Geholfen hat das alles aber rein gar nichts. Sie war auch nach dem Abstillen immer wieder krank.
Ich halte von dieser Empfehlung ehrlich gesagt rein gar nichts.
Liebe Grüße
Liebe Grüße vom sommersprosserl
giraffchen84
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Re: Was meine Ärztin meint...

Beitrag von giraffchen84 »

Was wäre es doch schön, wenn auch die ärztliche Fachwelt mal mehr Infos zum Stillen hätte.

Weiß eigentlich jemand, ob das in deren Ausbildung vorkommt?
Giraffenmama mit Fuchs 04/10, Eule 07/12, Maus 06/16 und Schnecke 05/20 gestillt, getragen, familiengebettet, windelbefreit, breifrei usw. ;)

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Mondenkind
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Re: Was meine Ärztin meint...

Beitrag von Mondenkind »

Nein, kommt es nicht. Ich habe von 1996 bis 2003 Medizin studiert und es kam nicht vor, dabei wußte ich sehr früh, daß ich Gynäkologin werde, war also schon interessiert und habe die entsprechenden Vorlesungen nicht geschwänzt, aber Berührungspunkte gab es da mit dem Stillen nicht. Mein Anatomieprof hat mal erwähnt, daß man bei der Mastitis puerperalis weiterstillen soll (wow, korrekt!) und mein Histologieprof meinte mal, wenn wir ein Präparat nicht erkennen, ist es entweder Plazenta oder laktierende Mamma. Was für eine bescheuerte Aussage. Das waren die einzigen Male, daß das Stillen erwähnt wurde. In den Pädiatriekursen und -vorlesungen wurde die Muttermilchernährung gar nicht erwähnt.

Aus eigenem Interesse hab ich dann die Fachweiterbildung Ernährungsmedizin gemacht. Da wurde größtenteils Blödsinn übers Stillen erzählt. Über eine Ärztin, die Gynäkologin, Ernährungsmedizinerin und IBCLC ist, bin ich dann auf die Ausbildung zur IBCLC gebracht worden- zum Glück.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

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Re: Was meine Ärztin meint...

Beitrag von Mondenkind »

giraffchen84 hat geschrieben:So, und dann meinte sie zu mir: Es ist ja auch kein Wunder, das Sie häufig krank sind, und wenn, dann auch gleich richtig, denn wegen der ganzen Stillerei läuft ihr Körper auf Sparflamme :shock:

Sagt mal, stimmt das? Also ich kanns mir eigentlich nicht vorstellen, warum auch? Wir Frauen sind doch zum Stillen und auch lange Stillem gemacht? Ausserdem sinds ja auch "erst" 16 Monate und
nicht mehr als 2 Mal pro Tag und dann halt 8 mal ganz kurz in der Nacht (bald ja hoffentlich auch nicht mehr).
Das kann doch eigentlich nicht am Stillen liegen?
Oder ist Stillen doch irgendwie "schädlich", also sooooo wahnsinnig zehrend?
Nochmal zur Sache:

Nein, ist es nicht. Ich sag es mal ganz platt: die Brust ist zum Milch produzieren da, das Gehirn zum Denken. Der Körper ruiniert sich nicht selbst. Bevor die Mutter sich zugrunde richtet, versiegt die Milchproduktion. Das Kind kann ohne die Mutter nicht leben, es macht also keinen Sinn, die Mutter eingehen zu lassen um das Kind zu ernähren.

Das Leben mit Kind ist anstrengend und es gibt zudem täglich diversen KOntakt mit vielen Krankheitserregern, denn Kinder schleppen nun mal gern ein paar Viren mit sich rum und lutschen auf Fußleisten rum. Da ist man schon mal krank. Seit ich Kinder hab, hab ich so viele Magen-Darm- Infekte und Infekte der oberen Luftwege gehabt wie seit Beginn meiner Klinikzeit nicht mehr. Ich denke, das ist ein Phänomen, das viele von uns kennen.

Mal davon abgesehen, daß es medizinisch keinen Sinn macht, was diese Ärztin da vor sich hingeblaht hat, ist es übergriffig und unverschämt. Redet die ihren anderen Patienten auch so rein? Kommentiert sie das Privatleben jeder Oma, jeder Alleinerziehenden, jedes Arbeitslosen.... Das geht sie nix an. Wenn Du sie fragst, ob das am Stillen liegt, dann darf sie ihren (unwissenden) Senf dazu geben, aber so ist das schlichtweg frech.
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Re: Was meine Ärztin meint...

Beitrag von Jadzia »

Ehrlich gesagt bewzeifle ich ,daß es vernünftige medizinische Daten zu dem Thema gibt.

Wer hat die in Auftrag gegeben und wie hätten man sie erhalten können?

Daß Stillen die Mutter schwächt halte ich aber gar nicht für so unplausibel. Kind geht vor Mutter. ( Nicht in dem Sinne daß die Mutter gleich stirbt, aber schon dass es sie etwas kostet)

ist ja auch bei einer Schwangerschaft so.

Deshalb muß man doch aber nicht Abstillen oder sich rechtfertigen.

Es ist doch das Recht ein jeder Mutter darauf hinzuweisen, daß die Versorgung eines Kleinkindes Ressourcen kostet und sie daher Unterstützung und Schutz bedarf. Sonst gäbe es doch keine Mutterschutz, Stillpausen etc.


Gruß

Jadzia
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