Seite 2 von 3

Re: Kathastrophale Mutterkindbeziehung durchs Stillen???

Verfasst: 10.08.2011, 21:24
von Teazer
Ich trost-stille schon, wenn sie sich weh getan, denn das Saugen wirkt schmerzlindernd. Warum sollte die Natur das so einrichten, wenn es nicht gut wäre?

Hin und wieder zieht meine Kleine schon auch am Shirt und verlangt Mimi. Wenn ich aber nicht stillen will, akzeptiert sie das auch.

Re: Kathastrophale Mutterkindbeziehung durchs Stillen???

Verfasst: 10.08.2011, 22:13
von Mamajohanna
Johanna will oft von sich aus an die Brust, wenn sie Trost braucht, ich weiß nicht, wie es dazu kam. Sie zeigt einfach auf meine Brust und weint bis ich sie stille. Ich hoffe nicht, daß ich ihr da was falsches angewöhnt hab, weil ich ihr als Baby die Brust angeboten hab, wenn sie geweint hat. Da konnte sie ja nicht sagen, was sie hat...Hunger, Bauchweh...und sie hat halt oft geweint. Sie ist aber keinesfalls zu dick, sie ist sehr zierlich und wiegt eigentlich für ihre Größe zu wenig, sie ist laut Ärztin aber gesund und altersentsprechend entwickelt, motorisch ist sie sogar sehr weit...
Johanna hat immer ohne festes "Mahlzeitenkonzept" gestillt, sie bekommt Essen am Familientisch, wenn alle essen und nachmittags Obst oder es gibt mal ein kleines Picknick auf dem Spielplatz und dazwischen stille ich sie halt, wenn sie danach fragt.
Vielleicht sollte ich mal versuchen, sie anders zu trösten, wenn sie sich wirklich nur weh getan hat...
Etwas zum Essen hab ich ihr aber nie zum Trost angeboten...würde ich auch nie tun , das ist eindeutig nicht gut...
Ach, man macht sich halt Sorgen, ob man alles richtig macht...
Danke für Eure Antworten Mamajohanna

Re: Kathastrophale Mutterkindbeziehung durchs Stillen???

Verfasst: 10.08.2011, 22:22
von Teazer
Und wer sagt eigentlich, dass Stillen ausschließlich Nahrungsaufnahme ist?

Re: Kathastrophale Mutterkindbeziehung durchs Stillen???

Verfasst: 10.08.2011, 22:35
von Daydreaming
Für mich ist ja nichtmal mein tägliches Essen "nur Nahrungsaufnahme". :roll: Dann bräuchten wir ja nicht lecker kochen, sondern nur täglich die gleiche, optimal zusammengesetzte Mahlzeit "aufnehmen". Und die leckere Tasse Kakao, die ich gerade hier stehen habe, bräuchte es dann gar nicht mehr, denn die hat mit "nur Nahrungsaufnahme" wirklich nichts zu tun, ist reiner Genuß. ;)

Meine Tochter zerrt übrigens bis heute noch nicht an meiner Kleidung, wenn sie stillen will. Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß das noch kommt.

Re: Kathastrophale Mutterkindbeziehung durchs Stillen???

Verfasst: 10.08.2011, 22:49
von Ellismiller
Also wenn meiner Meinung nach ich jeden Tag Dosenfutter auf den Tisch stellen würde... oder Halt, gar nicht erst am Tisch gegessen wird... Wenn jeder für sich isst und ich auch keinen Wert darauf lege, ob überhaupt gegessen wird... Ich glaube dann würde ich sicher keine Emotion beim Essen haben.
Aber ich liebe es gemeinsam zu essen, sich zu unterhalten und sich einfach zu entspannen dabei. Gern dekoriere ich den Tisch vorher, so dass wir sogar für das Essen kreativ werden.
Die Aussage des Arztes finde ich nicht korrekt. Ich kann jedoch leider nicht beurteilen wie das ist, wenn Kinder frustriert sind, glaube jedoch auch da nicht dem Arzt. Mein kleiner Mann ist gerade mal 3 Monate als und er hat duch z.b. die Impfung einen Schmerz gehabt. Ich musste ihn nicht stillen, ich nahm in den Arm und alles war gut. (ob das weiter so läuft, glaube ich auch nciht :) )

Re: Kathastrophale Mutterkindbeziehung durchs Stillen???

Verfasst: 11.08.2011, 10:03
von annikki
mir wird immer von meiner osteopathin entgegengehalten, ich würde meiner tochter das essverhalten von später antrainieren, wenn ich alle 2 1/2 stunden stille. so wäre übergewicht und das trostessen und frustessen und damit übergewicht vorprogrammiert. ich solle unbedingt auf 4 stunden kommen.

ich denke immer wieder solange darüber nach, wie die autofahrt nach hause dauert, also 30 min. dann schaue ich in das runde gesicht meines fröschleins und finde, dass die einfach doof ist. wenn die kleine hunger hat zeigt sie das und dann will ich sie auch nicht weinen lassen.
mein kia fragt nicht danach, er sieht, dass es dem kind gut geht und damit ist er zufrieden. allerdings ist meine kleine auch erst vier monate alt. im gegenteil, als ich ihn

wenn die kleinen die mama brauchen, dann soll es so sein, wofür sind wir denn sonst da? um unsere kinder zufrieden aufwachsen zu lassen. bei den einen ist es mit stillen, bei den anderen mit schnuller. mein großer hat bis 2 1/2 Jahre den schnuller gehabt, ich konnte ihn nicht stillen. er hat das eben gebraucht, zum trösten und einschlafen. die kleine wird, so lange sie es will, die brust bekommen, weil sie keinen schnuller nimmt.

ot oder doch nicht ganz: bei deiner überschrift hatte ich erst ein klares ja vor augen. bei meinem großen war es so, er hat beim stillen schmerzen (halsblockaden) gehabt, die keiner erkannte und wollte dann schlussendlich nach langem kampf nicht mal mehr zu mir auf den arm. schon wenn ich mal mit ihm kuscheln wollte fing er an zu weinen und schrie und versteckte sich beim papa. das nenne ich katastrophale mutterkindbeziehung durchs stillen. diese für mich besonders große katastrophe dauerte 3 jahre. heute kommt er gerne zur mama, alles wieder normal, aber die zeit bis dahin.....

was soll da so gerede wegen des stillens. solange die kinder und mamas das wollen ist das ok. natürlich muss man das reißen am shirt nicht dulden, das gäbe es bei mir auch nicht, aber ansonsten, gerne.

so, nun war ich sicher ein wenig daneben, aber was solls. :wink:

Re: Kathastrophale Mutterkindbeziehung durchs Stillen???

Verfasst: 11.08.2011, 10:14
von Tragling
Ich kann mich den anderen nur fürs "pro stillen" anschliessen :wink:

Liebe Anni, eins liegt mir aber schon noch auf der Seele: Dein Kleiner hatte keine katastrophale Mutter-Kind-Bez. durchs stillen (lt. Deiner Beschreibung) - sondern durch die unerkannten und unbehandelten Halsblockaden.
Hätte ein Arzt das früher erkannt und Euch helfen können, wäre sicher alles ganz anders verlaufen.
Aber dem Stillen an und für sich die "Schuld in die Schuhe" zu schieben, finde ich da so nicht richtig :wink:

Hier wird mit 16n Monaten auch noch gestillt. zZ wieder ziemlich viel, da durch die Zähne das normale Essen nicht so gern genommen wird...

Re: Kathastrophale Mutterkindbeziehung durchs Stillen???

Verfasst: 11.08.2011, 10:40
von Daydreaming
annikki hat geschrieben:mir wird immer von meiner osteopathin entgegengehalten, ich würde meiner tochter das essverhalten von später antrainieren, wenn ich alle 2 1/2 stunden stille. so wäre übergewicht und das trostessen und frustessen und damit übergewicht vorprogrammiert. ich solle unbedingt auf 4 stunden kommen.
Komisch nur, daß doch gerade in unserer Generation so viele Eßstörungen auftauchen, angefangen bei Magersucht über diese Dinge wie Trost-/Frust-/oder auch Langeweileessen bis hin zu den Problemen mit Übergewicht. Und in unserer Generation kam es ja nun eher selten vor, daß nach Bedarf gestillt wurde, damals war doch das Fläschchen alle vier Stunden absolut üblich.

Re: Kathastrophale Mutterkindbeziehung durchs Stillen???

Verfasst: 11.08.2011, 10:59
von Sakura
Essen soll nichts mit Emotionen zu tun haben?????? Wieso müssen Kinder immer die bessern Erwachsenen sein???? Geht dieser Arzt nie schön essen, schön gedeckter Tisch, Kerzenlicht, gedämpfte Musik, glänzende Augen seiner Partnerin.... Zieht der sich immer nur eine olle Stulle vorm Fernsehehr rein??? Nascht der nie????

Und solange DEIN Kind Dir nicht am T-shirt reißt, ist doch alles ok??? Lass Dir nichts einreden!!!

Re: Kathastrophale Mutterkindbeziehung durchs Stillen???

Verfasst: 11.08.2011, 11:47
von Teazer
annikki hat geschrieben:mir wird immer von meiner osteopathin entgegengehalten, ich würde meiner tochter das essverhalten von später antrainieren, wenn ich alle 2 1/2 stunden stille. so wäre übergewicht und das trostessen und frustessen und damit übergewicht vorprogrammiert. ich solle unbedingt auf 4 stunden kommen.
Es ist nachgewiesen, dass gestillte Kinder weniger häufig übergewichtig sind als nicht gestillte. ;-)
Sakura hat geschrieben:Und solange DEIN Kind Dir nicht am T-shirt reißt, ist doch alles ok???
Und selbst wenn. Da ist es wie mit allen anderen Dingen, die wir Erwachsenen nicht wollen und an die sich die Kinder halten sollen. Da müssen wir erwachsen mit umgehen und nicht dem Kind den Schwarzen Peter zuschieben. Es reagiert lange auf seine Impulse ohne zu filtern ob das jetzt so geht oder nicht.