Kam überhaupt schonmal jemand los vom BES?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind

Krümel 1
Herzlich Willkommen
Beiträge: 12
Registriert: 10.05.2009, 13:54

Re: Kam überhaupt schonmal jemand los vom BES?

Beitrag von Krümel 1 »

Hallo!

Ich finde es auch sehr interessant Eure Berichte zu lesen. Vor allem wie viele wirklich lange oder nur mit BES stillen!

Ich habe 2009 meinen Sohn entbunden und bin recht positiv gestimmt ans Stillen gegangen. Leider bekam ich gar keinen richtigen Milcheinschuß und ich habe wirklich aaaaaaales versucht was ich auf dieser Welt finden konnte um Milch zu bekommen. Hier durchs Forum bin ich damals ans BES gekommen. Habe eine Zeit lang damit gestillt, war aber immer etwas verunsichert, obs ihm damit nicht noch zu leicht geht und dann mußte plötzlich eine AB behandlung bei mir gemacht werden, so dass ich 2 Wochen nicht anlegen durfte und nach dieser Zeit wollte mein Sohn nicht mehr an die Brust. :(
Ich habe dann noch bis er knapp 6 Monate war 6x tgl abgepumpt für 50-70ml in 24h. Das war sehr anstrengend, vor allem, weil alle in meinem Umfeld mich für Bescheuert erklärt haben und mir immer vorwurfsvolle Fragen und Blicke geschenkt haben. Aber noch schlimmer wäre es für mich gewesen, wegen diesem Umfeld meinem Kind nicht die wertvolle MuMi zu geben.

Nun bin ich mit unserem zweiten Kind ss und mich beschäftigt natürlich wieder das Stillthema...
Mein Umfeld hat mir hier schon mit Sprüchen "gedroht" wie: "Aber diesmal fang ja nicht wieder das Theater an, wenn du nicht stillen kannst. Du machst dich ja nur fertig...!"
Das nervt mich so... Es ist doch meine Entscheidung und ich weiß jetzt schon, dass ich es nicht übers Herz bringen werde, meinem Kind nur aus meiner Bequemlichkeit heraus, alleinig mit Flaschenmilch zu ernähren.
Dennoch habe ich angst, dass ich wirklich nicht in der Lage bin ein Kind voll zu stillen, da ich damals ja nun wirklich alles gemacht habe, was irgendwie geht. Ich würds mir so wünschen.

Aber ihr habt mich mit euren Beiträgen hier jetzt auf die Idee gebacht, erst gar nicht mit der Flasche anzufangen, sondern sofort das BES einzusetzen, wenn sich das selbe Bild zeigt, wie bei meinem Sohn damals.

Ich merke nämlich auch ganz deutlich, dass mein Sohn kein wirkliches Stillkind ist. Wenn ich ehemalige Stillkinder sehe, haben die alle ein inniges körperliches Vertrauensverhältnis zu ihrer Mutter und suchen oft ihre körperliche Nähe. Das hat mein Sohn leider gar nicht, obwohl ich auch nicht glaube, dass er nicht der Typ dafür wäre. Er haT DIESES nAHE IMMERWIEDERKEHRENDE kÖRPERGEFÜHL EINFACH NICHT GEHABT: dAS MACHT MICH AUCH SEHR TRAURIG:.

So, das war jetzt lang und auch nicht wirklich passend, aber es tat mal gut, meine Gedanken bei Menschen niederzuschreiben, die mich wahrscheinlich mehr verstehen, als mein Umfeld hier...

DANKE!!!
Benutzeravatar
Alanna
Dipl.-SuT
Beiträge: 4588
Registriert: 31.03.2011, 21:37
Wohnort: BaWü

Re: Kam überhaupt schonmal jemand los vom BES?

Beitrag von Alanna »

Hallo Kruemel,

ich hatte bei meiner Großen die gleichen Probleme wie du... nicht genug Milch, wenig Unterstützung und dazu noch eine Nachsorgehebamme mit der ich nicht zurechtgekommen bin... Ich hab auch viel versucht - anlegen im Stundentakt, abpumpen... letztendlich hat sie die Flasche bekommen (Abpumpen krieg ich nicht hin... kommt kein Tropfen) da das Gewicht problematisch wurde. Sie hat dann noch ca. 2 Monate vor dem Fläschchen die Brust bekommen das dann aber immer stärker verweigert, da auch einfach nicht viel kam (10-30 ml je nach "Tagesform"). Als sie dann angefangen hat zu weinen wenn ich die Brust ausgepackt habe, hab ichs dann schweren Herzens gelassen.
Als sich dann der kleine Mann angekündigt hat hab ich mir natürlich auch Gedanken gemacht wie es wohl werden wird, und dann auch mit meiner (neuen) Hebamme gesprochen. Was soll ich sagen, wir stillen vom ersten Tag an, bis heute. Völlig selbstverständlich und problemlos.
Ich merke nämlich auch ganz deutlich, dass mein Sohn kein wirkliches Stillkind ist. Wenn ich ehemalige Stillkinder sehe, haben die alle ein inniges körperliches Vertrauensverhältnis zu ihrer Mutter und suchen oft ihre körperliche Nähe. Das hat mein Sohn leider gar nicht, obwohl ich auch nicht glaube, dass er nicht der Typ dafür wäre. Er haT DIESES nAHE IMMERWIEDERKEHRENDE kÖRPERGEFÜHL EINFACH NICHT GEHABT: dAS MACHT MICH AUCH SEHR TRAURIG:.
Diesen Gedanken kann ich gut nachvollziehen, meine Große ist auch kein "Kuschelkind". Ich weiß allerdings nicht ob das daran liegt daß sie die Flasche bekommen hat - ich denke eher daß sie einfach so ist. Sie wollte schon als Baby nicht auf dem Arm schlafen, nach dem Füttern bitte nicht auf dem Arm bleiben sondern abgelegt werden... Sie war von anfang an eher "unabhängig" (sofern man das bei einem Baby sagen kann).
Der Kleine kuschelt - und ich genieße das sehr, er hat von Anfang an vieeeel mehr Nähe gebraucht als die Große. Die erste Woche habe ich ja auch die Große gestillt - aber sie war da schon anders.

Mach dir nicht zu viele Gedanken, sondern versuche einen entspannten Stillstart hinzulegen. Ich drücke dir die Daumen daß es diesmal klappt. Falls nicht musst du eine Lösung finden mit der DU leben kannst - nicht dein Umfeld.

So jetzt ist auch mein Post ziemlich lang geworden... Ich wünsche dir eine schöne Restschwangerschaft und einen erfolgreichen Stillstart!

Liebe Grüße
Grüßle Alanna

Mit dem Astromädchen 10/07, dem Superhelden 09/10 und den zwei Bonuskindern 07/21
Benutzeravatar
Kalli
hat viel zu erzählen
Beiträge: 151
Registriert: 01.04.2011, 18:14
Wohnort: Wien

Re: Kam überhaupt schonmal jemand los vom BES?

Beitrag von Kalli »

@Krümel: Ich schließ mich Alanna an und behaupte, es ist schon viel Charaktersache dabei.
Meine Große ist seit ihrem 3. Tag ein Flaschenkind (dank übernervöser Kinderschwestern), wollte sogar die Flasche nie am Arm, sondern flach auf einem großen Polster liegend, und ist trotzdem eine Superschmuserin, alles nicht andauernd, aber schon jeden Tag mind eine Stunde in mehreren Portionen. Ich denke, dass sie einerseits einfach so veranlagt ist und andererseits vieles durchs Tragen "ausgeglichen" oder "angewöhnt" worden ist.
Lg
Kalli mit Wurm, Raupe, Käfer und Sternen-Fisch

zertifizierte ClauWine, Gebietsbetreuerin für Ostösterreich
Benutzeravatar
darkdragonsoule
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1490
Registriert: 02.12.2006, 20:21
Wohnort: Ba-Wü

Re: Kam überhaupt schonmal jemand los vom BES?

Beitrag von darkdragonsoule »

huhu

hab das meißte überfliegen müssen :oops:

aber meine kleine wurd eim märz ein jah rund wir stillen immernoch mit bes.ich muss mich damit abfinden dass ich niemals ohne bes stillen kann.als sie kleiner war hat mich das oft zum verzweifeln gebracht weil ich noch hoffnung hatte.dann hoffte ich drauf dass wenn sie nur beikost isst,wir pur stillen könnten.aber sie isst noch nicht genügend und sie brauch die milch auf jeden fall noch.
wenn ich nochmal ein kind bekommen werde,stresse ich mich garnicht erst,sondern fange früher mit dem bes an.ich weiss ja jetzt dass es nicht anderst geht und ich finde es für uns besser als die flasche zu geben.das ganze drumherum ums stillen macht die sache so wertvoll dass ich nie sagen würde dass ich genauso gut flasche geben könnte.

anfangs war die sache echt fummelig und manchmal so nervig-vorallem wenn ich immer sehe wie locker andere das machen (vorallem unterwegs).mit der zeit wurde es aber ganz easy und ist nun kaum mehr anderst zu denken.auch mein mann udn die kinder wissen wo sie anpacken müssen damit wir draussen in ruhe stillen können :D ich bins ehr froh dass es die option bes überhaupt gibt :D
Liebe Grüße von Jessi mit Y. 06,D. 08 und M. 010
Bild
Stell dir vor es wär Krieg,und keiner geht hin!
Antworten

Zurück zu „Stillforum“