Ich finde es auch sehr interessant Eure Berichte zu lesen. Vor allem wie viele wirklich lange oder nur mit BES stillen!
Ich habe 2009 meinen Sohn entbunden und bin recht positiv gestimmt ans Stillen gegangen. Leider bekam ich gar keinen richtigen Milcheinschuß und ich habe wirklich aaaaaaales versucht was ich auf dieser Welt finden konnte um Milch zu bekommen. Hier durchs Forum bin ich damals ans BES gekommen. Habe eine Zeit lang damit gestillt, war aber immer etwas verunsichert, obs ihm damit nicht noch zu leicht geht und dann mußte plötzlich eine AB behandlung bei mir gemacht werden, so dass ich 2 Wochen nicht anlegen durfte und nach dieser Zeit wollte mein Sohn nicht mehr an die Brust.
Ich habe dann noch bis er knapp 6 Monate war 6x tgl abgepumpt für 50-70ml in 24h. Das war sehr anstrengend, vor allem, weil alle in meinem Umfeld mich für Bescheuert erklärt haben und mir immer vorwurfsvolle Fragen und Blicke geschenkt haben. Aber noch schlimmer wäre es für mich gewesen, wegen diesem Umfeld meinem Kind nicht die wertvolle MuMi zu geben.
Nun bin ich mit unserem zweiten Kind ss und mich beschäftigt natürlich wieder das Stillthema...
Mein Umfeld hat mir hier schon mit Sprüchen "gedroht" wie: "Aber diesmal fang ja nicht wieder das Theater an, wenn du nicht stillen kannst. Du machst dich ja nur fertig...!"
Das nervt mich so... Es ist doch meine Entscheidung und ich weiß jetzt schon, dass ich es nicht übers Herz bringen werde, meinem Kind nur aus meiner Bequemlichkeit heraus, alleinig mit Flaschenmilch zu ernähren.
Dennoch habe ich angst, dass ich wirklich nicht in der Lage bin ein Kind voll zu stillen, da ich damals ja nun wirklich alles gemacht habe, was irgendwie geht. Ich würds mir so wünschen.
Aber ihr habt mich mit euren Beiträgen hier jetzt auf die Idee gebacht, erst gar nicht mit der Flasche anzufangen, sondern sofort das BES einzusetzen, wenn sich das selbe Bild zeigt, wie bei meinem Sohn damals.
Ich merke nämlich auch ganz deutlich, dass mein Sohn kein wirkliches Stillkind ist. Wenn ich ehemalige Stillkinder sehe, haben die alle ein inniges körperliches Vertrauensverhältnis zu ihrer Mutter und suchen oft ihre körperliche Nähe. Das hat mein Sohn leider gar nicht, obwohl ich auch nicht glaube, dass er nicht der Typ dafür wäre. Er haT DIESES nAHE IMMERWIEDERKEHRENDE kÖRPERGEFÜHL EINFACH NICHT GEHABT: dAS MACHT MICH AUCH SEHR TRAURIG:.
So, das war jetzt lang und auch nicht wirklich passend, aber es tat mal gut, meine Gedanken bei Menschen niederzuschreiben, die mich wahrscheinlich mehr verstehen, als mein Umfeld hier...
DANKE!!!
