Seite 2 von 7

Re: Ist Einschlafstillen schlecht?

Verfasst: 08.06.2010, 22:41
von Stockfisch
Kullerkeks hat geschrieben:Ich finde das auch ganz natürlich!
Das war auch mein erster Gedanke. Einschlafstillen ist einfach nur praktisch und natürlich. Leider funktioniert das irgendwann dann nicht mehr so, dann ist das Einschlafen wesentlich langwieriger.
Das Einschlafstillen negativ als "Essen zum Trost" interpretiert wird, finde ich komisch. Mir wäre nie etwas anderes eingefallen. Gerade am abend ist das Stillen doch eine tolle Möglichkeit, damit sich Das Baby (und die Mutter) entspannen können. Das sind ja oft richtig innige Momente. Stillen kann nicht auf Nahrungsaufnahme reduziert werden.
Noch etwas fällt mir dazu ein: Es wird doch gesagt, dass gerade Stillkinder ein gutes Gefühl für Hunger und Sattsein entwickeln. Das würde auch der These widersprechen.

Re: Ist Einschlafstillen schlecht?

Verfasst: 09.06.2010, 03:46
von Sommerliebe
Hey,

danke fuer die vielen Antworten.
Ich finde Einschlafstillen auch sehr schoen. Vor allem seit meine Maus so mobil geworden ist. Es gibt uns einfach Raum fuer Naehe und Kuscheln. Wir mussten unsere Kleine monatelang in den Schlaf tragen. Umso mehr freue ich mich ueber das Einschlafstillen!

Und ganz ehrlich: ich bin froh, dass Maus keinen Schnuller nimmt. So muss ich das schon nicht abgewoehnen.

Liebe Gruesse,
Sommerliebe

Re: Ist Einschlafstillen schlecht?

Verfasst: 09.06.2010, 15:44
von blueberry
Schnuller gibt es menschheitsgeschichtlich gesehen erst einen winzigen Augenblick lang und sollen ja letztlich nichts anderes, als die Brust zu ersetzen, damit auch bei Abwesenheit der Mutter oder Amme das Kind seinem Grundbedürfnis nach Saugen zur Beruhigung nachgehen kann. Warum sollte ich meinem Kind also einen leblosen Ersatz statt des Originals geben? (Die meisten Kinder lernen m.W. durchaus, so zu nuckeln, dass nicht viel Milch kommt. Und das bisschen ist dann eben quasi das "Betthupferl", das ja auch viele westliche Kulturen praktizieren - man denke allein an die berühmten "warme Milch mit Keksen", die Kinder in vielen amerikanischen Haushalten vor dem Zubettgehen bekommen, oder wenn sie nicht schlafen können auch nachts...)

Bei der Alternative "Schnuller" vs. "Brust" zum Einschlafen/Trost liegt mir daher eher der Gedanke nahe, dass mein Kind nicht lernen soll, Trost bei Gegenständen zu suchen sondern lieber bei Menschen, die es liebhaben :D

Wenn mein Sohn sich das für später behält, dass er mit Kummer zu mir, seiner Freundin, Schwester, ... geht und redet oder sich mal umarmen lässt oder was gemeinsam isst... oder dass er sich vielleicht später mal am Abend - vielleicht beim Abendessen im Gespräch oder beim Kuscheln im Bett - bei seiner Partnerin und den Kindern rückversichert, dass alles mit der Beziehung in Ordnung ist, bevor er beruhigt einschläft (denn auch das ist Stillen ja: sagen, dass alles in Ordnung ist und man beruhigt einschlafen kann, weil Mama da ist und Hunger - der ja existenziell bedrohlich ist für Kinder - nicht zu befürchten sein wird), soll mir das sehr Recht sein :wink:

Re: Ist Einschlafstillen schlecht?

Verfasst: 10.06.2010, 13:58
von Max-Moritz
blueberry hat geschrieben:

Bei der Alternative "Schnuller" vs. "Brust" zum Einschlafen/Trost liegt mir daher eher der Gedanke nahe, dass mein Kind nicht lernen soll, Trost bei Gegenständen zu suchen sondern lieber bei Menschen, die es liebhaben :D
Das hast du schön geschrieben und unterstreiche ich.
Wir einschlafstillen seit knapp 19 Monaten und ich finde es immer noch sehr schön, ich denke lange wird es bestimmt nicht mehr so sein darum genieße ich es jetzt nochmal so richtig.Ich finde was schöneres,einfaches und natürliches als Einschlafstillen gibt es doch garnicht.Alles andere endet meißtens in Tränen und viel Geschrei und mal ehrlich wer möchte so einschlafen?
Achja und einen Schnuller gab es bei uns auch nie.

Re: Ist Einschlafstillen schlecht?

Verfasst: 10.06.2010, 20:54
von Rosinchen
Wir stillen auch zum Einschlafen, abends und auch zum Mittagsschlaf. Ich genieße es, meine Maus genießt es... Warum soll ich mir da Stress machen? Auch nachts kommt sie oft im Halbschlaf an die Brust, nuckelt einige Male und schläft dann friedlich weiter. So ist es für uns alle entspannt. Einen Schnuller hat sie allerdings auch im Bett und manchmal greift sie sich den, steckt ihn in den Mund und schläft weiter.

Re: Ist Einschlafstillen schlecht?

Verfasst: 11.06.2010, 19:02
von Sommerliebe
Kann bei blueberry auch nur unterschreiben. Das trifft es total und ist sehr schoen geschrieben.

Re: Ist Einschlafstillen schlecht?

Verfasst: 11.07.2010, 19:58
von Kullerkeks
Wir Stillen in den Schlaf aber er will dennoch dann den Nuckel. Es ist für mich okay. Wir stillen fast eine Stunde und dann bekommt er den Nuckel und nimmt ihn noch einige Minuten bis errichtig fest weggenickt ist.

Re: Ist Einschlafstillen schlecht?

Verfasst: 11.07.2010, 21:28
von prinzesschenmama
Ich halte das mit der Einstellung zum Essen auch für Quatsch. Beim Einschlafstillen geht es doch hauptsächlich um die Nähe, das Kuscheln, und das Saugbedürfnis. Oder? Nahrungsaufnahme ist hierbei eher zweitrangig.

Re: Ist Einschlafstillen schlecht?

Verfasst: 11.07.2010, 21:28
von prinzesschenmama
Ich halte das mit der Einstellung zum Essen auch für Quatsch. Beim Einschlafstillen geht es doch hauptsächlich um die Nähe, das Kuscheln, und das Saugbedürfnis. Oder? Nahrungsaufnahme ist hierbei eher zweitrangig.

Re: Ist Einschlafstillen schlecht?

Verfasst: 11.07.2010, 21:44
von (miri)
Ach was hab ich alles ausprobiert. Ich dachte halt, dass er sich nicht so ans einschlafstillen gewöhnen soll, weil ihn ja vielleicht auch mal der Papa zu Bett bringen will und es da nicht für ihn nachteilig sein sollte. Nach einem Jahr hab ich ausschließlich Sohnemann zu Bett gebracht und mich gefragt, warum Ichs uns die ganze zeit so Schweiz machte. Also still ich ihn jetzt, dann leg ich ihn zu Bett und er kann dann plappern oder einschlafen, je nachdem wie er drauf ist. Klappt gut und das nächste mal mach ich das gleich von Anfang an.