Ich bewundere euch sehr! Ich finde windelfrei eine tolle Sache.
Trotzdem möchte ich hier mal einen kleinen Bericht über meinen Misserfolg platzieren, um zu zeigen, dass es mitunter nicht so "selbstverständlich / lehrbuchmässig" klappt.
Seid ich begriffen habe, worum es bei windelfrei geht, bin ich total überzeugt davon. (Beim ersten Hinhören meinte ich nämlich, es handle sich um eine doofe Naturistenströmung aus den USA...
Versucht habe ich es trotzdem. Morgens gleich mal aufs Töpfchen (hat funktioniert - Begeisterung). Nachmittags, wenn weniger Pipi zu erwarten ist ohne Windel, sonst nach Intuition und gemäss erhofften Signalen, dich ich eingeführt hatte. Ich hab es einige Zeit versucht. Viele nassen Hosen aufgehängt, viele Male Pipi vom Boden oder Stuhl aufgewischt. Dann habe ich es wieder gelassen, da ich keinen Fortschritt sah. Als Gründe dafür, dass es sich nicht eingespielt habe, vermute ich folgende:
- mein Kleiner hat nicht signalisiert (es wohl vorher verlernt)
- er konnte sich recht gut selbst unterhalten und wollte nicht unbedingt immer getragen werden. Ausserdem versuchte ich auch viel Zeit und Körperkontakt mit der noch kleinen älteren Schwester zu haben. Sprich: ich hatte ihn gar nicht immer soo nahe, dass ich die leisesten Anzeichen hätte wahrnehmen können. Er hätte schon etwas deutlich werden müssen.
- ich war mit den zwei Kleinen stark gefordert
- ich war an Windeln gewöhnt. Ich musste also eine Gewohnheit ändern. Gerade bei Stress tendiert man dazu, nach alten Mustern zu handeln, hier also Windeln zu montieren.
Ich finde es einerseits schade, denn THEORETISCH hätte es ja klappen können. Anderseits denke ich, dass es bei diesen Voraussetzungen (erst beim zweiten Kind darauf gestossen - Gewohnheit ändern, und "zu altes" Kind) wirklich schwierig ist. Ich hatte nicht noch mehr Zeit / Kraft dafür einsetzen können.
Da ich kein drittes Kind bekommen werde (vorraussichtlich
liebe Grüsse
Wara