obst-und gemüseverschmäher - zu hülf!

Was kommt nach dem Vollstillen?

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wasserratte
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obst-und gemüseverschmäher - zu hülf!

Beitrag von wasserratte »

Der Sohn von Freunden ist ein heikler Esser - er ist jetzt 3 Jahre alt.
Sprich: Obst mag er nicht, Gemüse auch nicht bis auf Salatgurke auf eine bestimmte Art geschnitten, Nudeln meist nur pur und sonst: Gelbwurst, Breze, weißes Toastbrot, Süßkram.

Was würde denn Gonzales dazu sagen, abwinken und für völlig unbedenklich und okay erklären?

Ich hab das Buch nicht gelesen, aber hier wird es ja immer so empfohlen, und es scheint ja nach der Maxime vorzugehen,die Kinder wissen schon, was sie brauchen, was ich gut finde.

Also, an alle Kenner: (Wie) Würde da Gonzales weiterhelfen,sprich sollte ich das Buch verschenken?

Neugierige Grüße und Danke!
Grüße von
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meggie
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Re: obst-und gemüseverschmäher - zu hülf!

Beitrag von meggie »

Also Gonzales empfiehlt nicht, dass Kind essen zu lassen was es mag, sondern so viel wie es mag.

Bei dem Sohn Deiner Freundin scheint ja ein Ernährungsproblem vorzuliegen. Er ist zu viel von dem ungesunden Kram, so dass er keinen Hunger mehr hat... also ich weiß nicht, ob Gonzales da weiterhelfen würde. In seinem Buch empfiehlt er, den Kindern wenig Süßigkeiten zu geben, da man sich anders nicht wundern darf, dass sie am Familientisch nicht richtig mitessen (weil Bauch voll...). Aber er schreibt nicht, wie man es einem Kind wieder abgewöhnt...

Wie ernährt sich denn Deine Freundin? Vielleicht würde der gesamten Familie eine Ernährungsumstellung gut tun?
Und das Essen für den Jungen evtl. liebevoll anrichten, z.B. als Gesicht auf dem Teller, Tomaten als Augen, Stück Karotte als Nase usw. (das Auge isst doch mit )

"Mein Kind will nicht essen" wird eher über die Problematik berichtet, dass Eltern oft der Meinung sind, ihr Kind esse nicht genug und es wird auf alle mögliche Weisen versucht das Kind dazu zu bringen mehr zu essen. Gonzales stellt klar, dass das Kind kompetent ist und aufhört zu essen wenn es satt ist.
Lesen lohnt sich auf alle Fälle :wink:

Liebe Grüße
Meggi
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meggie
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Re: obst-und gemüseverschmäher - zu hülf!

Beitrag von meggie »

wasserratte
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Re: obst-und gemüseverschmäher - zu hülf!

Beitrag von wasserratte »

Danke Dir, Meggie - also doch nicht so ganz das richtige.

Deine Fragen kann ich gar nicht so richtig beantworten, so einen guten Einblick habe ich nicht. Aber ich denke auch, dass beim Essverhalten der eltern was nicht so ganz stimmt.

Die Mutter wurde selbst als Kind gezwungen,alles zu essen - das möchte sie jetzt auf keinen Fall wiederholen. Aber es schlägt wohl ins Gegenteil um. Angefangen hat es damit, dass der Junge bis weit über das 1. Lebensjahr hinaus, Gläschen bekam - beide Eltern kochen nicht besonders gerne und essen spielt auch keine große Rolle dort. Ich hab manchmal das Gefühl, daran harpert es eben,dass sie Essen als Genuss nicht vermitteln können. Aber, wie soll man das ändern?
Dann war die Mutter von Anfang an recht lax, was Süßes anging, war also recht freigibig damit.
Sie selbst hasst Obst - der Kleine sieht nur, dass sein Papa ab und zu Obst und Gemüse isst.
Er selbst ist aber immer schon zögerlich gewesen - irgendwann hieß es: er mag nur die Obst-Gläschen und zermatschte Banane. Alles, wasmehr nach richtigem Obst aussah, verschmähte er.

Jetzt hatte er wohl vor ein paar Monaten noch ne MD-Infektione - seitdem isst er keine Tomatensoße mehr, kaum noch Gurke (sein einziges Gemüse)...

Seine Eltern legen aber Wert drauf, dass er von allem Essen probiert - oft würgt es ihn danach förmlich, erzählte mir der Papa. Und als "Belohnung" fürs Probieren, besteht sein Abendessen dann aus: Schinken, Fruchtschnitten und Apfelstrudel.

Ist ne verfahrene Situaion - der Vater macht es v.a. der Mutter zum Vorwurf, dass sie sich nicht bemüht, mit demJungen zu kochen oder ihm früher nicht öfters Obst appetitlich angeordnet angeboten hat.

Aber es ist wohl einfach ungünstig, wenn die Eltern beide nicht so wahnsinnig gerne essen, oder?
Grüße von
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Re: obst-und gemüseverschmäher - zu hülf!

Beitrag von Optimistin »

es gibt aber leider auch obst- und gemüseverschmäher, auch wenn die eltern das selbst gern und oft essen :? ... hier ist es nämlich so ...

ich mach ja viel frisches gemüse im tm, und alessa, lilly-papa und ich essen es sehr gerne ... außerdem gibts hier immer bio-obst zu essen ... nur lilly mag weder obst noch gemüse (außer spinat) noch salat (grad, dass mal ein stückerl gurke gegessen wird) ... und neuerdings am liebsten nur noch nudeln, aber bitte mit gaaanz wenig sauce, wenn überhaupt :roll:

ich verzweifel langsam mit ihr ... :?

daher häng ich mich mal gern an diesen thread an :oops:
ganz liebe grüße,

h. mit der großen (07/94) und der kleinen (03/06)
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Hier auch: hätte gerne Tips ;-)

Beitrag von Das Muli »

Hallo,
also ich habe ja früher auch gedacht - was haben die nur alle mit dem Essverhalten der Kinder (Kind mag nur dies oder jenes, Kind isst kein Gemüse etc) - ich dachte mir, klar, da sind die Eltern schuld, die haben das Kind verwöhnt (ihm also immer nur das gekocht, was es möchte) oder die Eltern ernähren sich schlecht und sind kein Vorbild oder es gibt nur Fertigessen und das Kind sieht nie, wie viel Spass es macht zu kochen etc etc etc (was eben so landläufig angenommen wird, wenn Kinder sich "schlecht" ernähren).
Und jetzt? Ich habe zuhause einen kleinen Gemüse und Obstverweigerer, der sich am liebsten von fettigen oder süßen Sachen ernähren würde. Er mag Obst und Gemüse nicht kauen und bevorzugt weiche Speisen (schon als Baby/Kleinkind - sobald es Bröckchen gab hat er gewürgt...), dh Gemüse in Soßen geht grad so und als Obst va Banane, Obstbrei oder ganz zur Not mal etwas Apfel. Er würde sich von Käsebrot ernähren, wenn das möglich wäre, Butter, Frischkäse, Quark etc futtert er liebend gern, Nudeln, manchmal Reis oder Kartoffeln (aber am liebsten als Kartoffelbrei...) - das ist an sich nicht schlimm, das sind ja keine ungesunden Nahrungsmittel - nur mache ich mir schon manchmal Gedanken, da er eben so wenig frische Sachen wie irgendwie möglich ißt. Ich kann auch nicht sagen, dass er zuviel Süßes isst, so dass dan kein Hunger mehr für anderes da ist: Ich möchte eigentlich kein strenges Süßigkeiten-Verbot anfangen (da denke ich mir dann, sobald er mal was süßes erwischt isst er soviel es geht und lernt kein Maß halten), er hat eine kleine Tüte, da sind dann immer mal ein paar Gummibären oder Schokokäfer etc drin (was er halt mal so geschenkit bekommt) - und daraus nimmt er sich abends nach dem Essen ein oder zwei Stücke. Ich sage dann auch immer, er muß es sich selbst einteilen, und wenn die Tüte leer ist, dann fülle ich sie nicht einfach so wieder auf, er muß dann eben warten, bis er wieder was geschenkt bekommt von irgendwoher - und bislang hat er noch nicht versucht, alles auf einmal zu essen ;-)
Wir essen eigentlich recht ausgewogen, Gemüse oder Salat sind immer dabei, wir kochen fast täglich frisch und er kocht mit absoluter Begeisterung mit, schneidet Karotten, rührt mit dem Mixer etc etc aber wenn dann alles am Tisch steht, mag er es nicht essen. Wir zwingen ihn nicht, er soll immer lediglich einmal probieren, dann darf er sagen "Schmeckt mir nicht" und es stehen lassen - es gibt dann aber auch keine Extrawurst. Naja, manchmal isst er eben dann fast nix... es ist, als würde er sich seinen Hunger aufsparen, bis zum nächsten Tag wo es dann im Kiga Nudeln mit Käse gibt oder bis zum Wochenende, wenn es zum Frühstück Hörnchen mit Honig gibt (dann futtert er erstaunliche Mengen)... Naja, Nudeln, Kartoffeln, Reis, Brot gibt es ja als Beilage fast immer und dann isst er sich eben daran satt und nur einen obligatorischen Probierlöffel Gemüse und co.
Ich weiß nicht genau, was wir falsch gemacht haben und ich weiß auch nicht, was wir ändern müßten - und ich würde nur sehr ungern mein eigenes Essverhalten völlig auf den Kopf stellen (also zB einfach tagelang nur Gemüse und Obst anbieten, bis der Hunger so groß ist, dass er es isst... oder auf mein Frühstückshörnchen am Wochenende verzichten, weil mein Sohn das Süße Zeug dann eben auch isst...) - ich würde mir so wünschen, dass er das abwechslungsreiche ausgewogene Essverhalten von uns einfach irgendwann übernimmt und irgendwann von selbst und gern Obst und Gemüse isst (denn dann finde ich ist auch ein Süßes Teilchen nicht schlimm und man kann mal einen Tag nur Käsebrot essen....) und möchte ihn was das Essen betrifft auch nicht "zwingen" - da bin ich ganz Freund von Gonzales ;-)

Hat jemand eine Idee? Oder ist das eine Phase und irgendwann zum Schuleintritt isst das Kind normal?
Sorry ist jetzt etwas lang geworden, aber es hat so zum Thema gepasst und ich frage mich das schon lange....
LG Muli
Das Muli mit großem Fohlen (11/04) und kleinem Fohlen (12/07)
...und jaaaa ich weiß dass sich Mulis eigentlich nicht vermehren...aber ich bin nunmal das Tragtier der Familie

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