Mondenkind hat geschrieben: 26.04.2026, 14:23
Hallo sarisaurier, ich kann gut verstehen, dass du dir große Sorgen machst!
Kennst du unsere
Grundinfo Beikost, incl. vegane Beikost?
Da wir uns vegan ernähren, achten wir sehr auf Nährstoffe, kochen vor allem sehr eisenreich und unser Kind substituiert zusätzlich Omega 3 und Vitamin B12.
Super, Eisen, B12 und Omega-3-Fettsäuren sind unglaublich wichtig. Denkst du auch an Jod? Das wäre einer der am häufigsten fehlenden Nährstoffe, unabhängig von der Ernährung. Vit D fällt mir auch noch ein, subistuiert ihr das (noch)? Soll ja die ersten zwei erlebten Winter sowieso gegeben werden.
Wir stillen noch immer nach Bedarf und auch recht viel. Damit möchte ich auch auf keinen Fall aufhören.
Das sollst du auch auf keinen Fall. Achtest du auch bei dir auf die o.g. Nährstoffe? Bitte denk auch auf jeden Fall an Calcium, v.a. für deine eigene Versorgung. Bzgl. der Muttermilch wären Vit D und Jod bei dir auch wichtig.
Ich habe mir immer mal wieder Sorgen gemacht, dass er einen Eisenmangel haben könnte. Das wäre bei seinen Startvoraussetzungen bei Geburt ja auch gar nicht so unwahrscheinlich. Zudem gab es immer mal wieder ein paar Anzeichen, die darauf hindeuten könnten, aber genauso auch normal sein könnten. Er ist zwar super lebhaft, sehr aktiv und selten krank, aber ich weiß auch, dass das nichts bedeuten muss und ein Eisenmangel trotzdem bestehen kann. Der Kinderarzt sieht da allerdings noch keinen Anlass, mal den Ferritin-Wert anzuschauen und hat unsere Sorgen leider beiseite geschoben. Er möchte lieber noch abwarten bis zur Gewichtskontrolle in drei Monaten. Was aber, wenn Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust mit einem Eisenmangel zusammenhängen und somit in den nächsten drei Monaten gar keine große Besserung stattfinden kann?
Das ist in der Tat ein bisschen ärgerlich. Aber letztlich ist das eh nichts, was man von jetzt auf gleich ändern kann. Ich würde dir empfehlen, die o.g. Nährstoffe zu substituieren und auch Eisen einfach schon mal zu geben. Magst du mir verraten, was du für ein Nahrungsergängzungsmittel gibst? Gern auch per PN, wenn dir das lieber ist.
Ich habe Sorge, irgendwann irgendwas falsch gemacht zu haben, bei der Beikost, beim Setting rund ums Essen, etc., und meinem Kind damit nun geschadet zu haben. Es nagt wirklich sehr an mir.
Das verstehe ich. Aber du klingst sehr informiert, eure Essensumgebung klingt super und du stillst. Du machst das wirklich richtig gut! Auf manche Dinge hat man auch keinen Einfluss. Ich würde jetzt an der Essenssituation gar nichts groß verändern. Das wird schnell krampfig und unnatürlich, verstehst du, was ich meine?
Ab wann geht man denn davon aus, dass er seine Perzentile erreicht hat, auf der er dann bleiben sollte? Weißt du dazu was?
Das kann man so einfach nicht sagen. Der Perzentilenverlauf ist
ein Aspekt von vielen. Wir behandeln den ganzen Menschen, nicht einzelne Werte oder die Perzentile.
Ja, für mein Gefühl stillen wir noch viel, allerdings kann ich das auch nur schwer messen. Wir stillen zum Einschlafen und oft auch nach dem Aufwachen, dann vielleicht nochmal 2-3x am Tag und 2-3x in der Nacht. Mal mehr, mal weniger. Oft wird aber auch einfach viel genuckelt, nicht durchgehend getrunken. Er sucht oft Nähe, mag gern viel Kuscheln und reguliert sich viel über die Brust. Deshalb kann ich nicht klar sagen, wie viel wir stillen und ob er für sein Alter viel Milch trinkt.
Das ist ganz normal für ein Kind in dem Alter. Daran brauchst du nichts zu verändern!
V.a. im Alter deines Kindes gibt es noch viele weitere mögliche Ursachen für das Gewicht. Es kann normal sein, es kann ein Mangel vorliegen, es kann was ganz anderes zu Grunde liegen (wie die hier bereits erwähnte Zöliakie usw). Darum wird sich dein Kinderarzt kümmern - der nicht übermäßig besorgt scheint. Lass uns hier gemeinsam gucken, wie wir die Situation für dich bis dahin entspannen können und die Zeit sinnvoll nutzen können, ok? Ich warte erstmal auf deine Antworten auf meine Fragen und dann sehen wir weiter.
Vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort und deine lieben Worte. Du hast mich damit direkt schon ein großes Stück beruhigen können!
Die Grundinfo kannte ich tatsächlich noch nicht, aber ich werde sie mir nachher ganz in Ruhe durchlesen und dann auch nochmal Rückmeldung geben
Mein Sohn supplementiert:
- Vitamin B12 von energybalance (Das hat mir meine Ernährungsberaterin empfohlen, 1 Sprühstoß täglich)
- Omega 3 (EPA & DHA) von energybalance (etwa eine Pipette täglich)
- Vitamin D & K2 von innonature (1 Tropfen täglich, geben wir das ganze Jahr durchgehend)
Jod haben wir bisher nicht supplementiert. Meine Ernährungsberaterin hatte mir damals empfohlen, einfach mit jodiertem Salz zu kochen. Für meinen Sohn hab ich anfangs natürlich salzfrei und später sehr salzarm gekocht. Ich selbst nutze für mich aber ausschließlich das Jodsalz. Sie sagte, das würde ausreichen. Ich hab aber auch schon oft von der Empfehlung gelesen, dass man Jod grundsätzlich supplementieren sollte. Da werde ich wohl für mich und mein Kind nochmal nachrüsten.
Ich selbst achte auch sehr auf meine Nährstoffe und supplementiere zusätzlich. Für die tägliche Versorgung nutze ich ein Kombi-Präparat. Vitamin D & K2 nehme ich auch das ganze Jahr durchgängig. Calcium und Magnesium supplementiere ich seit kurz nach der Geburt hochdosiert, weil ich in der Stillzeit Vasospasmen in den Mamillen bekommen habe. Ansonsten supplementiere ich Eisen immer zusätzlich in der Menstruationszeit, ansonsten kochen wir sehr eisenreich.
Wir haben auch schon in der Vergangenheit, gerade aufgrund seiner Startvoraussetzungen, öfter überlegt, Eisen einfach schonmal zu geben. Allerdings habe ich dann auch gelesen, dass man Eisen nie einfach so geben sollte und dann doch wieder davon abgelassen. Ich hatte Sorge, ihm damit schaden zu können.
Vielen, vielen Dank für deinen Zuspruch!! Nach der U7 war ich tatsächlich dermaßen verunsichert, dass ich total an der Essenssituation geschraubt habe. Nach wenigen Tagen hab ich's wieder sein gelassen, weil es sich überhaupt nicht stimmig angefühlt hat und wirklich krampfig und unnatürlich war. Wie du auch sagst. Ich war gar nicht mehr im Vertrauen, so wie sonst. Mein Kind hat das garantiert gemerkt. Seit wir wieder alles so machen wie gehabt, also entspanntes Essen, Picknick auf dem Boden, snacken neben dem Spielen, ist es wieder viel entspannter für uns alle und so isst er auch einfach deutlich besser.
Auch, dass du sagst, dass die Stillmenge ganz normal ist, ist schön zu lesen! Ich hatte mich doch etwas verunsichern lassen durch vorangegangene Kommentare. Unsere Stillbeziehung ist so schön und intuitiv. Ich bin froh, daran nichts ändern zu müssen!
Das Angebot nehme ich super gern an! Ich freu mich, hier nicht allein mit meinen Sorgen zu sein!
