Liebes Forum,
lange überlege ich, ob ich mir auf diesem Weg Rat suche. Es hat mich einiges an Überwindung gekostet.
Ich bin aktuell durch viele verschiedene Meinungen verunsichert und würde mich über eine Begleitung freuen.
Ich habe mich am Raster orientiert und hoffe das ich nix vergessen habe.
Ich bin 32 Jahre alt und habe eine vierjährige Tochter und einen kleinen Sohn seitdem 15.01.26.
Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Wir haben einen Jungen.
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)
mit dem Schlauch an der Brust. Nur einmal gab es die Flasche, um das Trinken wegen dem Schnupfen zu erleichtern. Damit hatte ich schon beim ersten Kind zugefüttert. Ich füttere pre zu und zu Beginn Muttermilchsahne zu. Beim Pumpen erlange ich nur 30ml mit beiden Seiten. Sahne zu erstellen ist daher ein ziemlicher Akt im Alltag und mache ich aktuell nicht mehr.
Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Mengen unterscheiden sich diesbezüglich bin ich im Moment unsicher. Ich habe die Mengen unten aufgeführt.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Wir stillen nach Bedarf ca alle 1,5-2 Stunden tagsüber.
In der Nacht gibt es auch mal Abstände von bis zu vier Stunden. Er schläft nachts tief und tagsüber fehlen ihm längere Schlafphasen außer er ist in der Trage unterwegs.
Mit höherer Zufütterungsmenge kam ich tagsüber auf 3 Stunden Abstände, dass wurde mir geraten. Längere Stillabstände damit er mehr Hintermilch bekommt. Dahingehend hat sich aber kein Rhythmus eingestellt, weil ich durch die vielen Meinungen verunsichert war/bin.
Ich stille immer beide Seiten 30-45 Minuten. Meinen MSR spüre ich erst spät. Es dauert immer etwas bis die Milch kommt, wenn ich zuhause bin Wärme ich die Brust auch etwas vor dem Stillen.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
5x nasse Windeln - Stuhlgang im Durchschnitt alle zwei Tage. Mit höherer Zufütterungsmenge auch mal 2x am Tag Stuhlgang.
Die Windelmenge habe ich bisher nicht dokumentiert habe immer ab fünf aufgehört zu zählen weil ich dann beruhigt war.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Wir hatten eine sehr schöne und kraftvolle Geburt. Ich war 11 Tage über dem Termin. Mein Wochenbett war 10 Tage lang gefüllt mit Unterstützung und ab der zweiten Woche dann wirklich etwas herausfordernd weil ich mit beiden Kindern alleine war. Ich vermute das ich in der Zeit zu wenig gestillt habe. Ich habe ihn viel getragen und er wirkte zufrieden und nicht schläfrig. Meine Hebamme spiegelte mir das er gut aussah.
Er hat aus meiner Sicht gut getrunken und viel gestillt. Ich hatte nur wenige Tage Wunde Brustwarzen dann regulierten die Brustwarzen sich. Bei der U2 wog er 4100 alles war prima. Ich stillte weiter nach Bedarf. Er lies sich teilweise schlecht ablegen tagsüber schlief aber Nachts auch mal 3-4 Stunden. Gewogen wurde er bis zur nächsten U Untersuchung dann nicht mehr.
Dort hatte er dann 4090 also nach vier Wochen noch kein Geburtsgewicht. Durch eine traurigen Stillbeginn bei meiner ersten Tochter wollte ich so wenig intervenieren wie nötig. Ich neige dazu viel nachzudenken und dachte mit so wenig Druck wie möglich wird die Milch besser fließen. (Bei meiner Tochter musste ich zufüttern, wurde schlecht beraten und am Ende hatte ich so viel zugefüttert das sie viel zu viel wog. Ich ließ die pre dann weg und stillte nur noch voll und alles war prima. Der Weg dahin war jedoch mental sehr herausfordernd für mich und das wollte ich gerne umgehen - schließlich wusste ich - stillen kann ich).
Seitdem bekam er drei Wochen lang ca. 100ml am Tag an der Brust und nahm immer um die 100g-120g zu. Ich schlich die pre wieder aus. Die Rückmeldung meiner Hebamme er ist super entwickelt und nimmt zu (zudem Zeitpunkt auch ohne pre) Absprache war ich wiege zwei mal die Woche wenn er weniger als 100g zunimmt gebe ich pre zu. Nun hat der kleine einen Infekt (babyschnupfen) und ich habe ihm gestern 60ml und heute 150ml zugegeben. Laut Kinderärztin soll ich nun 60-90ml per anbieten nachdem stillen und auf stillabstände von 3 Stunden kommen.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Nein.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Ich habe nun die Meinung meiner Hebamme und zweier Kinderärzte. Die Ärzte sehen das Gewicht problematisch. Die Hebamme geht davon aus das jedes Kind unterschiedlich wächst und so lange er zunimmt ist alles ok und zeitgleich in der Länge wächst.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme
Keine Medikamente aber ich bin übergewichtig.
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Ich habe es oben schonmal grob beschrieben. Am ende hatten wir dann eine wunderschöne stillbeziehung von zwei Jahren. Eine stillberaterin meinte beim abtasten mein Brustgewebe sei zu gering. Ich hätte damals einen Ultraschall Termin machen können aber meine Tochter kam in mitten der Corona Pandemie und der Termin kam nicht zu Stande.
Meine Tochter hat im Gegensatz zu meinem Sohn tatsächlich viel geweint und geschrien vor Hunger. Mein Sohn wirkt dagegen oft zufrieden und hat diese schreiphasen nicht.
- Gebt uns genaue Daten!
Bei dem Verdacht auf Gedeihstörungen oder Fragen zur Milchmenge solltet Ihr alle gemessenen Gewichtsdaten mit genauem Datum angeben. Wichtig ist auch, wo und mit welcher Waage gemessen wurde. Beispiel:
Ich habe leider nicht Tag für Tag alles dokumentiert. Ich hatte es immer meiner Hebamme gesendet und leider 14-tägiges Löschen aktiviert. Ich versuche es trotzdem kompakt zusammen zu fassen.
15.01 Geburt 4250
18.01 4100
16.02 Kinderärztin 4050
17.02 4070 ( ohne zufüttern, nur muttermilchsahne 3x am Tag 5ml)
19.02 4100
20.02 4100 ab dann pre dazu 100ml am Tag
21.02 - 4160 - 120ml pre
22.02 - 4230 - 120 ml pre
23.02 - 4260 - 100ml
26.02 - 4280 - 80ml
27.02 -4300
04.03 - 4400
05.03. 4380
Ab 06.03 Hebammentermin mit de Rückmeldung er sieht gut entwickelt aus rosige Haut, Fontanelle etc. Super.
09.03 - 4470 keinen Pre mehr
13.03 - 4490
18.03- 4570
20.03- 4610
22.03-4680
26.04 - 4650 zuhause und 4620 beim Arzt ( aktuell Schnupfen und nachdem Arzt heute früh 150ml bekommen)
Ich fühle mich im Moment ziemlich verunsichert. Dieser Spruch viele Köche verderben den Brei - da ist wohl was dran. Nun hat mein Baby 90ml nach dem Stillen bekommen und schläft tief und fest.
Ich werde ihm später nochmal etwas nachdem stillen anbieten.
Meine Fragen: könnte sich jemand meiner Begleitung annehmen?
Wie viel sollte ich füttern und sollte ich auch etwas anbieten, wenn mein Baby nachdem Stilen zufrieden ist? Mich angrinst oder eben auch mal dabei einschläft?
Welche Zunahmen sollte ich anstreben ? Oder komme ich auch ohne pre aus (weil 100g in der Woche eben doch ausreichen)?
Ich schreibe meinen Eintrag mit meinem Handy und vermutlich sind mehrere Tippfehler dabei - :/
Ich würde mich sehr über ehrliches Feedback freuen.
Herzlichen Dank und Herzliche Grüße
Viele Meinungen - geringe Zunahme beim zweiten Kind
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Maxii
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Sommermama2017
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Re: Viele Meinungen - geringe Zunahme beim zweiten Kind
Herzlich Willkommen hier. 
Ich bin nur Laie, keine Stillberaterin.
Trotzdem sage ich, und mir werden hier im Forum vmtl. die allermeisten zustimmen: auf 3 Stunden Abstände kommen ist totaler Quatsch! Gerade, wenn man evtl (zur Gewichtsentwicklung kann und darf ich als Laie nichts sagen) die Milchmenge erhöhen möchte/sollte, ist das total kontraproduktiv! Es bringt wirklich gar nichts. Wenn es also euch passt, gerne häufiger stillen, am besten 10-12 mal in 24h.
Zur Gesamtzufüttermenge kann ich auch nichts sagen, aber: es ist besser, pro Zufüttern höchstens 60-70 ml auf einmal zuzufüttern, weniger und häufiger (wenn es denn insgesamt mehr sein soll) sind da deutlich besser, um die Stillabstände nämlich eben NICHT noch mehr zu vergrößern.
Ansonsten denke ich, das könnte mit jetzt etwas gezielter Begleitung ganz gut werden bei euch.
Wenn sich in 72h keine Stillberaterin meldet, kannst du deinen Beitrag oben über das Ausrufezeichen (am Beitrag) melden, manchmal geht es unter.
Alle Gute euch.
Ich bin nur Laie, keine Stillberaterin.
Trotzdem sage ich, und mir werden hier im Forum vmtl. die allermeisten zustimmen: auf 3 Stunden Abstände kommen ist totaler Quatsch! Gerade, wenn man evtl (zur Gewichtsentwicklung kann und darf ich als Laie nichts sagen) die Milchmenge erhöhen möchte/sollte, ist das total kontraproduktiv! Es bringt wirklich gar nichts. Wenn es also euch passt, gerne häufiger stillen, am besten 10-12 mal in 24h.
Zur Gesamtzufüttermenge kann ich auch nichts sagen, aber: es ist besser, pro Zufüttern höchstens 60-70 ml auf einmal zuzufüttern, weniger und häufiger (wenn es denn insgesamt mehr sein soll) sind da deutlich besser, um die Stillabstände nämlich eben NICHT noch mehr zu vergrößern.
Ansonsten denke ich, das könnte mit jetzt etwas gezielter Begleitung ganz gut werden bei euch.
Wenn sich in 72h keine Stillberaterin meldet, kannst du deinen Beitrag oben über das Ausrufezeichen (am Beitrag) melden, manchmal geht es unter.
Alle Gute euch.
Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 und A. 01/21
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Maxii
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Re: Viele Meinungen - geringe Zunahme beim zweiten Kind
Danke für die liebe Rückmeldung. Da fühlt man sich direkt besser, wenn man so herzlich begrüßt wird.
Ich habe deine Nachricht berücksichtigt und noch etwas
im Forum quer gelesen und ihm heute nach den 90ml noch einmal 60ml angeboten. Davon hat er 40 ml getrunken und einen Teil mir wieder entgegen gespuckt. Also brauche ich definitiv nur 60ml vorbereiten, denke ich.
Als Ergänzung fällt mir noch ein, dass ich unter der Geburt Infusionen bekommen hatte Oxy und Schmerzmittel.
Ich fand ihn direkt nach der Geburt sehr aufgedunsen. Leider haben wir kein Gewicht für einen späteren Zeitpunkt also Stunden nach der Geburt, weil ich dann schon daheim war. Ich hatte jetzt öfter gelesen, dass Infusionen das Geburtsgewicht beeinflussen können. Mit meiner Hebamme (war bei der Geburt dabei) habe ich das besprochen. Sie glaubt daran nicht.
Herzliche Grüße
Ich habe deine Nachricht berücksichtigt und noch etwas
im Forum quer gelesen und ihm heute nach den 90ml noch einmal 60ml angeboten. Davon hat er 40 ml getrunken und einen Teil mir wieder entgegen gespuckt. Also brauche ich definitiv nur 60ml vorbereiten, denke ich.
Als Ergänzung fällt mir noch ein, dass ich unter der Geburt Infusionen bekommen hatte Oxy und Schmerzmittel.
Ich fand ihn direkt nach der Geburt sehr aufgedunsen. Leider haben wir kein Gewicht für einen späteren Zeitpunkt also Stunden nach der Geburt, weil ich dann schon daheim war. Ich hatte jetzt öfter gelesen, dass Infusionen das Geburtsgewicht beeinflussen können. Mit meiner Hebamme (war bei der Geburt dabei) habe ich das besprochen. Sie glaubt daran nicht.
Herzliche Grüße
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klecksauge
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Re: Viele Meinungen - geringe Zunahme beim zweiten Kind
Moin!
Ich melde mich innerhalb der nächsten 2 Tage bei dir!
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Liebe Grüße aus den Norden von
S. mit Sommerbub (08.12) und Herbstmädchen (11.15)
(Still-Mod-Team)
Tablet und Smartphone-Nutzerin........
Rettet die Geburtshilfe!
https://mother-hood.de/
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Maxii
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Re: Viele Meinungen - geringe Zunahme beim zweiten Kind
Lieben Dank.
Ich wiege immer morgens und habe das für heute schon erledigt.
27.03. 4730
Also ich biete ihm heute die Menge von gestern verteilt über den Tag an. Trinken klappt zum Glück trotz Erkältung wieder besser.
Liebe Grüße in den Norden
Ich wiege immer morgens und habe das für heute schon erledigt.
27.03. 4730
Also ich biete ihm heute die Menge von gestern verteilt über den Tag an. Trinken klappt zum Glück trotz Erkältung wieder besser.
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AnnaKatharina
- Prof. Dr. SuT
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Re: Viele Meinungen - geringe Zunahme beim zweiten Kind
Selbst wenn das Geburtsgewicht durch die Infusionen verfälscht war, hat das maximal für die Abnahme in den ersten 24 Stunden eine Konsequenz, für die weitere Zunahme ist das egal.Maxii hat geschrieben: 26.03.2026, 22:54 Danke für die liebe Rückmeldung. Da fühlt man sich direkt besser, wenn man so herzlich begrüßt wird.
Ich habe deine Nachricht berücksichtigt und noch etwas
im Forum quer gelesen und ihm heute nach den 90ml noch einmal 60ml angeboten. Davon hat er 40 ml getrunken und einen Teil mir wieder entgegen gespuckt. Also brauche ich definitiv nur 60ml vorbereiten, denke ich.
Als Ergänzung fällt mir noch ein, dass ich unter der Geburt Infusionen bekommen hatte Oxy und Schmerzmittel.
Ich fand ihn direkt nach der Geburt sehr aufgedunsen. Leider haben wir kein Gewicht für einen späteren Zeitpunkt also Stunden nach der Geburt, weil ich dann schon daheim war. Ich hatte jetzt öfter gelesen, dass Infusionen das Geburtsgewicht beeinflussen können. Mit meiner Hebamme (war bei der Geburt dabei) habe ich das besprochen. Sie glaubt daran nicht.
Herzliche Grüße
Die initiale Abnahme (da es zwischen dem 15. und 18. keine Werte gibt) deutet jetzt aber auch nicht darauf hin, dass da massiv Flüssigkeit eingelagert wurde.
Schmerzmittel per Infusion sind ja auch meist eine Kurzinfusion, also nicht viel Flüssigkeit, und auch Oxy läuft mit nicht sehr viel Flüssigkeit.
Da musst du dir keine Gedanken machen.
Mit K1 (2010) und K2 (2015)