Hallo zusammen,
ich weiß, dass das Thema schon häufiger kam, aber ich möchte trotzdem nochmal Rat.
Vor 4 Wochen hatte ich ein Milchbläschen auf der BW mit Milchstau, den ich aber schnell wegbekommen konnte. Das Bläschen blieb und wurde eher zu einer flächigen, gelben Stelle, die allerdings sehr klein war (nach dem Duschen hatte sich etwas Haut gelöst). Da die betroffene Brust aber immer voller als die andere blieb, die Stelle nicht ganz weg war, bin ich dann zu einer Stillberaterin, die die Stelle mit einer Kanüle angestochen hat.
Die Stelle blieb erst klein, wuede aber nicht besser und schlussendlich nach 10 Tagen sogar, sichtbarer und viel größer. Also keine Blase mehr, sondern flächig Zellen irgendwie, weiß-gelb.
Mein Baby trinkt auch nicht so gern an der betroffenen Brust, wenn sie falsch angedockt ist, schmerzt es ziemlich. Die Staus entstehen dann immer über Nacht, wenn ich im Liegen stille, was bis dato kein Problem war.
Nun habe ich innerhalb von 3 Tagen wieder zwei Milchstaus gehabt. Aufstechen bzw eher rumstechen lassen würde ich es nicht nochmal nach der Erfahrung! Ich verzweifelt gerade. Olläppchen zum Aufweichen helfen gar nicht. Da mein Baby aktuell mit fast 6 Monaten am Tag auch vielfach zu abgelenkt ist vom Trinken, kann ich sie nicht so häufig anlegen. Ausstreichen traue ich mich nicht, und habe da auch noch nie gemacht.
Was wären jetzt die Maßnahmen jetzt? Lecithin, Multi-Mam Kompressen, wärmen und kühlen beim Stillen? Wie habt ihr solche flächigen, dicken Hautstellen über dem Milchkanal losbekommen? Macht es Sinn zum Gyn zu gehen?
Lieben Dank!
Verstopfter Milchkanal
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ConPo
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Anjamaria01
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Re: Verstopfter Milchkanal
Liebe ConPo,
da hast du ja einiges durchgemacht in den letzten Wochen!
Hier findest du ein paar Infos zum Thema Milchbläschen: http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 9#p2466989
Du schreibst, dass das Aufweichen bei euch nicht so gut geklappt hat - wie hast du es denn versucht? Es funktioniert normalerweise am besten, wenn man feucht-warme Kompressen (kann auch nur mit Wasser sein) auflegt, diese einige Zeit wirken lässt und das Baby dann direkt anlegt (oder die Milch direkt danach sanft auf andere Weise zum Fließen bringt, zB durch eine sanfte Massage).
Wenn deine Tochter mitmacht, kann es auch hilfreich sein, 'mit der Schwerkraft' zu Stillen, also über sie gebeugt. Das könnte bei euch eventuell auch vorübergehend eine Alternative zum Stillen im Liegen nachts sein, auch wenn es natürlich nicht ganz so bequem ist.
Zudem kann es hilfreich sein, gefäßverengende Lebensmittel zu vermeiden, also vor allem tierische Fette, aber auch Kaffee, Schwarztee, Salbeitee, Schokolade etc.
Da das Milchbläschen bei dir jetzt schon vier Wochen lang nicht besser, sondern der Zustand schlimmer wird und du nun aufgrund dessen auch regelmäßig Milchstaus hast, solltest du aber dennoch deinen Gynäkologen aufsuchen, um eine Lecithin-Einnahme und eventuell auch die Anwendung einer Kortisonsalbe oder gegebenenfalls eine neuerliche Öffnung zu besprechen.
Alles Liebe,
Anja
da hast du ja einiges durchgemacht in den letzten Wochen!
Hier findest du ein paar Infos zum Thema Milchbläschen: http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 9#p2466989
Du schreibst, dass das Aufweichen bei euch nicht so gut geklappt hat - wie hast du es denn versucht? Es funktioniert normalerweise am besten, wenn man feucht-warme Kompressen (kann auch nur mit Wasser sein) auflegt, diese einige Zeit wirken lässt und das Baby dann direkt anlegt (oder die Milch direkt danach sanft auf andere Weise zum Fließen bringt, zB durch eine sanfte Massage).
Wenn deine Tochter mitmacht, kann es auch hilfreich sein, 'mit der Schwerkraft' zu Stillen, also über sie gebeugt. Das könnte bei euch eventuell auch vorübergehend eine Alternative zum Stillen im Liegen nachts sein, auch wenn es natürlich nicht ganz so bequem ist.
Zudem kann es hilfreich sein, gefäßverengende Lebensmittel zu vermeiden, also vor allem tierische Fette, aber auch Kaffee, Schwarztee, Salbeitee, Schokolade etc.
Da das Milchbläschen bei dir jetzt schon vier Wochen lang nicht besser, sondern der Zustand schlimmer wird und du nun aufgrund dessen auch regelmäßig Milchstaus hast, solltest du aber dennoch deinen Gynäkologen aufsuchen, um eine Lecithin-Einnahme und eventuell auch die Anwendung einer Kortisonsalbe oder gegebenenfalls eine neuerliche Öffnung zu besprechen.
Alles Liebe,
Anja
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ConPo
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- Beiträge: 15
- Registriert: 16.01.2026, 17:05
Re: Verstopfter Milchkanal
Liebe Anja,
danke für deine Nachricht.
Leider habe ich das Problem noch immer. Ich habe einen Monat lang Lecithin eingenommen, was ein bisschen geholfen hat, Milchstaus hatte ich aber trotzdem und der Milchkanal ging auch immer wieder zu.
Meine Gynäkologin schien wenig Ahnung zu haben, sie riet von Kortisonsalbe wie auch erneutem Öffnen an, ich solle nichts machen. Jetzt stehe ich etwas ratlos da.
Ich werde es mal stringenter mit dem Einweichen versuchen, das habe ich bisher mit einem Waschlappen und Wasser gemacht.
Die tierischen Fetten wurde ich ungern vermeiden, ich werde ohne nicht richtig satt. Koffein nehme ich 1x täglich in Form eines Espressos zu mir.
Hast du noch einen Tipp?
danke für deine Nachricht.
Leider habe ich das Problem noch immer. Ich habe einen Monat lang Lecithin eingenommen, was ein bisschen geholfen hat, Milchstaus hatte ich aber trotzdem und der Milchkanal ging auch immer wieder zu.
Meine Gynäkologin schien wenig Ahnung zu haben, sie riet von Kortisonsalbe wie auch erneutem Öffnen an, ich solle nichts machen. Jetzt stehe ich etwas ratlos da.
Ich werde es mal stringenter mit dem Einweichen versuchen, das habe ich bisher mit einem Waschlappen und Wasser gemacht.
Die tierischen Fetten wurde ich ungern vermeiden, ich werde ohne nicht richtig satt. Koffein nehme ich 1x täglich in Form eines Espressos zu mir.
Hast du noch einen Tipp?
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Anjamaria01
- Moderatoren-Team
- Beiträge: 20
- Registriert: 09.09.2025, 11:53
Re: Verstopfter Milchkanal
Liebe ConPo,
tut mir Leid, dass es noch immer nicht besser geworden ist!
Du kannst noch versuchen, wenn du dein Baby an der betroffenen Seite anlegst (an der du übrigens am besten immer zuerst und häufig anlegen solltest!), die Brust sanft zu 'massieren'.
Selbst wenn du dir tierischen Fette nicht ganz streichen kannst, kannst du versuchen, eher zu langkettigen Fettsäuren zu greifen.
Eventuell könnte auch noch der ergänzende Einsatz von Probiotika angedacht werden, das müsstest du aber bitte mit einer medizinischen Fachkraft im Detail abwägen und besprechen.
Da ihr nun wirklich schon sehr lange mit dem Thema zu kämpfen habt, würde ich dir ans Herz legen, dir eine zweite Meinung einzuholen, am besten von einer Gynäkologin (oder anderen Medizinerin), die gleichzeitig auch IBCLC Stillberaterin ist.
Alles Liebe, Anja
tut mir Leid, dass es noch immer nicht besser geworden ist!
Du kannst noch versuchen, wenn du dein Baby an der betroffenen Seite anlegst (an der du übrigens am besten immer zuerst und häufig anlegen solltest!), die Brust sanft zu 'massieren'.
Selbst wenn du dir tierischen Fette nicht ganz streichen kannst, kannst du versuchen, eher zu langkettigen Fettsäuren zu greifen.
Eventuell könnte auch noch der ergänzende Einsatz von Probiotika angedacht werden, das müsstest du aber bitte mit einer medizinischen Fachkraft im Detail abwägen und besprechen.
Da ihr nun wirklich schon sehr lange mit dem Thema zu kämpfen habt, würde ich dir ans Herz legen, dir eine zweite Meinung einzuholen, am besten von einer Gynäkologin (oder anderen Medizinerin), die gleichzeitig auch IBCLC Stillberaterin ist.
Alles Liebe, Anja