Milchunverträglichkeit und Stillen
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Herbstkind202520
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Milchunverträglichkeit und Stillen
Liebe Community,
erst mal vielen Dank für das tolle Forum! Ich hab beim Durchstöbern der Beiträge sehr viel gelernt.
Ich brauche bei einem Thema euren Rat / eure Hilfe. Ich bin nämlich nur noch verwirrt.
Kurz zu uns: Ich stille meinen Sohn (8.5 Monate). Von Beginn an war das Stillen eher schwierig. Er ist ein sehr neugieriger und aktiver Junge, der auch gerne mal viel Stillakrobatik betreibt (ich finde es meistens super lustig!). Stillen geht am Besten im Liegen und in einer ruhigen Umgebung.
Die ersten Monate war das Stillen wirklich einfach nur anstrengend. Wir hatten diverse Brustschreiphasen. Er hatte starke Blähungen, Bauchschmerzen. Das hat man beim Stillen stark gemerkt (Beinchen zusammengezogen, An- und Abdocken die ganze Zeit etc.). Meine Mutter hat mich dann darauf hingewiesen, dass ich und mein Bruder als Babys und Kleinkinder keine Kuhmilch vertragen habe (ich hatte starke Neurodermitis) und ich solle einfach mal verzichten. Gesagt, getan. Mehrere Wochen verzichtet und mein Baby hat weitestgehend normal gestillt. Immer noch gerne zurückgezogen und im Liegen, aber vieeeeel ruhiger und entspannter. Einige Wochen später habe ich auf Anraten der Kinderärztin wieder mit Milchprodukten angefangen. Nachts kam direkt die Reaktion: Blähungen, Schreien, Unruhe etc. Da war für mich klar, dass wir uns erst mal milchfrei ernähren.
Bei einem Allergologen habe ich mein Baby vorgestellt. Dort wurde Blut abgenommen und keine Antikörper gefunden. Ich soll meine und seine Ernährung nicht weiter einschränken. Die Ernährungsberaterin bei der ich bin hat mir gesagt, dass ich spätestens mit 1 Jahr abstillen sollte, da die Diät mir sonst an die Substanz geht.
Ich bin wirklich maximal verwirrt. Kennt das jemand von seinem Baby? Ist das eine Unverträglichkeit? Eine Allergie ist es ja anscheinend nicht. Ist es sinnvoll mal selbst Ziegen- oder Schafsmilch zu essen und zu schauen, ob er darauf auch reagiert (das hat anscheinend bei meiner Mutter funktioniert)?
Ich hab das Gefühl, dass wir von den Medizinern gar nicht Ernst genommen werden. Vielleicht gibt es ja hier ein paar Mütter, die sich auskennen. Ich wäre über den Austausch mit euch sehr sehr dankbar! Gute Woche euch allen!
erst mal vielen Dank für das tolle Forum! Ich hab beim Durchstöbern der Beiträge sehr viel gelernt.
Ich brauche bei einem Thema euren Rat / eure Hilfe. Ich bin nämlich nur noch verwirrt.
Kurz zu uns: Ich stille meinen Sohn (8.5 Monate). Von Beginn an war das Stillen eher schwierig. Er ist ein sehr neugieriger und aktiver Junge, der auch gerne mal viel Stillakrobatik betreibt (ich finde es meistens super lustig!). Stillen geht am Besten im Liegen und in einer ruhigen Umgebung.
Die ersten Monate war das Stillen wirklich einfach nur anstrengend. Wir hatten diverse Brustschreiphasen. Er hatte starke Blähungen, Bauchschmerzen. Das hat man beim Stillen stark gemerkt (Beinchen zusammengezogen, An- und Abdocken die ganze Zeit etc.). Meine Mutter hat mich dann darauf hingewiesen, dass ich und mein Bruder als Babys und Kleinkinder keine Kuhmilch vertragen habe (ich hatte starke Neurodermitis) und ich solle einfach mal verzichten. Gesagt, getan. Mehrere Wochen verzichtet und mein Baby hat weitestgehend normal gestillt. Immer noch gerne zurückgezogen und im Liegen, aber vieeeeel ruhiger und entspannter. Einige Wochen später habe ich auf Anraten der Kinderärztin wieder mit Milchprodukten angefangen. Nachts kam direkt die Reaktion: Blähungen, Schreien, Unruhe etc. Da war für mich klar, dass wir uns erst mal milchfrei ernähren.
Bei einem Allergologen habe ich mein Baby vorgestellt. Dort wurde Blut abgenommen und keine Antikörper gefunden. Ich soll meine und seine Ernährung nicht weiter einschränken. Die Ernährungsberaterin bei der ich bin hat mir gesagt, dass ich spätestens mit 1 Jahr abstillen sollte, da die Diät mir sonst an die Substanz geht.
Ich bin wirklich maximal verwirrt. Kennt das jemand von seinem Baby? Ist das eine Unverträglichkeit? Eine Allergie ist es ja anscheinend nicht. Ist es sinnvoll mal selbst Ziegen- oder Schafsmilch zu essen und zu schauen, ob er darauf auch reagiert (das hat anscheinend bei meiner Mutter funktioniert)?
Ich hab das Gefühl, dass wir von den Medizinern gar nicht Ernst genommen werden. Vielleicht gibt es ja hier ein paar Mütter, die sich auskennen. Ich wäre über den Austausch mit euch sehr sehr dankbar! Gute Woche euch allen!
- ShinyCheetah
- Prof. Dr. SuT
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Re: Milchunverträglichkeit und Stillen
Was ich erstaunlich finde: Warum wird da von "Diät" gesprochen? Kuhmilch hat nun wirklich keine besonderen gesundheitlichen Vorteile. Ein Verzicht ist völlig unbedenklich und geht sicher niemandem "an die Substanz". Ist für große Teile der Weltbevölkerung wegen Lactoseintoleranz normaler Alltag.
Ich lebe selbst auch seit Jahren schon weitestgehend kuhmilchfrei, aus ethischen Gründen.
Wenn der Verzicht für dich passt bleib doch einfach dabei? Warum genau sollst du ein Problem lösen, das keins ist?
Die WHO empfiehlt Stillen bis zu 2 Jahre und auch darüber hinaus, solange Mutter und Kind dies wünschen. Das normale Abstillalter liegt irgendwo zwischen 2 und 7 Jahren.
Ich lebe selbst auch seit Jahren schon weitestgehend kuhmilchfrei, aus ethischen Gründen.
Wenn der Verzicht für dich passt bleib doch einfach dabei? Warum genau sollst du ein Problem lösen, das keins ist?
Die WHO empfiehlt Stillen bis zu 2 Jahre und auch darüber hinaus, solange Mutter und Kind dies wünschen. Das normale Abstillalter liegt irgendwo zwischen 2 und 7 Jahren.
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)
The trick to happiness wasn't in freezing every momentary pleasure and clinging to each one, but in ensuring one's life would produce many future moments to anticipate. Shallan Davar/Brandon Sanderson
und Tochter V (Ende Juni 21)
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Herbstkind202520
- Herzlich Willkommen
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- Registriert: 25.10.2025, 13:48
Re: Milchunverträglichkeit und Stillen
Vielen lieben Dank für deine Antwort! 
Ich finde das auch irritierend, kenne mich aber zu wenig mit dem Thema aus. Mir wurde gesagt, dass die Calcium- und die Proteinversorgung ohne Milchprodukte nicht ausreichend ist und ich das Stillen deshalb nach einem Jahr aufgeben soll. Calcium substituiere ich schon und ich versuche mich proteinreich zu ernähren.
Deine Antwort bestätigt aber meinen Eindruck, dass die Aussagen Quatsch sind. Da sucht man sich extra Fachpersonal und wird dann doch nicht richtig informiert…
Ich finde das auch irritierend, kenne mich aber zu wenig mit dem Thema aus. Mir wurde gesagt, dass die Calcium- und die Proteinversorgung ohne Milchprodukte nicht ausreichend ist und ich das Stillen deshalb nach einem Jahr aufgeben soll. Calcium substituiere ich schon und ich versuche mich proteinreich zu ernähren.
Deine Antwort bestätigt aber meinen Eindruck, dass die Aussagen Quatsch sind. Da sucht man sich extra Fachpersonal und wird dann doch nicht richtig informiert…
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Kaba
- Profi-SuTler
- Beiträge: 3945
- Registriert: 07.11.2019, 04:36
Re: Milchunverträglichkeit und Stillen
Hä, wenn das Kind keine Kuhmilch verträgt, hätte es doch dann abgestillt dasselbe Problem mit der Calcium und Proteinversorgung...? Oder wie stellen sie sich das vor...?Herbstkind202520 hat geschrieben: 04.03.2026, 14:21 Vielen lieben Dank für deine Antwort!
Ich finde das auch irritierend, kenne mich aber zu wenig mit dem Thema aus. Mir wurde gesagt, dass die Calcium- und die Proteinversorgung ohne Milchprodukte nicht ausreichend ist und ich das Stillen deshalb nach einem Jahr aufgeben soll. Calcium substituiere ich schon und ich versuche mich proteinreich zu ernähren.
Deine Antwort bestätigt aber meinen Eindruck, dass die Aussagen Quatsch sind. Da sucht man sich extra Fachpersonal und wird dann doch nicht richtig informiert…
Kaba mit Milchmädchen (09/19) und kleiner Vorfreude (6/22)
- ShinyCheetah
- Prof. Dr. SuT
- Beiträge: 7616
- Registriert: 14.12.2018, 10:40
Re: Milchunverträglichkeit und Stillen
Naja, nach der Logik sollte das Baby dann ja auch Kuhmilch bekommen, es wurden ja keine Antikörper gefunden (wenn interessiert dann, ob es frecherweise trotzdem reagiert...)
Ist ja voll naheliegend die arteigene durch artfremde Milch zu ersetzen, das muss ja viel gesünder sein
Ist ja voll naheliegend die arteigene durch artfremde Milch zu ersetzen, das muss ja viel gesünder sein
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)
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Herbstkind202520
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Re: Milchunverträglichkeit und Stillen
Genau das habe ich mich auch gefragt, also wie ich ihn dann ab 1 Jahr ernähren soll. Mir wurde dann nur die Spezialnahrung „empfohlen“. Die soll ich dann nutzen. Das macht aber für mich keinen Sinn, wenn ich doch weiterstillen könnte.
Es beruhigt mich, dass die Aussagen nicht nur mich verwirren. Die Allergologin meinte auch zu uns, dass wir einfach wieder mit Kuhmilch beginnen sollen und er dass dann einfach aushalten muss. Da ist selbst mein Mann, der sonst die Ruhe selbst ist, sauer geworden. Als hätte er nur weil er ein Baby ist kein Recht darauf ohne Bauchschmerzen und Blähungen zu leben. Danke für eure Antworten!
Es beruhigt mich, dass die Aussagen nicht nur mich verwirren. Die Allergologin meinte auch zu uns, dass wir einfach wieder mit Kuhmilch beginnen sollen und er dass dann einfach aushalten muss. Da ist selbst mein Mann, der sonst die Ruhe selbst ist, sauer geworden. Als hätte er nur weil er ein Baby ist kein Recht darauf ohne Bauchschmerzen und Blähungen zu leben. Danke für eure Antworten!
- Kleine
- Power-SuTler
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- Registriert: 13.01.2011, 15:47
- Wohnort: zw Muc und dem Bayerwald
Re: Milchunverträglichkeit und Stillen
Mein Kind mit Kuhmilchproblemen (Blut im Stuhl) wird jetzt 15 und überragt mich um einen halben Kopf 
Und ich lebe auch noch, ohne Folgeschäden durch den Verzicht…
Bei uns war das nach einem Jahr vorbei. Ich habe dann erst angefangen, Dinge mit Spuren zu essen, dann Milch zu trinken und dann hat mein Sohn was mit Spuren zu essen bekommen und dann Milch.
Und ich lebe auch noch, ohne Folgeschäden durch den Verzicht…
Bei uns war das nach einem Jahr vorbei. Ich habe dann erst angefangen, Dinge mit Spuren zu essen, dann Milch zu trinken und dann hat mein Sohn was mit Spuren zu essen bekommen und dann Milch.
LG
Anika
mit Grinsebacke (04/11) & Mini-Kämpfer (11/14) an der Hand, Blondinchen und den wilden Jungkatern auf der Bettdecke sowie Apportierkatze, rotem Einohrtiger und Kampfkuschelkater fest im Herzen
Anika
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LittlePolarbear
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Re: Milchunverträglichkeit und Stillen
Mein Großer hatte auch eine Kuhmilchproteinunverträglichkeit (ebenfalls Blut im Stuhl). Ich habe dann auf Kuhmilchprodukte verzichtet, dabei Hafermilch und Ziegenkäse für mich entdeckt. Ich habe dann einfach immer mal wieder versucht, ob er wieder Probleme bekommt, wenn ich doch mal Milch konsumiert habe und als er 10 Monate alt war, konnte ich wieder Milchprodukte zu mir nehmen ohne dass er Symptome bekommen hat.
Wenn es für dich passt, dann bleib doch erstmal dabei und probiere hin und wieder, ob dein Kind weiterhin so heftig reagiert. Normalerweise verwächst sich die Unverträglichkeit wieder und ist eben keine klassische Allergie.
Wenn es für dich passt, dann bleib doch erstmal dabei und probiere hin und wieder, ob dein Kind weiterhin so heftig reagiert. Normalerweise verwächst sich die Unverträglichkeit wieder und ist eben keine klassische Allergie.
mit dem nicht mehr so kleinen Bär (2018) und dem Minibär (2025) + zwei Bonustöchtern (2008 & 2011)