Mein Kind ...

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Mau
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von Mau »

Cryptomon hat geschrieben: 07.02.2026, 09:56 Hier wollen die Kinder immer Hörspiel hören.
Also. Immer.
Auch/erst Recht zum Essen.
Aber das ist doch nicht auszuhalten für die Erwachsenen?
Also für mich echt gar nicht. Mein Kind hat im Zweifel die Wahl zwischen Hörspiel und meiner Anwesenheit.
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Cryptomon
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von Cryptomon »

Yupp.
Ich hab ja ein riesiges Problem mit akustischen Reizen.
Es. Ist. Furchtbar.
CK-one¹ 10/2014
CK-two¹ 03/2019

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¹ Cryptokind 1 & 2


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Was für andere der Ringsling, ist für mich der Onbuhimo!

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Sabina
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von Sabina »

Ich kann mich wohl glücklich schätzen. 🙈 Wir haben meist tolle Gespräche zu Tisch und alle bleiben sitzen. Durchaus auch mal eine Stunde. Das war früher natürlich noch etwas anders aber nie so schlimm, wie ihr hier berichtet.

Unser Problem ist das kleinste Kind, das gerade mal wieder nichts ausser Toastbrot mit Butter und Früchte essen kann und trotzdem oft ein ‚Gefühl‘ im Hals hat, das es nicht einordnen kann. Das führt dann zu Panik und Verzweiflung, die durchaus auch in einem Meltdown enden. Wenn sie es früh genug spürt können wir es durch ein Geographie-Quiz (worLdle) abwenden. Das lieben wir sowieso alle.

Neurotypisch (also so klassisch wechselseitig) sind die Gespräche aber meist eher nicht. Der Grosse referiert zu einem Panzer, einer Schlacht, dem römischen Reich o.Ä. die Mittlere ergänzt mit einer Geschichte aus der Schule, einem Test zum Thema oder randomisiert irgendeiner Story von YT, die Kleine doppelt mit einer anderen Geschichte nach, was den Grossen dazu veranlasst die Kernaussage/die Geschehnisse in der Schule oder wo auch immer der Kleinen aufzunehmen und ein Erlebnis aus seiner Schulzeit zu erzählen oder – oft genug – eine Brücke zu seinem enormen Wissen zum WWII zu schlagen and here we go again. Reihenfolge und Inhalt mögen abweichen aber der tägliche Ablauf ist ungefähr so. Trotzdem: niemand macht nervige Geräusche, niemand zappelt…alles mehr oder weniger ruhig und gemütlich.

Ich glaube, ich muss meinem Mann mal von euren Beiträgen hier berichten. Der findet unsere Gesprächskultur nämlich manchmal nervig und weiss das Glück nicht zu schätzen.
Signaturen sind halt doch praktisch für die Mitleser:innen…

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anitramk
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von anitramk »

Heute Morgen Frühstücksszenario: Flusskind und Landkind referieren über das Schlaraffenland (Landkind über Limobrunnen, Flusskind über am Baum wachsende Bratwürstchen, gleichzeitig!), während das Stadtkind (auch gleichzeitig) morgen früh um sechs kommt die kleine Hex vorträgt. Und von jedem Kind die vorwurfsvolle Nachfrage: Mama, hörst du mir auch zu???? Die Frauvam Nachbartisch konnte sich das Lachen nicht verkneifen 🙈
mit Stadtkind*2011, Landkind*2014 und Flusskind*2017
und mit 5 kleinen Sternchen im Herzen...
Wer schreibt denn hier? viewtopic.php?t=136843&hilit=martina
Mau
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von Mau »

Sabina hat geschrieben: 07.02.2026, 11:04 Ich kann mich wohl glücklich schätzen. 🙈 Wir haben meist tolle Gespräche zu Tisch und alle bleiben sitzen. Durchaus auch mal eine Stunde. Das war früher natürlich noch etwas anders aber nie so schlimm, wie ihr hier berichtet.

Unser Problem ist das kleinste Kind, das gerade mal wieder nichts ausser Toastbrot mit Butter und Früchte essen kann und trotzdem oft ein ‚Gefühl‘ im Hals hat, das es nicht einordnen kann. Das führt dann zu Panik und Verzweiflung, die durchaus auch in einem Meltdown enden. Wenn sie es früh genug spürt können wir es durch ein Geographie-Quiz (worLdle) abwenden. Das lieben wir sowieso alle.

Neurotypisch (also so klassisch wechselseitig) sind die Gespräche aber meist eher nicht. Der Grosse referiert zu einem Panzer, einer Schlacht, dem römischen Reich o.Ä. die Mittlere ergänzt mit einer Geschichte aus der Schule, einem Test zum Thema oder randomisiert irgendeiner Story von YT, die Kleine doppelt mit einer anderen Geschichte nach, was den Grossen dazu veranlasst die Kernaussage/die Geschehnisse in der Schule oder wo auch immer der Kleinen aufzunehmen und ein Erlebnis aus seiner Schulzeit zu erzählen oder – oft genug – eine Brücke zu seinem enormen Wissen zum WWII zu schlagen and here we go again. Reihenfolge und Inhalt mögen abweichen aber der tägliche Ablauf ist ungefähr so. Trotzdem: niemand macht nervige Geräusche, niemand zappelt…alles mehr oder weniger ruhig und gemütlich.

Ich glaube, ich muss meinem Mann mal von euren Beiträgen hier berichten. Der findet unsere Gesprächskultur nämlich manchmal nervig und weiss das Glück nicht zu schätzen.
Ich glaube, jetzt verstehe ich erst, warum mir Gespräche manchmal so schwer fallen :shock:
Wenn mir jemand was erzählt, neige ich auch dazu eine zum Thema passende Geschichte zu erzählen statt Fragen zu seiner zu stellen, was wohl neurotypisch wäre. Also kann ich auch, aber ist selten meine natürliche Reaktion, außer es interessiert mich wirklich total. Wechselseitige Gespräche klappen für mich nur gut, wenn man gemeinsam ein Problem löst oder Szenario (bevorzugt dystopisch) entwirft. Dann kann man gegenseitig die Gedanken weiterführen, wenn man ähnlich denkt. Oder Diskussionen mit unterschiedlichen Meinungen. Da kann man dann abwechselnd vortragen, warum die eigene Meinung richtig ist.

…kann zunehmend besser Gespräche führen und ist auch sonst unwahrscheinlicherweise neurotypischer als ihre Eltern.
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LilyGreen
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von LilyGreen »

Mir geht es ja auch so, dass ich das Konzept „Fragen stellen“ (um interessiert zu wirken) komplett wild finde. :lol:
Für mich ist es so, dass man entweder erzählt oder nicht. Und wenn man mit Interesse und Leidenschaft über ein Thema „referiert“ dann finde ich das idR tatsächlich spannend, finde aber trotzdem keine Frage die irgendwie angemessen ist. Weil ich mir denke: wenn jemand so viel Ahnung hat und gerne darüber spricht dann ist das doch total ineffizient wenn ich versuche das zu leiten!
Dass das nicht zu dem passt, was „normal“ ist, ist mir klar. Ich habe mir die Anpassung aber für Momente auf, in denen sie notwendig ist, der Rest muss so mit mir klarkommen 🙈
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LilyGreen
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von LilyGreen »

…hat mir gerade eine Brief gebracht, weil ich mich heute schon den ganzen Tag vor ihr verstecke:
IMG_2026-02-07-145540.jpeg
(Das Wort ist „Seminar“, ich musste auch nachfragen)
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Sabina
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von Sabina »

LilyGreen hat geschrieben: 07.02.2026, 14:02 Mir geht es ja auch so, dass ich das Konzept „Fragen stellen“ (um interessiert zu wirken) komplett wild finde. :lol:
Für mich ist es so, dass man entweder erzählt oder nicht. Und wenn man mit Interesse und Leidenschaft über ein Thema „referiert“ dann finde ich das idR tatsächlich spannend, finde aber trotzdem keine Frage die irgendwie angemessen ist. Weil ich mir denke: wenn jemand so viel Ahnung hat und gerne darüber spricht dann ist das doch total ineffizient wenn ich versuche das zu leiten!
Dass das nicht zu dem passt, was „normal“ ist, ist mir klar. Ich habe mir die Anpassung aber für Momente auf, in denen sie notwendig ist, der Rest muss so mit mir klarkommen 🙈
Ich verstehe zwar das Konzept. Also, das ‚interessiert nachfragen‘. Aber es fällt mir meist nicht ein. Nicht nur die richtige Frage, sondern komplett ‚das Nachfragen‘. Wenn mich jemand fragt ‚und, hattet ihr einen schönen Urlaub?‘ antworte ich wahrheitsgemäss sowas wie ‚ja, war ganz schön. Leider hatten wir etwas viel Regen aber wir konnten uns trotzdem ganz gut beschäftigen mit blablabla‘. Wenn ich dann fertig gesprochen habe ist das Gespräch für mich beendet. Dass ich jetzt an der Reihe wäre mit ‚und ihr?‘ fällt mir meist erst später ein. Im besten Fall dann, wenn das Gegenüber mich anstarrt. 😆 Genauso bei ‚wie geht es euch?‘, ‚wie war dein Wochenende?‘ etc.
Wenn mir jemand etwas erzählt muss ich mich doll anstrengen nicht einfach was für mich passendes zum Thema dazu zu erzählen (z.B. um zu zeigen, dass ich das Gegenüber verstehe, weil…) und mir eine Folgefrage dazu überlegen. Das führt dann aber dazu, dass ich micht mehr richtig auf den Inhalt des Gesprochenen konzentrieren kann…
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von Kieselstein »

Ich habe vor kurzem (vielleicht sogar hier?) den Satz wahrgenommen: Die Leute fragen eh das, was sie am liebsten selbst erzählen wollen. Da ich schon immer auf solche Weise Smalltalk lerne (random irgendwelche Infos darüber aufschnappen und Umzetzungsversuche starten), kommen meine Gesprächspartner:innen nun in den Genuss, dass ich ihnen die gleichen Fragen stelle, die sie mir gestellt haben. Da mich solche Gespräche aber sehr schnell langweilen, führt das trotzdem meistens nicht zum gewünschten Ergebnis. Lustig wurde es mit einer Kollegin, die die gleiche Strategie zu fahren scheint - wir haben ziemlich schnell aufgegeben, da wir nicht die gleichen Spezialinteressen teilen und uns gegenseitig gelangweilt haben 😂
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Mau
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von Mau »

Sabina hat geschrieben: 07.02.2026, 15:10
LilyGreen hat geschrieben: 07.02.2026, 14:02 Mir geht es ja auch so, dass ich das Konzept „Fragen stellen“ (um interessiert zu wirken) komplett wild finde. :lol:
Für mich ist es so, dass man entweder erzählt oder nicht. Und wenn man mit Interesse und Leidenschaft über ein Thema „referiert“ dann finde ich das idR tatsächlich spannend, finde aber trotzdem keine Frage die irgendwie angemessen ist. Weil ich mir denke: wenn jemand so viel Ahnung hat und gerne darüber spricht dann ist das doch total ineffizient wenn ich versuche das zu leiten!
Dass das nicht zu dem passt, was „normal“ ist, ist mir klar. Ich habe mir die Anpassung aber für Momente auf, in denen sie notwendig ist, der Rest muss so mit mir klarkommen 🙈
Ich verstehe zwar das Konzept. Also, das ‚interessiert nachfragen‘. Aber es fällt mir meist nicht ein. Nicht nur die richtige Frage, sondern komplett ‚das Nachfragen‘. Wenn mich jemand fragt ‚und, hattet ihr einen schönen Urlaub?‘ antworte ich wahrheitsgemäss sowas wie ‚ja, war ganz schön. Leider hatten wir etwas viel Regen aber wir konnten uns trotzdem ganz gut beschäftigen mit blablabla‘. Wenn ich dann fertig gesprochen habe ist das Gespräch für mich beendet. Dass ich jetzt an der Reihe wäre mit ‚und ihr?‘ fällt mir meist erst später ein. Im besten Fall dann, wenn das Gegenüber mich anstarrt. 😆 Genauso bei ‚wie geht es euch?‘, ‚wie war dein Wochenende?‘ etc.
Wenn mir jemand etwas erzählt muss ich mich doll anstrengen nicht einfach was für mich passendes zum Thema dazu zu erzählen (z.B. um zu zeigen, dass ich das Gegenüber verstehe, weil…) und mir eine Folgefrage dazu überlegen. Das führt dann aber dazu, dass ich micht mehr richtig auf den Inhalt des Gesprochenen konzentrieren kann…
Exakt das! Wird wahrscheinlich als ziemlich unhöflich empfunden…
Meine Mutter fragt Leute immer ganz viel, wo sie herkommen, was ihre Eltern machen und sowas, wo ich nie drauf käme. Und erfährt so Dinge über meine Bekannten, Freunde und zum Teil sogar Partner, die ich nicht wusste, weil sie es nie von selbst erzählt haben.
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