Mein Kind ...

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fragolapopulare
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von fragolapopulare »

Lernt CK 2 in der Schule die Silbenmethode? Die finde ich super, weil eine Silbe kürzer ist als ein ganzes Wort, und man mit einem relativ geringen Repertoire an fest eingeübten Silben sehr viele Wörter bilden und erkennen kann. Es gibt viele Erstlesebücher mit der Silbenmethode. Die Themenauswahl fand ich da leider immer etwas begrenzt (Warum müssen es Ballettgeschichten für Mädchen und Fußballgeschichten für Jungs sein? So dämlich.). Wenn man etwas rumsucht, findet man aber schöne Texte. (Thienemann-Verlag kann ich empfehlen). "Erst ich ein Stück, dann Du ein Stück"-Bücher waren auch ganz gut und motivierend.

Total doof fanden wir die Erstlesebücher, bei denen manche Wörter durch Bildchen ersetzt werden. Ich glaube, die Idee dahinter ist, dass das Kind schneller einen Satz zu Ende lesen kann, weil es manche Wörter nicht entziffern muss, aber die Zeichnungen waren so blöd gemacht, dass man jedes Mal ewig raten musste, was das jetzt bedeuten soll, und dann hat's auch keinen Spaß gemacht.
Liebe Grüße, Fragola mit Mini Nr. 1 03/2018 und Mini Nr. 2 10/2022
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Nane85
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von Nane85 »

Cryptomon hat geschrieben: 14.12.2025, 22:07
Mäusebaby hat geschrieben: 14.12.2025, 22:00 Meine schwierigsten Fälle sind die, die ha-i-en-te-e-en buchstabieren. Da soll man mal zum eigentlichen Wort kommen.
Ja, da haben wir von Anfang an drauf geachtet, dass wir die Laute benennen, nicht die Namen. Da hat er nur ein paar (eher seltene) Buchstaben. Das C (ist in ck1s Namen) und das Z -- da hat er dann aber heute gemerkt, dass Zettähne nicht passt 😉
Hier ist es so wie bei CK2, sie tut sich noch etwas schwer. Heute sollte sie "Film" lesen. Es ging los mit "Fi...", dann "l" - auf Nachfrage, was Fi und l zusammen ergibt, sagte sie "Fli...". Und zwar wiederholt und vehement. 🤣
Schwierig ist auch, dass sie eher "tö" als "t" sagt und es das je nach Wort auch wieder schwierig macht.

Aber meine waren da alle eher langsam. Die Große hat im dem Osterferien der ersten Klasse angefangen, so richtig zu lesen, mitten in Corona. Da war ich dann froh, dass es Klick gemacht hatte. Bei der Mittleren weiß ich es nicht mehr, aber sie war nicht wesentlich früher dran.

Leider ist die Kleine ziemlich schnell frustriert, Lesestart mit Eberhard ist noch viel zu viel.
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Batinka
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von Batinka »

Ich bin jetzt bei Ne 3 fasziniert, wie schnell sie lesen lernt- K1 fing etwa Weihnachten an, Aus Worten Sätze zu bilden, K2 konnte an Fasching die ersten Worte lesen, dann aber schnell Sätze „nach Sinn“. Also so wie Erwachsene lesen, die Worte nach Zusammenhang statt wortgetreu ergänzend. Und nur schwere Wörter so wie sie da standen, so ab drei, vier Silben aufwärts. Und die Kleine liest seit Wochen. Quasi flüssig, spannenderweise vertauscht sie bei Silben mit il/it immer die Reihenfolge, liest n als enn und stumme Buchstaben sind noch schwer. Ich bin gerade sehr froh um unsere Kiste mit Leseanfängerbüchern, bei den anderen beiden waren die jeweils erst viel zu schwer, dann etwa drei Wochen spannend, und dann wieder zu langweilig.
Lesestart mit Eberhard ist super! Das war bei K2 unser Einstieg, begleitet von einer Fibel.
Ich bin völlig fasziniert, wie unterschiedlich das ist.
Die Arbeit läuft Dir nicht davon, wenn Du Deinem Kind den Regenbogen zeigst. Aber der Regenbogen wartet nicht, bis Du mit der Arbeit fertig bist.

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Cryptomon
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von Cryptomon »

Bisher lernen sie nur einzelne Buchstaben und wenige Wörter daraus (am, im, Mama, Oma ...)
Flex und Flora ist das glaub ich.
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Reh
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von Reh »

Mäusebaby hat geschrieben: 14.12.2025, 22:00 Ich mache das mit „meinen" Kindern Schritt für Schritt, also h, h-i, hi, h-i-n, hin, h-i-n-t, hint, h-i-n-t-e, hinte, h-i-n-t-en, hinten.
Braucht halt Geduld. Wichtig ist, die Konsonanten stimmlos zu sprechen. Meine schwierigsten Fälle sind die, die ha-i-en-te-e-en buchstabieren. Da soll man mal zum eigentlichen Wort kommen.
Ich bin ja auch Lesemama in der ersten Klasse und mache es ähnlich.
Ich trenne bloß nach Silben. Also wenn wir hin haben, decke ich das hin ab (die Kinder haben sogar einen extra Lesepfeil) und dann erarbeiten wir uns das ten. Danach kommt dann hin plus ten ergibt hinten.
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Mäusebaby
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von Mäusebaby »

Ich habe Kinder, bei denen funktionieren nicht mal Silben. Dadurch, dass ich das so langsam angehe, raten sie auch seltener. Einige fühlen sich anfangs sehr unter Druck, etwas vorlesen zu müssen und lesen dann irgendwas, was nichts mit dem eigentlichen Text zu tun hat. 🫣
Du ein Stück, ich ein Stück funktioniert hier nicht. Meines Erachtens ist das eher für Lesefaule, nicht für Kinder, denen die Wortbildung noch schwer fällt.
Liebe Grüße
Mäusebaby mit ihrem Weihnachtswunderwunschkind (09/2015) und zwei **
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Cryptomon
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von Cryptomon »

Ich würde halt gern verstehen, WARUM es ihm so schwer fällt.
Ich (und auch meine Schwestern) habe(n) damals die Buchstaben/Laute aus der Sesamstraße gelernt und nach dem Hinweis meiner Mutter "die Buchstaben aneinanderreihen" alle sehr früh lesen gelernt. Also... Mit 3. (Meine Mutter ist dafür immer blöd angemacht worsen, sie wolle uns drillen 🙄)
Ck2 hatte bisher wenig Interesse an Buchstaben 🤷🏼‍♀️
Aber ich war davon ausgegangen, dass er, sobald er die Buchstaben kennt, diesen Schritt "aneinanderreihen" problemlos hinbekommt. Zumal er sonst ja sehr "sprachbegabt" ist. Also Silben klatschen/zählen gar kein Problem. Wenn man ihm einen Satz sagt und fragt, aus wie vielen Wörtern der besteht, kann er das auch ohne Probleme. Er erkennt anlaute und Wortendungen (wobei in sehr vielen berichten von Fachärzt:innen in letzter Zeit "verwaschene Aussprache" steht. Das ist aber mMn hauptsächlich der Präfix ge-, der bei ihm bei vielen Wörtern noch de- ist, also desagt, demacht etc. Das wird aber täglich besser). Er spricht Sätze mit x Nebensätzen. Er verwendet den Genitiv richtig, er fasst Hörspiele oder Bücher sowohl mit eigenen Worten zusammen als auch kann er sie wortwörtlich wiedergeben.
Wenn ich verstehe, *warum* er da das Problem hat, könnte ich einen anderen Ansatz versuchen... (Aber dass er da nicht der einzige ist, hilft mir auch)
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von anitramk »

Habe hier drei Kinder, die alle drei noch mit 8, 9 Jahren große Probleme hatten einfache Silben zusammen zu ziehen. Das Stadtkind ist jetz Klasse 9. Sie liest und schreibt trotz LRS gerne. Aber in der Zeit, die sie halt braucht und laut lesen geht nicht flüssig. Das Landkind liest jetzt mit 11 Jahren / 4. Klasse fast flüssig und hat nur ein bisschen Probleme "richtig" zu betonen. Sie liest inzwischen auch gerne und wünscht sich gezielt Bücher(serien). Das Flusskind (8, 2. Klasse) bewegt sich vermutlich so in etwas auf ck2' niveau. Das ist allerdings sehr tagesformabhängig. Wenn er will und Lust hat, dann gehen auch mal ganze Sätze ohne Hilfe und Fehler. Meistens aber nicht. Für mich, die ich in der 1. Klasse sehr schnell lesen konnte und schon Ende der 1. Klasse zu Enid Blyton und sonstigen diversen Schneiderbüchern übergegangen bin, war und ist das manchmal schwer nachvollziehbar. Ich hab nie lesen üben müssen, ich hab einfach gelesen. Alles. Etiketten, Schilder, Groschenromane, Comics, Zeitung...
mit Stadtkind*2011, Landkind*2014 und Flusskind*2017
und mit 5 kleinen Sternchen im Herzen...
Wer schreibt denn hier? viewtopic.php?t=136843&hilit=martina
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Cryptomon
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von Cryptomon »

anitramk hat geschrieben: 15.12.2025, 08:46 Ich hab nie lesen üben müssen, ich hab einfach gelesen. Alles. Etiketten, Schilder, Groschenromane, Comics, Zeitung...
Ja genau. Ich hatte in ck1s alter die komplette Stadtbibliothek an kinder- und Jugendbüchern durch (und bin dann zu Stephen King übergegangen 🫣)

Ck1 hat auch erst in der Schule lesen gelernt, dann aber schnell. Nur: sie hat NIE irgendwas freiwillig gelesen, was auch nur im entfernten an ein Buch erinnert (stimmt nicht. *Einen* Roman hat sie freiwillig gelesen. Und Harry Potter als Schullektüre. Sonst maximal Comics).
Aber: sie ist Naturtalent. Sie wird regelmäßig Vorlesekönigin der Klasse, liest ck2 öfter vor als ich etc
Also bei ihr war ich auch verwundert, dass sie vorher kein Interesse daran hatte, aber Mitte erster Klasse konnte sie es problemlos. Und auch direkt sinnerfassend.
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von Mäusebaby »

Cryptomon hat geschrieben: 15.12.2025, 08:52
anitramk hat geschrieben: 15.12.2025, 08:46 Ich hab nie lesen üben müssen, ich hab einfach gelesen. Alles. Etiketten, Schilder, Groschenromane, Comics, Zeitung...
Ja genau. Ich hatte in ck1s alter die komplette Stadtbibliothek an kinder- und Jugendbüchern durch (und bin dann zu Stephen King übergegangen 🫣)

Ck1 hat auch erst in der Schule lesen gelernt, dann aber schnell. Nur: sie hat NIE irgendwas freiwillig gelesen, was auch nur im entfernten an ein Buch erinnert (stimmt nicht. *Einen* Roman hat sie freiwillig gelesen. Und Harry Potter als Schullektüre. Sonst maximal Comics).
Aber: sie ist Naturtalent. Sie wird regelmäßig Vorlesekönigin der Klasse, liest ck2 öfter vor als ich etc
Also bei ihr war ich auch verwundert, dass sie vorher kein Interesse daran hatte, aber Mitte erster Klasse konnte sie es problemlos. Und auch direkt sinnerfassend.
Cryptomon hat geschrieben: 15.12.2025, 08:43 Ich würde halt gern verstehen, WARUM es ihm so schwer fällt.
Ich (und auch meine Schwestern) habe(n) damals die Buchstaben/Laute aus der Sesamstraße gelernt und nach dem Hinweis meiner Mutter "die Buchstaben aneinanderreihen" alle sehr früh lesen gelernt. Also... Mit 3. (Meine Mutter ist dafür immer blöd angemacht worsen, sie wolle uns drillen 🙄)
Ck2 hatte bisher wenig Interesse an Buchstaben 🤷🏼‍♀️
Aber ich war davon ausgegangen, dass er, sobald er die Buchstaben kennt, diesen Schritt "aneinanderreihen" problemlos hinbekommt. Zumal er sonst ja sehr "sprachbegabt" ist. Also Silben klatschen/zählen gar kein Problem. Wenn man ihm einen Satz sagt und fragt, aus wie vielen Wörtern der besteht, kann er das auch ohne Probleme. Er erkennt anlaute und Wortendungen (wobei in sehr vielen berichten von Fachärzt:innen in letzter Zeit "verwaschene Aussprache" steht. Das ist aber mMn hauptsächlich der Präfix ge-, der bei ihm bei vielen Wörtern noch de- ist, also desagt, demacht etc. Das wird aber täglich besser). Er spricht Sätze mit x Nebensätzen. Er verwendet den Genitiv richtig, er fasst Hörspiele oder Bücher sowohl mit eigenen Worten zusammen als auch kann er sie wortwörtlich wiedergeben.
Wenn ich verstehe, *warum* er da das Problem hat, könnte ich einen anderen Ansatz versuchen... (Aber dass er da nicht der einzige ist, hilft mir auch)
Ich denke, da hat es einfach noch nicht Klick gemacht. Manche Kinder sind schneller als der Durchschnitt, bedeutet aber auch, dass andere langsamer sind. Ich habe jetzt von 34 Erstklässler zehn, die noch keine Wörter lesen können, das sind über 25%. Für gewöhnlich sind das am Ende des Schuljahres dann noch 4-5. Also es ist echt alles in Rahmen bei CK2.

Mein Kind hat vor der Grundschule bereits lesen können, liest jetzt aber nur Lotta Leben, Dragon Girls und Graphic Novels.
Ich konnte erst in der ersten Klasse lesen, bin dann in der vierten Klasse umgezogen mit meinen 600 Büchern, die Bücherei hatte ich auch durchgelesen.
Kinder/Menschen sind so unterschiedlich. 🤷🏻‍♀️
Liebe Grüße
Mäusebaby mit ihrem Weihnachtswunderwunschkind (09/2015) und zwei **
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