Größter Wunsch: Von Zwiemilch zurück zum Vollstillen..

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Archimom
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Größter Wunsch: Von Zwiemilch zurück zum Vollstillen..

Beitrag von Archimom »

Hallo ihr Lieben,
bisher habe ich immer nur mitgelesen, aber nun brauche ich dringend euren Rat, weil ich seit der Geburt meines Sohnes mit unserer Stillbeziehung kämpfe und das Gefühl habe, anfangs falsch beraten worden zu sein.

Geburt und erste Tage:
Mein Sohn (erstes Kind) wurde am 28.08. bei 37+3 nach vorzeitigem Blasensprung geboren. Die Wehen kamen erst spät, nach zwei Tagen wurde dann doch medikamentös eingeleitet. Direkt nach der Geburt konnte ich ihn zwar anlegen, wurde im Krankenhaus jedoch weder zum häufigen Anlegen noch zur Stilltechnik beraten. Wir wurden am nächsten Tag entlassen und vertrauten unserer Hebamme aus dem Geburtshaus. Sie sagte, das Stillen laufe gut, bekomme Milch und sein Verhalten sei trotz Gelbsucht unbedenklich. Im Nachhinein weiß ich, dass das falsch war.. da wir unerfahren waren glaubten wir ihr alles.

Starker Gewichtsverlust – keine Hilfe:
Am 4. Lebenstag hatte mein Sohn bereits 10 % Gewicht verloren und die Gelbsucht stieg an – trotzdem sei alles laut Hebamme „normal“ (Anscheinend hatte ich Stillprobleme und wurde damit alleine gelassen bzw. es wurde vom Fachpersonal verschlimmert). Am 5. Tag kamen wir wegen eines anderen Problems ins Krankenhaus, wurden aber wegen hoher Bilirubinwert (20mg/dl) und Gewichtsabnahme stationär aufgenommen.
Dort begann das Zufüttern und Abpumpen im 3-Stunden-Rhythmus (50–60 ml). Nach drei Tagen hatte er sein Geburtsgewicht wieder und wir wurden entlassen, aber zu Hause ging der Stress weiter.
Wochenlanges Pumpen, Schmerzen und zu wenig Milch.
Ich stillte 10 Minuten, fütterte zu und pumpte ab – über zwei Wochen lang, ohne ein richtiges Effekt auf die Milchmenge(beim Abpumpen 30-40ml mehr geworden). Meine Brustwarzen wurden wund, ich bekam Vasospasmen.
In der 4. Woche suchte ich eine IBCLC auf. Diagnose:
– sehr starker Unterkiefermuskel, dadurch Kompression der Brustwarze
– deshalb wunde Brustwarzen, falsche Flanschgröße des Abpumpgeräts (Medela Symphony) + Vasospasmus
Sie zeigte mir korrektes Anlegen und Massagen. Magnesium/Kalzium brachten eine leichte Besserung, aber nach langem Stillen werden die Brustwarzen wieder weiß und schmerzhaft. BES empfohlen und gezeigt, aber nach paar Minuten Stillen merke ich dass die Milch nicht mehr fließt (glaube die Sonde rutscht ab weil er sein Kopf ab und zu bewegt), muss dann ständig die Position der Sonde korrigieren.

Aktuelle Situation (11. Lebenswoche):
Seit zwei Wochen füttere ich per BES, anfangs mit Schwierigkeiten, jetzt klappt es einigermaßen besser.
Für die Milchbildung nehme ich Bockshornklee, Vitamin D und B12, muss sber ehrlich gestehen, dass ich wenig Wasser trinke max. 1Liter pro Tag.
Mein Sohn hat angefangen nach seiner 5.Woche nachts 4-5 Stunden zu schlafen, ich habe ihn nicht mehr alle 2–3 Stunden geweckt – dachte, er würde nachts genug trinken, da meine Brüste sich ab der 4.-5.Woche sehr voll und Hart angefühlt haben und beim trinken mehrere Schluckgeräusche hörbar waren. Mittlerweile sehe ich, dass das vermutlich falsch war, da sich seit zwei Wochen meine Brüste Nachts nicht mehr so voll anfühlen.
Ich habe vorher am Tag ca. 6–8-mal gestillt, wobei eine Stillmahlzeit mit BES oder ohne oft 1–2 Stunden dauert. Seit paar Tagen versuche ich mehrmals zu stillen 8-12-mal.
Trotz etwas mehr Milch (man hört Schlucken) reicht es weiterhin nicht, v. a. tagsüber, Abends und manchmal Morgens..

Meine konkrete Frage an euch, was kann ich jetzt noch tun, um:
1. meine Milchmenge zu steigern
2. Pre-Menge langsam zu reduzieren
3. möglichst noch zum Vollstillen überzugehen?

Ich bin für jeden Hinweis sehr dankbar.

Hier noch die Beantwortung der Fragen:
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Junge
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)
Ja es wurde davor sowohl abgepumpte MuMi als auch Pre zugefüttert, zurzeit nur Pre dafür mehr Angelegt. Menge: 60-90ml pro Mahlzeit, 4-5x/Tag
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Leider dauert das Stillen mit Zufüttern teilweise über 1 Stunde. Er schläft schnell ein während des stillens, versuche daher oft die Brust zu wechseln. Zugefüttert wird per BES seit zwei Wochen. Derzeit leider immer nur relativ kurze Schlafpausen am Mittag (während des Stillens).
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
-ca. 4–5 nasse Windeln
– Stuhl 0–1× täglich, breiig gelb/orange, gelegentlich grün
– Seit Umstieg auf Ziegenmilch-Pre weniger Stuhlgang
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme? siehe oben * Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
(Siehe oben) Er saugt seit der Geburt sehr stark, hat aber laut Stillberaterin starke Kiefermuskulatur. Mir ist auch aufgefallen, dass er beim saugen in den ersten Sekunden Luft mitschluckt.
Im KH mit Flasche bis 8.-9. Lebenswoche (wenig Milchzufluss Nr. 1 von Philips Avent). Ansonsten Schnuller ab 8. Woche angefangen, aber benutzen es sehr gering nur Nachts. Seit paar Wochen Zufütterung per BES.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Wir haben selbstverständlich einen Kinderarzt und die Hebamme wollte ich nicht mehr haben nach dem Vorfall. Der Kinderarzt ist bei der Stillthematik wenig bis garnicht hilfreich. Ansonsten war ich zwei mal bei der Stillberatung IBCLC Logopädin, die mir (siehe oben) BES, richtiges Anlegen und „das Problem“ beim Saugen erklärt hat + wieso ich Vasospasmus bekomme auch beim richtigen Anlegen.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Habe Psoriasis, aber nehme dafür keine Medikamente ein. Antibiotika nach vorzeitigem Blasensprung.
Baby: 37+3 SSW, Gelbsucht (Bilirubin 20 mg/dl am 5. Tag), 4.Tag 10 % Gewichtsverlust.
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Erstes Kind.


- Gewichtsentwicklung (immer nackt gewogen):
28.08 2770 g Geburt KH (Entlassung)
01.09 2500 g Hebi Handwaage
02.09 2490 g KH Notdienst (Angefangen mit Zufütterung jede 3h: 50-60ml+ Abpumpen)
05.09. 2770 g Kh (Entlassung)
08.09. 2810 g Kinderarzt
15.09. 3130 g Zuhause (eigene Babywaage besorgt)
26.09. 3730 g Zuhause
07.10 3905 g Kinderarzt
15.10. 4200 g Zuhause
21.10. 4560 g Zuhause
29.10. 4970 g Zuhause
05.11. 5310 g Zuhause
13.11. 5770 g Zuhause, 5x gestillt, 340ml Pre 1x Flasche 3x BES, Urin: 4x, Stuhl: 1x
14.11. 5770 g Zuhause, 12x gestillt, 360ml Pre 1x Flasche 3x BES, Urin: 3x, Stuhl: 1x
15.11. 5750 g Zuhause

Falls noch Informationen fehlen, reiche ich sie gerne nach.
Vielen Dank für eure Einschätzung und Unterstützung!
Mondenkind
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Re: Größter Wunsch: Von Zwiemilch zurück zum Vollstillen..

Beitrag von Mondenkind »

Ich melde mich Anfang nächster Woche!
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

Sei ein Mensch! M. Reif

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Archimom
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Re: Größter Wunsch: Von Zwiemilch zurück zum Vollstillen..

Beitrag von Archimom »

Mondenkind hat geschrieben: 15.11.2025, 21:51 Ich melde mich Anfang nächster Woche!
Vielen lieben Dank!

hier nochmal ein kurzes Update zu der Gewichtsentwicklung:

28.08 2770 g Geburt KH (Entlassung)
01.09 2500 g Hebi Handwaage
02.09 2490 g KH Notdienst (Angefangen mit Zufütterung jede 3h: 50-60ml+ Abpumpen)
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15.09. 3130 g Zuhause (eigene Babywaage besorgt)
26.09. 3730 g Zuhause
07.10 3905 g Kinderarzt
15.10. 4200 g Zuhause
21.10. 4560 g Zuhause
29.10. 4970 g Zuhause
05.11. 5310 g Zuhause
13.11. 5770 g Zuhause, 5x gestillt, 340ml Pre 1x Flasche 3x BES, Urin: 4x, Stuhl: 1x
14.11. 5770 g Zuhause, 12x gestillt, 360ml Pre 1x Flasche 3x BES, Urin: 3x, Stuhl: 1x
15.11. 5750 g Zuhause, 11x gestillt, 325ml Pre 5x BES, Urin: 4x, Stuhl: 1x
16.11. 5770 g Zuhause, 9x gestillt, 330ml Pre 6x BES, Urin: 3x Urin Stuhl: 2x
17.11. (vergessen zu wiegen), 8x gestillt, 310ml Pre 5x BES, Urin: 4x, Stuhl: 1x

Liebe Grüße
Archimom
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Re: Größter Wunsch: Von Zwiemilch zurück zum Vollstillen..

Beitrag von Archimom »

Nochmal ein kurzes Update zu der Gewichtsentwicklung:

28.08 2770 g Geburt KH (Entlassung)
01.09 2500 g Hebi Handwaage
02.09 2490 g KH Notdienst (Angefangen mit Zufütterung jede 3h: 50-60ml+ Abpumpen)
05.09. 2770 g Kh (Entlassung)
08.09. 2810 g Kinderarzt
15.09. 3130 g Zuhause (eigene Babywaage besorgt)
26.09. 3730 g Zuhause
07.10 3905 g Kinderarzt
15.10. 4200 g Zuhause
21.10. 4560 g Zuhause
29.10. 4970 g Zuhause
05.11. 5310 g Zuhause
13.11. 5770 g Zuhause, 5x gestillt, 340ml Pre 1x Flasche 3x BES, Urin: 4x, Stuhl: 1x
14.11. 5770 g Zuhause, 12x gestillt, 360ml Pre 1x Flasche 3x BES, Urin: 3x, Stuhl: 1x
15.11. 5750 g Zuhause, 11x gestillt, 325ml Pre 5x BES, Urin: 4x, Stuhl: 1x
16.11. 5770 g Zuhause, 9x gestillt, 330ml Pre 6x BES, Urin: 3x Urin Stuhl: 2x
17.11. (vergessen zu wiegen), 8x gestillt, 310ml Pre 5x BES, Urin: 4x, Stuhl: 1x
18.11. 5940 g Zuhause, 9 x gestillt, 290ml Pre 5x BES, Urin: 4x, Stuhl: 1x
19.11. 5940 g Zuhause, 7x gestillt, 305ml Pre 5x BES, Urin: 3x, Stuhl: 1x
20.11. 5980 g Zuhause, 7x gestillt, 290ml Pre 5x BES, Urin: 3x, Stuhl 2x

Ich merke so langsam, dass meine Brüste bisschen voller werden bei jeder Mahlzeit, nur reicht es ihm trotzdem nicht komplett aus.. aaber die 90ml in einer Mahlzeit schafft er nicht mehr, sondern eher 60-70ml :) ich merke auch, dass er beim trinken mit dem BES oftmals Luft runterschluckt, egal wo ich den Schlauch einführe. Das stillen dauert daher immer noch 1-2 Std. :(

Liebe Grüße
Archimom
gut eingelebt
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Re: Größter Wunsch: Von Zwiemilch zurück zum Vollstillen..

Beitrag von Archimom »

Update zu der Gewichtsentwicklung:

28.08 2770 g Geburt KH (Entlassung)
01.09 2500 g Hebi Handwaage
02.09 2490 g KH Notdienst (Angefangen mit Zufütterung jede 3h: 50-60ml+ Abpumpen)
05.09. 2770 g Kh (Entlassung)
08.09. 2810 g Kinderarzt
15.09. 3130 g Zuhause (eigene Babywaage besorgt)
26.09. 3730 g Zuhause
07.10 3905 g Kinderarzt
15.10. 4200 g Zuhause
21.10. 4560 g Zuhause
29.10. 4970 g Zuhause
05.11. 5310 g Zuhause
13.11. 5770 g Zuhause, 5x gestillt, 340ml Pre 1x Flasche 3x BES, Urin: 4x, Stuhl: 1x
14.11. 5770 g Zuhause, 12x gestillt, 360ml Pre 1x Flasche 3x BES, Urin: 3x, Stuhl: 1x
15.11. 5750 g Zuhause, 11x gestillt, 325ml Pre 5x BES, Urin: 4x, Stuhl: 1x
16.11. 5770 g Zuhause, 9x gestillt, 330ml Pre 6x BES, Urin: 3x Urin Stuhl: 2x
17.11. (vergessen zu wiegen), 8x gestillt, 310ml Pre 5x BES, Urin: 4x, Stuhl: 1x
18.11. 5940 g Zuhause, 9 x gestillt, 290ml Pre 5x BES, Urin: 4x, Stuhl: 1x
19.11. 5940 g Zuhause, 7x gestillt, 305ml Pre 5x BES, Urin: 3x, Stuhl: 1x
20.11. 5980 g Zuhause, 7x gestillt, 290ml Pre 5x BES, Urin: 3x, Stuhl 2x
21.11. 6060 g Zuhause, 7x gestillt, 305 ml Pre 4x BES, Urin: 3x, Stuhl: 0x
22.11. (nicht gewogen), 7x gestillt, 240ml Pre 5x BES, Urin: 3x, Stuhl: 2x
23.11. (nicht gewogen), 7x gestillt, 255ml Pre 5x BES, Urin: 3x, Stuhl: 1x
24.11. 6140 g Zuhause, 7x gestillt, 280ml Pre 5x BES, Urin: 4x, Stuhl: 1x
25.11. (nicht gewogen), 9x gestillt, 150ml Pre 3x BES, Urin: 3x, Stuhl: 0x
26.11. 6100 g Zuhause (gewogen nach dem Stuhlgang + vor dem stillen, normalerweise nicht der Fall), 9x gestillt, 205ml Pre 4x BES, Urin: 3x, Stuhl: 1x
27.11. (nicht gewogen), 6x gestillt, 170ml Pre 4x BES, Urin: 4x, Stuhl: 0x
28.11. (Heute) 6210 g Zuhause,…

Wie man sehen kann, ist die ml Anzahl jeden Tag unterschiedlich. Ich weiß nicht, wovon das abhängt. Was ich nur sagen kann ist, dass er an den Tagen, an denen er weniger Pre bekommen hat, länger geschlafen hat. Ich würde wirklich gerne wissen, wie der aktuelle Stand der Dinge ist und wie ich weitermachen soll. :/

Liebe Grüße
Mondenkind
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Re: Größter Wunsch: Von Zwiemilch zurück zum Vollstillen..

Beitrag von Mondenkind »

Hallo, da habt ihr ja schon ganz schön was hinter euch!

Ich fang mal an, deine Fragen zu beantworten. Ich schaffe wahrscheinlich nicht alles heute, wollte aber endlich mal anfangen, dir zu antworten.

Ich hab vorweg ein paar Fragen.
Archimom hat geschrieben: 15.11.2025, 21:06 Mein Sohn hat angefangen nach seiner 5.Woche nachts 4-5 Stunden zu schlafen,
Schläft er immer noch so lange nachts? Weiche Brüste sind nicht das Problem, es ist normal, dass sie sich irgendwann meist weich anfühlen. 5 Stunden ist aber das Maximum, das ein Kind mit Zufütterbedarf am Stück schlafen sollte.
Ich habe vorher am Tag ca. 6–8-mal gestillt, wobei eine Stillmahlzeit mit BES oder ohne oft 1–2 Stunden dauert.
Das ist auffällig lang. Woran liegt es, was ist deine Einschätzung?

Ich warte mal auf deine Antworten und dann überlegen wir uns einen Plan, ok?
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

Sei ein Mensch! M. Reif

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Archimom
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Re: Größter Wunsch: Von Zwiemilch zurück zum Vollstillen..

Beitrag von Archimom »

Hallo Mondenkind, ja das wäre super!
Schläft er immer noch so lange nachts? Weiche Brüste sind nicht das Problem, es ist normal, dass sie sich irgendwann meist weich anfühlen. 5 Stunden ist aber das Maximum, das ein Kind mit Zufütterbedarf am Stück schlafen sollte.
Ja, er schläft nachts meistens 4–5 Stunden am Stück, manchmal auch 3,5 Stunden.
Die längere Pause tut mir ehrlich gesagt gut. Auch beim nächtlichen Stillen vergeht sonst oft eine ganze Stunde, bis ich merke, dass er meine Brüste „leergetrunken“ hat oder gesättigt ist. Nachts ist er schneller müde, öffnet den Mund nicht richtig und schläft leichter beim Stillen ein (Nachts nur am stillen also ohne Pre). Ich glaube, dass das längere Schlafen auch daran liegt, dass er tagsüber nur wenig oder kaum richtig schläft.
Das ist auffällig lang. Woran liegt es, was ist deine Einschätzung?
Wenn meine Brust weniger Milch gibt, wird er schläfrig, schluckt langsamer, macht mehr Pausen zwischendurch, versucht während des schlafs mit dem Mund nach hinten zu rutschen, sodass er weniger Brustwarze im Mund hat und den Kopf leicht nach hinten zieht.. Ich muss ihn dann meist streicheln, reden oder häufiger die Seite wechseln (2× links, 2× rechts), abdocken wieder andocken um ihn wieder richtig anzulegen (wobei er nach dem abdocken sein Mund weniger öffnet).
Beim BES ist es so, dass die PRE-Milch nicht direkt herausgesaugt werden kann, wenn ich den Schlauch einführe. Ich muss zuerst die richtige Stelle finden, bis es richtig klappt. Außerdem schluckt er dabei oft Luft, weil aus dem Schlauch manchmal die Milch von selbst herausläuft, ohne dass er saugt (BES von Medela). Dann ziehe ich den Schlauch heraus und warte ein bisschen, aber dabei verlieren wir natürlich auch Zeit. :(
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Re: Größter Wunsch: Von Zwiemilch zurück zum Vollstillen..

Beitrag von Archimom »

Ahja was das Stillen über 1–2 Stunden betrifft, könnte auch Folgendes eine Rolle spielen: Zunächst lege ich ihn ohne BES an beiden Brüsten an, damit er zuerst die Muttermilch direkt trinkt. Erst danach führe ich die Sonde ein. Dabei fällt mir auf, dass er mit der Sonde irgendwie weniger effektiv aus der Brust trinkt. Wenn ich ihn abdocke, kommt bei leichtem Druck auf die Brustwarze nämlich noch Milch, sodass er eigentlich mehr hätte heraustrinken können.
Mondenkind
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Re: Größter Wunsch: Von Zwiemilch zurück zum Vollstillen..

Beitrag von Mondenkind »

Archimom hat geschrieben: 30.11.2025, 07:01 Ja, er schläft nachts meistens 4–5 Stunden am Stück, manchmal auch 3,5 Stunden.
Das ist ok. Länger als 5 Stunden sollte die Nachtpause allerdings nicht sein.
Archimom hat geschrieben: 30.11.2025, 07:01 Auch beim nächtlichen Stillen vergeht sonst oft eine ganze Stunde, bis ich merke, dass er meine Brüste „leergetrunken“ hat oder gesättigt ist.
"Leer" ist die Brust nie - die MIlch wird beim Stillen gebildet. Je weicher die Brust wird, desto mehr MIlch wird abgerufen! Allerdings sollte das Kind auch in der Lage sein, die Brust wirklich weich zu trinken. Schafft dein Kind das?
Archimom hat geschrieben: 30.11.2025, 07:01 Nachts ist er schneller müde, öffnet den Mund nicht richtig
Es ist wichtig, auch nachts darauf zu achten, dass er richtig trinkt und den Mund gut öffnet. Sonst ist kein guter Milchtransfer möglich und das ist schlecht für die Zunahme und die MIlchbildung.

Schau doch bitte mal in die LInksammlung Stillwissen und schau dir die "Brustkompression" an, vielleicht hilft euch das.
Archimom hat geschrieben: 30.11.2025, 07:01 Beim BES ist es so, dass die PRE-Milch nicht direkt herausgesaugt werden kann, wenn ich den Schlauch einführe. Ich muss zuerst die richtige Stelle finden, bis es richtig klappt. Außerdem schluckt er dabei oft Luft, weil aus dem Schlauch manchmal die Milch von selbst herausläuft,
Am besten tropft es nur aus dem BES. In der Linksammlung findest du auch Tipps zum BES.
Archimom hat geschrieben: 30.11.2025, 07:12 Wenn ich ihn abdocke, kommt bei leichtem Druck auf die Brustwarze nämlich noch Milch, sodass er eigentlich mehr hätte heraustrinken können.
Wie gesagt: es kommt immer MIlch. Das sagt nichts aus.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

Sei ein Mensch! M. Reif

Mondenkind mit K1 (3/08) und K2 (3/11)
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Re: Größter Wunsch: Von Zwiemilch zurück zum Vollstillen..

Beitrag von Archimom »

Hallo Mondenkind,
"Leer" ist die Brust nie - die MIlch wird beim Stillen gebildet. Je weicher die Brust wird, desto mehr MIlch wird abgerufen! Allerdings sollte das Kind auch in der Lage sein, die Brust wirklich weich zu trinken. Schafft dein Kind das?
Ja, er schafft das. Ich merke danach auch, dass meine Brust weicher geworden ist. Ich frage mich auch, ob die lange Stilldauer auch am Vasospasmus liegen kann, also dass er dann nicht genug Milch herausbekommt und deshalb länger braucht.

Wie sieht es mit der Gewichtsentwicklung aus? Beziehungsweise auch mit der Zufütterungsmenge, da es ja jeden Tag unterschiedlich ist?

Liebe Grüße
Archimom
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