Zufüttern ab Tag 4, vollstillen realistisch?

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theilelue
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Zufüttern ab Tag 4, vollstillen realistisch?

Beitrag von theilelue »

Hallo zusammen,

ich hatte es so sehr gehofft, dass das Vollstillen bei Kind 2 klappt, aber jetzt ist doch wieder zufüttern angesagt. Das macht mich sehr traurig und ich finde es schwierig einzuschätzen, wie es jetzt für uns weitergeht. Da ihr mir bei Kind 1, so toll geholfen habt, so dass ich nach Beikosteinführung nicht mehr zufüttern musste und bis er 2,5 Jahre alt war, gestillt habe, hoffe ich wieder auf eure Unterstützung!

* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?

Mädchen

* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.

6 mal am Tag 35ml Pre über BES, ich pumpe zusätzlich, wenn da 35ml zusammenkommen ersetzte ich die Pre durch Mumi. Gestarten haben wir am Tag 4 nachdem sie unter die 10% gerutscht ist. Die Zufütternmenge ist quasi von der Erfahrung meines ersten Kindes, da haben wir auch diese Menge zugefüttert.

* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?

Mit zwei Kinder nicht mehr so einfach wie bei Nummer eins, aber wir kommen schon auf mind. 12 Stillmahlzeiten. Nachts ist es schwierig, weil sie echt tief schläft. Ich wecke sie dann alle 3 Stunden, aber sie ist nicht sehr trink motiviert. Wir füttern nur tagsüber zu, nachts wird nur gestillt. Sie schläft schon mal 2-3h wenn der große Bruder nicht da ist. Nachts würde sie wie gesagt auch länger schlafen.

* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?

Sie pullert sehr viel, nur Stuhlgang ist sehr schwierig. Sie hat alle zwei bis drei Tage Stuhlgang, aber dann viel. Das war bei unserem großen aber auch so, dass er quasi „gesammelt“ hat.

* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?

Der Stillstart war sehr schön, nach der interventionsfreien Geburt im Geburtshaus, habe ich sie direkt angelegt. Aber sie hatte zu Begin Andockprobleme, dockt immer wieder ab und ich hatte das Gefühl sie hält das Vakuum nicht gut. Wir hatten bereits eine Stillberatung, die meinte, dass der Gaumen zu hoch sei und ihr Zungenband zu kurz, Hebamme und Osteophatin meinten beide, das Zungenband ist nicht zu kurz, inzwischen waren wir beim spezialisierten Kinderchirurg und der hat noch einmal bestätigt, kein zu kurzes Zungenband. Sie hat nach dem Stillen meist einen Bluterguss an unter der Unterlippe also kompensiert beim Saugen scheinbar auch mit dem Kiefer, während des Stillens zittert sie auch mal mit dem Unterkiefer, was laut der Osteopathin Erschöpfung ist.

* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?

Nichts davon

* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?

Wir hatten eine Stillberatung, die meinte, dass Positionierung und alles passen, aber das Zungenband das Problem wäre. Bei der Osteophatie meinte die Therapeutin sie hat leichte Verspannungen aber nichts ernstes. Die Hebamme meint, ich muss die Situation einfach akzeptieren mit dem Zufüttern und dass es wohl an meiner Milchmenge liegt. Ich biete immer beide Brüste an, mache auch Brustkompression, und höre auch die Schluckgeräusche. Ohne BES trinkt sie so 5 Minuten pro Brust und wenn das BES leer ist, dockt sie auch direkt ab, was mir auch Sorge bereitet. Ich habe die Hoffnung bzw. das Gefühl, dass ich mehr Milch habe, auch wenn das Pumpen es aktuell nicht zeigt.

* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?

Keine Auffälligkeiten. In meiner Familie gibt es mehrere Hashimitofälle, aber meine Werte sind gut. Ich habe auch ein Brustultraschall machen lassen, die Frauenärztin meinte alles unauffällig, wollte aber nichts zu „Stillfähigkeit“ sagen. ich nehme Bockshornklee. Während der ersten Stillzeit mit Kind 1 habe ich auch Domperidon genommen, was aber keine Reduzierung mit sich gebracht hat.

* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.

Geburt bei Kind 1 war teilweise traumatisch, Stillen ging ganz gut, aber meine Brustwarzen waren sehr mitgenommen. Aber das hat sich nach zwei Wochen auch gelegt, aber sein Gewicht ging zu langsam nach oben, so dass wir kurz vor der U3 mit zufüttern auch übers BES begonnen haben und davon erst mit Beikosteinführung weggekommen sind.

Außerdem hat sie seit ein paar Tagen eine Schnupfnase, was das Stillen nachts schwierig macht.

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Fragen:

Ich hatte mir dieses Mal als Ziel gesetzt nicht dauerhaft an der Pumpe zu hängen. Ist es realistisch ohne Pumpe weiterzumachen, also Reduktion ohne Pumpe? Durch BES wird die Brust ja auch stimuliert, oder? Sollte ich mich noch einmal an Domperiodon versuchen?

Können wir zwei mal die Woche wiegen? Die mentale Belastung jeder Tag hat mich das letzte Mal stark mitgenommen und ich merke auch jetzt wie schlecht es mir davor jedes Mal geht.

Muss ein Kind 170 g die Woche zunehmen? Sie ist sonst ein glückliches, zufriedenes Kind, und sehr aufmerksam. Ist es vielleicht zu kurz gedacht, die Zufüttermenge nur an der Gewichtszunahme festzumachen?

Und die letzte und mir wichtigste Frage: Ist es realistisch vor Beikost ins Vollstillen zu kommen?
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SchneFiMa
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Re: Zufüttern ab Tag 4, vollstillen realistisch?

Beitrag von SchneFiMa »

Hallo, ich hatte dich damals betreut.

Herzlichen Glückwunsch zu deinem 2. Baby! Gerne helfe ich dir wieder, bin aber momentan im Urlaub, kann also keine Kurve anlegen oder ganz genau rechnen.

Wenn es ok ist, dass ich das erst nächste Woche machen kann, betreue ich dich gerne wieder.
Du kannst bis dahin so weitermachen, wie bisher. Falls du pumpen möchtest, mach das, ansonsten nimm Pre zum Zufüttern.

Ok?

Viele Grüße
SchneFiMa
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Re: Zufüttern ab Tag 4, vollstillen realistisch?

Beitrag von theilelue »

Hallo SchneFiMa,

Dankeschön für die Glückwünsche und ich freue mich wieder mit dir zusammenzuarbeiten! Genieß deinen Urlaub!

Wir machen erst einmal weiter wie bisher.
theilelue
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Re: Zufüttern ab Tag 4, vollstillen realistisch?

Beitrag von theilelue »

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Nasse Windeln haben wir 5-7, aber wir halten ab und aktuell ist der 4. Tag ohne Stuhlgang, deswegen wahrscheinlich auch das groß Plus, das Wiegen am 11. war nach Stuhlgang.
Wir stillen mindestens 10 mal am Tag, oft auch mehr. Wir sind immer noch bei 210ml Zufüttern (6*35ml).

Der Schnupfen wird langsam besser, stört aber vor allem nachts. Ich versuche nachts mindestens einmal nach dem Stillen zu pumpen um die Milchbildung anzuregen. Über den Tag verteilt schaffe ich es meist einen Snack/Zufüttern durch Mumi zu ersetzen, manchmal auch zwei. Aktuell nehme ich 3* 2 Kapseln Bochshornklee, was insgesamt 1800mg entspricht und rieche auch den entsprechenden, aber was ich online als Richtwerte gefunden habe, sollte ma mehr nehmen. Was meinst du?
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Re: Zufüttern ab Tag 4, vollstillen realistisch?

Beitrag von SchneFiMa »

Ich habe jetzt mal schnell hier im Zug die letzten Gewichte ausgewertet und da liegt ihr mit 220 Gramm/Woche sehr gut.
Ich empfehle dir, ruhig 1 Zufütterung wegzulassen, also 35ml.

Was meinst du?
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Re: Zufüttern ab Tag 4, vollstillen realistisch?

Beitrag von theilelue »

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16.10. 4900 g Eigene Waage (Stuhlgang nach dem Wiegen)
19.10. 4940 g Eigene Waage
Zufüttermenge auf 5*35ml reduziert

Wir haben gestern auf dein Anraten eine Zufütterung reduziert. Ich bin gespannt, wie sich das Gewicht entwickelt. Die Stimmung ist jedenfalls unverändert gut.
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Re: Zufüttern ab Tag 4, vollstillen realistisch?

Beitrag von SchneFiMa »

Hallo

Ich konnte jetzt mal eine Kurve für euch anlegen und etwas genauer schauen.
Die Abnahme in den ersten Tagen war schon recht hoch, wurde dann sofort mit der Zufütterung begonnen, oder wer hat euch da unterstützt?
Momentan entwickelt sich dein Baby entlang der Perzentile, was gut ist.
Ich würde raten, jetzt noch ein paar Tage, bei der Zufütterung zu bleiben und zu sehen, ob die Zunahme wieder so gut ist.

Wegen der Nachtpause, das ist ok so, wie ihr es macht. Du darfst dir auch ruhig mal 4 Stunden Schlaf gönnen, länger sollte die Pause dann aber nicht werden.

Passt das so für dich?

Viele Grüße
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Re: Zufüttern ab Tag 4, vollstillen realistisch?

Beitrag von theilelue »

Wir haben an Tag 4 mit dem Zufüttern begonnen, nach dem die Abnahme mehr als 10% war. Die Wochenbett Hebamme hatte es empfohlen, aber nicht wirklich etwas zur Menge gesagt. Wir sind dann quasi direkt (an Tag 4 nur 2*35ml mit einem Becher) und ab Tag 5 mit den 6*35ml im BES gestartet.

Wir sind bis Sonntag im Kurzurlaub mit kranken großen Kind, daher erst das nächste Wiegen am Sonntag. Ich hoffe die kleine bleibt verschont.

Danke für deine Unterstützung! Ich fühle mich sehr alleingelassen, alle (Kinder-, Frauenarzt und Hebamme) sagen, dass ich es einfach akzeptieren soll, aber ohne Grund warum es so ist wie es ist, finde ich es sehr schwer.
theilelue
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Re: Zufüttern ab Tag 4, vollstillen realistisch?

Beitrag von theilelue »

Update:

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16.10. 4900 g Eigene Waage (Stuhlgang nach dem Wiegen)
19.10. 4940 g Eigene Waage
27.10. 5070g Eigene Waage

Zum Glück hat die Krankheit die Kleine nicht erwischt. Aber die geringe Zunahme diese Woche, macht mich direkt wieder sehr traurig. Sie hatte aber auch kurz vorher Stuhlgang. Diese Woche kommen wir hoffentlich früher zum Wiegen. Sollen wir bei der Zufüttermenge bleiben?
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ShinyCheetah
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Re: Zufüttern ab Tag 4, vollstillen realistisch?

Beitrag von ShinyCheetah »

Hey, das tut mir echt leid, wie sehr dich die Situation gerade mitnimmt. Fühl dich mal virtuell umarmt, wenn du magst. Der Tipp, Dinge zu akzeptieren, ist bei Babys oft gar nicht so verkehrt, aber was genau sollst du denn hier eigentlich akzeptieren? Dass ihr ohne Zufütterung nicht auskommt? Das ist doch etwas, woran man klar arbeiten kann, und das tust du jetzt hier mit Klecksauge auch. Die Zufüttermenge ist doch gar nicht besonders hoch, das allermeiste trinkt dein Baby aus der Brust.

Übrigens, dieses Zittern vom Unterkiefer beim Stillen haben beide meine Kinder oft gemacht, vor allem im Halbschlaf. Auch definitiv noch nach vielen Monaten. Erschöpfung mag *ein* Grund dafür sein, aber ich hatte auch den Eindruck, dass es einfach ein Teil des Stillens ist. Eine Art Brustmassage durch das Baby ;)
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)


The trick to happiness wasn't in freezing every momentary pleasure and clinging to each one, but in ensuring one's life would produce many future moments to anticipate. Shallan Davar/Brandon Sanderson
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