Weg vom Brusternährungsset bzw. Unterstützung um weiter dranzubleiben

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind

Anirat
gut eingelebt
Beiträge: 31
Registriert: 05.03.2025, 13:46

Re: Weg vom Brusternährungsset bzw. Unterstützung um weiter dranzubleiben

Beitrag von Anirat »

Hallo,

mittlerweile geht es dem kleinen Mann besser und ein Zahn lässt sich schon erblicken. Das wird wahrscheinlich auch der Grund sein, dass er momentan bei der Beikost nicht so zulangt wie davor schon.
Ich habe ihn gestern gewogen 7230g, er hat seit dem 09.07 also nur 30 g zugenommen.
Unter den momentanen Umständen möchte ich die Zufütterung (zwischen 60-90 ml) einfach noch nicht ganz beenden. Ich möchte ihn und auch mich nicht bei der Beikost stressen um auf größere Mengen zu kommen. Das Stillen funktioniert momentan wieder besser und ich lege jetzt meinen Fokus einfach darauf und gebe nachwievor abends Pre mit BES dazu. Ich habe das Gefühl, dass das gerade für uns beide mehr Sinn macht.
Ich melde mich wieder sobald sich über mehrere Tage etwas ändert. Ist das in Ordnung?

Liebe Grüße
Mondenkind
Forumsleitung
Beiträge: 30215
Registriert: 25.09.2008, 17:33

Re: Weg vom Brusternährungsset bzw. Unterstützung um weiter dranzubleiben

Beitrag von Mondenkind »

Natürlich ist das in Ordnung!
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

Sei ein Mensch! M. Reif

Mondenkind mit K1 (3/08) und K2 (3/11)
Anirat
gut eingelebt
Beiträge: 31
Registriert: 05.03.2025, 13:46

Re: Weg vom Brusternährungsset bzw. Unterstützung um weiter dranzubleiben

Beitrag von Anirat »

Hallo an alle hier im Stillforum!

Ich wollte kurz berichten wie es uns in den letzten zwei Monaten ergangen ist. Nachdem dann der Infekt ausgestanden war, hat der kleine Mann von sich aus die Zufütterung beendet und ich habe die letzten zwei Monate zur Beikost gestillt. Es waren wirklich richtig gute Wochen dabei, wo ich mir absolut keine Sorgen gemacht habe :D.
Eine Woche hatten wir einen ziemlich fiesen Infekt, wo er dann nur noch stillen wollte und alles andere vehement verweigert hat. Das hat sich dann aber wieder eingependelt, so dass er begonnen hat wieder mehr Beikost zu essen. Mittlerweile hatten wir dann die acht Kilo erreicht (vor zwei Wochen beim Kinderarzt gewogen). Hurra :D ! Abgesehen davon, waren die Nächte für mich aber nicht wirklich erholsam, weil er stündlich an den Busen wollte. Aber im Großen und Ganzen habe ich das Stillen wirklich sehr schön und stimmig für uns gefunden.
ABER...
Seit einer Woche plagt ihn wieder ein leichter Infekt, Beikost wird nur ganz wenig genommen, aber diesmal wird auch die Brust tagsüber immer wieder verweigert und in der Nacht dafür mit einer Vehemenz, die sich sehen lassen kann, eingefordert. Und das obwohl kaum was kommt (ich hab momentan auch einen Infekt, obs daran liegt - keine Ahnung). Habe heute den Fehler gemacht und ihn gewogen und siehe da, wir sind wieder runter auf 7,8 kg. Mittlerweile sind die Nächte wirklich eine Katastrophe. Abdocken kaum möglich und das obwohl kaum was rauskommt. Weil ich momentan wirklich glaube, dass er Hunger hat, versuche ich ihm ein Fläschchen dazuzugeben. Das wird mit lautem Geschrei abgelehnt.
Im Moment denke ich sehr oft ans Abstillen, weil ich das Gefühl habe, dass das Stillen uns beiden nicht mehr gut tut und uns auch den Schlaf kostet (er ist tagsüber nur müde). Ich bin aber ehrlich überfordert mit dem wie ich das Anstellen soll. Gibts hier im Forum jemanden, der in einer ähnlichen Situation war und mir bitte einen Rat geben kann. Oder Mondenkind hast du eine gute Idee?
Sommermama2017
SuT-Legende
Beiträge: 8691
Registriert: 03.03.2018, 16:01
Wohnort: Ruhrgebiet

Re: Weg vom Brusternährungsset bzw. Unterstützung um weiter dranzubleiben

Beitrag von Sommermama2017 »

Kann es sein, dass er infektbedingt Schmerzen hat, zb Halsschmerzen und deswegen tagsüber nicht trinken möchte? Nachts im Halbschlaf aber schon?
Du könntest mal Schmerzmittel ausprobieren, ob es dann wieder besser klappt mit dem Stillen.

Könnt ihr an irgendwas drehen, dass ihr tagsüber mehr Schlaf bekommt, zusammen hinlegen?
Manche Babys wollen nachts echt häufig stillen, war bei meiner Großen auch so. Zum Glück konnte ich morgens bisschen länger schlafen, weil sie das auch gemacht hat und manchmal auch mittags kurz. Aber ich erinnere mich auch noch manchmal daran, wiiiie müüüde ich tagsüber war.
Irgendwann wird es von alleine besser!
Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 und A. 01/21
Anirat
gut eingelebt
Beiträge: 31
Registriert: 05.03.2025, 13:46

Re: Weg vom Brusternährungsset bzw. Unterstützung um weiter dranzubleiben

Beitrag von Anirat »

Danke für deine Antwort Sommermama! Das mit den Schmerzen wäre natürlich denkbar, ich habe aber sonst den Tag über nicht das Gefühl, dass er Schmerzen hat. Einen Versuch ist es aber sicher wert.
Bis jetzt hatte ich wirklich kein Problem damit, dass er nachts oft stillen wollte. Im Moment ist es halt so, dass er aus dem Schlaf heraus wütend zu schimpfen beginnt und dann auch an der Brust eine Zeit braucht um sich wieder zu beruhigen. Und dieses Spiel geht im Moment halt wirklich im 30-60 Minutentakt. Ich kenne ihn so gar nicht, bisher hatte er nie solche Schreiattacken. Deswegen denke ich eben, dass er vielleicht wirklich einfach Hunger hat und mein Busen das nicht stemmen kann. Er nimmt mir zusätzlich halt keine Flasche, kein BES, keinen Becher... auch wenn nur Wasser drinnen ist. Und auch nicht wenn es der Papa probiert.
Tagsüber schlafen funktioniert momentan nur im Kinderwagen oder in der Trage gut. Beim gemeinsam hinlegen kommt er einfach nicht zur Ruhe.
Irgendwann wird es sicher besser, habe nur im Moment das Gefühl, dass ich alles falsch mache...
Sommermama2017
SuT-Legende
Beiträge: 8691
Registriert: 03.03.2018, 16:01
Wohnort: Ruhrgebiet

Re: Weg vom Brusternährungsset bzw. Unterstützung um weiter dranzubleiben

Beitrag von Sommermama2017 »

Aber wie würdest du denn abstillen wollen, wenn er keine Flasche nimmt? 🙈🙈🙈

Ich würde nach der Erzählung wirklich eher an Schmerzen denken. Wie sieht es eigentlich mit Zähnen aus?
Wenn er so oft stillt (trinkt er denn dann wirklich oder nuckelt er eher, zur Beruhigung?), würde nach ein paar Tagen schon eher Milchproduktion hochgefahren werden und dann könnte wieder Zufriedenheit einkehren.

Würde aber wie gesagt eher andere Ursachen vermuten aus deinen Erzählungen.
Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 und A. 01/21
Anirat
gut eingelebt
Beiträge: 31
Registriert: 05.03.2025, 13:46

Re: Weg vom Brusternährungsset bzw. Unterstützung um weiter dranzubleiben

Beitrag von Anirat »

Deshalb habe ich mich ja ans Forum gewandt, ob vielleicht schon jemand in der Situation war, dass das Baby keine Flasche oder dergleichen akzeptiert hat und es dann doch geschafft hat es anzugewöhnen. Es würde bei den Infekten ziemlich viel Druck rausnehmen genug Milch liefern zu müssen. Und vielleicht auch die Nächte ein bisschen ruhiger machen. Zumindest wird mir das von so ziemlich jedem im Bekanntenkreis berichtet…
äffchen
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 601
Registriert: 23.12.2018, 12:09

Re: Weg vom Brusternährungsset bzw. Unterstützung um weiter dranzubleiben

Beitrag von äffchen »

Ich habe mehrmals begonnen. Leider kam das Leben dazwischen.
Ich hoffe ich trete dir nicht zu Nahe.
Ich fühle mit dir und mich zurückversetzt in die Zeit mit meinem großen Kind. Wir hatten am Anfang auch Gewichtsprobleme mit Zufüttern und Gewichtskontrollen durch die Hebamme bis sie 6 Monate war, sie ist heute noch lang und dünn und isst eher wenig im Vergleich zu anderen Kindern und wenn sie krank ist, isst sie quasi nichts.
Aber: sie ist eine gesunde und überwiegend glückliche 7-jährige.

Es hat mich sehr viel Nerven, Tränen und Zeit gekostet zu lernen ihr zu vertrauen. Ich glaube Du darfst deinem Baby mehr vertrauen.
Wenn ich das richtig sehe, ist er 9 Monate alt. Er ist kein schwaches Neugeborenes mehr, was den Hunger verschläft. Er bekommt Muttermilch und Beikost angeboten und kann sich quasi nehmen so viel er möchte. Wenn er mal bei einem Infekt nicht so viel isst und trinkt und evtl sogar abnimmt, holt er das danach wieder auf. Natürlich muss man drauf achten, dass er nicht dehydriert, aber dazu braucht es in dem Alter schon deutlich mehr als bei einem kleinen Mini Baby.

Mit den Nächten kann ich Dir nur die Hände reichen. Mein Baby ist ca 2 Monate jünger und wir hatten das jetzt auch so ca 2 Wochen. Schnoddernase, machts häufig schreiend wach. Seit gestern hat er 2 neue Schneidezähne und zumindest letzte Nacht war es besser..
Ich drücke dir also die Daumen, dass es besser wird!
Glaube aber auch nicht, dass das am Stillen liegt/mit Flasche anders wäre.
Kann Dein Partner nachts vielleicht mal übernehmen? Ein bisschen tragen oder das wache Kind betreuen, damit Du schlafen kannst.

Du hast so fürs Stillen gekämpft. Ich wünsche Dir, dass Du es bald wieder genießen kannst und auch die Vorteile siehst. Wenn Du abstillen willst, ist das natürlich auch ok. Dann wünsche ich Dir alles Gute für diesen Weg. Mit Angewöhnen der Flasche habe ich keine Erfahrung. Nimmt er Pre/Wasser aus dem Becher?
Mein Baby liebt es aktuell zu trinken (und zwar aus allem, was er in die Hände bekommt, M*agic Cup zb). Ich könnte mir vorstellen, dass das eine Alternative sein könnte, die dich evtl zumindest gedanklich entlasten könnte.

Entschuldige den langen Post. Ich hoffe es ist was für dich dabei..
Alles Gute
mit großen Schwestern 08/18 und 06/21 und kleinem Bruder 03/25 und Ministernchen 07/23
LittlePolarbear
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 938
Registriert: 10.02.2019, 19:41
Wohnort: Deutschland

Re: Weg vom Brusternährungsset bzw. Unterstützung um weiter dranzubleiben

Beitrag von LittlePolarbear »

Anirat, ich kann zu Fläschen leider keine Tipps geben mangels Erfahrung. Allerdings kommt mir vom Großen bekannt vor, dass er beim Zahnen zum Teil die Brust verweigert hat. Tagsüber hat man ihm meistens nicht so viel angemerkt (außer leichte Infekte und oft auch Durchfall), nachts war er dann aber oft wach, wollte nicht stillen (obwohl er sonst eigentlich immer stillen wollte) und musste zur Beruhigung nachts durch die Wohnung getragen werden.
Wie lange geht diese Phase denn schon bei euch? Hat er schon Zähnchen?

Und bei Infekten ist es soviel ich weiß auch normal, dass etwas Gewicht verloren wird. Geht es ihm sonst gut? Hat er ausreichend Pipi-Windeln? Ist er schlapp und lethargisch oder aktiv wie sonst auch?

Ich wünsche euch von Herzen alles Gute und ganz viel Kraft für diese schwierige Phase 🧡
mit dem nicht mehr so kleinen Bär (2018) und dem Minibär (2025) + zwei Bonustöchtern (2008 & 2011)
Anirat
gut eingelebt
Beiträge: 31
Registriert: 05.03.2025, 13:46

Re: Weg vom Brusternährungsset bzw. Unterstützung um weiter dranzubleiben

Beitrag von Anirat »

Danke euch für euren Zuspruch und eure Gedanken dazu.
@äffchen wahrscheinlich hast du Recht mit dem mehr Vertrauen.
Ich habe es so genossen, dass er mit Freude gegessen hat und momentan hab ich das Gefühl, dass jeder Bissen erzwungen ist (wobei ich wirklich versuche ihn nicht zum Essen zu zwingen). Diese Phase jetzt, hat mich einfach komplett am falschen Fuß erwischt. Aber ich werde versuchen, dem kleinen Mann mehr zu vertrauen.
Zu den Zähnchen, er hat schon vier. Im Moment seh ich keine Anzeichen, dass sich ein weiteres ankündigt.
Wasser hat er zumindest begonnen wieder aus dem Becher zu trinken und aus dem Trinkhalmbecher auch. Sobald jedoch Pre drin ist, kommt eine abwehrende Handbewegung und das wars :roll: .
Ich bin im Moment wahrscheinlich einfach zu müde um alles lockerer zu sehen. Mein Partner versucht mir zu helfen so gut es geht, der Kleine schafft uns im Moment aber beide :lol:
Es tut auf jeden Fall gut, zu hören, dass ihr ähnliches durchmacht bzw. durchgemacht habt.
Euch auch alles Liebe und Gute und danke nochmal für eure Gedanken dazu.
Gesperrt

Zurück zu „Stillforum“