Stillen, abpumpen, zufüttern… und immer die Sorge um die Zunahme

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Lichtpunkt
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Stillen, abpumpen, zufüttern… und immer die Sorge um die Zunahme

Beitrag von Lichtpunkt »

Hallo zusammen,

meine Tochter ist nun 11 Wochen alt und genauso lange begleiten mich schon die Sorgen rund um ihre Zunahme.

Meine Hebamme verunsichert mich, mein Kinderarzt beruhigt mich und ich habe das Gefühl, nur auf schlechte Nachrichten bezüglich der Zunahme zu warten. Immer wieder kreisen meine Gedanken um das Abstillen, obwohl ich am liebsten Vollstillen würde.

Nach der Geburt war das erste Anlegen im Kreißsaal semi erfolgreich. Eine Seite klappte, eine nicht.
Hierzu ist zu sagen, dass ich flache Brustwarzen habe bzw. eine Seite sogar leicht eingezogen ist. Durch eine drastische Gewichtsabnahme in der Vergangenheit gibt es zudem überschüssige Haut, was die Brust sehr weich macht.
Auf der Wöchnerinnen-Station klappte das Anlegen dann und meine Tochter verbrachte viel Zeit an der Brust. Nachts gab es dann Schwierigkeiten und das Ende vom Lied war, dass die Nachtschwester mir Stillhütchen gab. Seit dem Moment war es nicht mehr möglich ohne Hütchen zu stillen.
Meine Tochter ist eher eine genüssliche Trinkerin und war am Anfang saugschwach, sodass sie kaum Milch bekommen hat. Es gab keine Zunahme nach der Geburt, ich fing an zu pumpen, Muttermilch wurde zugefüttert und trotzdem tat sich nicht genug, da es auch nur wenige ml Muttermilch waren. Auf mein Bestreben hin fütterten wir dann Pre zu. Meine Hebamme wollte noch warten, aber ich konnte es nicht mehr aushalten, dass meine Tochter nicht satt wurde.

Insgesamt war die Zeit des Wochenbetts grausam. Ich sollte von meiner Hebamme aus alle zwei bis drei Stunden anlegen, danach abpumpen während mein Mann zufütterte. Kaum war die erste Runde vorbei, startete schon die nächste Runde, sodass wir alle drei auf dem Zahnfleisch gingen. Als sie drei Wochen alt war bewegte sich die Zufüttermenge bei 500-700ml, je nachdem wie viel sie annahm. Etwa ein Drittel davon war Muttermilch. Zu diesem Zeitpunkt kam mir Stillen so „unnötig“ vor, da sie darüber kaum etwas zu bekommen schien. Das war für meine Moral auch nicht förderlich und führte mich psychisch in ein ziemliches Loch. Ich habe zwei mal auf Anraten meiner Hebamme Stillproben gemacht, die 10 bzw. 0g als Ergebnis hatten. Das hat mich so deprimiert, dass ich keine weiteren Stillproben mehr gemacht habe.

Am 06. Juni schafften wir es endlich, die Stillhütchen loszuwerden. Ab dem Tag sank die Menge des Zufütterns zunächst auf rund 400ml und ist mittlerweile bei etwa 100-200ml. Auch hier: Die Zufüttermenge bestimmt meine Tochter. Wir bieten ihr nach nahezu jeder Stillmahlzeit Pre an. Mal nimmt sie nichts, mal 10-30ml, nachmittags auch mal 60-90ml.

Und hier bin ich nun: Stillen läuft meistens deutlich besser. Es gibt aber Schwankungen bei der Qualität der Stillmahlzeiten. Mal kann ich meine Tochter super anlegen, sie trinkt konzentriert und schafft es viel Milch zu sich zu nehmen, dann gibt es Mahlzeiten bei denen sie abgelenkt scheint, den Mund nur wenig öffnet und schlecht andocken kann. Hier schaffe ich es auch nur bedingt, sie besser anzulegen.
Ich pumpe wieder, nachdem ich mir eine Pumppause „gegönnt“ habe. Die Mengen sind super niedrig (15-30ml gesamt nach 15 Minuten), ich schaffe es aber beim Pumpen auch nicht den MSR auszulösen. Das ist mir einmal gelungen und ich war überrascht, dass die Milch kurzzeitig floss und nicht nur tropfte. Meine Tochter bekommt die abgepumpte Milch, ich erhoffe mir aber eigentlich, meine Milchmenge noch etwas steigern zu können, damit wir vielleicht gar keine Pre mehr brauchen. Wobei wir die Pre vielleicht auch nur brauchen, weil sie nicht konsistent gleich gut angelegt werden kann?!

Und über all dem Schweben meine Sorgen der Zunahme. Deshalb biete ich so viel Pre an. Ich habe große Angst, dass sie nicht satt ist, nicht zu nimmt, oder oder.
Dabei zeigt sich mir ein fröhliches, gut gelauntes Baby, das sich super entwickelt und täglich neue Fähigkeiten zeigt. Der Kinderarzt sieht hier die entscheidenden Faktoren, auf die ich mich fokussieren soll. Meine Hebamme zeigt auf die Waage und rechnet hoch, wann mein Kind sein Gewicht verdoppelt haben wird oder auch nicht.

Wir haben uns keine Waage angeschafft, da die Hebamme davon abgeraten hat. Meine Gedanken kreisen so oft um Gewicht und Zunahme, dass ich auch nicht sicher bin, wie förderlich das für mich wäre, wenn wir eine Waage zu Hause hätten. Das heißt, die nächste verlässliche Messung findet erst statt wenn entweder die Hebamme sich bzgl unseres nächsten Termins meldet, oder wir zur U4 beim Kinderarzt sind (in 2 Wochen). Wir haben sie mit unserer Haushaltswaage gewogen, sie hat die 5kg-Marke nun knapp geknackt.

Was erhoffe ich mir?
- Unterstützung bei der Frage, was ich tun soll/kann. Unabhängig davon wie viel meine Tochter nun genau wiegt, ist sie kein Baby, das 150-200g pro Woche zugenommen hat/zunimmt. Laut Kinderarzt muss sie das auch nicht. Ihm reichen auch 100-150g, wenn alles andere gut ist. Aber die Verunsicherung sitzt tief bei mir und höhere Werte wären mir lieber. Nur wie kann man die Zunahme fördern? Ich lege sie regelmäßig an, sogar öfter als sie bereit ist zu trinken. Es gibt also keine „verpassten“ Mahlzeiten. Darüber hinaus biete ich ihr regelmäßig Pre an, die sie nicht oder nur teilweise nimmt. Zwangsfüttern kann ich sie ja nicht. Das heißt, wenn die Zunahme über das Stillen nicht funktioniert, müsste ich die Stillmahlzeiten reduzieren, damit sie mehr Pre nimmt. Aber das erscheint mir so widernatürlich…
- Wie kann das Anlegen verbessert werden, wenn das Baby sich nicht allzu kooperativ zeigt? Ich kann warten, wiederholen… aber das Ergebnis ist meist das gleiche. Sie kann es theoretisch perfekt. Nur meist wird der Mund erst gar nicht weit genug geöffnet oder sie lockert nach wenigen Zügen ihren „Griff“. Oft dockt sie auch an, nimmt ein bis zwei Züge, dockt wieder ab. Ich lege sie wieder an, sie trinkt ein, zwei Mal, lässt los usw.
- Unterstützung beim Pumpen. Wie schaffe ich es, den MSR auszulösen? Ich teste schon mit allen Brusthaubengrößen, bin mir aber extrem unsicher und habe das Gefühl, dass keine so richtig passt.

Ich freue mich auf euren Input und bedanke mich schon jetzt!




* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Mädchen
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Immer Pre, Muttermilch wenn verfügbar. Angeboten wird es nach fast jeder Stillmahlzeit. Meist werden nur wenige ml genommen.

* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Die Stillmahlzeiten sind sehr unterschiedlich. Mal saugt sie konzentriert und trinkt etwa 10-15 Minuten pro Seite und ist dann satt, mal ist es eine Mischung aus trinken, nuckeln und schlafen und manchmal ist es ein ewiges An- und Abdocken und sich umschauen.
Im Schnitt Stille ich sie 9-13 Mal am Tag, wobei es teilweise dann auch nur eine Seite ist. Zeitlich sind es am Ende etwa 3-5h.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
Meist 6-9 Pipiwindeln. Stuhlgang schwankt meist alle 2-3 Tage 1-2x am Tag. Es gab aber auch Phasen mit 4x täglich jeden Tag.

* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
s.o.
Andockprobleme, Stillhütchen, Brust wurde nicht richtig entleert. Ich vermute, dadurch kam die Milchbildung nach dem Milcheinschuss nicht richtig in Gang. Dazu hatte ich einen Eisenmangel (Eisenspeicher leer nach Blutverlust bei Geburt), der erst vor ca. zwei bis drei Wochen behoben wurde.
Aktuell ist mein Baby oft sehr unruhig an der Brust. Alles interessiert sie mehr als die Brust. Sie bevorzugt aber nicht die Flasche, denn die wird auch oft genug verschmäht. Es kann natürlich sein, dass sie einfach nicht hungrig ist. Ihre Anzeichen gehen normalerweise nie über das Fingersaugen hinaus, weil ich bis dahin schon reagiert habe. Allerdings hat sie aktuell ihre Finger entdeckt und hat sie nahezu immer im Mund.

* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Flaschen und Hütchen ja.
Hütchen sind wir losgeworden, zugefüttert wird mit der Flasche (nach zwei anderen Modellen sind wir jetzt bei der Nuk Natural Wave. Damit funktioniert es am besten) .

* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Ich war bei der Stillberatung (alles okay), Kinderarzt (sie ist ein zartes Baby aber alles okay) und bei der Hebamme (sie muss mehr zunehmen). Osteopath steht an.

* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Flachwarzen, ansonsten nichts.
Allerdings liegen Stillschwierigkeiten in der Familie. Meine Mutter und meine Schwester waren auch davon betroffen und haben nach drei bzw. fünf Monaten abgestillt.

Ich weiß nicht, ob das relevant ist, aber mein Mann und ich waren beides schmale/zarte Babys.

* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Erstes Kind

- Gebt uns genaue Daten!

08.05. 3740 g Geburt KH (10 Tage über ET)
10.05. 3400 g Entlassung KH
11.05. 3400 g Hebamme
15.05. 3350 g Hebamme
29.05. 3850g Hebamme - 8x gestillt, 7x zugefüttert (600ml)
31.05. 3950g Hebamme - 11x gestillt, 8x zugefüttert (760ml)
02.06. 3980g Hebamme - 7x gestillt, 7x zugefüttert (480ml)
04.06. 4100g Hebamme - 10x gestillt, 8x zugefüttert (600ml)
06.06. 4130g Waage der Hebamme - ab hier ohne Stillhütchen
07.06. 4150g Waage der Hebamme - 8x gestillt, 7x zugefüttert (520ml)
08.06. 4170g Waage der Hebamme, 10x gestillt, 8x zugefüttert (410ml)
09.06. 4180g Waage der Hebamme, 7x gestillt, 6x zugefüttert (390ml)
13.06. 4220g Kinderarzt, 11x gestillt, 6x zugefüttert (410ml)
16.06. 4300g Waage der Hebamme
02.07. 4550g Hebamme, aber andere Waage, 13x gestillt, 5x zugefüttert (300ml)
26.07. xxxx 13x gestillt, 3x zugefüttert (170ml)
17.07. xxxx 13x gestillt, 3x zugefüttert (20ml)
19.07. xxxx 13x gestillt, 3x zugefüttert (120ml)
20.07. xxxx 12x gestillt, 2x zugefüttert (100ml)
23.07. xxxx 13x gestillt, 6x zugefüttert (190ml)
24.07. xxxx 11x gestillt, 2x zugefüttert (130ml)
25.07. xxxx 9x gestillt, 4x zugefüttert (250ml)
26.07. xxxx 12x gestillt, 3x zugefüttert (85ml)
27.07. ~5100g Zuhause, 13x gestillt, 4x zugefüttert (160ml)
Liebe Grüße von Lichtpunkt mit Knöpfchen (05/25)
Lichtpunkt
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Re: Stillen, abpumpen, zufüttern… und immer die Sorge um die Zunahme

Beitrag von Lichtpunkt »

Da ich keine "Bearbeiten"-Funktion gefunden habe:
Ich nehme seit einigen Wochen Bockshornkleekapseln zu mir, habe aber keine Änderungen am Geruch feststellen können. Wenn ich das an anderer Stelle hier im Forum richtig gelesen habe, wirken sie dann auch nicht? Heißt, ich müsste entweder die Dosis erhöhen oder könnte sie auch weglassen. Ich nehme 2x2 Kapseln Nature Love Bockshornkleekapseln, d.h. 2600mg/Tag. Was wäre empfehlenswert?
Liebe Grüße von Lichtpunkt mit Knöpfchen (05/25)
simomuc
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Re: Stillen, abpumpen, zufüttern… und immer die Sorge um die Zunahme

Beitrag von simomuc »

Hej, da habt ihr ja ganz schön was durch… toll, dass du alle Fragen schon beantwortet hast. Da wird sich sicher bald eine StillMod melden.

Ich zitiere hier mal kurz die passende Dosierung von Bockshornkleesamen: "jusl hat geschrieben:
Als allgemeine Info (stammt aus einem Text von der American Academy of Breastfeeding Medicine) kann ich weitergeben:
Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 3600-5400 mg, verteilt auf den Tag wären das z.B. 3x 1200-1800 mg.
Die erforderliche Individualdosis läßt sich am Geruch nach Ahornsirup von Schweiß und Urin feststellen sowie an der gewünschten Wirkung auf die Milchmenge. In der richtigen Dosis wirken die Bockshornkleesamen innerhalb von 1-3 Tagen.
Risiken: Asthmasymptome können verstärkt werden, anaphylaktische Reaktionen sind beschrieben worden. Vorsicht bei Diabetikerinnen können Hypoglykämien ausgelöst werden.
Gewichtszunahme ist auch möglich. Andere Quellen sprechen davon, dass frau zwischen 1200 und 2400 mg/Tag an reinem Wirkstoff braucht, um ihre Milchmenge zu erhöhen"
Silvia mit Herbstbube, geb. am 07.10.21, Sommerjunge geb. am 09.06.25, und den Zwillingen im Herzen. 🫶🏼
Lichtpunkt
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Re: Stillen, abpumpen, zufüttern… und immer die Sorge um die Zunahme

Beitrag von Lichtpunkt »

Danke! Das ist der Abschnitt, auf den ich mich bezogen habe. Die 2600 mg sind die Herstellerempfehlung, an die habe ich mich zunächst gehalten. Aber dann teste ich jetzt mal eine höhere Dosis.
Liebe Grüße von Lichtpunkt mit Knöpfchen (05/25)
klecksauge
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Re: Stillen, abpumpen, zufüttern… und immer die Sorge um die Zunahme

Beitrag von klecksauge »

Herzlich willkommen!
Ich werde mich am Mittwoch bei dir melden.
Liebe Grüße aus den Norden von
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Re: Stillen, abpumpen, zufüttern… und immer die Sorge um die Zunahme

Beitrag von Lichtpunkt »

08.05. 3740 g Geburt KH (10 Tage über ET)
10.05. 3400 g Entlassung KH
11.05. 3400 g Hebamme
15.05. 3350 g Hebamme
29.05. 3850g Hebamme - 8x gestillt, 7x zugefüttert (600ml)
31.05. 3950g Hebamme - 11x gestillt, 8x zugefüttert (760ml)
02.06. 3980g Hebamme - 7x gestillt, 7x zugefüttert (480ml)
04.06. 4100g Hebamme - 10x gestillt, 8x zugefüttert (600ml)
06.06. 4130g Waage der Hebamme - ab hier ohne Stillhütchen
07.06. 4150g Waage der Hebamme - 8x gestillt, 7x zugefüttert (520ml)
08.06. 4170g Waage der Hebamme, 10x gestillt, 8x zugefüttert (410ml)
09.06. 4180g Waage der Hebamme, 7x gestillt, 6x zugefüttert (390ml)
13.06. 4220g Kinderarzt, 11x gestillt, 6x zugefüttert (410ml)
16.06. 4300g Waage der Hebamme
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16.07. xxxx 13x gestillt, 3x zugefüttert (170ml)
17.07. xxxx 13x gestillt, 3x zugefüttert (20ml)
19.07. xxxx 13x gestillt, 3x zugefüttert (120ml)
20.07. xxxx 12x gestillt, 2x zugefüttert (100ml)
23.07. xxxx 13x gestillt, 6x zugefüttert (190ml)
24.07. xxxx 11x gestillt, 2x zugefüttert (130ml)
25.07. xxxx 9x gestillt, 4x zugefüttert (250ml), 9x Urin
26.07. xxxx 12x gestillt, 3x zugefüttert (85ml) 7x Urin
27.07. ~5100g Zuhause, 13x gestillt, 4x zugefüttert (160ml), 6x Urin, 2x Stuhl
28.07. xxxx 11x gestillt, 3x zugefüttert (105ml), 9x Urin, 1x Stuhl - toller Tag! Anlegen klappte jedes Mal wunderbar. Stillmahlzeiten fühlten sich super an. Zugefüttert wurde einmal nachmittags (30ml), den Rest gab es vom Papa während ich bei der Rückbildung war.
29.07. xxxx 15x gestillt, 3x zugefüttert (135ml), 8x Urin
Liebe Grüße von Lichtpunkt mit Knöpfchen (05/25)
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Re: Stillen, abpumpen, zufüttern… und immer die Sorge um die Zunahme

Beitrag von Lichtpunkt »

Hallo Klecksauge,

danke für die Willkommensgrüße.

Ich habe mich hier im Forum etwas eingelesen und gesehen, dass ihr die WHO-Werte nutzt. Mein Kinderarzt hat mich an eine Internetseite verwiesen, die auf Kromeyer-Hauschild beruht. Je nach Grundlage komme ich bei den Werten meiner Tochter auf extrem unterschiedliche Ergebnisse. 😟
Das U-Heft bezieht sich auch auf K-H. Das verunsichert mich gerade. Kannst du etwas dazu sagen oder mir ggf. aus dem Forum verlinken, warum WHO „besser“ ist?

Dankeschön!
Liebe Grüße von Lichtpunkt mit Knöpfchen (05/25)
simomuc
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Re: Stillen, abpumpen, zufüttern… und immer die Sorge um die Zunahme

Beitrag von simomuc »

Hejho, ich hab jetzt mal aus eigenem Interesse gegoogelt und folgendes gefunden:
„Für Kinder unter 2 Jahren werden die Kromeyer-Hauschild Perzentilen nicht zur Bestimmung von Übergewicht und Adipositas herangezogen, da sie den BMI-Gipfel im ersten Lebensjahr nicht korrekt abbilden, so Westfalen in Zahlen.
Zusammenfassend: Die Kromeyer-Hauschild Perzentilen sind ein wichtiges Werkzeug zur Beurteilung des Körpergewichts von Kindern und Jugendlichen, wobei die Einordnung in die Perzentilenkurven hilft, den individuellen BMI im Vergleich zu Gleichaltrigen zu interpretieren und gegebenenfalls Übergewicht oder Adipositas zu erkennen.“

Ich könnt mir daher vorstellen, dass der Sinn der Perzentilenkurven ein anderer ist und die WHO eine viel größere Datengrundlage hat, aber ich bin kein Profi und das ist nur meine Laienmeinung. Eine fachlich fundierte Antwort kann dir da sicher bald eine StillMod gebe. 😊
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klecksauge
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Re: Stillen, abpumpen, zufüttern… und immer die Sorge um die Zunahme

Beitrag von klecksauge »

Moin!

Ich habe gerade alles gelesen und die Gewichtskurve angelegt.
Die Zufütterung war sicher richtig und momentan ist die Zunahme wahrscheinlich in Ordnung. Allerdings kann ich das letzte Gewicht auf der Haushaltswaage nur in Klammern betrachten, daher wahrscheinlich. Die Waage ist einfach zu ungenau.
Wenn du die Zufütterung reduzieren möchtest und zum Vollstillen kommen möchtest, müsstest du im Ramen der Beratung hier schon regelmäßig wiegen. Anders kann ich nicht begleiten.

Die unterschiedlichen Aussagen. Ja, das ist immer so eine Sache....
Ich kann da auch nur spekulieren. Es kann sein, dass Personen unbedingt das Gewicht auf die Geburtspertenzile heben wollen. Das ist aber nie das Ziel.
Andere schauen, so wie dein Kinderarzt aktuell, auf die reine wöchentliche Gramm-Zunahme. Auch das passt nicht immer.
Denn jedes Kind nimmt auf seiner Kurve ab oder eben zu.
Hattest du unsere Grundinfo gelesen?

Die wöchentliche Zunahme bei deiner Tochter liegt im unteren Bereich der wöchentlichen Zunahme nach WHO.
Zusammen mit der Info, beide Eltern wären eher zarter Babys/Kinder gewesen, sieht es passend aus. Und du kannst so weiter machen.



Nun stellt sich die Frage, was möchtest du?
Möchtest du zum Vollstillen kommen?
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Re: Stillen, abpumpen, zufüttern… und immer die Sorge um die Zunahme

Beitrag von Lichtpunkt »

Vielen Dank für deine Antwort, Klecksauge. Die Grundinfos habe ich gelesen.

Ich glaube, mit deinen Spekulationen liegst du richtig. Unser Kinderarzt guckt auf die Kurve und vor allem auf das Kind. Er hat da nicht so akribisch gerechnet wie meine Hebamme. Ich weiß auch nicht, ob es ein Denkfehler von ihr war, aber meine Hebamme hat immer das Geburtsgewicht als Ausgangspunkt genommen, um die wöchentliche Zunahme zu berechnen. Das mag bei Babys, die wenig ab- und dann normal oder viel zugenommen haben nicht so ins Gewicht fallen, aber bei der großen Abnahme meiner Tochter klaffte dann auch eine große Lücke zwischen Erwartung und Realität.

(Hier mal als Zwischenfrage: Woran genau liegen denn die Abnahmen und ihr Ausmaß? Bei uns waren es ja fast 400g in zwei Tagen. Die Geburt war völlig interventionslos. Es gab also auch keine Infusionen, die das Gewicht hätten verfälschen können.
Eine Freundin von mir ist kurz nach mir Mutter geworden. Ihre Tochter hatte im KH eine Windel mit bisschen Kindspech. Wir hatten jeden Tag mehre volle Windeln. Allein das macht ja schon viel aus bei so kleinen Mäusen, die noch nicht viel zu sich nehmen.)


Dass du eine Waage brauchst um uns zu begleiten, verstehe ich voll und ganz. Ich habe seit meinem Ursprungspost nachgedacht und auch mit meinem Mann gesprochen. Morgen zieht eine Babywaage bei uns ein. Sie ist nicht geeicht, aber das dürften die wenigsten Waagen im Hausgebrauch sein, denke ich.
Wie oft sollte ich deiner Meinung nach wiegen?
klecksauge hat geschrieben: 30.07.2025, 21:41 Nun stellt sich die Frage, was möchtest du?
Möchtest du zum Vollstillen kommen?
Ich möchte sehr gerne zum Vollstillen kommen. Mir ist dabei aber wichtig, dass meine Tochter zu jedem Zeitpunkt gut versorgt ist. Da wäre es sehr hilfreich, wenn jemand, der weniger emotional involviert ist, mit drauf schaut. Wenn du das tun würdest, wäre es mir eine sehr große Hilfe.

Wie würde denn ein grober Fahrplan aussehen?

P.S.: Ich habe noch weitere Still-, Zufütter- und Ausscheidungsdaten gefunden. Soll ich sie ergänzen oder einfach die Liste von oben weiterführen?
Liebe Grüße von Lichtpunkt mit Knöpfchen (05/25)
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