Gesundes und zeitsparendes Meal-prep Management

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)

Moderator: britje

JellyBelly
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Gesundes und zeitsparendes Meal-prep Management

Beitrag von JellyBelly »

Liebe SuTler,

ich koche gern und auch durchaus mal aufwendiger, aber wenn in Kürze die Arbeit wieder startet und die Elternzeit vorbei ist, dann müssen Alternativen her. Aktuell plane ich 1-2 mal pro Woche das tägliche Mittagessen, wir kaufen entsprechend ein und dann wird nach und nach alles „abgearbeitet“. So weit so gut. Wenn ich und mein Partner wieder arbeiten, wird es vermutlich nicht mehr möglich sein, die täglichen 2-3 Stunden für Vorbereiten, kochen, essen, sauber machen zu investieren, da der Tag dafür zu kurz ist. Nun blätterte ich durch den einen oder anderen Thread und suchte nach passenden Meal prep Ideen, die es beispielsweise ermöglichen, einen Tag in der Woche etwas mehr Zeit für die Vorbereitungen zu investieren um dann in den folgenden Tagen davon zu zehren. Ein paar gute Sachen habe ich bereits aufgeschnappt, aber so richtig gesammelt waren die Rezepte nicht.
Meine Vorstellung wäre dass ich zB Reis in großer Menge koche und dann drei (?) Tage Gerichte damit zubereite. Ich kann unmöglich drei Tage hintereinander exakt dasselbe essen, wie es so manche Fitness Meal Prepper auf den sozialen Medien zeigen. Es darf auch gern etwas abwechslungsreicher sein. Wir essen prinzipiell alles, ich würde gern mehr vegetarische Varianten einbauen, aber generell kommen auch fleischhaltige oder auch vegane Gerichte in frage.
Wenn ich beispielsweise am Sonntag bereits Gemüse schnippel, wieviele Tage kann ich das im Kühlschrank deponieren und nach und nach verbrauchen? Gibt es dann sinnvolle Mahlzeiten-Reihenfolgen, die einem auf diese Art Zeit ersparen?
Ich las auch von jemandem, dass man eine Art Grund-Dressing im Kühlschrank aufbewahren könne, und dieses dann je nach Salat noch verfeinert aber eben nicht jedes einzelne Mal die Grundzutaten abmessen müsse. All solche Tipps nehme ich gern um ein paar Dinge im stressigen Alltag umzusetzen. Da mein Kind in der Kita bereits ein warmes Mittagessen bekommt, ist es lediglich für meinen Partner und mich wünschenswert noch etwas warmes zu essen. Auf Arbeit wird das schwer bei mir- die Kantine ist für meine kurzen Pausen zu zeitaufwendig, ich würde mir auch etwas mitnehmen, was schnell geht. Nur eben die Vorbereitung dessen fiele ja wieder in den Feierabend.

Hach, lange Rede kurzer Sinn: wie macht ihr das im Alltag, neben Vollzeit Arbeit und kleinem Kind (was von mir in den Schlaf begleitet werden möchte und somit mein Tag spätestens 20 Uhr endet) und gesundem Essen? Da mein Partner im 3 Schicht System arbeitet, wird er auch nicht täglich einspringen können, was das kochen betrifft. Hierfür wären dann natürlich Rezepte toll, die ich mit Kind auf dem Arm zubereiten könnte.

Liebe Grüße
Mama vom Milchbäckchen (11/2023)
Kaba
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Re: Gesundes und zeitsparendes Meal-prep Management

Beitrag von Kaba »

https://stillen-und-tragen.de/forum/vie ... n#p5704115

Vielleicht ist hier noch was dabei?

Keine Ahnung, ob hier jemand richtiges Meal Prep mit Kindern macht, ich kriege das nicht auf die Reihe. Mir persönlich wäre das wohl auch zu blöd, jeden Abend was vorzukochen, was ich dann am nächsten Mittag unterwegs alleine esse - ich würde dann lieber abends kochen, mit der Familie gemeinsam essen und am nächsten Tag mittags die Reste davon essen oder halt Brot etc. mitnehmen. Gerade wenn du bei der Arbeit eh auch so wenig Zeit zum Essen hast. Wäre das vielleicht eine Option? Dann könntest du nachmittags/abends kochen. Hier kriegen die Kinder dann deshalb meistens zweimal warm, aber da die Kleine bei Brotzeit quasi nur Butter, Wurst und Essiggurken isst, finde ich das auch ganz gut so.
Kaba mit Milchmädchen (09/19) und kleiner Vorfreude (6/22)
RegenbogenSchweinchen
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Re: Gesundes und zeitsparendes Meal-prep Management

Beitrag von RegenbogenSchweinchen »

Ich selber betreibe kein Meal-prep.
Wäre es eine Option Dinge Vorzukochen und einzufrieren für einen anderen Tag?
Ich bediene mich eher schnellen Gerichten die wenig schnibbelzeit brauchen und für sich selber kochen, an Tagen wo ich kaum Zeit habe.

Eine Bekannte kocht am Wochenende immer für 3-4 Tage vor, benutzt dann zum variieren meist TK Gemüse was man einfaxh dazu erwärmt.
Lieben Gruß vom RegenbogenSchweinchen
Mit Große Hexe (2016), Mittleren Räuber (03/2019) und kleinem Pirat (09/2021)
Lösche Benutzer 24994

Re: Gesundes und zeitsparendes Meal-prep Management

Beitrag von Lösche Benutzer 24994 »

Ich würde wohl größere Portionen kochen und einfrieren. Dann wie du sagtest z. B. Reis kochen und dann Montag Gericht eins aus dem Tiefkühlschrank dazu, Dienstag Gericht 2 etc

Hier essen die Kinder wie bei kaba meist 2x warm und wenn sie darauf keine Lust haben, können sie ja immer noch Brotzeit essen und die Reste kann man auch mitnehmen
Schnecke106
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Re: Gesundes und zeitsparendes Meal-prep Management

Beitrag von Schnecke106 »

Ich bin auch mehr für die Variante große Portionen zu kochen und einzufrieren, frische Beilagen dazu.

Wie lange geschnittenes Gemüse im Kühlschrank hält kommt vermutlich drauf an, was der Kühlschrank für Kältebereiche hat und welches Gemüse.

Wenn wir etwas mit Reis kochen machen wir zum Beispiel auch größere Portionen und es gibt am nächsten Tag (asiatisch angehauchten) gebratenen Reis mit Gemüse dazu, das geht fix. Oder er wird als Einlage in einer Suppe verwendet. Ebenso kann man ja mit Nudeln verfahren zum Beispiel.
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Linda81
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Re: Gesundes und zeitsparendes Meal-prep Management

Beitrag von Linda81 »

Auf Insta wird mir häufig Werbung für Vakuumier-Behälter ausgespielt, die kommen von Zwilling und einige Leute nutzen die für ihr Meal Prep. Die schneiden dann, wenn Zeit ist, das Gemüse für die Woche vor, tuppern/vakuumieren es ein und müssen es dann beim Kochen nur noch zusammenwerfen. Da könnte man sich dann zB am Sonntag Kürbis und Möhren für One Pot Pasta reinschnippeln, eine Gemüsemischung für ein Wokgericht mit Reis und Hähnchen (oder Veggie Chicken), Paprika und Tomaten für Omelette zum Brot am Mittwoch, Donnerstag gibt es aufgewärmten Reis vom Dienstag als Beilage zu sagen wir Fischstäbchen mit TK-Spinat.
Soßen - wenn meine alle nicht so komplizierte Esser wären, ich hätte drei Soßen auf Vorrat und würde jeden zweiten Tag einfach eine Bowl machen. Die Kh-Quelle vom Vortag, Gemüse vom Vortag ergänzt mit was Frischem, ein Protein dazu und Soße drüber. Oder stumpf Reste-Auflauf. Auch eine Form von Meal Prep.
(Bei uns scheitert alles an den Mit-Essern; und zwar allen vieren. Ich selbst esse alles, was vegetarisch und sonst nicht bei 3 auf dem Baum ist. Aber mit viel Protein und wenig KH. Es ist ein Kreuz.)
Linda mit Sohnio (10/2014), dem Freudenstrahl (01/18) und der Überraschung (01/21)
feuerdrache
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Re: Gesundes und zeitsparendes Meal-prep Management

Beitrag von feuerdrache »

Nachdem ich im Moment wieder recht viel arbeite, bin ich grad der große Meister in Vorkochen und einfrieren.
Es dauert ein wenig, und du brauchst halt einen TK der groß genug ist. Immer wenn es geht mach ich gleich 10-15 Portionen. Das ist zb bei Gulasch die gleiche Arbeit.
Oder bei Eintöpfen und bei vielen anderen Gerichten. Die friere ich in Einzelportionen beschriftet ein- wichtig, weil ich bin vegan, der Rest der Familie nicht.
Und dann kann man gut die benötigte Menge entnehmen, wenn es schnell gehen muss lege ich alle Portionen in meinen Dampfgarer und 20 Minuten später können wir schon essen.
Reis friere ich auch vorgekocht ein, Nudeln und Kartoffeln nicht. Aber Knödeln. Damit hat sich im Laufe der Zeit ein schöner Grundstock an Speisen aufgebaut und jeder kann wenn benötigt eine einzelportion entnehmen. Wenn der Hunger nicht so groß ist, noch Suppe da ist, dann nehme ich 2 Portionen für 3 Leute. Sind mein Mann und seine Freunde beim Essen dann können es schon 5 Portionen für 4 Leute sein.
Gemüse zum kochen schneide ich nicht für mehrere Tage vor, auch nicht für Salat. An den Schnittflächen verkeimt es schnell, da gibts auch immer wieder Tests zu industriell gewaschenem und geschnittenem Salat der furchtbar verkeimt ist.
TK Gemüse ist eine super Sache die mir viel Schnippel Arbeit erspart.
Und ansonsten geht schneiden recht schnell mit richtig guten scharfen Messern, einem V Hobel (der hilft echt) oder einem Nicer Dicer oder - ich hab eine Küchenmaschine die mir auch 1kg Karotten in Julienne schneidet, 3 Gurken in Scheiben oder Kartoffeln für 6 Leute für Puffer raffelt.
Selbstgemachte Burgerpattys, Getreidebratlinge oder Bohnenlaibchen friere ich durchgegart ein, dann geht es recht rasch sie nochmals aufzubraten und einen netten Burger zu bauen.
Krautfleckerl kann man auch gut einfrieren, div. Knödel, das meiste mit Sauce, Bolognese, vorgekochte Lasagne, Grießnockerl, Kürbispürree für Suppe, Kürbisrisotto oder Kürbissugo zu Nudeln. Das erspart viel Arbeit.
Und Reste wandern bei uns gerne in Wraps, die eingewickelt in Wachstücher dann am nächsten Tag das Mittagessen sind für die Kinder die bis gegen 17 Uhr in der Schule sind oder mich wenn ich lange weg bin.
KaLotta
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Re: Gesundes und zeitsparendes Meal-prep Management

Beitrag von KaLotta »

Vielleicht wäre auch ein Slowcooker etwas für dich? Nachdem Feuerdrache so viele tolle TK-Vorschläge gemacht hat, fällt mir das als Ergänzung noch ein. Da kannst du wie es passt alles vorbereiten und dann am nächsten Morgen einschalten und wenn du nach Hause kommst riecht es lecker nach fertigen Essen 🙂
Es gibt da einige gute Rezepte finde ich, dieses mag ich zum Beispielsehr gern:
https://www.skinnytaste.com/chickpea-sw ... ato-stew/
große Schwester (2014)
die goldene Mitte: kleine und große Schwester (2017)
kleiner Bruder (2019)
feuerdrache
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Re: Gesundes und zeitsparendes Meal-prep Management

Beitrag von feuerdrache »

KaLotta danke- stimmt
Ich hab einen Multikocher- der kann nicht nur slowcook sondern auch mit Druck und mit viel Druck, dabei wird der Deckel verriegelt und innerhalb von 35 Minuten ist mit dem Eintopf Programm das Gulasch oder der Eintopf fertig. Oder in der slowcook Funktion halt dann wenn ich es will (Programmierung sei Dank mit Zeitvorwahl)

Nie wieder mache ich darin aber Milchreis im Reisprogramm- war keine gute Idee
slow cook geht nach einmal aufkochen.

und nie wieder Bolognese im Eintopf Programm- war auch keine gute Idee, auch hier- slow cook geht gut.
JellyBelly
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Re: Gesundes und zeitsparendes Meal-prep Management

Beitrag von JellyBelly »

Vielen Dank für eure ganzen Ideen, da war ja wirklich schon viel wertvolles dabei!
Den Thread zum Thema „was koche ich schnell mit Kind auf dem Arm“ habe ich auch schon durchgelesen, da waren viele tolle Sachen dabei. Und seit dem ist mein Lieblingsgericht Linsencurry, weil ich es daraufhin zum ersten Mal zubereitet habe und es dies nun regelmäßig gibt!
Einfrieren ist auch eine super Sache, das habe ich bisher zu wenig in Betracht gezogen. Wir haben so eine Kühl-Gefrier-Kombination, wo unten drei Fächer Gefrierschrank sind. Das ist jetzt nicht so das Volumen, aber ich glaube man könnte da schon regelmäßig etwas reintun und bei passender Gelegenheit auftauen. Es fällt mir unheimlich schwer, abzuschätzen, wieviel nun eine Portion beim abfüllen ist. Hatte dies nämlich für mein Wochenbett auch so gemacht und meist waren die eingefrorenen Mengen nicht passend zum Bedarf. Denke aber dass man das mit etwas Übung herausfinden kann.

Wir haben einen Monsieur Cuisine- eigentlich auch die perfekte Voraussetzung, um tolle Sachen zu kochen. Weiß nicht, warum der so selten benutzt wird. Im wesentlichen dampfgare ich damit Gemüse fürs Kind, sehr selten mach ich eine Suppe damit. Dabei macht der ja auch viel selber. Überlege mir, ob wir den noch öfter mal integrieren.
@feuerdrache du legst dann die eingefrorenen Gerichte in den Dampf zum Auftauen? Was benutzt du denn für Behälter zum einfrieren? Bisher nutzte ich immer Gefrierbeutel, aber das ist ja auch nicht besonders nachhaltig. Allerdings passt so sicher mehr in den Froster.

Selektive Esser sind wir zum Glück alle nicht, mein Kind ist (noch) recht unkompliziert und probiert annähernd alles was ich hinstelle, mein Partner ist sehr offen für neue Gerichte und somit kann ich auch mal was ganz anderes probieren ohne dass es aus Prinzip abgelehnt wird. Wenn er selber für seine Versorgung zuständig ist, dann gäbe es viel zu viel Fleisch, Wurst und Fertiggerichte für meinen Geschmack. ;-)

Mit Slowcooker und Multikocher kenne ich mich bisher null aus, glaube ich. Weiß jetzt nicht ob der Monsi sowas auch kann. Würde den aber glaube ich auch nicht laufen lassen, wenn ich nicht zu Hause bin. Mein Partner ist Feuerwehrmann und da darf nicht mal die Waschmaschine oder Spülmaschine laufen, wenn wir unterwegs sind, weil das eine Brandursache sein könnte… daher wohl dann doch die Varianten mit Anwesenheit.

Ich wollte noch kurz berichten: ich hatte mir ein Kochbuch bestellt: „einmal kochen alle happy“ heißt das und ich habe nun bereits einmal reingeblättert und finde es genau für meine Thematik sehr schön. Und auch zum Teil sehr kindgerecht gestaltet und erklärt. Da gibt es auch einen exemplarischen Wochenplan, der berücksichtigt, dass man mal vom Vortag noch einen Rest mit verbraucht. Gefällt mir sehr gut. Aktuell ist meine Hürde noch das Kochen oder generell Essen vorbereiten mit gleichzeitiger Kinderbetreuung. Ich kann meine Tochter quasi nicht absetzen, weil sie dann sofort wieder auf den Arm will. Hatte mal öfter Slingvariante mit seitlich sitzen versucht, da greift sie aber auch ins Messer wenn ich Schnippel oder ihre Beinchen Wippen sehr nah an den Kochtöpfen. Werde bei Gelegenheit nochmal versuchen sie mit einer MeiTai auf den Rücken zu binden, dann hätte ich ja freie Bahn nach vorn. Im Moment fällt es mir schwer, Essen zuzubereiten wenn mein Partner nicht auf sie aufpassen kann oder wir sogar allein sind- dann gibt es meist nur Toast und Obst. Das macht mich sehr unglücklich, weil das eigentlich nicht die Ernährung ist, die ich ihr beibringen möchte.

Ach so und bezüglich meines Arbeitsstarts: ich habe gestern mit meinem Chef gesprochen und ich werde zunächst in einer anderen Abteilung starten, in der die Arbeit deutlich entspannter abläuft und ich auch wirklich ausreichend Zeit für Pausen habe (und wo ich auch früher gehen kann, wenn mein Kind keine Vollzeit-Betreuung in der Kita schafft), was mir mein Essen auf Arbeit auch etwas erleichtern wird. Möchte gern wie vor der Schwangerschaft gesunde Mahlzeiten dabei haben, die ich dann jedoch in Ruhe essen kann. Bin auch nicht so ein Brot-Liebhaber, wäre da eher Team Salat oder Ähnliches, was nicht so müde macht. Wenn da jemand noch Inspirationen hat, die nehme ich auch gern.
Lieben Dank an euch!
Mama vom Milchbäckchen (11/2023)
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