Mein Kind ...

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Valeska
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von Valeska »

luise90 hat geschrieben: 16.09.2024, 14:39 Mist.... Aus diesem negativ Spiralen ausbrechen finde ich immer suuuper schwer 🙈🥴

Möchtest du noch Ideen hören?
Ja gerne. Ich hab vorhin noch überlegt, ob ich einen Thread irgendwo aufmache, weiß aber noch nicht ... Solange ruhig hier ...

Ich hab sie um 14:15 vom Kiga abgeholt, Tag war gut, Kind happy. Vermutlich versuchen wir nachher nochmal drüber zu reden, und dann wird's morgen wieder genauso sein ...
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Valeska
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von Valeska »

Was wir übrigens auch noch probiert haben/probieren, ist
* ein Ablaufplan für den morgen, der am Kühlschrank hängt ("Aber das will ich jetzt nicht!!!")
* einen Timer für "und jetzt anziehen und losfahren", hatten wir vereinzelt, ich denke wir probieren das nochmal, mein Optimismus ist aber gering an dieser Stelle
* Kind darf Spielzeug/Kuscheltier aussuchen und mitnehmen (eigentlich von der Kita aus "verboten" - idontcare. Bleibt im Kiga angekommen dann eh meist den ganzen Tag im Rucksack - weil die Zeit in der Kita selbst ja nicht das Problem ist), hat in letzter Zeit nicht mehr so richtig geholfen
* Streit um angemessene, saubere Kleidung ist wie gesagt eigentlich kein echter Streitpunkt. Ist es meiner Ansicht nach zu kalt ohne Hose und Sweatjacke, das Kind will aber ohne gehen, steck ich das Zeug eben in den Rucksack und sag ihr das noch 3x, dann kann sie sich später selber helfen.
* Wir sind an sich recht flexibel, wer holt/bringt, auch wenn der Einfachheit halber mein Mann das im Moment immer macht. Ein "soll Mama heute abholen" als Lockangebot hat heute morgen z.B. auch nix geholfen
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LilyGreen
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von LilyGreen »

Vielleicht noch ein „schönes“ Ritual FÜR den Weg? Körnerkissen, Kuscheldecke und ne Flasche warmen Kakao im Rad hat hier ne Weile okayish geklappt, als es kalt war.
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Valeska
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von Valeska »

Bibi Blocksberg Hörbuch im Lastenrad und dazu ne Decke über die Beine?
Das ist wohl Versuch wert.

Mein Mann meinte übrigens heute Mittag noch, er erkennt ja mich im Kind wieder in solchen Situationen 🙈 So von wegen Äpfel fallen weit vom Stamm, oder halt eben nicht 🙊 Weitergeholfen hat uns das aber bisher auch nicht.

Wir kommen beide schlecht damit klar, wenn der Plan in unserem Kopf an der Realität scheitert. Aber wie bringe ich den Kind bei, dass "und heute bleibe ich mal Zuhause!" einfach nie ein valider Plan ist (außer wenn der Kiga mal wieder spontan Notbetreuung macht, vielen Dank auch).

Ich frag mich auch, ob wir vielleicht ZU "laissez faire" und "choose your battles" sind und selbst mit "dran Schuld" sind. Weil eben in so vielen Punkten das Kind den Plan bestimmen darf. Willst keine Hose? Na, dann eben nicht. Schon Zähne geputzt und plötzlich doch noch Hunger? Na, dann iss halt doch noch drei Löffel Müsli, ist halt für die Kariesprophylaxe jetzt sicher auch nicht entscheidend, ob du jetzt nochmal isst oder in 30 min im Kiga ... Müssten wir nur, wie heißt es immer so schön, "konsequent sein"? (Dann bräuchte ich aber noch Nachhilfe, wie man ein Kind ohne Gewalt dann doch zum Umziehen zwingt.)
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Mäusebaby
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von Mäusebaby »

Valeska, ganz ehrlich, nein, das ist nicht eure Schuld. Megaviele Kinder haben Probleme mit Übergängen. Es gibt deswegen ja auch sehr viele Ratgeber, Tipps, ja ganze Bücher darüber.
Lilys Vorschläge finde ich super.
Und ich finde, ihr könnt eurem Kind auch durchaus mitteilen, dass es ein Problem darstellt, wenn ihr sie betreuen und im Hime Office arbeiten müsst. Nicht weil ihr sie nicht liebhabt, sondern weil ihr versprochen habt, 40 Stunden die Woche/8 Stunden am Tag (oder was auch immer zu arbeiten) und dass ihr das Versprechen nicht brechen könnt. Weil Versprechen darf man ja nicht brechen.
Liebe Grüße
Mäusebaby mit ihrem Weihnachtswunderwunschkind (09/2015) und zwei **
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LilyGreen
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von LilyGreen »

Funktioniert Pull für sie vielleicht besser als Push? Hier war für KiTa Übergang auch noch hilfreich:
- dem Kind einen konkreten Auftrag für den Tag geben (Bild malen ging oft, aber auch Lieblingserzieherin nach dem Abendessen fragen oder so)
- etwas „gemeinsam“ in der getrennten Zeit machen: wir haben uns ne Weile beide Quatschnamen ausgedacht in der Zeit, in der wir nicht zusammen waren und uns beim Abholen damit begrüßt (Fuzzeline Silberschnörkel in meinem Fall, Niveau Flauschnase beim Kind)
- Erzieherin mit einbeziehen, die dringend die Hilfe vom Kind benötigt bei xyz
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Jadzia
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von Jadzia »

blauelagune hat geschrieben: 16.09.2024, 08:50 (der Jüngste)
... war sehr begeistert von der Zauberflöte in der Semperoper
... ist überhaupt ein großer Opernfan
... war auch sehr begeistert von der kaputten Brücke inkl. Panzern in Dresden
... hat das in Minecraft nachgebaut
Sag ihm dass ich neidisch bin.
Ich hatte vor Jahren einen Unfall auf dem Weg zur Semperoper und wollte die Zauberflöte sehen.
Statt der Vorstellung habe ich dann ein Krankenhaus von innen gesehen, aber bis heute nicht die Zauberflöte
( dafür alles andere von cosi und Tosca , norma bis Traviata)
Die Semperoper ist schon toll
Alles kann, Liebe muss

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ixmix
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von ixmix »

Valeska, das klingt extrem anstrengend!
Hier hat kurzzeitig geholfen, morgens beim aufwachen (oder abends vorm einschlafen) sich zu überlegen, worauf sich das Kind an dem Tag im Kiga am meisten freut.
Und gezielt mit einem andern Kind/Freund zum gemeinsamen reingehen verabreden.
Und zum Thema bevorstehender Schule möchte ich mit machen: das war bei uns plötzlich komplett anders. Das große Schulkind steigt seit dem ersten Tag jeden Morgen freudestahlend und mit winkend in den Bus, während der Abschied im Kiga jeden Morgen extremster Trennungsschmerz war.
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luise90
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von luise90 »

Valeska, mit meinem Kind könnte mir ähnliches passieren und ich hatte auch schon einige negativ Spiralen inkl. Abgeben und abholen aus dem Kindergarten und ich habe auch ein "mein Plan muss erfüllt werden" Kind.

Ich hatte folgende Gedanken (zu konkreten Ideen kann ich sie gerade irgendwie nicht sortieren, aber vllt ja dann jemand anderes).

- steht ihr dann morgens sehr gestresst, steht unter Stress und macht Druck?

Wäre hier schon ein Garant da nicht rauszukommen und es noch mehr hochzupushen. Hilfreich ist hier eher klar, ruhig und bestimmt zu äußern was die unabrückbare Tatsache ist. Ich muss arbeiten und du in den Kindergarten, also so auch als innere Haltung. Aber dann für den Weg dahin dem Kind allen Raum geben ihren Weg , ihren Plan dahin zu finden. Sie dabei trösten, anerkennen dass sie es blöd findest vllt Angebote machen die helfen könnten. Aber alles ablehnen was nicht in Richtung Kindergarten geht.
Wird vermutlich ewig dauern und nicht an einem Tag geschafft sein.
Könnt ihr ganz ohne Zeitstress morgens eine Zeit hinbekommen vielleicht?
Vllt dass einer die kleine bringt und normal arbeitet und der andere morgens ganz viel Zeit und Geduld sammelt für die Große?

Ich glaube Lilly hatte sowas mal gesagt bei dem Problem des Schuhe anziehens? Irgendwie dem Kind Hilfe anbieten, selbst den Plan für die Lösung zu finden.

- die negativ Spirale durchbrechen hilft hier eigentlich irgendwas super spannendes unvorhergesehenes passiert zu diesen Zeiten, keine Ahnung, lässt sich glaube nicht so einfach hervorzaubern. Außer man fährt vorm Kiga Eis essen oder keine Ahnung 😅

- mein Kind braucht immer etwas für den Weg, er hat sich jetzt selbst gesucht, dass er Feuerwehr spielt und wir sind der Löschzug der zu einem Brand im Kindergarten gerufen wird. Im Kindergarten selbst macht er auch immer einen Plan, im Moment beinhaltet sein Plan aber leider oft andere Kinder, die den natürlich sehr oft sprengen. Das bespreche ich seit mehreren Wochen mit ihm, dass er sich im Kopf darauf vorbereiten soll, dass sie was anderes machen, als er möchte. Klappt manchmal, manchmal nicht.

Also vielleicht fragen, was sie gerne auf dem Weg haben wollen würde?

- es sind ja morgens auch mehrere Übergange, von schlafen zu wach, von Zuhause los, weg, und in den Kindergarten. Plan hat hier mal zum verinnerlichen geholfen, aber auch nie zum abarbeiten und motivieren.

- beim abgeben selbst jemanden von Kiga involvieren finde ich auch gut, an schlimmen Tagen muss mich auch immer noch eine Erzieherin retten, sie bringt sich dann immer ganz gefühlvoll in seinen Plan ein und schafft somit eine Brücke für ihn, wenn er es alleine nicht. (Sagte ich schonmal dass das diese Erzieherin einfach toll ist?)

Also ich glaube ich möchte auch sagen: kein push, sondern pull und ihr Raum geben ihren Weg dafür zu finden.

- genau so Rituale beim abgeben helfen hier auch total, wir machen immer ein Wettrennen zum Winkefenster, manchmal wie ein bestimmtes Tier, was er sich überlegt oder eben irgendeinen anderen Quatsch, wie das mit den Namen geben oder Zunge rausstrecken und so.


Und nein ich glaube auch nicht, dass ihr nur "mehr durchgreifen" müsstet usw. In die gedankliche Spirale rutsche ich auch immer mal wieder.
Aber gerade zeigt mir mein Kind, wie es furchtet, dass wir eher ein Team sind, als der "Durchgreifer" und das Kind, was "einfach gehorcht". An den Guten Tagen spüre ich das es so richtig für mich ist und bestimmt auch für euch!
Aber ich weiß wieviel Kraft es kostet und auch dass es wohl nicht ohne Wut und Tränen geht.
Mit Wubbi 07/19
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Valeska
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Re: Mein Kind ...

Beitrag von Valeska »

Danke euch allen für die lieben Beiträge 💛

Ja, ich weiß rational auch, dass das mit konsequent sein Quatsch ist. Es ist die Stimme meiner Mutter, die meint, dass das Kind aber doch nicht ohne Hose oder mit dem Fleck!!!!! auf dem Shirt rausgehen kann. Sie ist mir egal.

Ich glaub, ich schaff es nicht, auf alles einzeln einzugehen und muss es vielleicht auch "reifen" lassen, lese aber alles.

Ja, es ist morgens stressig - in dem Sinne, dass es mich stresst (wenn es nicht nach meinem Plan verläuft, jo ...).

Mir ist noch nicht klar, wie wir ihr helfen können, selbst einen Plan zu entwickeln, der in "Kita" mündet, wenn von ihr nur kommt, "ich will zuhause bleiben" und "ich will mit Mama auf die Empore" (der Lego-Tempel des Kinderzimmers, wobei bei mir langsam die Erkenntnis einsickert, dass es vermutlich weniger um das Lego als um das mit Mama geht) und das Argument, dass Mama aber arbeitet, komplett ausgeblendet wird.
Dass sie in die Kita geht, ist hier "schon immer" eine unverrückbare Tatsache. (So unverrückbar, dass selbst, wenn meine Schwiegermutter - selbst Erzieherin - uns ne Woche besucht und theoretisch zwischendrin auch mal nen ganzen Tag das Kind betreuen könnte, wir das Kind in die Kita bringen ...) Diese unsere innere Haltung hält das Kind leider bisher trotzdem nicht davon ab, gegenteilige Ideen zu entwickeln.

In der Kita wird sie von der Erzieherin normalerweise ganz gut dann abgeholt (glaub ich, ich hab die Kinder heute nicht gebracht und in letzter Zeit eher selten). In der Kita selbst kommt sie soweit auch super klar - wenn sie denn erstmal da ist.


Als die Kleine noch zur TaMu ging (hat dieses Jahr von TaMu in die Kita der Großen gewechselt), hat mein Mann tatsächlich manchmal erst die Kleine weggebracht und dann die Große, obwohl eigentlich beides bequem in einer Runde geht. (Ich hab es glaub echt nie gemacht, weil es mir zu viel Rumgurkerei war.) Manchmal ging es dann mit 20 min mehr Zeit für die Große tatsächlich besser, manchmal nicht. Vielleicht müssen wir das nochmal überlegen, ob das eine Option ist. Ich fürchte allerdings, dass das jetzt eher falsch ankommt. Sie weiß ja ganz genau, dass die Kleine zur dieselbe Kita gefahren wird. Wie ich sie kenne, wird dann haarscharf die Schlussfolgerung "Papa fährt ohne mich zur Kita los = ich kann Zuhause bleiben" bei raus kommen. Bei "Papa fährt ohne mich zur TaMu los" war das noch kein gültiger Schluss ...


Wir haben uns heute Abend noch vor unsere Goula-Holzuhr mit Kalender und Wochentagen etc gesetzt und nochmal durchgesprochen, welche Tage Kita-Tage sind, was wir morgens bis wann machen müssen etc.
Abends ist sie aber eigentlich immer glücklich damit, am nächsten Tag in die Kita zu gehen, und krass verständig bei solchen Gesprächen, und morgens passiert dann das komplette Gegenteil 🙈
Nun ja, mal sehen.


Ich hatte jetzt noch die Idee, ob ich vielleicht morgendliche Wünsche wie "ich will aber mit Mama (oder Papa) xy" aufnehme/schreibe/male, sodass wir das sichtbar für später "aufheben" können, und das Kind kann das einlösen nach Feierabend oder so ...



ixmix, das mit der Schule macht mir Hoffnung!
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