Valeska, mit meinem Kind könnte mir ähnliches passieren und ich hatte auch schon einige negativ Spiralen inkl. Abgeben und abholen aus dem Kindergarten und ich habe auch ein "mein Plan muss erfüllt werden" Kind.
Ich hatte folgende Gedanken (zu konkreten Ideen kann ich sie gerade irgendwie nicht sortieren, aber vllt ja dann jemand anderes).
- steht ihr dann morgens sehr gestresst, steht unter Stress und macht Druck?
Wäre hier schon ein Garant da nicht rauszukommen und es noch mehr hochzupushen. Hilfreich ist hier eher klar, ruhig und bestimmt zu äußern was die unabrückbare Tatsache ist. Ich muss arbeiten und du in den Kindergarten, also so auch als innere Haltung. Aber dann für den Weg dahin dem Kind allen Raum geben ihren Weg , ihren Plan dahin zu finden. Sie dabei trösten, anerkennen dass sie es blöd findest vllt Angebote machen die helfen könnten. Aber alles ablehnen was nicht in Richtung Kindergarten geht.
Wird vermutlich ewig dauern und nicht an einem Tag geschafft sein.
Könnt ihr ganz ohne Zeitstress morgens eine Zeit hinbekommen vielleicht?
Vllt dass einer die kleine bringt und normal arbeitet und der andere morgens ganz viel Zeit und Geduld sammelt für die Große?
Ich glaube Lilly hatte sowas mal gesagt bei dem Problem des Schuhe anziehens? Irgendwie dem Kind Hilfe anbieten, selbst den Plan für die Lösung zu finden.
- die negativ Spirale durchbrechen hilft hier eigentlich irgendwas super spannendes unvorhergesehenes passiert zu diesen Zeiten, keine Ahnung, lässt sich glaube nicht so einfach hervorzaubern. Außer man fährt vorm Kiga Eis essen oder keine Ahnung
- mein Kind braucht immer etwas für den Weg, er hat sich jetzt selbst gesucht, dass er Feuerwehr spielt und wir sind der Löschzug der zu einem Brand im Kindergarten gerufen wird. Im Kindergarten selbst macht er auch immer einen Plan, im Moment beinhaltet sein Plan aber leider oft andere Kinder, die den natürlich sehr oft sprengen. Das bespreche ich seit mehreren Wochen mit ihm, dass er sich im Kopf darauf vorbereiten soll, dass sie was anderes machen, als er möchte. Klappt manchmal, manchmal nicht.
Also vielleicht fragen, was sie gerne auf dem Weg haben wollen würde?
- es sind ja morgens auch mehrere Übergange, von schlafen zu wach, von Zuhause los, weg, und in den Kindergarten. Plan hat hier mal zum verinnerlichen geholfen, aber auch nie zum abarbeiten und motivieren.
- beim abgeben selbst jemanden von Kiga involvieren finde ich auch gut, an schlimmen Tagen muss mich auch immer noch eine Erzieherin retten, sie bringt sich dann immer ganz gefühlvoll in seinen Plan ein und schafft somit eine Brücke für ihn, wenn er es alleine nicht. (Sagte ich schonmal dass das diese Erzieherin einfach toll ist?)
Also ich glaube ich möchte auch sagen: kein push, sondern pull und ihr Raum geben ihren Weg dafür zu finden.
- genau so Rituale beim abgeben helfen hier auch total, wir machen immer ein Wettrennen zum Winkefenster, manchmal wie ein bestimmtes Tier, was er sich überlegt oder eben irgendeinen anderen Quatsch, wie das mit den Namen geben oder Zunge rausstrecken und so.
Und nein ich glaube auch nicht, dass ihr nur "mehr durchgreifen" müsstet usw. In die gedankliche Spirale rutsche ich auch immer mal wieder.
Aber gerade zeigt mir mein Kind, wie es furchtet, dass wir eher ein Team sind, als der "Durchgreifer" und das Kind, was "einfach gehorcht". An den Guten Tagen spüre ich das es so richtig für mich ist und bestimmt auch für euch!
Aber ich weiß wieviel Kraft es kostet und auch dass es wohl nicht ohne Wut und Tränen geht.