Stückige Beikost führt zu Würgen :/

Was kommt nach dem Vollstillen?

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Morgengold
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Stückige Beikost führt zu Würgen :/

Beitrag von Morgengold »

Liebes Forum,

Meine Tochter ist 8 Monate alt und seit 2 Monaten erhält sie Beikost in Form verschiedener Breie. Sie bekommt zu unseren Mahlzeiten einen selbstgekochten Brei (oft Getreideporridge mit Obst- oder Gemüsemus, Nussmus, manchmal Butter, Kartoffelbrei mit verschiedenen gemüsigen Zusätzen, auch mal in Rinder- oder Hühnerbrühe gekocht, wobei wir dort die babyfreundlichen Fonds von löwenz** orga**cs nutzen - nur um euch eine Idee zu vermitteln). Ich püriere Obst und Gemüse nicht, sondern zerdrücke es, sodass durchaus ein paar „Klümpchen“ im Essen sind, die sie auch gut toleriert. Wir füllen immer den Löffel und geben ihn ihr dann in die Hand oder legen ihn vor sie hin. Sie füttert sich dann sozusagen selbst indem sie den Inhalt des Löffels abschleckt und uns dann den leeren Löffel entgegenschmeißt 😅. Ansonsten wird sie noch sehr viel gestillt.

Wann immer ich nun versuche, ihr etwas stückigere Kost anzubieten (ein bisschen weichgekochten Reis oder ein Hackfleischkrümel oder so) würgt sie schrecklich, obwohl die Stücke von mir so gewählt werden, dass sie ihre Luftröhre unmöglich verstopfen könnten, da viel zu klein. Aber das Ziel ist ja schon, dass sie mit ca einem Jahr Familienkost essen kann, davon sind wir ja Lichtjahre entfernt…
Mein Sohn hatte damals nicht solche Probleme mit stückiger Kost (hat aber auch insgesamt größere Mengen gegessen). Kennt das jemand? Geht dieser starke Würgereiz von allein weg? Sollte ich noch warten mit den Stückchen oder lieber öfter anbieten? Habt ihr Tips? Ich danke euch!
fraubaerbaum
gehört zum Inventar
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Re: Stückige Beikost führt zu Würgen :/

Beitrag von fraubaerbaum »

Also grundsätzlich erstmal finde ich das Würgen nicht schlimm, der Würgereiz sitzt ja bei Babys weiter vorne und sie müssen halt lernen mit fester Nahrung umzugehen. Solange es sie nicht stört, würde ich sie da einfach machen lassen (meine Tochter hat sich beispielsweise anfangs oft verschluckt, aber während des Hustens schon wieder gelacht und mehr Essen in den Mund gesteckt).
Allerdings finde ich die von dir beschriebenen Nahrungsmittel - Hackfleischkrümel und Reis - schon auch Fortgeschrittenenvariante, das ist beides so klein dass man es schlecht am Gaumen zerdrücken kann und auch beides, selbst bei weich gekochtem Reis, eher hart.
Probier doch mal daumendicke Stücke Banane, geschälte klein geschnittene Tomate, halt Sachen die wirklich weich und aber auch groß genug sind dass man im Mund ein "Pack an" bekommt
Frau Bärbaum mit Quatschnase (10/23)
Shauni
alter SuT-Hase
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Re: Stückige Beikost führt zu Würgen :/

Beitrag von Shauni »

Mein Kleiner hatte das ganz schlimm, da führen kleine matschige Stücke, die nicht glatt püriert waren im Brei bis zum Erbrechen. Da habe ich Brei noch durch ein Sieb gestrichen oder fertige Gläschen angeboten.
Es hat sich von allein erledigt, weiß aber nicht genau, war aber definitiv U1 noch.
Also, ich persönlich würde einfach wieder einen Schritt zurück gehen und dann einfach mal wieder was Stückigeres probieren (einmal die Woche?). Wahrscheinlich zeigt sie es Euch auch selbst, wenn sie was anderes essen will…
Viele Grüße
Shauni mit dem großen M (01/14) und dem kleinen j (02/17)
Linda81
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Re: Stückige Beikost führt zu Würgen :/

Beitrag von Linda81 »

Was wäre, wenn ihr zu einigen Mahlzeiten richtig handfeste Dinge zum Abknabbern und Stochern anbietet? Hähnchenkeule, ein Kanten vom Brot, Mangokern mit Resten von Fruchtfleisch dran? Ich hab damals viel bei Solid Starts (auf Insta) gelesen und da kam das immer wieder vor bei eben jener Problematik. Ziel soll sein, dass sie damit den Mundraum erforschen und desensibilisieren. Gleichzeitig kriegt man davon nicht so viel ab bzw. wenn, ist es weich und muss nicht groß gekaut werden. Perfektes Training quasi.
Linda mit Sohnio (10/2014), dem Freudenstrahl (01/18) und der Überraschung (01/21)
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GemeineEsche
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Re: Stückige Beikost führt zu Würgen :/

Beitrag von GemeineEsche »

Ich glaube auch selbst abbeißen hilft. Den Löffel kriegt das Kind doch auch mal überraschend tief in den Mund und dann ist es halt direkt zu weit hinten. Beim abbeißen spürt man ja schon mit den Lippen, ob es ein großes oder kleines Stück ist (und dann kommt noch die Erfahrung, dass nachschieben bevor man runter geschluckt hat auch nicht so schlau ist - damit hat unser Kleiner immer noch so seine Probleme...).
Kleine 02/21
Kleiner 06/23
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