Heute Abend war es ein schlimmerer Tag aber trotzdem so wie es einfach regelmäßig vorkommt.
Wir kommen von einen Treffen im Garten. Wir sind so gegen 18:45 zuhause er knatscht schon nur noch weil er müde ist. Auf dem Rückweg hatte er sich schon mehrfach in der Trage auf meinem Rücken angekuschelt aber wie immer nicht eingeschlafen. Wir komme an ich biete nochmal was zu essen an ( er hatte nicht so viel gegessen weil er die ganze Zeit an den Händen laufen musste). Er möchte aber nicht. Ich ziehe ihn um wickle ihn, Zähneputzen, er sucht ein Buch aus das wir lesen und dann Stille ich ihn im gut gelüfteten abgedunkelt Zimmer. Jetzt geht's los.
Er stillt erst, wechselt ein paar Mal die Seite, wird müde die Augen fallen zu... er merkt das er einschläft und er kneift mich in ein Muttermal das ich am Bauch habe um sich wach zu halten. Die Augen gehen wieder zu er dockt ab und steht auf, turnt rum so sehr das er mir schonmal aus dem Bett gefallen ist. Er lässt sich fänach hinten fallen, wackelt am Bettgitter. Wenn das nicht mehr hilft stellt er sich am Kopfteil hin und will sich auf meinen Kopf fallen lassen. Jetzt setzte ich mich auf und sage ihm das ich das nicht möchte, das jetzt Schlafenszeit sei. Er dreht weiter auf aber wenn ich weg gehe ( um kurz aufs Klo zu gehen weil es jetzt schon 45 min sind die ich in den "Schlaf" begleite) weint er sofort hysterisch los.
Wenn ich ihn jetzt in den Kinderwagen packe kann es sein das er schnell, also so 15-20 min, einschläft oder ich schiebe ihn ne Stunde und auch schonmal mehr. Dauert es länger, liegt er im Wagen und singt, kreischt und irgendwann weint und schreit er. Dann schläft er ein. Ich habe für diese Kinderwagenfahrten im Moment nicht soviel Kraft. Früher hat das manchmal mein Exmann das übernommen, aber seit der Trennung bin ich quasi alleinerziehend (seit Juni). Heute wollte ich nicht schon wieder durch die Gegend latschen. Mir tut alles weh weil er dauernd an den Händen laufen will oder getragen werden möchte aber nicht in die Trage will in der Wohnung.
Er stillt doch nochmal, schläft ein und die Brustwarze rutscht raus und er beißt zu um sie fest zuhalten. Ich konnte nicht anders ich habe aufgeschrien er hat sich richtig erschreckt und geweint und mir den Mund zugehalten. So doll hat er noch nie gebissen. Mal hier und da wenn die Zähne kamen aber nie so doll. Ich habe geweint er auch. Es hat ne viertel Stunde gedauert bis er sich beruhigt hat. Dann wieder stillen und turnen. Dann macht er das Gebärdenzeichen für Essen und zeigt auf die Schalfzimmertür. Ich habe ihm was angeboten er hat 3 Tortellini gegessen und dann habe ich das quäkende völlig fertige Kind doch wieder in den Kinderwagen gesteckt und bin los. Wenigstens schlief er nach 15 min ein.
Ich kann nicht mehr. Abends ist die einzige Zeit in der ich was ohne ihn machen kann, ich muß halt auch mal aufräumen oder was am PC tippen mal traurig sein dürfen und weinen das meine Ehe zu Ende ist.
Er kämpft seit dem er kein Neugeborenes mehr ist gegen das Einschlafen. Manchmal auch beim Mittagschlaf aber seltener seit dem er nur noch 1x schläft, kommt aber auch regelmäßig vor.
Aufgrund des Trennungsgrund und das mein Exmann nicht ganztägig für unser Kind sorgen kann bin ich wieder in Elternzeit bis wir im August die Kita Eingewöhnung machen. Alle meine Freunde sind tagsüber arbeiten, haben entweder keine Kinder oder so Kinder die halt ohne Stillen, ohne Körperkontakt einfach geschlafen haben oder deutlich jünger als meiner sind. Meine Eltern sind weit weg. Ich war völlig aufgelöst heute und kriege dann aber nur die Empfehlung ala Ferber oder das ja irgendwas mit meinem Kind nicht in Ordnung ist und ich mit dem Kinderarzt sprechen soll und das der mir dann sagen soll wie ich Grenzen aufzeigen soll das jetzt geschlafen wird. Ich mache garantiert kein Schlaftraining und wie soll ich einem 16 Monate alten Kind mittels Grenze zeigen das er jetzt schlafen muss? Auch ältere Kinder mit denen man ja besser kommunizieren kann schlafen ja auch nicht ein weil man es sagt. Die kann man ins Bett schicken aber zum einschlafen kann man ja niemanden zwingen. Ich denke auch nicht das er krank ist oder mit ihm irgendwas nicht stimmt, er entwickelt sich völlig normal er kämpft nur gegen das Einschlafen.
Wenn ich einfach wieder mit ihm aufstehe und langweilig bin kramt er alles aus und fängt an zu weinen und will auf den Arm, wenn er da ist will er runter, wieder rauf und so weiter bis er wieder nur noch weint.
Er hat das mal geschafft von 12 bis Mitternacht wach zu bleiben und hat sich im Ende in der Trage in den schlafgeschrieen. Und selbst da hat er sich noch gewehrt und ich mehrfach wieder aufgewacht.
In der Trage schläft er nur beim strammen Marschieren und nur in der Wohnung ein. Das dauert deutlich länger als im Kinderwagen.
Ich begleite ihn gerne in den Schlaf, er schläft im Familienbett, ich erwarte nicht das er durchschläft und Stille ihn Nachts nach Bedarf. Bisher habe ich das ganze mit radikaler Akzeptanz gut und langmütig gemanagt aber jetzt habe ich weniger Kapazität und meine Nerven sind dünner. Ich fühle mich wie eine schlechte Mutter weil er sich so wehrt obwohl er müde ist und auch weil ich nicht mehr den Langmut habe den ich vor der Trennung hatte.
Hat jemand noch Tips? Oder kann mir sagen das es irgendwann besser wird. Er ist ja jetzt schon ein Kleinkind und ich habe wirklich gedacht ich hätte schon eine realistischere Erwartung an Babyschlaf gehabt, ich habe nie erwartet das er alleine schläft oder stundenlang durchschläft. Wir stillen oft noch alle 2h ab und an mal alle 3, finde ich anstrengend aber weiß das das normal ist. Ich hatte einfach gehofft das sein Gehirn reift und wächst und es irgendwann besser wird.
Er wacht gegen 6 auf aber mit Dauernuckeln schläft er seit der Umstellung auf 1x Tagschlaf nochmal bis 7 weiter und ich döse. Dann Mittagsschlaf von ca 11:30-12 Uhr so für 1-2 h je nachdem, er schläft selten bis 14 Uhr, meist ist er 13:30 wach. Im Durchnitt so 90 min meist mit nochmal nachstillen. Müde wir er Abends gegen 18-18:30. Im Bett sind wir dann je nachdem 18:30-19 Uhr.
Hilfe!