Mein Onkel heute: "Und, du stillst nicht? Ganz normal die Flasche oder?
Kommentare zum Stillen...
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Waldbewohnerin
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Re: Kommentare zum Stillen...
Ich kann mir ja immer nur schwer vorstellen, dass es solche Babys tatsächlich gibt 
Mein Onkel heute: "Und, du stillst nicht? Ganz normal die Flasche oder?
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mit Waldwichtel 06/2019 und Zwergi 11/22
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Re: Kommentare zum Stillen...
Ich glaube, ich würde mir nicht zu viele Sorgen machen. Meistens gibt es genug Gemeinsamkeiten, dass man Quatschen kann, ohne sich auf dünnes Eis begeben zu müssen.Sommermama2017 hat geschrieben: 23.04.2023, 18:03 In einigen Wochen verbringen wir ein Wochenende mit anderen befreundeten Familien und da muss ICH, glaub ich, aufpassen mit Kommentaren zum Stillen. Mein Schwager hatte gerade eine der Familien besucht. Die haben ein Baby, jetzt 2,5 Monate alt. Das hat wohl eine der Nächte durchgeschlafen und stillt "tagsüber aber alle 2 Stunden, das ist schon ganz schön anstrengend für die Mutter". Joa. Aber irgendwann MUSS das Baby ja mal trinken dürfen??
Es fällt mir immer echt schwer, sowas nicht bzw. irgendwie konstruktiv, freundlich zu kommentieren.
Irgendwelche Tips, bzw. Gedanken, die mich das richtige sagen lassen?![]()
Aber wichtig finde ich, der weit überwiegende Teil aller Eltern möchte das Beste für sein Kind. Und die allermeisten Eltern gehen bis an ihre Grenzen und darüber hinaus, um das zu erreichen. Ob das Baby da jetzt alle 60 min oder alle 3h stillt und ob es in einem Tuch oder auf dem Arm herumgetragen wird ist eigentlich nebensächlich.
Wenn du dich aber wirklich unwohl fühlst, ist es dein gutes Recht das auch zu sagen und aus der Situation raus zu gehen. Sei dir aber bewusst, dass du damit zwar dich selbst schützen kannst, aber keinen nennenswerten Einfluss darauf hast, wie mit dem Kind umgegangen wird. Erzähle ich aus erster Hand, da ich für ca. 1,5 Jahre den Kontakt zu Freunden abgebrochen habe, die ihren Kindern streng nach Plan alle 4h die Flasche gegeben haben und auch sonst immer wieder auf eine Art über die Kinder gesprochen haben, die mich belastet hat. Inzwischen ist das kleinere Kind schon 3 und wir haben wieder regelmäßig Kontakt. Die Differenzen bestehen noch immer (die Kinder müssen z. B. bei Fehlverhalten in die stille Ecke) aber ich kann es für mich besser akzeptieren und mich da abgrenzen.
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und Tochter V (Ende Juni 21)
The trick to happiness wasn't in freezing every momentary pleasure and clinging to each one, but in ensuring one's life would produce many future moments to anticipate. Shallan Davar/Brandon Sanderson
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Re: Kommentare zum Stillen...
Mein Mittlerer hat in dem Alter ein paar Nächte durchgeschlafen (also von 7 bis 7 oder so) und tagsüber auch nur 4, 5 Mal stillen wollen. War leider nur eine Phase. Mit 12 Wochen war Schluss damit und durchschlafen tut er jetzt mit bald 3,5 Jahren immer noch nicht wieder.Sommermama2017 hat geschrieben: 23.04.2023, 18:03 In einigen Wochen verbringen wir ein Wochenende mit anderen befreundeten Familien und da muss ICH, glaub ich, aufpassen mit Kommentaren zum Stillen. Mein Schwager hatte gerade eine der Familien besucht. Die haben ein Baby, jetzt 2,5 Monate alt. Das hat wohl eine der Nächte durchgeschlafen und stillt "tagsüber aber alle 2 Stunden, das ist schon ganz schön anstrengend für die Mutter". Joa. Aber irgendwann MUSS das Baby ja mal trinken dürfen??
Es fällt mir immer echt schwer, sowas nicht bzw. irgendwie konstruktiv, freundlich zu kommentieren.
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Sommermama2017
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Re: Kommentare zum Stillen...
Ja, alle 2 Stunden stillen und nachts mal durchschlafen an sich ist voll ok. Es ging mir nur um die Wertung des ganzen, eben genau das, wie drüber gesprochen wird. Mehr so in Richtung "Ziel erreicht" und so.
Aber für mich ist es auch einfach schwer vorstellbar, dass für manche Mütter ein fester Rhythmus erstrebenswert ist.
Ich würde mich irgendwie gefangen fühlen. Anderen hingegen gibt er mehr (Planungs)Sicherheit.
Meine Große war halt einfach sowas von unrhythmisch in allem, dass ich das eh nie in Erwägung gezogen habe, sowas anzustreben.
Ja., Eltern wollen das Beste.... ich hab immer mal wieder das Gefühl, ich wüsste es besser... aber da muss ich wohl eher an mir arbeiten.
Stimmt. Ich finde es bei Babys glaub ich auch besonders schwer, was mitanzusehen, wenn halt gegen Empfehlungen wie nach Bedarf stillen gehandelt wird.
Das Problem beim Durchschlafen ist dann halt, dass es heißt, "sie KANN es doch, warum macht sie es nicht" usw.
Aber für mich ist es auch einfach schwer vorstellbar, dass für manche Mütter ein fester Rhythmus erstrebenswert ist.
Meine Große war halt einfach sowas von unrhythmisch in allem, dass ich das eh nie in Erwägung gezogen habe, sowas anzustreben.
Ja., Eltern wollen das Beste.... ich hab immer mal wieder das Gefühl, ich wüsste es besser... aber da muss ich wohl eher an mir arbeiten.
Stimmt. Ich finde es bei Babys glaub ich auch besonders schwer, was mitanzusehen, wenn halt gegen Empfehlungen wie nach Bedarf stillen gehandelt wird.
Das Problem beim Durchschlafen ist dann halt, dass es heißt, "sie KANN es doch, warum macht sie es nicht" usw.
Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 und A. 01/21
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acma
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Re: Kommentare zum Stillen...
Ich fand irgendwann mal Tage mit 14x Stillen auch so anstrengend, dass ich allen davon erzählt hab. Das war einfach auch Unwissen. Ich hatte die blöden 3 Stunden als "Normalzustand" / Ziel im Kopf. Schon komisch. Bei mir half "steter Tropfen höhlt den Stein". Als ich hier im SuT zum 100. Mal gelesen habe, dass Babies viel höhere Stillfrequenzen haben, ist es auch bei mir angekommen. Und mit der veränderten Erwartungshaltung war es auch plötzlich weniger stressig.
Also noch eine Stimme für: einfach von deinen Kindern erzählen. Irgendwann wirds ankommen.
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acma mit Knöpfchen (08/21)
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acma
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Re: Kommentare zum Stillen...
Noch zum Stillen nach Bedarf: Ich kann mich erinnern, dass das als unerfahrene Mama gar nicht so einfach war. Ich wollte das, also theoretisch durfte Knöpfchen immer stillen. Praktisch hab ich am Anfang den Bedarf oft nicht bzw. zu spät erkannt.
Da hab ich heute noch oft ein schlechtes Gewissen.
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acma mit Knöpfchen (08/21)
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Sommermama2017
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Re: Kommentare zum Stillen...
Wenn der Wille da ist, ist das ja schon mal viel mehr als "aus Prinzip nicht dazu bereit sein".
Aber ok, dann "höhle" ich mal.

Danke für eure Berichte.
Aber ok, dann "höhle" ich mal.
Danke für eure Berichte.
Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 und A. 01/21
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Glyzinie
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Re: Kommentare zum Stillen...
Also ich hatte tatsächlich ein Kind, dass nachts nur 2x trinken wollte. Er war im Beistellbett. Ich kann es nachts auch nicht so ab, wenn jemand an mir hängt. Keine Ahnung, ob Babys so was auch spüren. Mit 10 Monaten hat er auch noch durchgeschlafen bis auf ein letztes Mahl um 23 Uhr. Kann sein, dass ich nicht jedes Raunzen gehört habe. In der Stillzeit habe ich extrem tief geschlafen. Nur vom Schreien aufgewacht, wobei er immer auch ein Baby 'sofort auf 100' war. Irgendwelche Anzeichen vor Schreien gab es nicht. Hinziehen oder ähnliches wäre nie gewesen.
Erzwungen war da nichts. Mein Sohn war einfach so. Das Stillen fördert per se ja auch besser als die Flasche den Tag/Nachtrhythmus.
Tagsüber alle 2h fanden aber auch viele bemerkenswert. Zumal er das lange durchgehalten hat, quasi bis zur Eingewöhnung in die Krippe.
Aber wenn mir eine Mutter erzählt, dass ihre Babys nachts oder tagsüber alle 2h ankommen, finde ich das nicht ungewöhnlich. Anstrengend vielleicht schon.
Erzwungen war da nichts. Mein Sohn war einfach so. Das Stillen fördert per se ja auch besser als die Flasche den Tag/Nachtrhythmus.
Tagsüber alle 2h fanden aber auch viele bemerkenswert. Zumal er das lange durchgehalten hat, quasi bis zur Eingewöhnung in die Krippe.
Aber wenn mir eine Mutter erzählt, dass ihre Babys nachts oder tagsüber alle 2h ankommen, finde ich das nicht ungewöhnlich. Anstrengend vielleicht schon.
Mit eiligem Piffi (11/2016)
- GemeineEsche
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Re: Kommentare zum Stillen...
Kommt ja auch drauf an, wie durchschlafen gemeint ist. Ist die offizielle Definition nicht 6 Stunden? Das kann ich mir schon vorstellen. Die Kleine war nachts auch recht schnell bei 5 Stunden, dann nochmal nach 2-3 Stunden, das ist dann ja echt entspannt.
Wie man die Tage sonst so empfindet ist ja auch sehr unterschiedlich. Kommt ja auch ziemlich auf die Erwartungshaltung und allgemein Typ an. Beim ersten Kind und noch so klein war ich schon oft verzweifelt, auch, wenn es vielleicht im Nachhinein gesehen gar nicht so konkrete Probleme gab. Manchmal realisiert man vielleicht auch nicht, was das eigentliche Problem ist oder kann es schlecht in Worte fassen. Also mal so als Beispiel, ja, Stillen kann super anstrengend sein, bei mir war es anfangs aber auch viel allgemeine Überforderung, diese plötzliche Verantwortung und Selbstbestimmung, das Unvorhersehbare... also vielleicht sind die Abstände ja auch gar nicht so das größte "Problem".
Da könnte man auch mal sowas anklingen lassen wie: "Ja, bei mir war das auch so, das ist halt normal, dass die so oft Milch brauchen. Aber man weiß ja auch nie, ob sie das nächste Mal nach drei Stunden oder doch wieder nach einer halben kommen und ob es dann ne viertel Stunde dauert oder anderthalb. Das ist schon manchmal echt frustrierend."
Ich kann mir vorstellen, dass so Mitgefühl da einfach auch schon viel helfen kann. Wenn man nämlich nur hört ja das ist bei mir auch so, ja, das ist normal, das hat halt nichts emotionales. Ein ja, bei mir war es ähnlich und manchmal macht es echt keinen Spaß und treibt einen in den Wahnsinn, das hilft manchmal mehr, einfach Gefühle anerkennen, dann merkt das Gegenüber eben auch, dass diese Gefühle genau so normal sind. Kommt halt auch immer ein bisschen drauf an wie nah man sich steht. Aber ich erzähle da mittlerweile ziemlich offen weil ich es von mir selbst kenne, dass ich mich nicht trauen würde genauer nachzufragen.
Wie man die Tage sonst so empfindet ist ja auch sehr unterschiedlich. Kommt ja auch ziemlich auf die Erwartungshaltung und allgemein Typ an. Beim ersten Kind und noch so klein war ich schon oft verzweifelt, auch, wenn es vielleicht im Nachhinein gesehen gar nicht so konkrete Probleme gab. Manchmal realisiert man vielleicht auch nicht, was das eigentliche Problem ist oder kann es schlecht in Worte fassen. Also mal so als Beispiel, ja, Stillen kann super anstrengend sein, bei mir war es anfangs aber auch viel allgemeine Überforderung, diese plötzliche Verantwortung und Selbstbestimmung, das Unvorhersehbare... also vielleicht sind die Abstände ja auch gar nicht so das größte "Problem".
Da könnte man auch mal sowas anklingen lassen wie: "Ja, bei mir war das auch so, das ist halt normal, dass die so oft Milch brauchen. Aber man weiß ja auch nie, ob sie das nächste Mal nach drei Stunden oder doch wieder nach einer halben kommen und ob es dann ne viertel Stunde dauert oder anderthalb. Das ist schon manchmal echt frustrierend."
Ich kann mir vorstellen, dass so Mitgefühl da einfach auch schon viel helfen kann. Wenn man nämlich nur hört ja das ist bei mir auch so, ja, das ist normal, das hat halt nichts emotionales. Ein ja, bei mir war es ähnlich und manchmal macht es echt keinen Spaß und treibt einen in den Wahnsinn, das hilft manchmal mehr, einfach Gefühle anerkennen, dann merkt das Gegenüber eben auch, dass diese Gefühle genau so normal sind. Kommt halt auch immer ein bisschen drauf an wie nah man sich steht. Aber ich erzähle da mittlerweile ziemlich offen weil ich es von mir selbst kenne, dass ich mich nicht trauen würde genauer nachzufragen.
Kleine 02/21
Kleiner 06/23
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Sommermama2017
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Re: Kommentare zum Stillen...
Das Baby hat wohl von abends um 9 bis morgens um 6 geschlafen, also schon sehr lange. Aber ja, EINMAL. Und außerdem darf es ja natürlich auch, wenn die Zunahme passt.
A kam ja nachts auch nicht soo häufig, längere Zeit auch "nur" 2-3 mal. Und schlief besser im Beistellbett mit Platz für sich alleine.
Mal sehen, wie es wird. Ich bin sehr gespannt. ^^
A kam ja nachts auch nicht soo häufig, längere Zeit auch "nur" 2-3 mal. Und schlief besser im Beistellbett mit Platz für sich alleine.
Mal sehen, wie es wird. Ich bin sehr gespannt. ^^
Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 und A. 01/21