Meeresbrise hat geschrieben: 03.03.2023, 16:08
Bei ihr ist es so, dass sie immer etwas tun muss. Fernsehen, lesen, höchstens spät abends. Sie hat in den letzten Jahren zwei krebskranken Verwandte regelmäßig geholfen und ihnen häufig den Haushalt gemacht, gekocht, besucht... Beide sind mittlerweile leider verstorben.
Sie arbeitet 40 Stunden in der Pflege, was ein wirklich harter Job ist und trotzdem ist sie nicht müde oder beschwert sich.
Sie hilft uns, wenn sie frei hat, wo sie nur kann.
Ich bin ihr unglaublich dankbar dafür.
Ich persönlich brauche zum Beispiel den Mittagsschlaf vom Sonnenstrahl meistens um mich mit einer Tasse Kaffee vor den Fernseher zu setzten

Auch abends nach der Einschlafbegleitung mache ich das Nötigste im Haushalt und lege mich dann aufs Sofa

Ich tanke Kraft, wenn ich mich einfach erholen und hinlegen kann. Der Haushalt entspannt mich nicht.
Ich weiß nicht, ob sie das nur macht, weil sie einfach will oder weil sie vielleicht denkt, es passiert sonst so wenig zuhause? Klar, ich hab einmal pro Woche selbst die Räume gründlich geputzt, aber selten so blitze blank

Wenn ich an meinem langen Bürotag nach 12 Stunden heikomme, ist alles sauber, essem gekocht, Sonnenstrahl gewickelt und ich muss mich nur noch zum Tisch setzen, essen, kurz mit dem Sonnenstrahl spielen und ihn dann ins Bett bringen. Ein unfassbarer Luxus - der mir aber durchaus ein schlechtes Gewissen macht, weil alles was ich nicht schaffe so perfekt erledigt wird, ohne dass meine Schwiegermutter es mir jemals unter die Nase reiben würde.