gebrauchte Dinge weiterverkaufen

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schlangengurke
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Re: gebrauchte Dinge weiterverkaufen

Beitrag von schlangengurke »

Danke euch!
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GemeineEsche
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Re: gebrauchte Dinge weiterverkaufen

Beitrag von GemeineEsche »

cutetemptation hat geschrieben: 06.01.2023, 13:18
Tyaris hat geschrieben: 06.01.2023, 12:14 Aber doch erst ab 2023, oder?
Die 600 Euro Grenze? Das weiß ich nicht genau, muss ich noch recherchieren.

Da ich aber ausschließlich Dinge des täglichen Gebrauchs verkauft habe und kein Reselling betrieben habe, sind die Einkünfte anscheinend ausgeklammert 😅
Diese Grenze gab es schon immer, war vorher glaube ich bei 400€.
Außerdem geht es hier um GEWINN. Machst du mit gebrauchtem Kram bei ebay Gewinn? Das geht doch eigentlich nur bei Antiquitäten. Also wenn du gebrauchte Sachen günstig verkaufst ist der Gewinn dabei 0, also auch nix steuerpflichtig.
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Tyaris
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Re: gebrauchte Dinge weiterverkaufen

Beitrag von Tyaris »

GemeineEsche hat geschrieben: 07.01.2023, 04:34
cutetemptation hat geschrieben: 06.01.2023, 13:18
Tyaris hat geschrieben: 06.01.2023, 12:14 Aber doch erst ab 2023, oder?
Die 600 Euro Grenze? Das weiß ich nicht genau, muss ich noch recherchieren.

Da ich aber ausschließlich Dinge des täglichen Gebrauchs verkauft habe und kein Reselling betrieben habe, sind die Einkünfte anscheinend ausgeklammert 😅
Diese Grenze gab es schon immer, war vorher glaube ich bei 400€.
Außerdem geht es hier um GEWINN. Machst du mit gebrauchtem Kram bei ebay Gewinn? Das geht doch eigentlich nur bei Antiquitäten. Also wenn du gebrauchte Sachen günstig verkaufst ist der Gewinn dabei 0, also auch nix steuerpflichtig.
Wenn ich so nachdenke, wo ist denn die Grenze, was Gewinn ist?
Also klar. Ich kaufe ein Hose für 5€, Kind ist rausgewachsen, verkauft für 4€ ist kein Gewinn. Verkaufe ich sie für 6€ weiter hab ich 1€ Gewinn.
Hose selbst genäht. Kind ist rausgewachsen. Verkauft für 5€. Wenn der Stoff jetzt unter 5€ lag, ist das dann Gewinn? Aber wie soll das irgendwer nachrechnen können?
Ich hab 5 Bretter im Baumarkt gekauft,. Nur 4 gebraucht. Realistisch werde ich das fünfte nur mit Verlust los.
Aber wir haben neue Fenster bekommen. Die alten über Kleinanzeigen verkauft. Ist das dann Gewinn, weil ich die Fenster ja nie explizit gekauft habe? Oder hab ich die alten nicht eigentlich mit Kauf des Hauses auch irgendwie bezahlt?
Tyaris mit der Löwin (9/19) und der kleinen Wölfin (6/23) an der Hand und dem kleinen Vögelchen (12/25) im Arm und einen Sternchen (4/21) im Herzen
Tyaris
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Re: gebrauchte Dinge weiterverkaufen

Beitrag von Tyaris »

Genauso diese 30 Teile Grenze.
Einmal Keller ausgemistet und man ist doch drüber :oops:
Oder eben bei Kinderklamotten. Übers Jahr gesehen erreicht man die doch Recht schnell? (Aber auf einem "normalen" Flohmarkt ja auch)
Trotzdem macht man das ja nicht gewerblich???
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GemeineEsche
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Re: gebrauchte Dinge weiterverkaufen

Beitrag von GemeineEsche »

Tyaris hat geschrieben: 07.01.2023, 04:45
GemeineEsche hat geschrieben: 07.01.2023, 04:34
cutetemptation hat geschrieben: 06.01.2023, 13:18

Die 600 Euro Grenze? Das weiß ich nicht genau, muss ich noch recherchieren.

Da ich aber ausschließlich Dinge des täglichen Gebrauchs verkauft habe und kein Reselling betrieben habe, sind die Einkünfte anscheinend ausgeklammert 😅
Diese Grenze gab es schon immer, war vorher glaube ich bei 400€.
Außerdem geht es hier um GEWINN. Machst du mit gebrauchtem Kram bei ebay Gewinn? Das geht doch eigentlich nur bei Antiquitäten. Also wenn du gebrauchte Sachen günstig verkaufst ist der Gewinn dabei 0, also auch nix steuerpflichtig.
Wenn ich so nachdenke, wo ist denn die Grenze, was Gewinn ist?
Also klar. Ich kaufe ein Hose für 5€, Kind ist rausgewachsen, verkauft für 4€ ist kein Gewinn. Verkaufe ich sie für 6€ weiter hab ich 1€ Gewinn.
Hose selbst genäht. Kind ist rausgewachsen. Verkauft für 5€. Wenn der Stoff jetzt unter 5€ lag, ist das dann Gewinn? Aber wie soll das irgendwer nachrechnen können?
Ich hab 5 Bretter im Baumarkt gekauft,. Nur 4 gebraucht. Realistisch werde ich das fünfte nur mit Verlust los.
Aber wir haben neue Fenster bekommen. Die alten über Kleinanzeigen verkauft. Ist das dann Gewinn, weil ich die Fenster ja nie explizit gekauft habe? Oder hab ich die alten nicht eigentlich mit Kauf des Hauses auch irgendwie bezahlt?
Gewinn ist im Steuergesetz definiert.

Einiges ist vielleicht Interpretationssache, aber es gehört ja auch gesunder Menschenverstand dazu - wozu sind diese Regelungen? Um gezielte Steuerhinterziehung, Leute, die sich um die Gewerbeanmeldung drücken wollen, zu bekämpfen. Nicht, um den Ottonormalverbraucher zu schikanieren.

Selbst teurer wieder verkaufen ist schon Gewinn. Aber kommst du da echt über 600€ mit Kinderkleidung? Dann wäre es wohl ratsam, ein second hand Geschäft zu eröffnen ;) dann kannst du wenigstens noch ein paar mehr Sachen von der Steuer absetzen (und hast so am Ende wahrscheinlich wieder keinen Gewinn und nach einiger Zeit stuft das FA dein Gewerbe als Liebhaberei ein und will auch nix mehr davon wissen).
Selbstgenäht ist wohl ein Graubereich. Aber wenn du nur hobbymäßig für deine Kinder nähst ohne das Ziel die Sachen zu verkaufen... würde sagen da gilt dasselbe wie oben.
Die Fenster habt ihr natürlich bezahlt.
Wenn du ein neues Weihnachtsgeschenk verkaufst für weniger als Neupreis machst du mmn auch keinen Gewinn. Die Schenkung war ja in dem Sinne die steuerfreie Anschaffung - zu dem Preis, den der Schenkende bezahlt hat.

Wie gesagt, gesunder Menschenverstand. Wenn das Hobby Nähen im Übergang zur Selbstständigkeit ist oder doch das Reselling anfängt Spaß zu machen muss man vorsichtig sein und lieber mitschreiben, für alle anderen sehe ich da keine Gefahr.

Ob wirklich ab 30 Inserate etwas vom Anbieter gemeldet wird und was das FA dann mit der Info macht, keine Ahnung, wird sich zeigen. Klingt für mich aber absolut utopisch und auch unverhältnismäßig.
Da würde jemand, der 20 Mal im Jahr seine Ferienwohnung vermietet und damit 5.000 € Gewinn macht aus dem Raster fallen, eine Mutter, die regelmäßig Klamotten und Spielzeug aussortiert soll dann aufwändig ihren Verlust nachweisen? Als ob das Finanzamt Zeit hat das alles zu prüfen.
Kleine 02/21
Kleiner 06/23
delfinstern
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Re: gebrauchte Dinge weiterverkaufen

Beitrag von delfinstern »

Ich würde eher sagen, das Finanzamt guckt kurz übern account und stellt fest, dass nur Kinderkram verkauft wird und tut nix. Anders siehts vermutlich bei teurer Gastronomieware oder Autoteilen aus..
Liebe Grüße
Delfin*
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Tyaris
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Re: gebrauchte Dinge weiterverkaufen

Beitrag von Tyaris »

Ich verstehe was du meinst. Nein, mit Kinderklamotten kommt kein Gewinn zustande. Genäht wird zum Anziehen. Evtl. ist Mal etwas ungetragen, weil das Kind zu schnell gewachsen ist oder Sicht vehement weigert. Aber das sind max. 1-3 Teile im Jahr.

Über die Baustelle gab es halt immer Mal etwas Geld. Daher meine Frage. Bei ca. 30 Fenstern, die im Schnitt irgendwas um die 15 € verkauft wurden. Oder anderen Kram, den wir halt ausgebaut und durch neues ersetzt haben. Nicht mit Gewinnabsicht, nicht regelmäßig, immer was halt gerade anfiel. Primär um uns Kosten und Aufwand der Entsorgung zu ersparen und mit dem Gedanken, dass weiternutzen besser als wegschmeißen ist. Und die meisten Käufer glücklich waren, ein Schnäppchen gemacht zu haben.
(So wie wir auf gleichem Wege zu einigen Materialien gekommen sind, quasi Recycling aus Überzeugung :wink: )
(Bei der Kategorie Heimwerken fragt EKA übrigens eh ständig nach, ob man gewerblich handelt.

Aber ja, über EKA gibt es viele "Privatanbieter", die eigentlich gewerblich handeln. Wer ständig das gleiche verkauft und nahezu unendlich Nachschub des gleichen Produkts hat...
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AnnieMerrick
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Re: gebrauchte Dinge weiterverkaufen

Beitrag von AnnieMerrick »

Ich lese das alles anders:

Gewinn ist eine Einnahme.

Bsp. Ich verkaufe 50 Kinderklamotten zu je 1 euro (haben natürlich mehr im Kauf gekostet)

50 euro Einnahme =Gewinn
Fällt unter die 600 Euro grenze

ABER
Ü30 Teile = steuerpflichtig, Meldung erfolgt

Warum lese ich das so? In den erklärungen steht ein "oder".

Mir erscheint natürlich unlogisch, dass das FA bei jeder Mutter die olle Kinderklamotten loswerden will, prüft.

Auch die meldung bei ebk (verschenkt/verkauft=keine Unterscheidung) seit 2023 irritiert mich.

Hier gibts bestimmt Fachleute im SuT, die Licht ins Dunkel des neuen Steuerrechts bringen können
Viele Grüße
AnnieMerrick mit 🐭 2014 und 🐦 2018
---
Ich reduziere meine Onlinezeit und antworte unter Umständen erst einige Tage später.
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blauelagune
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Re: gebrauchte Dinge weiterverkaufen

Beitrag von blauelagune »

Waren des täglichen Gebrauchs sind davon ausgeschlossen. Also Kinderklamotten sind kein Problem. Wenn Du regelmäßig 50 iPhones verkaufst, geht das nun nicht mehr.
mit den drei Jungs (08/09) und (06/12) und (06/16)
Plueschtier
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Re: gebrauchte Dinge weiterverkaufen

Beitrag von Plueschtier »

Woher weiß EBK denn den Preis? Und den Gewinn?

Angenommen, ich stelle ein EBike ein, Listenpreis 4000 Euro, ich hab 3000 Euro bezahlt, weil Sale oder was auch immer.
Wenn ich das jetzt für 3700€ verkaufe, hätte ich 700 Euro Gewinn gemacht, das weiß doch aber niemand?
Wenn ich mich beim Verkauf an der Tür auf 3500 Euro runterhandeln lasse, kann EBK das doch gar nicht nachvollziehen? Und gibt ggf. falsche Daten an?
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