Ich denke auch, du wirst es merken. Wenn die für sie schönen Momente, in denen sie richtig Hund sein kann, nur noch selten sind, und das Leiden nicht mehr aufwiegen, dann ist der Moment da.Seelenproviant hat geschrieben: 09.07.2022, 06:09 Herzlichen Glückwunsch an alle frisch gebackenen Hundeeltern und all jene, die gerade am Weg sind dorthin!
Wir lernen gerade die andere Seite der Medaille kennen. Unsere Omi ist ca 15 Jahre alt und hat im letzten Jahr stark abgebaut. Sie hört und sieht kaum mehr etwas und hat seid neuestem nachts eptilleptische Anfälle. Auch wenn es heute Nacht "erst" der zweite in Folge war sagt mir mein Bauchgefühl, dass es in den kommenden Tagen wohl Abschied nehmen heißt. Und während ich hier heulend bei ihr am Boden sitze und sie zur Beruhigung zwischen den Ohren kraulen, Frage ich mich, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist um sie zu erlösen. Und habe gleichzeitig ein schlechtes Gewissen, weil es ihr tagsüber doch noch gut geht. Mein Kopf ist wohl noch nicht so weit wie mein Bauch.
Bei unserer Hündin war es mach einem Schlaganfall, vorher hatte sie auch schon abgebaut, aber es gab noch richtig gute Tage, an denen sie spielen konnte. Jetzt konnte sie kaum stehen und gehen, nicht selbstständig fressen, hatte Schmerzen, wenn wir sie rausgetragen haben, hat sie sich angelehnt und verzweifelt hochgeguckt. Es gab nur noch Aussicht auf Verschlimmerung nicht auf Reduzierung des Leids
Der Tierarzt ist nach draußen gekommen, wo sie im Gras lag und hat ihr die Spritze gegeben, als wir allen um sie herum saßen und sie gestreichelt haben. Obwohl ich schon wieder weine, wenn ich das schreibe, glaube ich, dass es richtig war und für sie eine Erlösung war