Ganz genauso bei uns.Elena hat geschrieben: 11.06.2022, 11:29
Bewunderung ist ja eigentlich gar nicht angebracht, bei uns hat sich vieles so ergeben. Die drei Kinder spielen sehr viel miteinander, sind also normalerweise "beschäftigt". Das Einzige, was wir investiert haben, waren Nerven im jüngeren Alter, wenn wir auf langen Reisen (insb. Bahnfahrten) stundenlang "Ich sehe was, was du nicht siehst...", Gesellschaftsspiele, Wortspiele gespielt haben, statt das Tablet rüberzureichen. Oder im Alltag, dem Kleinkind vorlesen, während das Baby stillt und das Kindergartenkind mal warten muss, statt dem großen Kind Handyspiel anzubieten etc. Ich glaube schon, dass sich Geduld und Abwartenkönnen und mit Langeweile umgehen können bis zu einem gewissen Grad lernen/trainieren lässt, und das war mir wichtig.
Aber zur Kleinkindzeit meiner Großen hatte ICH noch gar kein Smartphone, Tablets kamen gerade erst auf (das erste ipad ist jünger als meine Große). Ich komme mir manchmal vor wie ein Dinosaurier, wenn ich den Eindruck bekomme, "heutzutage" ist es Standard, die Kleinkinder beim leidigen Zähneputzen mit YT abzulenken - die Option hatte ich schlicht gar nicht beim ersten Kind! Und das ist "erst" 13! Boah, bin ich alt...![]()
Das scheint einem später einiges zu erleichtern.
Wir schauen ab und zu am Wochenende mal einen Film zusammen. Was auch öfter daran scheitert, dass die Vorlieben so unterschiedlich sind.
Hätte ich zur Kleinkindzeit so viel am Handy gehangen wie jetzt, seitdem ich das Smartphone habe - oh weh.