travelmate hat geschrieben: 20.05.2022, 18:11
Wir haben heute den Beerenbestand erweitert. Mein Mann hat beim Discounter Hochstämmchen gekauft. Johannis- Und Stachelbeeren.
Ach Mist... Die hatte ich auch gesehen, aber keinen Preis... Dann wollte ich jemand fragen... Und hab es vergessen... Schwarze Johannisbeere hatte ich überlegt.
Außerdem... Da war es wieder... Wohin damit?
Bei meinem Apfelbäumchen wachsen ständig von unten neue Triebe... Ist das normal...?
Obstbäume sind in der Regel veredelt, und was von unten austreibt (das ist normal), das sind die wildtriebe. Die will man nicht.
D. h abschneiden.
Ich habe gelesen, am besten ohne glatten Schnitt, sondern stattdessen lieber zb mit einer Säge „schneiden“ bzw reißen, so dass die Reste so ausfasern. Ein glatter Schnitt rege Neuaustrieb an und der faserige eben nicht, bzw weniger.
Der Beweis an unserem Obstbaum steht noch aus.
Der Apfelbaum ist selbst gesät.
Ich... Mach sowas öfter. Ich denke "Ach, das wird eh nix."
Deshalb besitze ich...
Einen Avocadobaum
Ein Zitronenbäumchen
Eine Ananaspflanze
Und eben einen Apfelbaum
Ein Mandarinenbäumchen hatte ich auch mal... Aber... Den habe ich vergessen, zu gießen...
Zum Ausgleich geht bei mir halt Petersilie und Schnittlauch ein.
Verdedeln bedeutet folgendes (In meinen eigenen, bestimmt nicht immer 100% fachlich korrekten Worten):
Es wird eine sog. Unterlage gezogen. Hat oft so lustige Namen wie so in etwa Giesela 5 oder Quitte 3. Diesem Baum wird aber nicht die Krone gelassen, sondern auf den Stamm wird ein Reisig von der eigentlich gewollten Obstsorte gepropft. Propfen oder pfropfen heißt, dass ein Ast schräg angeschnitten wird und dann an den schräg angeschnittenen Stamm gehalten wird. Spezielles Klebeband drumherum und dann wächst das tatsächlich zusammen. Das finde ich echt faszinierend.
Das wird gemacht, weil sonst zB alle Birnenbäume riesig groß wären, oder bestimmte Obstsorten vielleicht toll tragen und super Früchte ausbilden, aber nicht so wahnsinnig standfest sind.
Wenn man jetzt einfach einen Apfelkern einpflanzt, wird der vermutlich nicht so dolle tragen.
Veredelt werden aber auch viele andere Pflanzen: Rosen, Gurken... Das Prinzip ist immer das gleiche und es geht immer darum, die guten Eigenschaften von zwei verschiedenen Pflanzen miteinander zu kombinieren. Bei Rosen zB die Robustheit von einer Wildrose (als Unterlage) und die Blüten von einer Zuchtrose.
Mama von drei wundervollen Kindern (Sommer 2016, Sommer 2019 und Januar 2024)
schlangengurke hat geschrieben: 20.05.2022, 19:53
Obstbäume sind in der Regel veredelt, und was von unten austreibt (das ist normal), das sind die wildtriebe. Die will man nicht.
D. h abschneiden.
Ich habe gelesen, am besten ohne glatten Schnitt, sondern stattdessen lieber zb mit einer Säge „schneiden“ bzw reißen, so dass die Reste so ausfasern. Ein glatter Schnitt rege Neuaustrieb an und der faserige eben nicht, bzw weniger.
Der Beweis an unserem Obstbaum steht noch aus.
Danke. Die Austriebe sind 2-4m weit vom eigentlichen Baum weg. Ich hab die jetzt versucht mitm Spaten kaputt zu bekommen. Bei fingerdick und bis 1,50m hoch irgendwie eine doofe Arbeit. Aber Spaten (mit vielen Versuchen) wäre ja auch eher faserig, oder?
Tyaris mit der Löwin (9/19) und der kleinen Wölfin (6/23) an der Hand und dem kleinen Vögelchen (12/25) im Arm und einen Sternchen (4/21) im Herzen
Orangen werden wohl immer auf Zitronen gepfropft... Oder andersrum. Weil die einen stabile Wurzeln haben, aber man eben gelegentlich auch die anderen Früchte möchte.
Jaaa, es ist leider nicht mal eine tolle Apfelsorte, aber als er dann tatsächlich gewachsen ist, hatte ich ihn lieb und konnte ihn nicht killen...
Bei Äpfeln kommt meines Wissens nach auch nicht automatisch die Sorte raus, aus der der Apfel samt Kern stammte sondern irgend ne neue Mischung. Kann gut sein, oder Murks, findet man halt erst später raus.
Bei Kürbis ist das auch so...
Liebe Grüße von Meike mit drei Dickköpfen ( * 2007),( * 2010) und (*2013)
Bei Obstbäumen versucht man auch so bestimmte Baumkrankheiten zu umgehen, zum Beispiel Krebs.
Oder man kann auf einem Baum mehrere Sorten des gleichen Obstes haben.
Mein Vater hat auf einem Kirschbaum mittlerweile sechs oder sieben Sorten, nachdem er die Äste entsprechend veredelt hat. (So wie von Traveller beschrieben).
Ich durfte mich an einem der Birnenbäume auch schon daran versuchen vor ein paar Jahren, keine Ahnung ob ich noch alles richtig könnte.
Wenn Kind zwei groß genug ist, gehe ich wohl noch mal bei meinem Dad in die „Lehre“ zwecks Bäume schneiden und Co.
AnnaFee mit dem kleinen Eisbären (07/19) und kleiner Maus (08/22)