Kommentare zum Stillen...

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Maikäferchen19
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Re: Kommentare zum Stillen...

Beitrag von Maikäferchen19 »

Ja, ich fand es auch traurig. Dabei geht es mich ja gar nichts an. Das ist ja allein ihre Entscheidung. Passt aber zur Erzählung von vor über einer Woche, dass die Kleine sich total gut ablegen lässt und sie dadurch richtig zu was kommt daheim. Das Baby ist 3 Wochen und ein paar Tage alt! Da hab ich daheim genau gar nichts gemacht und das Baby so kurz wie möglich irgendwo abgelegt oder eben dem Papa gegeben. Aber auch das muss jede(r) für sich entscheiden. Vielleicht erwähne ich irgendwann mal, wie schön ich es finde, mit dem schlafenden nuckelnden Baby im Bett zu liegen.
Wir verstehen uns echt gut, aber da haben wir so unterschiedliche Sichtweisen, das ist uns schon beim ersten Kind aufgefallen.
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Pirouge
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Re: Kommentare zum Stillen...

Beitrag von Pirouge »

Ich finde das Nuckeln leider recht unangenehm, sodass ich froh war, dass beide Kinder Schnelltrinker sind. Und jetzt docke ich den Kleinen recht schnell ab, wenn er fertig ist mit Trinken. Aber klar ist das was anderes, als wenn man es aus Prinzip nicht zulässt, weil man kein Ersatz sein will.
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Beitrag von Seiltänzerin »

Zum Teil wird das auch leider im „stillfreundlichen“ KH so kommuniziert dass Nuckeln nicht so toll ist
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toktok
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Re: Kommentare zum Stillen...

Beitrag von toktok »

Seiltänzerin hat geschrieben: 24.04.2022, 11:27 Zum Teil wird das auch leider im „stillfreundlichen“ KH so kommuniziert dass Nuckeln nicht so toll ist
Und das zumeist von den Kinderkrankenschwestern, weniger von den IBCLC-Beraterinnen... (anekdotische Erfahrung).
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Re: Kommentare zum Stillen...

Beitrag von Maikäferchen19 »

Pirouge hat geschrieben: 24.04.2022, 10:29 Ich finde das Nuckeln leider recht unangenehm, sodass ich froh war, dass beide Kinder Schnelltrinker sind. Und jetzt docke ich den Kleinen recht schnell ab, wenn er fertig ist mit Trinken. Aber klar ist das was anderes, als wenn man es aus Prinzip nicht zulässt, weil man kein Ersatz sein will.
Beim Knuffi hatte ich am Anfang total Probleme mit wunden Brustwarzen. Da war ich auch jedes mal froh, wenn er fertig getrunken hat, klar. Ebenso in der Schwangerschaft, als es mir unangenehm war. Ich hätte aber nicht gesagt "dafür ist meine Brust nicht da" sondern z.B. "das geht jetzt leider nicht". Es kam ja auch noch der Satz, dass fürs Nuckeln der Schnuller da ist und das klang für mich nach Prinzip und nicht als gäbe es einen Grund.

Oft wird ja nuckeln mit wunden Brustwarzen in Verbindung gebracht, vermutlich wird deshalb davon abgeraten. Und wenn man das so erklärt bekommt, kommt evtl. die Trennung von Trinken und Nuckeln dabei raus.
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Umgedacht
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Re: Kommentare zum Stillen...

Beitrag von Umgedacht »

Maikäferchen19 hat geschrieben: Oft wird ja nuckeln mit wunden Brustwarzen in Verbindung gebracht, vermutlich wird deshalb davon abgeraten. Und wenn man das so erklärt bekommt, kommt evtl. die Trennung von Trinken und Nuckeln dabei raus.
Direkt nach der Geburt hatte mir die Hebamme das gesagt und zack war ich verunsichert. Gut, dass ich auf mein Bauchgefühl gehört und nach wie vor an der Brust nuckeln lasse. Ich hatte davon nie wunde Brustwarzen, sondern vom schlechten Anlegen zu Anfang. Inzwischen ist das Nuckeln viel seltener geworden.
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Beitrag von Lösche Benutzer 27615 »

Ich finde, jede Frau sollte beim Thema Nuckeln nach ihrem eigenen Wohlempfinden gehen und nicht, nach Anordnung von Hebamme, Arzt oder sogar Stillberatung. Wenn es gut ist, dann gut, wenn es unangenehm ist, dann eben nicht oder nicht so viel, wenn das Baby das offensichtlich braucht. Da kann und muss man auch Kompromisse machen. Hier hat der Kleine sicher weniger viel Nuckeln können, weil ich mich auch um den Großen kümmern musste. Und Nachts stundenlang mochte ich ab einem bestimmten Zeitpunkt auch nicht mehr. Ich finde nicht, dass sich irgendeine Frau vorschreiben lassen sollte, wie wenig oder viel Nuckeln für sie und ihr Baby ok ist. Und wenn Baby keinen Schnuller kriegt, findet es meistens schnell einen Finger. Also ich finde das Schnuller Ersatz Argument jedenfalls auch bevormundent. Ich mag ohnehin nicht, wie viele Menschen jungen Müttern alles mögliche vorschreiben. Man kann Vorschläge machen und erklären, aber mehr finde ich oft schon fast übergriffig. Ich habe mir so einiges anhören müssen, als ich den Großen noch zugefüttert habe. Völlig ungefragt. Ich bin selbstbewusst genug, dass mich das nicht wirklich getroffen hat, aber mit der Hormonlage nach der Geburt war es auch manchmal nicht ganz einfach.
Deshalb - wenn eine Frau ihr Baby nicht Nuckeln lassen will, weil sie das nicht will und nicht, weil ihr jemand gesagt hat, dass sie das nicht wollen sollte, dann ist das doch völlig ok!
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Re: Kommentare zum Stillen...

Beitrag von Umgedacht »

Solina hat geschrieben: 25.04.2022, 09:43 Ich finde, jede Frau sollte beim Thema Nuckeln nach ihrem eigenen Wohlempfinden gehen und nicht, nach Anordnung von Hebamme, Arzt oder sogar Stillberatung. Wenn es gut ist, dann gut, wenn es unangenehm ist, dann eben nicht oder nicht so viel, wenn das Baby das offensichtlich braucht. Da kann und muss man auch Kompromisse machen. Hier hat der Kleine sicher weniger viel Nuckeln können, weil ich mich auch um den Großen kümmern musste. Und Nachts stundenlang mochte ich ab einem bestimmten Zeitpunkt auch nicht mehr. Ich finde nicht, dass sich irgendeine Frau vorschreiben lassen sollte, wie wenig oder viel Nuckeln für sie und ihr Baby ok ist. Und wenn Baby keinen Schnuller kriegt, findet es meistens schnell einen Finger. Also ich finde das Schnuller Ersatz Argument jedenfalls auch bevormundent. Ich mag ohnehin nicht, wie viele Menschen jungen Müttern alles mögliche vorschreiben. Man kann Vorschläge machen und erklären, aber mehr finde ich oft schon fast übergriffig. Ich habe mir so einiges anhören müssen, als ich den Großen noch zugefüttert habe. Völlig ungefragt. Ich bin selbstbewusst genug, dass mich das nicht wirklich getroffen hat, aber mit der Hormonlage nach der Geburt war es auch manchmal nicht ganz einfach.
Deshalb - wenn eine Frau ihr Baby nicht Nuckeln lassen will, weil sie das nicht will und nicht, weil ihr jemand gesagt hat, dass sie das nicht wollen sollte, dann ist das doch völlig ok!
Du hast natürlich Recht, dass es eine individuelle Entscheidung ist. Gleichzeitig habe ich für mich die Erfahrung gemacht, dass das gesellschaftliche Bild von Baby und seinem "Zubehör" absolut nicht die Realität meines Babys widerspiegelt. Ein Schnuller oder eine Windel sind in unserer Kultur ganz selbstverständlich und das wird auch gar nicht hinterfragt. Sie stehen auf allen Etstaustattungslisten. Junge Eltern kommen gar nicht auf die Idee das zu hinterfragen und haben oft keine Erfahrung mit Babys gemacht. Ich denke es gibt da eine ganz große Informationslücke. Das muss kein Problem sein, aber ich finde es schade, weil es dann eine andere Entscheidungsgrundlage gibt.
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Re: Kommentare zum Stillen...

Beitrag von toktok »

Das ist auf jeden Fall so - ich bin auch erst mit dem Kind auf viele Dinge gekommen. Teils will der "Standard" für uns nicht passte, teils weil ich es anderswo gesehen habe und erst so Alternativen kennenlernte.
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Beitrag von Lösche Benutzer 27615 »

Umgedacht hat geschrieben: 25.04.2022, 11:43
Solina hat geschrieben: 25.04.2022, 09:43 Ich finde, jede Frau sollte beim Thema Nuckeln nach ihrem eigenen Wohlempfinden gehen und nicht, nach Anordnung von Hebamme, Arzt oder sogar Stillberatung. Wenn es gut ist, dann gut, wenn es unangenehm ist, dann eben nicht oder nicht so viel, wenn das Baby das offensichtlich braucht. Da kann und muss man auch Kompromisse machen. Hier hat der Kleine sicher weniger viel Nuckeln können, weil ich mich auch um den Großen kümmern musste. Und Nachts stundenlang mochte ich ab einem bestimmten Zeitpunkt auch nicht mehr. Ich finde nicht, dass sich irgendeine Frau vorschreiben lassen sollte, wie wenig oder viel Nuckeln für sie und ihr Baby ok ist. Und wenn Baby keinen Schnuller kriegt, findet es meistens schnell einen Finger. Also ich finde das Schnuller Ersatz Argument jedenfalls auch bevormundent. Ich mag ohnehin nicht, wie viele Menschen jungen Müttern alles mögliche vorschreiben. Man kann Vorschläge machen und erklären, aber mehr finde ich oft schon fast übergriffig. Ich habe mir so einiges anhören müssen, als ich den Großen noch zugefüttert habe. Völlig ungefragt. Ich bin selbstbewusst genug, dass mich das nicht wirklich getroffen hat, aber mit der Hormonlage nach der Geburt war es auch manchmal nicht ganz einfach.
Deshalb - wenn eine Frau ihr Baby nicht Nuckeln lassen will, weil sie das nicht will und nicht, weil ihr jemand gesagt hat, dass sie das nicht wollen sollte, dann ist das doch völlig ok!
Du hast natürlich Recht, dass es eine individuelle Entscheidung ist. Gleichzeitig habe ich für mich die Erfahrung gemacht, dass das gesellschaftliche Bild von Baby und seinem "Zubehör" absolut nicht die Realität meines Babys widerspiegelt. Ein Schnuller oder eine Windel sind in unserer Kultur ganz selbstverständlich und das wird auch gar nicht hinterfragt. Sie stehen auf allen Etstaustattungslisten. Junge Eltern kommen gar nicht auf die Idee das zu hinterfragen und haben oft keine Erfahrung mit Babys gemacht. Ich denke es gibt da eine ganz große Informationslücke. Das muss kein Problem sein, aber ich finde es schade, weil es dann eine andere Entscheidungsgrundlage gibt.
Ich bin auch für reduzieren, Dinge einfacher machen. Hier war übrigens ein Schnuller nicht auf der Erstaustattungsliste und damit sollte man schon warten, bis das Stillen gut etabliert ist. Das macht Sinn. Ich war ehrlich fast fassungslos, wie viel ich schnell besorgen musste, weil der Große eine Woche auf der Neo war. Ich hatte gefühlt nichts! Stillhütchen, Pumpe, weFlasche, Pre, Behälter zum Sterilisieren und ich hatte Erfahrung mit Babys. Ein Mittelweg ist schon gut und eben eine klare Kommunikation, die die junge Mutter auch nicht überfordert. Das ist schon schwer ... besonders junge Mütter hören ja alles mögliche, von den Profis, den vermeintlichen Profis und der Familie. Respekt und das Selbstbewusstsein der Mutter stärken, sollte der Hauptfokus sein. Viele Mütter greifen ja deshalb zur Flasche, weil sie dann eben sicher sind, dass sie nichts völlig falsch machen - das ist zumindest mein Eindruck. Da ist eine Anleitung drauf, daran kann man sich halten und festhalten. Ich finde das Forum macht die Dinge dahingegend super. Respekt und Sicherheit für die Mutter, dass sie schon alles richtig macht. Das bekommt man sonst eigentlich nirgends, was Schade ist.
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