Gleiche Kindergartengruppe - Vorteile/Nachteile

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Lösche Benutzer 2152

Re: Gleiche Kindergartengruppe - Vorteile/Nachteile

Beitrag von Lösche Benutzer 2152 »

Wir hatten das hier zweimal. Beide Male gingen die Kinder in eine Gruppe. Nach den ersten Wochen haben sich die Kleinen eingewöhnt und sich ihre Spielkameraden selber ausgesucht.
Gut fand ich auch, dass die Kleinen ja die anderen Kinder aus der Gruppe schon kannten. Ich würde es immer wieder so machen.

Die einfachste Eingewöhnung hatten wir beim Ältesten und beim Jüngsten. Es ist halt irgendwie alles Typsache....
hummel2
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Re: Gleiche Kindergartengruppe - Vorteile/Nachteile

Beitrag von hummel2 »

bei Kindergartengruppen fände ich das, außer es ist irgendeine ganz "besondere" Geschwistersituation, irgendwie fast ein bisschen "komisch", ich will sagen irgendwie "gekünstelt", sie nicht zusammen in eine Gruppe zu tun.
für mich ist der Kindergarten (neben natürlich noch vielen anderen Aspekten) nämlich auch ein bisschen ein Ersatz für die heutzutage nicht mehr existierende Großfamilie mit vielen Geschwistern, Cousinen etc.,deswegen gehört das für mich sogar irgendwie mit dazu.
Aber ich selbst werde da auch erst ab nächstem Jahr mitreden können, da kommt der Kleine in die Gruppe vom Großen...

Schulklasse wäre dann ein ganz anderes Thema, aber das war ja nicht die Frage.
Lösche Benutzer 10826

Re: Gleiche Kindergartengruppe - Vorteile/Nachteile

Beitrag von Lösche Benutzer 10826 »

Danke für eure Anregungen und Erfahrungen.
Ich glaube es wäre wirklich unnatürlich diese erzwungene Trennung....
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RosaLia
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Re: Gleiche Kindergartengruppe - Vorteile/Nachteile

Beitrag von RosaLia »

Es gibt bei uns nur noch eine Halbtagsgruppe (bis 14.00 Uhr - die anderen Gruppen sind Ganztag). Da stellt sich die Frage für viele gar nicht mehr. Aktuell sind drei Geschwisterpaare in der Gruppe.

Der Mittlere ist mit knapp drei in die Gruppe gekommen und hat sich sehr an den Vorschuljungs orientiert. Er durfte auch als einziger Kleiner regelmäßig mitspielen und das hat gut funktioniert. Dem entsprechend war er natürlich sehr geknickt, als die nach den Sommerferien nicht mehr da waren. Es hat eine Weile gedauert, bis er sich wieder eingefunden hatte. Und das ganz ohne Geschwisterkind.

Im nächsten Sommer kommt sein kleiner Bruder in die Gruppe. Sie sind dann für zwei Jahre zusammen im Kindergarten. Ich habe da keine Sorgen. Die Erzieherinnen haben das gut im Blick.

Wenn die Kinder vom Alter nicht so weit auseinander sind, passiert das ja öfter, das Geschwister zeitweise in gleichen (Freizeit)Gruppen sind, bei uns z.B. beim Kinderturnen und im Chor. Finde ich eher praktisch.
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fanta
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Re: Gleiche Kindergartengruppe - Vorteile/Nachteile

Beitrag von fanta »

In der Kindergarten Gruppe meines Sohnes sind aktuell fünf Geschwisterpaare, also die Hälfte der Kinder sind Geschwister.
Meine Kleine geht in eine andere Gruppe und ich war erst sehr vehement dagegen.
Mittlerweile bin ich überzeugt, dass es viel besser für beide ist (ihre Gruppe hat nur 1/3 so viele Kinder wie seine und genauso viele Kindergärtnerinnen). Sie hat einen geschützten Raum und mein Sohn hat nach wie vor seine Gruppe und seine Freunde und ist frei, Verantwortung für seine Schwester übernehmen zu müssen.

Als Erklärung: sie gehen beide nur bis 12:30Uhr, verbringen dann den restlichen Teil zusammen. Der Große hat viel Verständnis für seine Schwester, sie spielen gerne zusammen, aber halt in dem Tempo meiner Tochter. Da ist er natürlich manchmal genervt und schließt zB die Tur, wenn er Besuch hat, so dass die Kleine nicht rein kann

Ich hatte mir gewünscht beide in einer Gruppe zu haben, aber ich sehe die Bedenken der Kindergärtnerinnen nun. Nämlich dass das eine Geschwisterkind, bei uns der große Bruder, durch das andere gehemmt wird. Weil es sich verantwortlich fühlt und somit nicht "bei sich bleibt".

Wäre meine Tochter selbstständiger wäre es sicher anders gekommen. Aber ich finde es wichtig, daran zu denken, ob es wirklich für beide Kinder das Beste ist.
LG fanta
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MM85i
Dipl.-SuT
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Re: Gleiche Kindergartengruppe - Vorteile/Nachteile

Beitrag von MM85i »

Ich krame den Thread mal aus.

Ich habe meine Kinder bewusst in eine Gruppe getan. Altersunterschied etwas über 2,5 Jahre. Bisher klappte es ganz gut. Am ersten Tag nach den Weihnachtsferien habe ich die Kleine komplett verheult abgeholt mit den Worten "sie hatte heute einen sehr schweren Tag"(während der 2h auf dem Außengelände) . Ich hatte drum gebeten, dass wenn die Kleine nach den Ferien Startschwierigkeiten hat oder sonst wann , man mich bitte anrufen möge. Heute sagten mir die Kinder, dass die Kleine auf dem Außengelände wieder hinter dem Großen her ist und nur gebrüllt hat.
Ich weiß nicht, wie die Erzieherinnen dann mit meinem Kind umgehen, aber aus Abholsituationen habe ich damals ein anderes Geschwisterpaar gesehen, wo das Kleine Kind nur angemeckert wurde, es solle mit wem anders spielen. Keine Vermittlung zu anderen Kindern oder trösten und es lief die ganze Zeit weinend hinter der Schwester her. Wenn ich mir das jetzt wieder für 2h für meine Kleine vorstelle :cry:. Ich weiß nicht, ob es jetzt wirklich erst das 2. Mal vorgekommen ist, ich glaube nicht, dass man mich anrufen würde.

Ich überlege, was ich tun sollte. Ich denke in verschiedene Gruppen stecken bringt in dem Sinn nichts, weil es nur draußen auftritt. Dann will der Große Rollenspiele spielen, die die beiden hier auf dem Spielplatz spielen aber in der Kita darf sie dann wohl nicht mitspielen. Drinnen spielt die Kleine mit den Mädels und der Große darf schon im ganzen Gebäude rumlaufen. Wenn ich die Kinder trennen würde, gäbe es die Situation ja trotzdem noch.

Zuhause spielen die Kinder viel zusammen, haben aber auch jeder eigene Turnvereine, und beide gehen auch alleine gerne in die Kita.

Hatte hier jemand die Situation schonmal? Wie würdet ihr handeln?
Serafin
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Re: Gleiche Kindergartengruppe - Vorteile/Nachteile

Beitrag von Serafin »

Meine sind seit 1,5 Jahren in einer Gruppe, da die von 1 bis 6 ist. Aber innerhalb der Gruppe wird natürlich nach Alter und Interessen geteilt. Also die kleinen sind immer Vormittags draußen z.B. damit die Großen dann drinnen Sachen für große machen können. Am Nachmittag wenn die kleinen schlafen sind die großen draußen, damit die kleinen ihre Ruhe haben. Hier wird darauf geschaut, dass das auf jeden Fall nicht so läuft wie bei dir (der kleine ist meist zwei Mal draußen, da er nicht mehr schläft aber er für die großen Sachen noch zu klein ist). Also sie sind in einer Gruppe, aber deshalb machen sie nicht das gleiche und es ist ganz klar, dass der große nicht für den kleinen verantwortlich ist.
kleiner Maulwurf 12/15
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IdieNubren
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Re: Gleiche Kindergartengruppe - Vorteile/Nachteile

Beitrag von IdieNubren »

Meine kinder sind das einzige Geschwisterpaar im kiga, die in getrennten Gruppen sind. Ich finds gut so. Kind2 war zuerst in der krippengruppe und kind1 hat sich währenddessen einen Freundeskreis in ihrer Gruppe aufgebaut. Dann kam corona und der kiga hat ne Ausnahme Regelung für kind 2 gemacht, damit sie in der krippe bleiben konnte (eigentlich sollten Geschwisterkinder in eine gruppe) beim wechsel kam sie dann in eine andere Kindergarten Gruppe.
Am anfang haben die Mädels schon gefragt warum sie nicht zusammen sind, zuhause spielen sie zu 90% ohne Streitereien sehr ausdauernd zusammen (wir starten in woche 3 der Quarantäne und es wird ihnen zusammen selten langweilig). Aber mir ist es ganz recht so dass jede ihren eigenen Kiga Bereich mit freunden hat. Ich hätte tatsächlich angst dass kind2 von kind1 zurück gesetzt wird, so wie es manchmal passiert wenn Freundinnen da sind.
Es wäre eh auch nur dieses Jahr gewesen, dann kommt die große in die schule.
Kind2 tut sich zwar etwas schwer im kiga und die Gruppen sind auch noch in 2 verschiedenen Häusern, ich glaube es würde ihr alles insg leichter fallen wenn es in einem haus wäre und bei uns herrscht noch Gruppentrennung dh sie kommen auch im garten nicht zusammen, aber ich bin trotzdem zufrieden dass sie in getrennte Gruppen sind.
Idie mit (06/16), (04/18) und (09/20)
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Kohlmeise
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Re: Gleiche Kindergartengruppe - Vorteile/Nachteile

Beitrag von Kohlmeise »

Meine Kinder waren ein Jahr zusammen in der Gruppe und es war für beide schön, dass der andere da war. Gespielt haben sie aber viel weniger miteinander als zuhause.

Für mich klingt es so, dass Du kein Vertrauen in die Erzieher:innen hast, da die Kinder dort in schwierigen Situationen nicht gut begleitet werden. Weder kannst Du darauf vertrauen, dass Du angerufen wirst und zusätzlich hast Du schon beobachtet, wie eine solche Situation (nicht) gelöst wurde. Das ist meiner Empfindung nach das dringendere Problem und nicht, ob Deine Kinder gemeinsam in einer Gruppe sind.

Wie ist denn Dein Verhältnis zum Kindergarten, den Erzieher:innen, dem pädagogischen Konzept? Kannst Du vielleicht um ein Gespräch bitten?
Drei (2013/2016/2023)
MM85i
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Re: Gleiche Kindergartengruppe - Vorteile/Nachteile

Beitrag von MM85i »

Danke euch allen für eure Antworten. Ich habe mit den Erzieherinnen gesprochen und es war wohl nichts neues vorgefallen wie damals nach Weihnachten. Jetzt hatten wir gestern zuhause ein Spiel gespielt, bei dem ich ausversehen das falsche Püppchen genommen hab. Sie war untröstlich (müde) und hat nur den großen Bruder zum trösten an sich rangelassen. Das stimmt mich schon nachdenklich. Andererseits geht sie immer gerne hin, wenn mein Sohn aus welchen Gründen auch immer nicht in die Kita möchte. Ich denke ein Wechsel möchte ich "jetzt" den Kindern auch nicht mehr antun. Da muss ich dann tatsächlich vertrauen haben, dass das was mir die Kinder und die Erzieher erzählen irgendwo in der Mitte trifft.

[OT: Kohlmeise: Ja, das ist schon ein großer Punkt bei mir. Das Vertrauen ist in dem Sinne eingeschränkt, da wir schlechte Erfahrungen mit der ersten Betreuung vom Großen hatten. Die Eingewöhnung von der Kleinen hat da schon gut getan, dass ich gesehen habe, dass Kinder auch in den Arm genommen werden und getröstet werden. Aber das war noch in den Sommerferien und es waren 8 Kinder weniger da und alle drei Erzieher*innen waren am arbeiten. So ruhig und behütet ist es halt im Kitaalltag nicht und habe ich in den zwei Jahren mit dem Großen so auch nie mitbekommen. Da glaube ich schon, dass die ganz Kleinen in der altersgemischten Gruppe schon mal größer sein müssen, als sie eigentlich sind. Und da bin ich dann beim schlechten Gewissen...]
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